Hi Bono59 ,
vielen Dank. Ich habe gerade mal Dir im Faden geschaut und deshalb reine Interessensfrage wie läuft es eigentlich bei Dir mit Deiner Abstinenz?
Liebe Grüße
Kazik
Hi Bono59 ,
vielen Dank. Ich habe gerade mal Dir im Faden geschaut und deshalb reine Interessensfrage wie läuft es eigentlich bei Dir mit Deiner Abstinenz?
Liebe Grüße
Kazik
Hi wieweiter ,
ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld mit Dir selbst. Einen Schritt nach dem anderen.
Für mich persönlich ist es ein Unterschied, ob ich eine Illusion von etwas habe, was tatsächlich einmal anders war oder von dem ich sicher weiß, dass es mal anders war.
Oder ob ich eine Illusion von etwas habe, was es nie gegeben hat.
Ich kann mir vorstellen, dass Dein Partner für Dich in die erste Kategorie fällt.
Und ich war auch schon traurig darüber das sich Menschen von mir oder ich mich von Menschen getrennt habe, weil diese sich einer Weise verändert haben das es nicht mehr passte. Diese Menschen sind nicht gestorben, aber eben für mich gestorben. Und das hat mich manchmal sehr traurig gemacht.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Ihr,
gestern war die offizielle Übergabe einer Aufgabe/Projekt an der ich 28 Monate gearbeitet habe. Yes! Damit bin ich in den ruhigsten Fahrwassern seit 10 Jahren. Was für mich bemerkenswert war, dass es ohne mein Zutun beim offiziellen Teil kein Alkohol gab. Alle Anwesenden wissen, dass ich jetzt trocken bin. Es gab dann später noch einen inoffiziellen Teil, bei dem ich vorher schon gesagt hatte, dass ich nicht dabei sein würde. Auch hier gab es keine komischen Kommentare, sondern alle verabschiedeten sich ganz normal. Nicht dass es irgendetwas an meiner Entscheidung geändert hätte, aber es hat mir das Gefühl gegeben, wertgeschätzt und ernst genommen zu werden.
Den Rest des gestrigen Tages und heute geht es mir gut. Ich bin ein wenig erschöpft und dabei meine Systeme runterzufahren. Und jetzt lerne ich mal neu wie es ist mein Schiff in ruhigen Fahrwassern zu steuern. Ich bin froh, dass ich jetzt trocken die Klarheit habe, mein Leben im Guten zu ändern. Wurde Zeit.![]()
Liebe Grüße
Kazik
Hi Nayouk ,
Glückwunsch zu 15 Monaten Freiheit. Und ich wünsche Dir viel Glück und Kraft für den Rest.![]()
Liebe Grüße
Kazik
Hi Rennschnecke und Ihr,
die Ärzt*innen und Therapeut*innen, die ich speziell wegen meiner Depressionen und Traumata aufgesucht habe, hatten Ahnung. Wenn es dort ein Problem gab, lag das nicht an der Ahnung. Die Ärztin (meine Hausärztin), die ich wegen meiner Alkoholsucht aufgesucht habe, hat Ahnung, den sie ist ausgebildete Suchtmedizinerin mit reichlich Patientinnenerfahrung. Und sie hat auch Ahnung von meinen Depressionen und Traumata, den sie verschreibt mir auch meine notwendigen Medikamente und sie hat mich noch nie schlecht beraten. Darüber hinaus informiere ich seit Jahrzehnten jede Ärztin, bevor sich mich behandelt, dass ich Depressionen habe, denn das ist eine Krankheit von mir und das müssen Ärzt*innen wissen. Und ich habe noch nie eine komische Reaktion bekommen, aber viel wichtiger habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Ärzt*innen ihre Behandlung wo notwendig angepasst haben. Und diese Offenheit werde ich jetzt, wo ich z8u meiner Alkoholsucht stehe, beibehalten. Es ist ab jetzt eine weitere Krankheit, über die ich meine Ärzt*innen informiere, weil diese Information wichtig ist. Und aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen habe ich keine Zweifel, dass ich gut und angemessen behandelt. Und sollte ich Zweifel haben, würde ich mich von einer Ärztin nicht behandeln lassen. Insofern teile ich die Ansicht, dass Eigenverantwortung wichtig ist. Aber ebenso wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung. Heißt, ich erwarte von einer Anästhesist*in, dass sie Anästhesie gründlich beherrscht.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Carmen,
schön von Dir zu hören und noch besser zu hören, dass Du trocken bist.![]()
Was meine Depressionen angeht, war das jetzt trocken auch ab und zu Achterbahn. Aber auch hier kann ich sagen, dass es mir um eine vielfaches besser geht als mit Alk. Für die Anspannung habe ich mir von meiner Ärztin ein Bedarfsmedikament verschreiben lassen. Welches ich bis jetzt allerdings nur einmal genommen habe, um zu sehen wie es wirkt. Ansonsten habe ich es bisher nicht genommen. Ich bin, was meine Depressionen angeht, inzwischen ziemlich leidensfähig und hartgesotten und nehme außer meiner Grundmedikation ungern anderes.
