Bono59 - Aufbruch in ein neues Leben

  • Ja da habe ich schon wieder was falsch geschrieben. Das hört sich richtig trotzig an, wie ein Kind,dem man etwas verbieten will.

    Oh Mann, in welchen Shitstorm rede ich mich da rein!! Ich bin froh, daß ihr mir immer wieder den Spiegel vor das Gesicht

    haltet.Aber dafür ist das Forum ja da.lch lerne noch, Alles klar.

  • Das wird sich herausstellen ….?

    Das finde ich jetzt mal eine sehr gewagte Aussage.
    Du lässt dir offen, wie das ausgeht?

    Ich riskiere gar nix, wenn ich auch nur den geringsten Zweifel habe, dass ich mein nüchternes Leben in Gefahr bringen könnte.
    Ein ‚hoffentlich‘ ist mir da viel zu wenig.

    Ich habe mich regelrecht in einen Shitstorm reingeschrieben Das "hoffentlich, und das wird sich herausstelle " nehme ich zurück. Danke für dein Statement.

  • Ja da habe ich schon wieder was falsch geschrieben.

    Nein, das hast du nicht. Ich ziehe den Hut vor dir. Wenn sich jeder so offen wie du hier austauschen würde, gäbe es viel weniger Unklarheiten und mehr Ansatzpunkte für einen trockenen Weg.

    Es ist hier ein Selbsthilfeforum, kein Strafgerichtshof.:)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nein, das will ich nicht.

    Du kannst jederzeit wieder trinken, das ist nicht meine Sache. Es ist deine Verantwortung, welche Risiken du eingehst und welche du vermeidest, denn du kannst nur für dich selbst trocken sein. Nicht für mich, nicht für das Forum, nicht für deine Frau.

    Ich habe meiner Partnerin nichts verboten, sondern klargestellt, dass es in diesem Haus keinen Alkohol mehr gibt. Es war meine Verantwortung. Wenn sie trinken wollte, musste sie es woanders machen. Sie hatte jedoch kein Problem damit, denn sie ist nicht süchtig.

    Meist wird der Gedanke, Alkohol für andere zu verbieten, aus dem eigenen, nassen Denken geboren, weil man selbst immer dafür gesorgt hat, dass etwas zum Trinken zu Hause war.

    Jedoch ist das Denken einer nicht süchtigen Person wesentlich entspannter, denn wer nicht trinken muss, wird auch nicht trinken.

    In was für einen Shitstorm habe ich mich da reingeschrieben. Ich bin lernfähig. Schön,daß ihr falsche Denkweisen und falsche

    Verhaltensmuster anprangert.Ich bleibe am Ball!

  • Eine Sache möchte ich noch kundtun. Durch den Austausch mit euch, ist mir auf alle Fälle nochmal klar geworden,das meine

    Abstinenz nur durch ständige Auseinandersetzung damit, erreicht werden kann. Ist in einer Partnerschaft auch so.Partnerschaft

    Ist auch Arbeit, wenn die Schmetterlinge verflogen sind muss man im Gespräch bleiben, Sich das bewußt zu machen ist

    ganz wichtig!! Nur aufhören wollen, reicht halt nicht.So, das muss Ich jetzt erstmal sacken lassen. Ich wünsche allen einen schönen

    nüchternen Tag.LG Bono59

  • Shitstorm

    Dein Gefühl kann ich nachempfinden. So fühlte ich mich anfangs auch. Ich war ja auch gewöhnt mir eine Menge anzuhören, wegen meiner Sauferei. Was ja nie viel gebracht hat.

    Also bin ich hier davon ausgegangen, dass ich jetzt halt (wie gewohnt) auf die Mütze bekomme.

    Tatsächlich verhält es sich aber hier anders.

    Es tut mir leid, Dir das sagen zu müssen, aber für mich geht es hier nur ganz am Rand um Dich.

    Es geht um die Sache. Um Alkohol und wie lebe ich sicher und glücklich Abstinent.

    Dann schreibst Du etwas. Oft kenne ich es von früheren Aussagen anderer. Oft sogar von mir selbst. Dann wird das mit meinen Erfahrungen abgeglichen. Rote Lampe geht an? Gefahr und/oder Fehler ansprechen.

    Wichtig für Dich, für andere und auch für mich.

