Kazik - Back to life

  • Vielleicht fällt Dir da ein Für oder Wider ein. Darum gehs nicht.

    Nein tatsächlich fällt mir zu Beiden nichts ein. Und ganz ehrlich ich will da auch gar nicht drüber nachdenken. So gar nicht.

    Und ja nüchtern sind meine Chancen besser. Denn schlechter als mit Alk geht nicht.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ihr,

    ich habe heute Abend ein Treffen mit zwei Entscheider*innen. Dort wird es um ein sehr wichtiges Thema gehen was ich jetzt trocken anders mache und auch zukünftig anders machen werde. Ich bin innerlich sortiert was meine Position angeht. Aber ich bin auch angespannt weil ich keinen Spielraum anbieten werde. Drückt mir mal die Däumchen.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Drückt mir mal die Däumchen. ;)

    Daumen werde ich drücken, wünsche dir viel Erfolg. Du schaffst das und bekommst es bestimmt gut hin 👍 Bleib souverän 💪🏻

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hi Ihr,

    ich komme gerade von dem Treffen mit den beiden Entscheider*innen und das Gespräch ist sehr gut verlaufen. Die beiden sind mir von Anfang an so weit entgegengekommen, dass ich, wir nicht Mal in die Nähe meiner roten Linien gekommen sind. Es ist ein gutes Gefühl, dass ich offenbar so viel richtig mache, dass mir das überlassen wird, was ich jetzt trocken anders machen will. Und mir darüber hinaus noch Spielraum gegeben wird. Das gibt mir Sicherheit und heißt, dass ich bei den Entlastungen, die für mich ja bereits umgesetzt habe, auch nichts ändern muss. By the way beide wissen, dass ich jetzt trockener Alkoholiker bin und beide haben mir gesagt, dass sie mich auch unterstützen werden, wenn ich noch weitere Änderungen vorhabe. Ich bin froh und erleichtert.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Ihr,

    irgendwann gestern Abend ging es mir richtig schlecht. Und es wurde auch nicht besser als ich ins Bett gegangen bin. Das Gefühl lässt sich sehr schwer beschreiben, ein starker innerer Druck. Es fühlte sich ein wenig an wie in den ersten Tagen während des Entzuges, nachdem die körperlichen Symptome weg waren, aber die psychischen Symptome noch sehr stark waren. Als ob die Sucht ihr grausiges Haupt erhoben hat und zeigen wollte, pass auf Kazik ich entscheide wie es Dir geht und was Du fühlst. Gruselig. Ich hatte keinen ganz konkreten Saufdruck, aber es wäre definitiv ein sehr schwerer Fehler gewesen, wenn ich mich in die Nähe von Alkohol begeben hätte. Ich war sehr froh darüber, dass meine Wohnung und meine Umgebung alkfrei ist. Mein safe space.

    Obwohl ich gestern den tagsüber gut gegessen und getrunken hatte, bin ich dann aufgestanden und habe mich richtig gehend mit Essen und Trinken vollgestopft. Danach wurde es besser und jetzt fühle ich mich immer noch vollgestopft, etwas zerrupft, aber ansonsten gut.

    Der Grund dafür, dass es mir gestern schlecht ging "liegt auf der Hand". Ich habe gestern etwas festgeklopft, was mich auf Jahre entlasten wird und mir die Freiheit gibt, mich auf mich zu konzentrieren und das zu tun, was mir guttut und was mir gefällt. Das kann und hat meinem Suchtgedächtnis nicht gefallen. Was mich irritiert hat, ist wie heftig es geworden ist und die Tatsache das ich kein Belohnungstrinker war.

    Demütige Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Eine interessante Beobachtung und Analyse. Was ich nachvollziehen kann ist, dass du normalerweise nach dem "Festklopfen" eine ordentliche Belohnung gewöhnt warst und die kam nicht.Aber du sagst, es kann nicht die fehlende Belohnung gewesen sein. Was hast du den nach der "Verhandlung" gemacht um dich zu belohnen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hi Nayouk,

    ich bin nicht der Belohnungstyp. Mir reicht es, wenn ich wie gestern gut für mich eingestanden bin. Das gute Gefühl, dass die Entscheider*innen mir von sich aus so weit entgegengekommen sind und ich überhaupt nicht "verhandeln" musste, reicht mir. Es zeigt mir, dass ich wertgeschätzt werde. Und das ist mir Belohnung genug.

