Und naja, Hormone gehen bei mir schon ziemlich auf die Psyche, dadurch kommt auch öfters der Gedanke an Alk hoch, den ich dann wieder abwürgen muss.
Hi Robyn,
ich schreibe mal was, zu dem oben zitierten.
Ich weiß jetzt nicht, was bei Dir auf die Psyche gehen heißt, aber ich habe wiederkehrende zum Teil schwere Depressionen. Und es gibt mir auch eine Verbindung zwischen meinen Depressionen und meiner Alkoholsucht, weil ich Alkohol als untaugliche Selbstmedikation benutzt habe. Ich wusste von Anfang an, dass, wenn ich ernsthaft saufen würde, das nicht nur nicht funktionieren wird, sondern gewaltig nach hinten losgehen würde. Nun das es nicht funktioniert, habe ich von Anfang an gemerkt, Alkohol konnte meine schlechten Gefühle nicht betäuben und das, was es betäubt, hat nahm rasch ab. Das war auch der Grund, warum ich weder meine Dosierung noch meine Taktung über die Jahre nicht verändert habe. Also das es wirklich nicht funktioniert, war also ziemlich schnell bewiesen. Blieb noch der Teil, ob es auch nach hinten losgehen würde. Um das herauszufinden habe ich mir dann die vollen neun Jahre meiner ernsthaften Sauferei Zeit genommen. Nach kurzer Zeit ging es mir schlecht. Dann sehr schlecht. Dann sehr, sehr schlecht, so schlecht wie es mir selbst in meinen schwersten Depressionen nicht gegangen ist. Und in den letzten Jahre variierte es nur zwischen diesen drei Zuständen. Irgendwann hatte ich im wahrsten Sinne die Schnauze voll. Ich habe keine Todessehnsucht und ich hatte mich lange genug an der Grenze zu nicht mehr leben wollen aufgehalten und ich hatte keine Kraft mehr. Also beschloss ich, der Beweis ist erbracht, Alkohol und Depressionen geht definitiv nach hinten los. Seitdem ist Alkohol tatsächlich kein Thema mehr für mich. Wie geschrieben ich habe keine Todessehnsucht.
Seit ich trocken bin, sind Depressionen in meiner Welt okay. Und ich bin auch ärztlich eingebunden und dort schaue ich mir regelmäßig an, ob etwas bezüglich meiner Depressionen verändert werden muss. Und außerdem schreibe ich auch hier in meinem Faden darüber, wenn depressive Symptome mich belasten. Das entlastet mich. Ich habe das Gefühl, dass ich gelesen werde und nicht alleine bin. Und ich nehme dann aus den direkten Beiträgen mit was für mich hilfreich ist. Und damit fahre ich was meine Abstinenz, aber auch was meine Depressionen angeht gut.
Vielleicht ist das ja auch ein Weg für Dich, wie Du diese SHG nutzen kannst.
Liebe Grüße
Kazik