Hi R/no,
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Sind Deine Kids heute am Start?
Hi R/no,
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Sind Deine Kids heute am Start?
Ist kompliziert wirklich.
Sicherheit und Wirksamkeit hatte ich bei meiner letzten OP.
Hi Bibi,
nein es ist nicht kompliziert. Deine Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, von der Deine Ärzt*innen wissen müssen, damit sie Dich richtig behandeln können und Dich gegebenenfalls auch auf Deinem jetzt abstinenten Weg unterstützen können. Sie haben Schweigepflicht.
Was die Sicherheit und Wirksamkeit angeht. Du kannst in den Fäden einige Berichte davon lesen, dass Mittel nicht oder nicht ausreichend gewirkt haben. Das wäre nicht passiert, wenn die Ärzt*innen Bescheid gewusst hätten. Dazu kommt ja auch noch die Gefahr, das Dir keine Medikamente mit Alkohol gegeben werden dürfen. Und die Tatsache, dass es bei der letzten OP gut gegangen ist, sagt gar nichts. Das können nur Ärzt*innen beurteilen.
Du bist nicht die Erste, von der ich lese, dass sie sich nicht Ihren Ärzt*innen gegenüber öffnen. Und es werden gerne mal alle möglichen Gründe vorgeschoben. Aber neben den oben genannten medizinischen Gründen, warum Deine Ärzt*innen Bescheid wissen sollten. Ist das eigentliche Problem für Dich ist, dass Du damit anfängst Deine Krankheit zu verstecken und nicht da zuzustehen. Und das ist eine Riesenhintertür für die Sucht. Herausschleichen aus der Sucht funktioniert nicht.
Hi Schmidtty,
kleiner Hinweis, dies ist Dein Faden. Wenn Du irgendeine Diskussion oder Beiträge hier nicht haben möchtest, kannst Du die Moderator*innen bitten, diese in den Faden der Beteiligten zu verschieben. Just saying.![]()
Hallo Bibitor,
willkommen hier in der SHG und einen guten Austausch. Glückwunsch und Respekt zu über drei Monaten Abstinenz. Stay strong.
Also, um mal auf das Henne und Ei Thema zurückzukommen….ich werde das mit der Therapeutin besprechen, aber grundsätzlich erstmal nicht in den Therapiegruppen. Wenn ich die Teilnehmer besser kenne, kann ich mich vielleicht öffnen. Tatsächlich habe ich da ein gewisses Schamgefühl.
Hi Schmidtty,
ich finde es sehr gut, dass Du für Dich einen Weg gefunden hast. Wichtig ist, dass Du in dem Klinikaufenthalt bezüglich Deiner Depressionen und Ängste etwas für Dich lernen und erreichen kannst. Wie geschrieben sind das zwei getrennte Erkrankungen von Dir, die Du auch getrennt angehen musst. Ich drück Dir die Daumen, dass das Gespräch mit der Therapeutin gut wird.![]()
Hallo Schmidtty ,
ich würde das auch, wie Nayouk24 schreibt, bei einer Therapeutin ansprechen.
Kommen die Depressionen vom Alkohol oder umgekehrt.
Ich habe mehrere, meist schwere Depressionen bewältigt. Heißt, die Depressionen waren vor der Sucht bei mir. Aber für mich war die Frage, was zuerst da war, als ich abstinent wurde, nicht wichtig. Wichtig war für mich, dass ich wusste und hier auch noch einmal gelernt habe, dass Depressionen und Sucht zwei getrennte Erkrankungen von mir sind. Die darf ich nicht durcheinander bringen und auch nicht miteinander verbinden. Die muss ich getrennt angehen. Und die Reihenfolge, in der ich das mache, ist zuerst abstinent werden und dann die Depression angehen. Ich kann und konnte eine Depression nicht bewältigen, wenn ich trinke. Unmöglich.
Weshalb schreibe ich Dir das? Du bist jetzt abstinent. Heißt, Du hast gute Voraussetzungen, um in der Klinik Deine Depressionen und Ängste anzugehen. Und falls Du merken solltest, dass Du im Anschluss noch eine sucht spezifische Therapie brauchst, kannst Du das dort ja schon anleiern. Ich bin mir relativ sicher, dass die Ärzte und Therapeut*innen vor Ort Dich dabei unterstützen können. Die Kombination aus Depression und Sucht ist nicht selten.
Hi Hobbes ,
das finde ich einen sehr guten Beitrag. Danke dafür.
Hallo LM,
herzlichen Glückwunsch und Respekt zu drei Monaten Abstinenz. Dein (Lebens-)Mut hat sich ausgezahlt.
Stay strong.
Hi Scarlett,
alles gut. Und richtig gut ist, das Du nicht beleidigt bist und zugemacht hast.![]()
Weder ich noch irgendeine Andere will Dir etwas Böses. Und die Kombination aus Depression und Saufen ist nicht selten. Und es ist wichtig, dass wir hier offen miteinander umgehen und Gefahren benennen.
