Kazik - Back to life

  • Ich setzte mich mit der Suchtstimme gar nicht aus einander

    Das habe ich doch gesagt. Mit "rund machen" meine ich so Aussagen wie "Ruhe" - nur in unfreundlicher ausgedrückt.

    Bei einer Auseinandersetzung sagt der andere auch etwas. Da bügel ich aber gleich drüber.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hi Ihr,

    nachdem ich es eine weitere Nacht habe sacken lassen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es eigentlich ganz einfach war. Ich war vor dem Treffen angespannt und gestresst, weil ich innerlich den negativsten Ausgang vor Augen hatte. Depressive Denke. Und nachdem Treffen, obwohl das Gespräch absolut optimal gelaufen ist, hat mein Suchtgedächtnis mit Nachdruck den "üblichen" Weg vorgeschlagen. Saufen. So einfach und doch für mich manchmal schwer zu erkennen.

    Mir geht es heute gut und es ist ein schöner Tag hier.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kazik (3. April 2025 um 10:52)

  • Moin,

    ich lehne mich jetzt aus dem Fenster.

    Es ist nichts passiert.

    Du hattest ein intensives Erlebnis und Alkoholiker sind es im Allgemeinen gewohnt, intensive Gefühlslagen mit Alkohol zu regulieren.
    Von daher kein Wunder, dass der Gedanke aufkam.

    Entscheidend aus meiner Sicht ist die Erfahrung, dass es auch ohne zu Trinken vorbei geht.
    Da ist die Sucht eben nicht Herr über Dein Leben.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hi Ihr,

    gestern war die offizielle Übergabe einer Aufgabe/Projekt an der ich 28 Monate gearbeitet habe. Yes! Damit bin ich in den ruhigsten Fahrwassern seit 10 Jahren. Was für mich bemerkenswert war, dass es ohne mein Zutun beim offiziellen Teil kein Alkohol gab. Alle Anwesenden wissen, dass ich jetzt trocken bin. Es gab dann später noch einen inoffiziellen Teil, bei dem ich vorher schon gesagt hatte, dass ich nicht dabei sein würde. Auch hier gab es keine komischen Kommentare, sondern alle verabschiedeten sich ganz normal. Nicht dass es irgendetwas an meiner Entscheidung geändert hätte, aber es hat mir das Gefühl gegeben, wertgeschätzt und ernst genommen zu werden.

    Den Rest des gestrigen Tages und heute geht es mir gut. Ich bin ein wenig erschöpft und dabei meine Systeme runterzufahren. Und jetzt lerne ich mal neu wie es ist mein Schiff in ruhigen Fahrwassern zu steuern. Ich bin froh, dass ich jetzt trocken die Klarheit habe, mein Leben im Guten zu ändern. Wurde Zeit.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kazik (7. April 2025 um 10:56)

  • Ich bin froh, dass ich jetzt trocken die Klarheit habe, mein Leben im Guten zu ändern. Wurde Zeit. ;)

    Hallo Kazik, das hört sich gut an.Ich finde gut, wie sich das bei dir entwickelt.Also drück ich dir die Daumen,für deinen weiteren Weg.

    Schönen nüchternen Tag.Gruß Bono

  • Hi Bono59 ,

    vielen Dank. Ich habe gerade mal Dir im Faden geschaut und deshalb reine Interessensfrage wie läuft es eigentlich bei Dir mit Deiner Abstinenz?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ich,

    ich wollte einmal über zwei Beobachtungen der letzten Wochen schreiben.