    Ich hatte heute Nacht auch darüber nach gedacht, ob ich mich belohne. Und werde das die Tage vielleicht auch noch machen. Für mich war das, was ich gestern gemacht habe, in gewisser Weise nichts Besonderes. Und ich bin froh, dass ich über die Jahrzehnte gelernt habe für mich einzustehen. Ich habe auch den Gedanken, warum sollte ich mich für etwas völlig "normales" jetzt belohnen. Damit würde ich, was den Alkohol angeht, eine Hintertür aufmachen. Ich glaube, ich muss das noch ein wenig sacken lassen. Und da es mir heute wieder gut geht, besteht jetzt auch kein unmittelbarer "Handlungsbedarf".

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Das kann und hat meinem Suchtgedächtnis nicht gefallen.

    Huhu Kazik,

    ich verstehe das noch nicht so richtig. Was konkret hat deinem Suchtgedächtnis gestern nicht gefallen?

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hi Kurswechsel,

    meinem Suchtgedächtnis hat nicht gefallen, dass ich mich vor einigen Wochen von einer Aufgabe gelöst habe, an der ich 10 Jahre hart gearbeitet habe. Außerdem ist gestern auch eine Aufgabe fertiggestellt worden, an der ich über zwei Jahre gearbeitet habe. Und ich habe mir die Freiheit genommen, das ich eine sehr große Folgeaufgabe zu dieser Aufgabe bis auf Weiteres nicht übernehme und ich habe auch klar kommuniziert, dass ich entscheide, ob und wann ich diese Aufgabe übernehme. Die Aufgabe selbst würde mich mindestens zwei Jahre auslasten. Und all das habe ich gestern in der "Verhandlung" mit den Entscheider*innen festgeklopft und völlig freie Hand bekommen. Das gefällt meinem Suchtgedächtnis überhaupt nicht, denn, wenn ich stark belastet und gestresst bin, hatte es bislang leichtes Spiel.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Danke.

    Bei mir ist die Suchtstimme nicht so subtil und komplex und hinterfragt auch nicht meine Entscheidungen die Zukunft betreffend etc. Bei mir will sie , wenn sie sich denn mal äußert, was glücklicherweise immer weniger wird, einfach nur saufen..

    Das macht es mir jedenfalls einfach, sie zu erkennen und zu verjagen..

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

    Einmal editiert, zuletzt von Kurswechsel (2. April 2025 um 13:41)

  • Ich denke da auch noch drauf rum.

    Mit vielem was dir hier geraten wird hast du alles richtig gemacht. Du hast dich entlastet, konzentrierst dich auf dich und nimmst auch für“morgen“ den Druck raus. Du strukturierst dein Leben neu.
    Und damit hast du das Suchthirn quasi aus der Reserve gelockt, weil es seine Felle davon schwimmen sieht, so deine Analyse.
    Das würde ja bedeuten, egal in welche Richting du dich bewegst, das Suchthirn wird immer einen Grund finden.

    Kann es sein, dass du dich zwar erfolgreich nach deinen Wünschen entlastet hast, du aber innerlich damit haderst oder gar unzufrieden bist?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Suchtstimme nicht so subtil und komplex

    Da die Suchtstimme ein Teil von mir ist, denkt sie so komplex wie ich es zulasse.

    Und wenn ich mir so eine komplizierte Begründung ausdenke, dann nimmt die Stimme das dankend an.
    Wenn ich mir keine ausdenke, kommt eben nur ein dummes „Ich will saufen“.

    Das ist leichter abzubügeln.

    Ich würde es mal mit einem klaren Satz probieren. Ggfs. als Mantra.

    „Es gibt keinen Grund zum Saufen!“

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hi Ihr,

    Das würde ja bedeuten, egal in welche Richting du dich bewegst, das Suchthirn wird immer einen Grund finden.