Hi R/no ,
schön das es Dir gut geht und bei Dir die Sonne scheint. Hier ist Land unter.![]()
Nein bei der Notwendigkeit nicht zu trinken brauche ich keinen Willen. Es ist notwendig, dass ich nicht trinke, also trinke ich nicht. Mein Suchtgedächtnis würde mir allerdings gerne erzählen, dass die Notwendigkeit gar nicht besteht. Und dann würde es zu einem (Willens)Kampf werden. Den ich sicher verlieren würde. Aber da ich meinem Suchtgedächtnis keine Aufmerksamkeit beimesse, kommt es zu diesem (Willens-) Kampf nicht.
Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal Momente hatte, wo ich die Zähne zusammengebissen habe. Anders geht das manchmal nicht. Aber das waren seltene Ausnahmen.
Hi Scarlett,
zunächst einmal gut, dass Du in psychiatrischer Behandlung bist. Dann ist sichergestellt, dass Du weißt, wohin Du Dich wenden kannst, wenn sich diese Gedanken aufdrängen.
Du hast in meinen Augen mit nichts, was Du bisher geschrieben hast, gegen die Forenregeln verstoßen. Und Du musst Dich nicht entschuldigen. Schreib über das, was Dich bewegt. Und falls doch etwas sein sollte, melden sich die Moderator*innen.
Es ging mir nur darum, Dir aufzuzeigen, dass ich solche Gedanken, wenn sie niedergeschrieben werden, nicht ignorieren kann. Und das Forum damit an seine Grenzen kommt, dessen, was es leisten kann.
Hallo Chapa,
willkommen hier.
Ist Dein Zuhause alkfrei? Und wie willst Du weiter mit Deinem Partner verfahren?
Hi Abstinenzler,
herzlich willkommen hier.
Aber einen Kampf kann man doch auch gewinnen?
Gegen Alkohol gewinnen? Ernsthaft? Das ist unmöglich.![]()
Ich darf auch,wer will mich hindern?
Niemand wird Dich hindern, zumindest hier nicht. Allerdings finde ich diesen Satz nicht hilfreich. Es ist nicht mein Wille, sondern eine Notwendigkeit das ich nicht trinke also trinke ich nicht. Wenn ich mich nur auf meinen Willen verlassen würde, bestünde eine gute Wahrscheinlichkeit das ich scheitern könnte. Also lass ich es.![]()
Das wollte ich tatsächlich heute Nacht (das Leben meine ich) nicht mehr so ganz.
Hi Scarlett,
so etwas in der Richtung schreibst Du jetzt zum zweiten Mal. Damit erreichst und überschreitest Du die Grenzen eines solchen Forums. Wenn Du solche Gedanken hast, suche unverzüglich professionelle Hilfe auf. Das solltest Du sehr sehr ernst nehmen. Und das wird hier sehr ernst genommen.
Und vielleicht ist es überhaupt eine gute Idee, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Nicht nur wegen dieser Gedanken, sondern auch, weil es Dir wie Du schreibst, so schlecht geht. Hattest Du schon einmal eine Depression? Oder daran gedacht, dass Du eine haben könntest?
Hi Scarlett,
Danke für die Antwort. Hat sich etwas überschnitten. Da du wohl nicht meiner Generation angehörst habe ich festgestellt, etwas vorauszusetzen, was nicht für alle verständlich ist,
nun ich werde nächstes Jahr sechzig und Du schreibst das Du ü60 bist. Und tatsächlich kenne ich vom Winde verweht. Aber es hat mich im Neusprech nicht so mitgenommen.
Das wäre wieder einer der Gelegenheiten zu sagen: geht mir eh so schon beschissen, also kannst du das ganze noch toppen und dir einen hinter die Binde gießen.
Mir ging es in den letzten Jahren aus Saufen und meinen Depressionen so unterirdisch schlecht, da gab es nichts mehr zu toppen. Insofern kannst Du Dich noch glücklich schätzen, wenn Du durch das Saufen noch toppen konntest. Ironie off.
Hi Scarlett,
sorry das ich etwas nächlässig beim Lesen war.
Aber dann ist das schon einmal geklärt.
Ansonsten habe ich zu Anfang die praktischen Schritte der Grundbausteine einfach ohne nachzudenken umgesetzt. Zudem betreibe ich konsequente Risikovermeidung. Kennst Du die HALT Regel? Das sind Gefühlszustände, die Du möglichst vermeiden sollst. Hungry (hungrig und durstig), Angry (wütend), Lonely (einsam), Tired (müde).
Du schreibst, dass Du einsam bist. Nun hier ist immer jemand.
Ich habe gerade am Anfang viel hier geschrieben, über alles was mich jetzt abstinent so beschäftigt. Wichtig, unwichtig, egal. Vielleicht kommt für Dich ja auch eine Reha infrage, da wärest Du unter Leuten. Oder eine reale SHG.
Wie dem auch sei. Für mich ist diese SHG mit weitem Abstand der wichtigste Teil meines Hilfesystems. Hier habe und lerne ich einen schlichten, einfachen Weg und das entsprechende Mindset dazu, um stabil abstinent zu sein.