    Schlaf. Insgesamt ist mein Schlaf schon um einiges besser geworden. Ich schlafe schnell ein. Und wache weniger auf. Und wenn ich aufwache, schlafe ich schnell wieder ein. Ich grübele wenig und wenn, dann kann ich das gut abstellen. Aber das richtig interessante ist, dass wenn ich schlafe, auch richtig weg bin. Keine Träume. Nix. Ich glaube so fühlt sich richtiger Schlaf an.;)

    Hunger. Ich habe seit ich trocken bin latent immer ein wenig Hunger. Und wenn ich nicht wirklich regelmäßig ausreichend esse und natürlich auch trinke, geht meine Stimmung schnell rapide in den Keller. Kannte ich vorher so nicht. Na ja, ich schiebe das mit abnehmen noch ein bisschen. Ist nicht so dringend.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Kannte ich vorher so nicht.

    In meiner nassen Zeit mit Bier waren ja immer vermeintlich genügend Nährstoffe vorhanden inlusive dem Alkohol, den die Zellen in der Sucht fordern.

    Fällt das Bier weg muss die Flüssigkeitsmenge ersetzt werden und die Energiegewinnung umgestellt werden und das braucht mal wieder Zeit.

    Über den Tag kommt da einiges zusammen. Hinzukommt dass mit der Zeit wieder mehr Aktivität möglich ist.

    Bei mir hat sich das mittlerweile wieder eingependelt. Allerdings muss ich wirklich darauf achten, dass ich genügend trinke, vorher war das automatisch.

    Klingt doch logisch, oder?

    Liebe Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich schlafe auch sofort ein wenn ich die Augen zu mache. Einmal muss ich dann meist auch nochmal hoch, aber Penne dann auch sofort weiter. Träume auch nicht mehr. Schade eigentlich, aber ich denke das kommt wieder. Nachmittags muss ich mich manchmal hinlegen, wie eben auch, da überfällt mich bleierne Müdigkeit.

    Durst und Apettit sind gleich geblieben. Die Gier nach süssem in den ersten 3Monaten der Abstinenz hat sich gelegt. Einige Kilos sind auch runter, wegen des Sportes, aber da ist noch Luft nach oben 😊. Jedenfalls ist das pummelige Gesicht und das Doppelkinn weg und die Augen leuchten wieder.

  • Danke Ihr Beiden,

    dann scheint bei mir alles auf einem guten Weg in meine neue Normalität. Besser Geduldig zu sein lerne ich gerade. Und abnehmen bewerte, ich glaube im Moment über.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Die Geduld, ja, die fehlte mir auch immer. Wurde hier so oft drauf hingewiesen, diese zu haben. Habe mir dann einen grossen Zettel aufgehängt mit den Worten die Alex mir schrieb : Habe Geduld, die Zeit arbeitet für dich. So kann ich das nicht aus den Augen verlieren, weil ich es jeden Tag lese, reflektiere und gegebenenfalls korrigiere.

    Du bist auf einem guten Weg. Einen Schritt nach dem anderen. 😉

    Liebe Grüße

  • Hi Ihr,

    mir geht es heute ziemlich bescheiden. Ist selbstverschuldetes Elend. Ich hatte gestern Morgen einen Termin bei meiner Hausärztin und eigentlich war eine Blutentnahme vorgesehen. Nun war sie krank und ein anderer Hausarzt der Praxis übernahm den Termin und meinte, die Blutentnahme wird dann beim nächsten Termin bei Ihr gemacht. So weit, so gut. Nun war ich nüchtern hingegangen und hatte auch mein Antidepressivum nicht genommen. Irgendwann am späten Nachmittag fiel mir das dann ein. Da mein Mittel antreibend ist, wusste ich das, wenn ich es spät am Tag nehme, dann wird das Nachts nichts mit schlafen. Da ich das Mittel schon seit zwanzig Jahren nehme und das nicht das erste Mal war, wusste ich, auch wenn ich es nicht nehmen würde, dass der nächste Tag aufgrund der Pegelschwankung im Blut nicht gut wird. Nun, ich entschied mich für gut schlafen und einen schlechten Tag. Schlafen war dann auch nicht so doll. Und deshalb bin ich heute nicht nur schlecht drauf, sondern auch noch müde. Ein Tag zum Abhaken.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi LK,

    danke der Nachfrage. Soweit in Ordnung. Die Tage, bzw. letzten Wochen sind bei mir vermehrt depressive Symptome im Vordergrund. Ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass es keine richtige Depression ist. Aber ist letztlich auch egal, ich muss eben gut auf mich aufpassen. Schlechte Stimmung als Momentaufnahme nehmen. Negative Gedanken überprüfen. Und in Bewegung bleiben. Das wird wieder besser. Saufdruck habe ich keinen.

