Beiträge von Bono59

    Hallo Kazik, danke für deine Tipps. Also mit dem Werdegang, einen Therapeuten zu bekommen, kenne ich mich schon aus. War ich schonmal wegen meinen Depressionen (Bipolar). Dauert immer sehr,sehr lange,bis man einen Termin bekommt!! Hoffe das die Suchtberatung mir da weiterhelfen kann und vielleicht Therapeuten nennen kann,welche speziell Suchttherapie bearbeiten. Wie gesagt, ich bin ja im Moment recht stabil und warte erstmal auf einen neuen Termin bei der Suchtberatung. Erstmal vielen Dank LG Bono59

    Ich hab seit langem das Gefühl, ich laufe gegen Wände. Überall tolle Flyer und Broschüren wo und wie es für alles Hilfe gibt. 24 Std. geöffnet. Du rufst an, tut uns leid es ist Samstag, versuchen Sie es Montag wieder. Sozialer Dienst im Krankenhaus, wir sind nicht zuständig. Und und und. Entlassbriefe mit Inhalt was alles gemacht wurde. Nichts davon ist wahr. Es ist eine riesige Menagerie die sehr viel Geld kostet aber kaum effektiv ist. Hut ab vor den Notärzten und Sanitätern des Rettungsdienstes. Sie tun alles um den Patienten bestmöglich und schnellstmöglich zu helfen, auch wenn es ein unbelehrbarer Alkoholiker ist. Ich habe bisher im Rettungsdienst nur bestes erlebt. Meine Hochachtung. Aber dann fehlt die Nachsorge. Und alles beginnt wieder von vorne. Was für eine Verschwendung von Ressourcen.

    Hallo wieweiter,unser Geuundheitssystem hat seine Belastungsgrenze erreicht. Die psychischen Krankheiten nehmen dramatisch zu!

    Burnout, Süchte u.s.w.Mich wundert das nicht.Eine Gesellschaft, in der es nur um Profit geht, kennt keine Gnade! Deshalb ist es wichtig, das wir

    mit unserem Handicap richtig umgehen,(es geht um Selbstfürsorge ), Das gilt für dich als Nichtalkoholikerin natürlich umsomehr Mein Termin bei der Suchtberatung, auf den ich 5 Wochen gewartet

    habe, wurde gestern auf unbestimmte Zeit verschoben ! OK,ich bin ja zur Zeit recht stabil.Allerdings möchte ich gerne eine Psychotherapie machen .

    Ich kann mir vorstellen, wie lange das dauert! Waren nur so ein paar Gedanken. Ich bin froh, das ich das Forum gefunden habe. Ich verfolge deinen Weg

    ganz interessiert.Ich wünsche dir,das du diese schwere Zeit gut überstehst.LG Bono

    Habe gerade im Forum bei neuen Forummitgliedern gelesen. Da schwingt bei einigen viel Euphorie mit.Das war bei mir auch so!

    Das ist meiner Meinung nach auch verständlich.Ich hab einen Entschluss gefasst, Endlich habe ich die richtige Entscheidung getroffen.

    Habe auch bemerkt ,das ich etwas nachdenklicher geworden bin.Heute war ich bei meiner wöchentlichen 🧘‍♂️ Meditation. Da gingen mir

    Sachen durch den Kopf, die mit meinem Alkoholkonsum zu tun haben.Mein nüchternes Hirn beschäftigt sich also mit meinem Alkoholismus.

    Ich seh das positiv. Ich bin in einer interessanten Entwicklung. Nicht nachlassen, am Ball bleiben, der Film Rückfällie war sehr hilfreich um

    nochmal vor Augen gehalten,wie grausam unsere Krankheit ist! Das sind alles Sachen,welche ich mir immer vor Augen halten muss,wenn ich irgendwann

    leichtsinnig werden sollte. LG Bono59

    Ich arbeite mich jetzt erstmal von Monat zu Monat voran.Es

    ist schon interessant, das ich, seit ich endlich ernsthaft beschlossen habe,

    dem Alkohol in meinem Leben keinen Raum mehr zu geben, es mir vorkommt als wenn eine Last von meinen Schultern gefallen ist!