    Davon gehe ich ehrlich gesagt aus. ;) Und zwar bis an mein Lebensende. Und deshalb habe ich auch vor solange achtsam zu sein. Danach ist es mir egal.;)

    Zur Komplexität. Meine Suchtstimme ist so einfach gestrickt wie Eure sie will "nur"Alkohol. Und die Entscheidungen bezüglich meiner Aufgaben sind auch einfach. Machen oder nicht machen. In meinem Fall nicht machen. Aber es geht, in dem einen Fall, um etwas, mit dem ich mich zehn Jahre intensiv beschäftigt habe und an dem ich hart gearbeitet habe. Und es war hochkomplex auf verschieden Ebenen. Es hat mich in gewisser Weise ausgemacht. Und obwohl ich die Entscheidung schon vor Wochen getroffen habe, sind meine Systeme noch dabei runterzufahren und sich ganz von der Aufgabe zu lösen.


    Kann es sein, dass du dich zwar erfolgreich nach deinen Wünschen entlastet hast, du aber innerlich damit haderst oder gar unzufrieden bist?

    Nein, sonst hätte ich es nicht gemacht. Aber wie geschrieben betrete ich auch Neuland was meine Freiheiten angeht und meine Systeme sind noch dabei runterzufahren.

    „Es gibt keinen Grund zum Saufen!“

    Gute Idee! Wobei die Belastung, die Verantwortung und der Stress kein Grund waren, sondern es dem Suchtdruck nur sehr leicht machten.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • sondern es dem Suchtdruck nur sehr leicht machten

    Wieso hatte ich nie Suchtdruck? Nach 30 Jahren Alkohol?

    Weil ich nie mehr trinken werde und es keinen Grund zum Saufen gibt.

    Darum keine Gründe, keine Rechtfertigungen, keine Diskussion, mit der Stimme.
    Total unnötig und kraftraubend.

    Die Stimme innerlich rund machen geht. Das befreit ungemein. 🤗

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • meinem Suchtgedächtnis hat nicht gefallen, dass ich mich vor einigen Wochen von einer Aufgabe gelöst habe, an der ich 10 Jahre hart gearbeitet habe.

    Woher willst du denn wissen, dass genau das der Anlass war? Selbsterfüllende Prophezeiung? Die Suchtstimme angefüttert wie ein Tamagotchi?;) Die ältere Generation weiß noch , was ein Tamagotchi ist. Oder?

    Ich weiß von vielen, die am Anfang stehen, dass sie regelrecht darauf warten, dass etwas passiert. Auch die Tendenz, etwas hineinzuinterpretieren: "Es kann doch nicht nur trocken sein, das müsste doch spürbar sein."

    Natürlich ist Vorsicht angesagt, und es ist auch nicht "schlecht", wenn sie mal anspringt, um zu wissen, was die Sucht so alles drauf hat, um mich wieder zum Saufen zu bringen.

    Ich bin mit jedoch mit der Methode Ignorieren ganz gut gefahren und habe damit ganz selten etwas zu tun. Je mehr ich Beachtung schenke, desto mehr schenkt es mir Beachtung .

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nun das ist Dein Weg Alex, aber das ist mir ehrlich gesagt schon zu anstrengend. Ich setzte mich mit der Suchtstimme gar nicht aus einander.;)

    LG

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Hartmut,

    ja ich weiß noch was ein Tamagotchi ist. Ich habe damals leider keins bekommen.;( Allerdings wäre ich rückblickend vermutlich zu ungeduldig für so ein Teil gewesen und es wäre bei mir ständig gestorben.:whistling:

    Und ja, ich bin absolut sicher, dass dies der Anlass war. Es war die einschneidendste Veränderung, die ich jetzt trocken durchgeführt habe und da ist gestern der Deckel draufgemacht worden. Und die Suchtstimme hat in den letzten Wochen immer mal wieder deswegen rumgemoppert.

    Und nein ich habe nicht darauf gewartet das die Suchtstimme anspringt ich wusste vorher das sehr unangenehm wird. Und tatsächlich ist es sogar unangenehmer geworden als ich gedacht habe. Aber nun weiß ich Bescheid. Know your enemy.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

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