Aber gut, dass Du heute einen Termin mit Deinen Therapeuten hast. Dann kannst Du dort ja besprechen, ob Du etwas anderes brauchst.
Wie geschrieben nutze ich meinen Faden, um mir alles von der Seele zu schreiben. Und oft geht es mir danach besser. Vielleicht ist das ja auch ein Weg für Dich?
Liebe Grüße
Kazik
Hi Murmel und Ihr,
ich persönlich finde einen generellen Austausch hier über die Coronazeit schwierig und heikel.
Allerdings kenne ich auch eine Person aus meinem Umfeld, die in schwere psychische Schwierigkeiten in dieser Zeit geraten ist. Und kenne Weitere inklusive Kindern die Schwierigkeiten hatten, die nicht so schwerwiegend waren.
Was ich damit sagen will, das war eine schwere Zeit "vergleichbar" mit einem Krieg. Und es ist notwendig, dass Menschen die aus dieser Zeit Schäden davon getragen haben behandelt werden. Im Idealfall so weit behandelt, dass diese Schäden geheilt werden. Aber das gehört in die Hände von Profis.
Zur psychologischen Vorbereitung auf eine ähnliche Zeit. Wenn Menschen das notwendig finden, sollen sie das tun. Vorsorge ist besser als Nachsorge. Aber am Ende hängt es von der persönlichen Widerstandskraft ab.
Mir persönlich fällt gerade nichts ein, was ich den Grundbausteinen hinzufügen würde, um auch in einer solchen Zeit "zufrieden" trocken zu sein. Aber ich bin auch noch nicht lange trocken.
Liebe Grüße
Kazik
Vorsicht, das zeigt eher, dass viele Ärzte keine oder wenig Ahnung von Sucht haben.
Hi Ihr,
ich persönlich wäre mit so einer Aussage vorsichtig, den wie in diesem Fall braucht die Ärztin keine Ahnung von Sucht zu haben, sondern Sie muss lediglich wissen, ob und wie sie die Medikation verändern muss.
Und bei Ärzt*innen mit einer Zusatzausbildung für Suchtbehandlung hängt die Ahnung auch von ihrer Erfahrung und der Bereitschaft von Ihren Patient*innen zu lernen ab. Darüber hinaus ist meine Sucht irrational und ich kann mir letztendlich selber nicht erklären, was meine Sucht mit mir macht. Und das erwarte ich deshalb auch nicht von meinen Ärzt*innen. Von denen erwarte ich das, die mir eine gesunde Sicht aufzeigen und mich ansonsten so gut behandeln wie Jede andere auch und das heilen, was sie können.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Carmen,
wie ist denn bei Dir die Lage?
Lieben Gruß
Kazik
Hi R/no ,
Du bist innerlich gerade auf der Seite der Ärztin. Für Dich und sie war wichtig, dass sie Bescheid wusste. Betonung auf für Dich. Sie ist Profi und hätte schon gefragt, wenn sie etwas hätte wissen müssen. Und es hat ja auch mit der OP alles geklappt.
Und ich hoffe, dass es Dir weiter gut geht und wünsche Dir weiterhin gute Besserung.
LG
Kazik
Hi Ihr,
nachdem ich es eine weitere Nacht habe sacken lassen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es eigentlich ganz einfach war. Ich war vor dem Treffen angespannt und gestresst, weil ich innerlich den negativsten Ausgang vor Augen hatte. Depressive Denke. Und nachdem Treffen, obwohl das Gespräch absolut optimal gelaufen ist, hat mein Suchtgedächtnis mit Nachdruck den "üblichen" Weg vorgeschlagen. Saufen. So einfach und doch für mich manchmal schwer zu erkennen.