    Ganz wichtig für mich, eure Ausführungen über den Suchtdruck! Wie ihr damit umgeht u.s.w. Ich bereite mich vor!

    Tatsächlich habe ich mir den Film "Rückfällie " von 1976 angeschaut. Sehr gut! Obwohl meine Trinkerei auch nicht so war, war sie deswegen

    nicht besser sondern nur anders. Die meisten kennen sicher noch Harald Juhnke, der war im wahren Leben auch Quartalstrinker, so

    wie ich. Ich mochte ihn als Schauspieler und in dem Film" Der Trinker"hat er sich quasi selbst gespielt. Es ist gut,wenn ich mir solche Filme

    anschaue! Damit wird mir immer wieder in Erinnerung gerufen, was der Alkohol mit mir macht.Das ist gut, um immer wieder daran erinnert zu

    werden,das es für mich am wichtigsten ist,den Rest meines Lebens nüchtern zu bleiben !! Zu guter letzt hab ich mir noch das Buch" Mein Leben"

    Von Eric Clapton bestellt. Danke für die Anregung.L G Bono

    Hm, sorry, aber das sehe ich irgendwie nicht so. Bei mir trifft das auch alles zu. Aber das ist nicht der Grund für meine Sucht. Im Gegenteil, ich hätte es ja besser wissen müssen. Trotzdem habe ich getrunken und bin das Risiko eingegangen, mit jedem Glas mehr. Es ist verlockend, sich Entschuldigungen für seine Sucht zu suchen. Dann fühlt man sich weniger mies. Gleichzeitig könnte es auch eine Entschuldigung dafür sein, ja nicht anders zu können und daher ein Risiko für Rückfälle sein...

    Wenn man sich aber bewusst, dass man süchtig wurde, weil man immer mehr getrunken hat--- dann kann man auch aus der Sucht aussteigen, indem man genau weiss, dass man künftig jedes Glas stehen lässt- oder am besten gleich einen grossen Bogen darum macht.

    Hallo Naira,ich suche keine Gründe für meine Sucht und auch keine Entschuldigung für etwaige Rückfälle.Ich habe nur geschrieben, das ich

    gute Voraussetzungen hatte, in die Sucht zu rutschen und nein ich wuste mit !5 nicht auf was ich mich einlasse!Letztendlich ist es ja auch garnicht

    wichtig, warum und weshalb.Wir wolle alle ein abstinentes Leben führen. Darum geht es doch.

    Danke für den Hinweis. Und es kann sehr gut sein das dies auch der Grund war warum meine Beraterin ein wenig mit den Hufen scharrte. Aber leider ist mein Alkoholsucht nicht meine erste psychische Erkrankung und somit betrachte ich die Suchtberatung auch als Marathon. Meine Zeit um mir über die oben genannten Punkte klar zu werden und mich beraten zu lassen,

    Und zur Euphorie. Ich bin froh das meine Entzugssymptome nahezu ganz abgeklungen sind und es mir gut geht. Und ich bin froh das ich bei Saufdruck hier schreiben kann und wertvolle Hinweise bekomme wie ich damit umgehen kann. So zu sagen in Echtzeit. Außerdem bekomme ich und lese ich viele wertvolle Hinweise um meine Abstinenz ab zu sichern und meinen Weg zu einer zufriedenen Abstinenz zu finden. Einiges konnte ich schon umsetzen. Einiges musste ich schon umsetzen oder bin dabei es um zu setzen. Und anderes steht noch nicht an oder braucht noch seine Zeit, weil ich aus meiner Erfahrung weiß das ich mich nicht von jetzt auf gleich komplett umkrempeln kann. Das ist nicht realistisch. Ich habe mir nach der Entgiftung an zwei stellen professionelle Hilfe gesucht. Bei meiner Hausärztin und der Suchtberatung. Das ist für mich keine Überforderung und Euphorie sieht für mich anders aus.