Weihnachten ist auch überhaupt nicht mein Ding. Ich decke mich seit Jahrzehnten für die Tage mit leckeren Dingen ein und dann ab auf die Couch. Manchmal zum Essen zu Freunden. Silvester habe ich mich letztes Jahr mit einer ebenfalls trockenen Freundin getroffen und dann haben wir uns Spaghetti mit Tomatensauce gemacht.![]()
Hi Scarlett,
schöner Nick, by the way. Herzlich willkommen hier. Glückwunsch und Respekt zu den ersten acht Tagen Abstinenz. Ein Anfang ist gemacht.![]()
Geduld und ein Schritt nach dem anderen. Im Moment leisten Seele, Geist und Körper noch Schwerstarbeit und deshalb solltest Du langsam machen. Ausreichend Essen und Trinken. Ruhen, wenn Dir danach ist. Mal rausgehen, wenn Dir danach ist.
Ist Dein Zuhause alkfrei?
Wenn ich das richtig verstanden habe, warst Du noch nicht bei einer Ärzt*in. Das solltest Du dringend nachholen. Alle Karten auf den Tisch. Wirklich alle. Und Dich mal richtig durchchecken lassen. Dann wissen Du und Deine Ärztin Bescheid wo Du stehst und falls irgendetwas nötig ist dann könnt Ihr das besprechen (z.B. Reha, etc.). Falls Du Dich genieren solltest. Das musst Du nicht, Du wirst nicht die erste und auch nicht die letzte Alkoholikerin bei Deiner Ärztin sein.![]()
Hi Schmidtty,
dass Du Dich wie auf den Mond geschossen fühlst, ist ja in gewisser Weise der Zweck der ganzen Übung.![]()
Wissen sie dort Bescheid das Du Alkoholikerin bist?
Ich drück Dir die Daumen, dass Du die Zeit dort gut für Dich nutzen kannst. Und dass Du von Deinem Anspannungslevel langsam runterkommen kannst.
Hallo, ja ich bin seit 15 Jahren Alkoholikerin und möchte ab heute ohne Alkohol und Beruhigungsmittel leben.
Hi Minzchen,
zunächst einmal herzlich Willkommen hier. Wie ich das oben lese, machst Du ja eine doppelte Entgiftung. Deshalb hab Geduld mit Dir und halte zunächst einmal durch. Du bist dort safe und kommst nicht unmittelbar an Deine "Stoffe" ran. Das ist erstmal die Hauptsache. Schau das Du ausreichend isst und trinkst. Und ansonsten versuch zur Ruhe zu kommen. Dein Körper, Geist und Seele leisten jetzt Schwerstarbeit. Das solltest Du nicht unterschätzen. Außerdem können die Ärzt*innen aus obigen Gründen ja keine Beruhigungsmittel einsetzen. Ich persönlich wäre in den ersten zwei Wochen überhaupt nicht in der Lage gewesen, irgendein Therapieangebot wirksam anzunehmen. Da hatte ich genug mit mir selbst zu tun. Also Geduld.
Hi Ihr,
ich habe diesen Faden gerade erst entdeckt.
Zu den beiden Ausgangsfragen. Ich habe mich hier (offensichtlich
) als Alkoholiker bekannt. Und ich habe mich gegenüber meinem Umfeld privat und beruflich als Alkoholiker bekannt. Daraus haben sich für mich keinerlei Probleme ergeben.
Für mich gab und gibt es keinen Zweifel daran, dass ich Alkoholiker bin. Als ich vor fast elf Jahren ernsthaft mit dem Saufen angefangen habe, wusste ich, dass ich abhängig werde. Und ich wurde abhängig. Daran ließen auch Menge und Taktung keinerlei Zweifel. Dazu kommt, dass ich erst mit Ende vierzig angefangen habe ernsthaft zu trinken. Zu der Zeit war ich definitiv erwachsen und ich machte mir keinerlei Illusionen, was jetzt folgt. Dazu kommt, dass ich vorher jahrzehntelang in Zeiten einen riskanten Alkoholkonsum praktiziert habe. Ich wusste ganz genau, dass das jetzt, was komplett anderes war.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass dies bei anderen Menschen anders ist. Denn ich glaube, dass bei den allermeisten Menschen das Ziel der Rausch ist und nicht die Abhängigkeit. Und dann kann es vermutlich auch schwierig zu akzeptieren, dass sie es sind. Alkoholiker*in. Und ich kann mir auch vorstellen, dass diese fehlende Akzeptanz ein weiterer Grund neben dem Stigma ist, sich als Alkoholiker*in zu bekennen.
Warum habe ich mich in meinem Privaten und Beruflichen dazu bekannt, Alkoholiker zu sein? Zum einen wollte ich, dass mein Umfeld von meiner Krankheit weiß. Ebenso wie sie beispielsweise von meinen Depressionen wissen. Und zum anderen wollte ich proaktiv den Grund nennen, warum ich Änderungen in meinem Leben vornehme. Denn wenn mir Irgendeine Schwierigkeiten bei diesen Änderungen gemacht hätte, hätte ich meinerseits die Konsequenz daraus gezogen. Aber das bin eben ich, mir ist Selbstbestimmung wichtig.