Mir geht es heute gut und es ist ein schöner Tag hier.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Hartmut,
ja ich weiß noch was ein Tamagotchi ist. Ich habe damals leider keins bekommen.
Allerdings wäre ich rückblickend vermutlich zu ungeduldig für so ein Teil gewesen und es wäre bei mir ständig gestorben.![]()
Und ja, ich bin absolut sicher, dass dies der Anlass war. Es war die einschneidendste Veränderung, die ich jetzt trocken durchgeführt habe und da ist gestern der Deckel draufgemacht worden. Und die Suchtstimme hat in den letzten Wochen immer mal wieder deswegen rumgemoppert.
Und nein ich habe nicht darauf gewartet das die Suchtstimme anspringt ich wusste vorher das sehr unangenehm wird. Und tatsächlich ist es sogar unangenehmer geworden als ich gedacht habe. Aber nun weiß ich Bescheid. Know your enemy.
Liebe Grüße
Kazik
Nun das ist Dein Weg Alex, aber das ist mir ehrlich gesagt schon zu anstrengend. Ich setzte mich mit der Suchtstimme gar nicht aus einander.![]()
LG
Kazik
Hi Ihr,
Das würde ja bedeuten, egal in welche Richting du dich bewegst, das Suchthirn wird immer einen Grund finden.
Davon gehe ich ehrlich gesagt aus.
Und zwar bis an mein Lebensende. Und deshalb habe ich auch vor solange achtsam zu sein. Danach ist es mir egal.![]()
Zur Komplexität. Meine Suchtstimme ist so einfach gestrickt wie Eure sie will "nur"Alkohol. Und die Entscheidungen bezüglich meiner Aufgaben sind auch einfach. Machen oder nicht machen. In meinem Fall nicht machen. Aber es geht, in dem einen Fall, um etwas, mit dem ich mich zehn Jahre intensiv beschäftigt habe und an dem ich hart gearbeitet habe. Und es war hochkomplex auf verschieden Ebenen. Es hat mich in gewisser Weise ausgemacht. Und obwohl ich die Entscheidung schon vor Wochen getroffen habe, sind meine Systeme noch dabei runterzufahren und sich ganz von der Aufgabe zu lösen.
Kann es sein, dass du dich zwar erfolgreich nach deinen Wünschen entlastet hast, du aber innerlich damit haderst oder gar unzufrieden bist?
Nein, sonst hätte ich es nicht gemacht. Aber wie geschrieben betrete ich auch Neuland was meine Freiheiten angeht und meine Systeme sind noch dabei runterzufahren.
„Es gibt keinen Grund zum Saufen!“
Gute Idee! Wobei die Belastung, die Verantwortung und der Stress kein Grund waren, sondern es dem Suchtdruck nur sehr leicht machten.![]()
Liebe Grüße
Kazik
Hi Kurswechsel,
meinem Suchtgedächtnis hat nicht gefallen, dass ich mich vor einigen Wochen von einer Aufgabe gelöst habe, an der ich 10 Jahre hart gearbeitet habe. Außerdem ist gestern auch eine Aufgabe fertiggestellt worden, an der ich über zwei Jahre gearbeitet habe. Und ich habe mir die Freiheit genommen, das ich eine sehr große Folgeaufgabe zu dieser Aufgabe bis auf Weiteres nicht übernehme und ich habe auch klar kommuniziert, dass ich entscheide, ob und wann ich diese Aufgabe übernehme. Die Aufgabe selbst würde mich mindestens zwei Jahre auslasten. Und all das habe ich gestern in der "Verhandlung" mit den Entscheider*innen festgeklopft und völlig freie Hand bekommen. Das gefällt meinem Suchtgedächtnis überhaupt nicht, denn, wenn ich stark belastet und gestresst bin, hatte es bislang leichtes Spiel.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Nayouk,
ich bin nicht der Belohnungstyp. Mir reicht es, wenn ich wie gestern gut für mich eingestanden bin. Das gute Gefühl, dass die Entscheider*innen mir von sich aus so weit entgegengekommen sind und ich überhaupt nicht "verhandeln" musste, reicht mir. Es zeigt mir, dass ich wertgeschätzt werde. Und das ist mir Belohnung genug.