    Tatsächlich bekomme ich aktuell ganze konkrete Hilfe zur Selbsthilfe hier. Und da ist noch einiges für mich praktisch zu tun und am Bewusstsein zu verändern. So dass ich das Loch gerade nicht einmal erahnen kann. Aber ich werde mich hier melden falls es doch in Sichtweite kommt. Und dann bekomme ich hier bestimmt Hinweise wie ich es füllen kann. Und ich weiss das ich gerade erst am Start meines Marathons bin. Und ich habe so eine Ahnung das mir hier auch noch einiges aus dem Kopf geschlagen wird. Aber das schafft dann ja auch Platz.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Wenn ich deine Zeilen lese, stelle ich fest, das mein Weg hier auch so ähnlich angefangen hat, wie deiner.Habe meinen Faden nochmal quer gelesen

    und festgestellt, das da eine richtig gute Entwicklung zu erkennen ist. Ohne das Forum, wär ich noch nicht so weit, wie jetzt.

    Ja AnnaBlume, wir kriegen das hin:)! Vergangenheit ist nicht zu ändern.Es hilft ja nichts, mit der Vergangenheit zu hadern.Ich bin froh

    das ich ohne größere " Katastrophen " ,Beruf,Familie,Gesundheit,diesen Ritt auf der Rasierklinge geschafft habe.Was für eine Energieverschwendung!!

    Ich werde meine Energie jetzt in ein abstinentes Leben investieren. Es ist schön, in diesem Forum schreiben zu können! Es hält die Erinnerung wach,

    was derAlkohol mit mir macht! Nicht leichtsinnig zu werden. Es ist schön,daß es dieses Forum gibt.

    Hallo AnnaBlume, das kenne ich von mir auch. Ab einem bestimmten Pegel, hat sich die Schlagzahl meines Konsums erhöht, Das Glas war noch

    nicht leer, da mußte schon nachgefüllt werden und ich habe ein Bierglas auf den Tisch nicht einfach abgestellt, sondern meist mit der Hand festgehalten!

    Das hatte ich schon lange an mir beobachtet.Klarer Fall von Kontrollverlust!! Aber war ja in meinen Kreisen ganz normal. Ich habe mir auch die Frage

    gestellt, wie ich in die Alkoholsucht rutschen konnte? Eigentlich kann ich mir das auch schon selbst beantworten.Bei unserer Dorfjugend war das Rauschtrinken Gang und gäbe! Da bin ich

    schon in die Suchtfalle getappt!! Na und danach ziehen sich Trinker wie Magnete an! Schwere familere Umstände, riskantes Trinkverhalten, Depressionen und eine genetische Vorbelastung! Gute Voraussetzungen für eine Alkoholkariere! Es war ein schwerer Weg mir einzugestehen Alkoholiker zu sein.Nach einem steinigen Lebensweg bis hierher, bin ich froh, endlich die richtige Entscheidung getroffen zu haben!

    Hallo Kazik, das war natürlich nicht gut.Ich denke das sie sehr empfindlich ist, das kann ich verstehen! Allerdings war es unbedacht und nicht böse gemeint.

    Du hast dich entschuldigt bei ihr. Wenn du sie zusehr bedrängst, könnte der Schuss nach hinten losgehen. Das du dir Sorgen machst ist auch klar.

    Ich hoffe, das sich alles wieder einrenkt! LG

    Ja, irgendwann weiss man, dass es einfach nicht funktioniert.

    Ist bei mir genauso .

    Was hab ich alles ausprobiert .