    Ich kann Dir für Deine Aussagen, die Du da so raushaust, nur danken. ^^

    Denn genau dafür sind wir ja hier. Also. Alles ok. Du machst das genau richtig. :thumbup:

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Alex, danke dir für dein Statement. Leid tun muss dir das garnicht.Der Austausch tut mir gut. Wenn der Gegenwind rauer

    wird,hat das ja seinen Grund. Ich komme damit gut klar.In der kurzen Zeit, die ich hier im Forum bin, habe ich schon viel mitgenommen und

    es hat mich auch geerdet.lch bin auch nachdenklicher geworden. Das ist auch gut so. Die Versuche trocken zu werden und zu bleiben sind ja tatsächlich immer gescheitert, weil es halbherzig war. Der Werdegang ist ja immer der gleiche, die wirklich peinlichen, manchmal auch gefährlichen Sachen

    verblassen dann und weiter geht's! Ich danke dir für deine offenen, ehrlichen Statements.

  • Hallo Bono,

    Ich habe festgestellt, je offener und unverstellter ich bin, desto mehr Rückmeldung habe ich bekommen,
    die ich für mich in Erkenntnisse und Selbsthilfe umsetzen konnte.
    Du provozierst ja kein Shitstorm ( by the way, ich hab keinen gelesen) sondern du schreibst was du denkst und die Erfahrenen erkennen sofort, wo Risiken aufgemacht werden. Sie erkennen aber auch, wenn Du Dir selbst was vormachst, etwas verharmlost oder schön redest und wenn Du nicht authentisch bist.
    Schreibe was Du denkst und was Dich beschäftigt. Daraus entstehen Rückmeldungen, die Du verarbeiten kannst und dann kann es zur Selbsthilfe werden.
    Und - gib dir Zeit, dein Unterbewusstsein verarbeitet die Informationen und Tage oder Wochen später macht es plötzlich „Klick“. Das sind dann die Früchte deiner Trockenarbeit.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Moin, hab am letzten Tag des alten Jahres noch mal das Bedürfnis hier im Forum meine Gefühle und Befindlichkeiten kundzutun.

    Heute ist ein denkwürdiger Tag für mich,denn es wird der erste nüchterne Jahreswechsel. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal

    Silvester nüchtern war.Wird wohl passiert sein, aus welchem Grund auch immer.Daran kann ich mich dann aber nicht mehr erinnern.

    Das ist echt traurig finde ich. Habe mir meinen Faden nochmal durchgelesen. Garnicht schlecht, was ich geschrieben habe.Das ist ganz

    OK für mich. Die Reaktionen darauf auch.Ich konnte dadurch meine Denkmuster und falschen Ansätze überprüfen und gegebenenfalls

    auch korrigieren. Da schwingen viele Gefühle mit von mir und auch von euch. Das ist ehrlich und direkt. Das bringt mich weiter. Ich habe

    Jetzt auch den nötigen Respekt vor der Umsetzung meines Vorhabens. Einfach nur aufhören mit Alkohol, reicht eben nicht! Ein einsamer

    Reiter durch Nacht und Wind, der alle Hindernisse und Gefahren mit eisernem Willen allein übersteht !! Ich muss jetzt echt schmunzeln

    über meine eigenen Zeilen. Ich kannte übrigens so ein Modell.Was ist passiert? Jeder kann es sich denken!....Er ist vom Pferd gestürzt

    und ganz ganz hart aufgeschlagen. Also nochmals vielen Dank an alle, welche mich bis hierher begleitet haben. Ich bin genau richtig hier im

    Forum.

  • Moin, wünsche allen ein frohes gesundes und nüchternes Jahr. Ich habe Silvester gut überstanden. Bin nun fast einen Monat abstinent.

    Gleich zu Anfang meinerAbstinenz habe ich 2 Hürden gemeistert! Weihnachten und Silvester!! Früher immer ein guter Grund, um ordentlich zuzuschlagen!

    Silvester darf man ja, machen ja alle so! ERGEBNIS,mit einem dicken Kopf aufzuwachen, manchmal war mir speiübel und manchmal muste ich dann sogar in die Kloschüssel brüllen! 🙈 Was für eine sinnlose Vergeudung meiner Energie! Ich habe das ja schon gewusst,

    und immer wieder den Vorsatz gehabt, das war das letzte mal!!! Das kennen sicher auch viele hier im Forum! Wahrscheinlich ein Klassiker,wie Alex öfter zu

    schreiben pflegt.Was tut man seinem (meinem) Körper an!! Ich bedanke mich hiermit bei meinem Körper, das er das bis hierher so

    tapfer durchgehalten hat! Also nochmal allen Betroffenen und Cobetroffenen ein schönes nüchternes Jahr!. Schön, das ich hier ins Forum gefunden

    habe und meine Gedanken und Gefühle hier von mir geben kann.