Ich hatte heute Nacht auch darüber nach gedacht, ob ich mich belohne. Und werde das die Tage vielleicht auch noch machen. Für mich war das, was ich gestern gemacht habe, in gewisser Weise nichts Besonderes. Und ich bin froh, dass ich über die Jahrzehnte gelernt habe für mich einzustehen. Ich habe auch den Gedanken, warum sollte ich mich für etwas völlig "normales" jetzt belohnen. Damit würde ich, was den Alkohol angeht, eine Hintertür aufmachen. Ich glaube, ich muss das noch ein wenig sacken lassen. Und da es mir heute wieder gut geht, besteht jetzt auch kein unmittelbarer "Handlungsbedarf".
Liebe Grüße
Kazik
Hi Ihr,
irgendwann gestern Abend ging es mir richtig schlecht. Und es wurde auch nicht besser als ich ins Bett gegangen bin. Das Gefühl lässt sich sehr schwer beschreiben, ein starker innerer Druck. Es fühlte sich ein wenig an wie in den ersten Tagen während des Entzuges, nachdem die körperlichen Symptome weg waren, aber die psychischen Symptome noch sehr stark waren. Als ob die Sucht ihr grausiges Haupt erhoben hat und zeigen wollte, pass auf Kazik ich entscheide wie es Dir geht und was Du fühlst. Gruselig. Ich hatte keinen ganz konkreten Saufdruck, aber es wäre definitiv ein sehr schwerer Fehler gewesen, wenn ich mich in die Nähe von Alkohol begeben hätte. Ich war sehr froh darüber, dass meine Wohnung und meine Umgebung alkfrei ist. Mein safe space.
Obwohl ich gestern den tagsüber gut gegessen und getrunken hatte, bin ich dann aufgestanden und habe mich richtig gehend mit Essen und Trinken vollgestopft. Danach wurde es besser und jetzt fühle ich mich immer noch vollgestopft, etwas zerrupft, aber ansonsten gut.
Der Grund dafür, dass es mir gestern schlecht ging "liegt auf der Hand". Ich habe gestern etwas festgeklopft, was mich auf Jahre entlasten wird und mir die Freiheit gibt, mich auf mich zu konzentrieren und das zu tun, was mir guttut und was mir gefällt. Das kann und hat meinem Suchtgedächtnis nicht gefallen. Was mich irritiert hat, ist wie heftig es geworden ist und die Tatsache das ich kein Belohnungstrinker war.
Demütige Grüße
Kazik
Hi Ihr,
ich komme gerade von dem Treffen mit den beiden Entscheider*innen und das Gespräch ist sehr gut verlaufen. Die beiden sind mir von Anfang an so weit entgegengekommen, dass ich, wir nicht Mal in die Nähe meiner roten Linien gekommen sind. Es ist ein gutes Gefühl, dass ich offenbar so viel richtig mache, dass mir das überlassen wird, was ich jetzt trocken anders machen will. Und mir darüber hinaus noch Spielraum gegeben wird. Das gibt mir Sicherheit und heißt, dass ich bei den Entlastungen, die für mich ja bereits umgesetzt habe, auch nichts ändern muss. By the way beide wissen, dass ich jetzt trockener Alkoholiker bin und beide haben mir gesagt, dass sie mich auch unterstützen werden, wenn ich noch weitere Änderungen vorhabe. Ich bin froh und erleichtert.
Liebe Grüße
Kazik
Hi R/no ,
Du verlangst gerade echt viel von meinem Gehirn, das echt noch ein Sieb ist.
Ich freu mich, das es Dir offensichtlich ganz gut geht.
Liebe Grüße
Kazik
Hi Topfmann,
ich drücke Dir die Daumen für die OP! Ich würde dem Arzt einfach sagen, dass ich seit XX trockener Alkoholiker bin. Wenn er dann noch etwas wissen will, wird er fragen.
Ich bin auch ein Spritzenschisser kann aber anderen Leuten eine Spritze geben. Kann Deine Frau Dir die Spritzen geben? Oder Du gehst jeden Tag einmal kurz zum Arzt und lässt Dir dort die Spritze geben. Oder in das Krankenhaus?
Liebe Grüße
Kazik