    Nur kleine Flaschen gekauft( 1 Glas) oder nur am Wochenende was getrunken,.....Nie hat es gehalten . Ich erinnere mich an das Buch von Eric Clapton-er hat genau DAS auch im sein Buch geschrieben .

    Hallo, kannst du mir den Buchtitel von Eric Clapton schicken?

    Genau so, habe ich das auch erlebt, wusste auch nicht, was nasses Denken bedeudet.

    Habe bis ich 30 war kein Alkohol getrunken und dachte, dass ich dort wieder beginnen könnte, falsch gedacht!

    Das ist tatsächlich ein Entwicklungsprozess, zu lernen, was mir gut tut und was nicht. Deswegen ist das Forum hier eine echte Hilfe

    ,um nicht so lange rumzuexperimentieren.Einfach die Ratschläge annehmen und umsetzen. Jeder hat seinen

    ganz persönlichen Weg. Letztendlich sind das aber nur Abweichungen vom gleichen Weg.Das größte Problem war für mich, einzusehen,das ich ein ganz massives Problem habe! Verdrängungstaktik!

    Echt?
    Ich habe alles mögliche mit Alkohol verbunden, aber ganz sicher keine Glücksgefühle.
    So verschieden kann das sein.

    Die letzten Jahre habe ich nur noch gesoffen, weil ich musste….weil ich alkoholabhängig geworden bin und ohne das Zeug nicht mehr konnte. Das war ein Teufelskreis. Ich wollte nicht, aber ich musste. Ich musste und ich wollte das nicht.

    Es ist schön, daß du dich aus diesem Gefängnis befreit hast.

    Und noch etwas zu Offenheit. Bei meinen wiederkehrenden schweren Depressionen und deren Hauptursache habe ich einige Jahre/Jahrzehnte bezüglich Offenheit rumgeeiert. Besonders wenn es mir richtig bescheiden ging. Es ist eine Krankheit, die ich bis jetzt leider nur teilweise bewältigt bekomme. Aber mein erwachsenes Ich kann sich heute wehren, was mich damals tief verletzte und schliesslich krankmachte. Also was soll mir passieren. Und Offenheit entlastet mich.

    LG

    Kazik

    Hallo Kazik deine Offenheit ist in Ordnung. Auch ich habe schwere Depressionen seit meiner Jugend mit Ausschlägen nach oben.(Bipolar).

    Hätte ich das bei meinem Arbeitgebern angegeben, hätte ich einige Jobs mit Sicherheit nicht bekommen. Mit der Diagnose Bipolar ist man stigmatisiert,

    Ich habe das größtenteils mit mir ausgemacht.Unsere Gesellschaft ist auf Leistung und Profit getrimmt! da passen solche Krankheitsbilder nicht rein!

    Deshalb war die Entscheidung mich nicht zu outen im Endeffekt richtig! Sonst hätte ich mir Vieles in meinem Leben verbaut! Beim Alkohol seh ich das ähnlich.Es reicht für mich erstmal,das ich meinen ängsten Kreis informiert habe.Es ist vollkommenen richtig, wenn du das so machst und sich

    das für dich richtig anfühlt. Ich wünsche dir und mir und allen anderen Betroffenen ein gutes abstinentes Leben.

    ‚Eigentlich‘ ist genau so ein merkwürdiges und überflüssiges Wort wie ‚Verzicht‘ und ,Versuch’. Finde ich jedenfalls.

    Hilft es auch dir?
    Kommst auch du zu dem Ergebnis, dass du so etwas nicht mehr erleben möchtest?

    Wenn ich mich meine, schreibe ich gern von mir….damit bin ich mir näher als würde ich das allgemeine ‚man‘ beschreiben.

    Ja da muss ich zustimmen,die letzte unangenehme Situation meines Alkoholabsturzes hat sich bei mir eingebrannt.Ich hoffe sie verblasst nicht

    und bleibt als mahnendes Erlebnis immer im Gedächtnis!!! So etwas möchte ich nichtnochmal erleben!!