    Wie geht es Dir?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Kazik,

    ich gebe Dir eine ehrliche Antwort, ist aber kein Gejammer und ich brauche auch kein Mitleid. Mitleid bringt mich nicht weiter.

    Ich habe seit etwa drei Wochen Dauerschmerzen im Körper, von den Schultern abwärts bis zu den Füssen. Neulich dachte ich, ich muss meine Frau anrufen, weil ich nicht weiterlaufen kann. Jeder Schritt war hart.
    Mein Neurologe sagte mir, die harte Wahrheit ist, zu meiner Behinderung kommt jetzt knallhart auch das Alter.
    "Harmlose" Schmerzmittel wirken bei mir nicht, härtere lehne ich wegen meiner Vergangenheit strikt ab. Ich gehe durch den Schmerz durch.

    Ich bin ich und laufe auch mit Schmerzen 7 Kilometer, weil ich keine Lust habe, noch behinderter zu werden und ich mich ausserdem gerne draussen im Frühling bewege.
    Meine Seele braucht Frischluft - im übertragenen Sinn, ich habe das Bedürfnis, Natur zu erleben.
    Dafür bin ich bereit, was zu tun. Und ich mache meine normale Erfahrung, nach 3 Kilometern wirds besser. Und bis jetzt schaffe ich es auch noch, mich mehrmals inder Woche dazu aufzuraffen, auch wenn es am Anfang immer schwierig ist.

    Ich habe jetzt eine Reha-Zusage an einem wunderschönen Platz, der Ort ist irgendwo zwischen einer Therme und einem Strandbad. 30 Meter vom See und mit Einzelzimmern.
    Ich habe nur noch keinen Termin.
    Aber ich habe schon mit ihnen gesprochen und es hört sich für mich gut an.

    Alktechnisch denke ich gerade mal über Aberwitz nach.
    Die Reha richtet sich ja nicht an Alkoholiker.
    Also werde ich mehrere Wochen mit verschiedenen Leuten zusammensein, von denen vermutlich Einige auch irgendwie trinken werden.
    Und ich könnte da keine Sehnsucht oder Emotionen bezüglich Alkohol brauchen.
    Ich will die Reha machen und mich darauf einlassen können.

    Je nach dem, wie ich mit den Leuten klarkomme, wird man vermutlich hin und wieder einen Abend zusammen verbringen.
    Und eine erfolgreiche Strategie ist für mich immer, mir im Vorfeld zu überlegen, wie ich damit umgehe, wenn mir was angeboten wird etc.
    Weil ich aus der Reha-Situation ja nicht einfach rauskann und auch nicht raus will.
    Und wenn es mich irgendwie interessiert, dann gehe ich auch mit, und es ist ja auch Routine für mich, wie ich damit umgehe.
    Trotzdem vergesse ich das nie und ich fahre auch gut damit.

    Psychisch geht es mir nach wie vor gut.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Lebenskünstler du bist ein richtiges Stehaufmännchen. Hut ab vor deiner Stärke und Power 💪🏻

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ja, ich bin in gewisser Weise Profi.

    Mich hat aber tatsächlich interessiert, wie es Dir, Kazik, geht.
    Ich komm nicht dazu, überall zu schreiben, meine eigenen Baustellen, und wenn ich woanders schreibe, bin ich dannmanchmal auch müde.
    Trotzdem ist mir nicht jede(r) egal.

    Also, freut mich, dass Du dranbleibst, Kazik Schwarzkatz.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

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