  • Gerade ist unser Sohn zu Besuch hier mit unserem Enkel.Absolut alkfreie Zohne.Das tut gut und ich bin voll entspannt und zufrieden.

    Ein schönes Gefühl. Das möchte ich gerne so beibehalten. Keine Gedanken an Alkohol. Das kann ich im Moment richtig genießen. Hab

    tatsächlich das Gefühl,das unsere Kinder, mit Alkohol einen entspannteren Umgang pflegen als meine Generation.Also kein Rauschtrinken,wie In meiner Generation(Clique).

    Das mit dem exzessiven Trinken ging tatsächlich schon mit 14 Jahren los und ich hatte im Freundeskreis auch immer Leute, die zuviel getrunken haben.In meiner Familie

    bin ich das schwarze Schaf.Alle keine Trinker! Warum sich das bei mir so langsam,

    in die negative Richtung entwickelt hat, kann ich mir denken. Allerdings werde ich das dann später lieber im geschlossenen Bereich

    thematisieren, habe ich mir gerade überlegt. Ist dann doch recht persönlich. Ok,sind ,blos meine Gedanken und Überlegungen 🤔!

  • Hallo Moin, Was mich im Moment gerade wieder beschäftigt,wie ihr persönlich mit einem entstehenden Suchtdruck ( Nothilfemaßnamen)umgeht.

    Versuche mir eine Strategie für den Ernstfall vorzubereiten und möchte eure persönlichen Erfahrungen nutzen, um mir meine persönlichen

    Werkzeuge aus dem Notfallkoffer zusammenzustellen.LG

  • Versuche mir eine Strategie für den Ernstfall vorzubereiten und möchte eure persönlichen Erfahrungen nutzen, um mir meine persönlichen

    Ich hab einfach auf mein Bauchgefühl gehört. Was von den Maßnahmen passt zu mir und was fühlt sich komisch an.
    Bin bei Zitronen-Limo, frische Luft und Wechselatmung gelandet (nicht immer alles auf ein mal). Hab immer Zitronen Limo im Kühlschrank (wichtig ist dass das Zeug so sauer ist dass es petzt).
    Kannst ja ein paar Sachen ohne Suchtdruck ausprobieren und sehen ob sich das gut anfühlt.

    Hier schreiben bei Suchtdruck ist übrigens immer gut!

  • Ich hab einfach auf mein Bauchgefühl gehört. Was von den Maßnahmen passt zu mir und was fühlt sich komisch an.
    Bin bei Zitronen-Limo, frische Luft und Wechselatmung gelandet (nicht immer alles auf ein mal). Hab immer Zitronen Limo im Kühlschrank (wichtig ist dass das Zeug so sauer ist dass es petzt).
    Kannst ja ein paar Sachen ohne Suchtdruck ausprobieren und sehen ob sich das gut anfühlt.

    Hier schreiben bei Suchtdruck ist übrigens immer gut!

    Ja genau, das werde ich auch machen 🍋 Zitrone werde ich schonmal ausprobieren!

  • Hallo Bono59,

    ich habe vorhin mal bisschen deinem Tread reingelesen. Ich stöbere einfach mal hier und da und lese mich etwas ein. Bin noch neu. Einen Notfallkoffer habe ich auch noch nicht. Bin zwar schon mehrere Monate abstinent, aber erst seit Silvester hier im Forum. Von manchen Dingen habe ich einfach nichts gewusst. Diese Selbsthilfegruppe ist für mich deshalb sehr hilfreich und informativ. Ich habe bei Suchtdruck festgestellt, dass auch scharfe Sachen gut ablenken. z.B. Wasabi, Meerrettichsoße oder Chilli, alles was so richtig brennt und scharf ist im Mund. Da war der Gedanke an Alk sofort wie weggeblasen. Und wichtig war bzw. ist bei mir den ganzen Tag über viel zu trinken, damit erst gar kein Durst aufkommt. Ich wünsche dir weiterhin eine schöne nüchterne Zeit und gute Motivation.

    Zitronen werde ich auch sehr gerne mal ausprobieren. Danke für den Tipp AnnaBlume

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Das mit dem Scharfen stimmt. Ich habe mir aber auch schon Sardellen, direkt aus dem Glas, gegeben.

    Eigentlich hatte ich da gar nicht so richtig Suchtdruck. Aber sicher ist sicher. 8)

    Es lenkt ab und es hat die Stimmung gehoben. Weil es was Verrücktes war. Und die Stimmung ist ja auch wichtig.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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