Beiträge von KaDett

    Auch Filme,Podcasts,Bücher sind nicht immer gut.(Risiko)

    Habe mich die letzten Tage wirklich viel mit dem Thema beschäftigt. Videos geschaut, Berichte gelesen, Podcasts. Ist vielleicht zuviel gewesen und ist bei mir komplett in negative Gedanken umgeschlagen. Bin echt zu flott und zu viel in dem ganzen Thema drin. Hab doch schon einiges positiv geschafft in den 8 Monaten. Urlaub, Trauerfall, Sommer, Feiern, Weihnachten und sogar Silvester. Fasenacht gibt’s für mich dieses Jahr nur vorm Fernseher. Da gebe ich Carl Friedrich Recht, das ist viel zu riskant für mich.

    Ich werde einfach mal durchatmen, nicht soviel an das Thema denken, hier lesen und schreiben und mal Fünfe gerade sein lassen. Geduld, Gelassenheit und Zeit dürfen sich jetzt mal breit machen.

    Hab heute hier nen ziemlichen Aufstand fabriziert, aber vielleicht ist das ja auch gut gewesen. Für mich und andere die am Anfang stehen oder still mitlesen. Eure Antworten haben mich sehr berührt und wieder aufgefangen. War wohl im freien Fall.

    Das ermutigt mich. Glaube Hartmut hat’s gesagt, etwas Coolness schadet nicht. Das ganze wieder entspannter zu sehen. Das werde ich so machen. Lieben Dank.

    ok, ich hör ja schon auf.

    Glaube ich habe das vorhin doof geschrieben.

    So für heute ist echt genug, Nayouk.

    Das bezog sich natürlich auf deinen Tipp

    Ich denke du machst dich gerade selbst verrückt. In deinem Kopf ist Chaos, ein stürmischer Gedankenkreisel, den du selber auch noch anheizt.
    Versuche dich abzulenken, mach einen langen Spaziergang, geh in den Sport oder mit jemand einen Kaffee trinken.

    Im Moment ist nicht die Zeit, dass du dich mit dir selbst beschäftigen solltest, power dich aus, wenn dir danach ist und tue dir für heute Abend etwas Gutes.

    dass es für heute für mich wirklich genug ist. 😅

    Ich finde, dass ich trotz dem ganzen einen Schritt weiter gekommen bin. ich bin wieder motiviert und in einer frohen, optischen Grundstimmung. mIr werden Lösungen einfallen. Aber jetzt werde ich mal aus dem Forum gehen. Hab noch einiges zu erledigen. Heute Abend lese ich alles in Ruhe nochmal.

    Jetzt wo du das so schreibst geht auch bei mir ein Licht auf. Bei mir ist es auch so, wenn ich sehe, dass jemand "nur" ein Glas Wein trinkt und es dabei sein lasse kann, wurmt mich das, dann würde ich gerne die Zeit zurück drehen.

    Meine Mutter war Alkohilikerin und starb sehr früh an den Folgen, dass habe ich immer noch vor Augen.

    Klar sehe ich auch die positiven Seiten, mein Schlaf hat sich enorm verbessert, meine Haut strahlt und ist viel reiner geworden, sogar mein Appetit hat sich gezügelt und das Blutbild ist top, auch Ernähre ich mich viel gesünder...... All das motiviert mich dran zu bleiben, wenn nur die Gravings nicht wären, aber gehört wahrscheinlich dazu...

    Heuel Cravings gehören eben nicht selbstverständlich dazu. Das ist der springende Punkt. Du hast vielleicht auch nicht die richtige Einstellung. Du hast wegen deiner Mutter aufgehört. Hast es miterlebt. Die Einstellung ist wegen sich selbst, also aus Selbstliebe aufzuhören. Jedenfalls sowas ähnliches. Kannst dich direkt mir anschließen. Ich und scheinbar auch du haben die Aufgabe unsere Lebenseinstellung zur Abstinenz zu verändern. Für uns selbst aufzuhören, weder Gesundheit oder Mutter. Das genügt nicht. bei uns beiden heißt es darf nicht trinken statt will nicht trinken. Verzicht statt Gewinn. So irgendwie ist das.

    Danke für eure Antworten. Hartmut du hast mich zum grinsen gebracht. So für heute ist echt genug, Nayouk. Habe noch einiges zu tun, vielleicht fliegen mir ja, wenn ich nicht ans Thema denke, die richtigen Eingebungen zu. Das ist oft so. Ich gehe einfach vorerst wieder an den Anfang und lasse das Glas heute stehen. Wenn’s hart auf hart kommt, dann lasse ich es eben die nächsten 20 Minuten stehen, und dann wieder die nächsten 20 Minuten….Oder noch weiter zurück und lasse das Glas nur die nächsten 10 Minuten stehen. Aber es bleibt stehen! Das steht fest.

    Ich werde meine Abstinenz schützen und gefährliche Situationen meiden. Allem was triggern könnte aus dem Weg gehen. Risiken so gering wie möglich halten und mir Zeit nehmen meine Lebenseinstellung bezüglich Alkohol neu auszurichten. Vielleicht liegt ja ein spannender Weg vor mir, vielleicht fällt es mir sogar leicht. Egal wie, aber es wird großartig. ich brauche bis dahin nur nüchtern zu bleiben. Kann sein, dass das nicht der perfekte Weg ist eine zufriedene Abstinenz zu erzielen. Aber es ist wenigstens ein Weg. Alles hat sich so für mich entwickelt wie es sich eben entwickelt hat. ob die Methode richtig ist oder nicht ist letztendlich egal. Hauptsache ich komme ans Ziel. Ich habe zumindest eine Anhaltspunkt was zu tun ist. Ok wenn man ein Haus baut, fängt man nicht mit dem Dach an, sondern mit dem Keller. Aber bei mir steht ein Gerüst und stützt das Dach ab. Ist zwar nicht grad eine gängige Methode, aber es ist auch nicht nix.

    Zum Glück schreibe ich das alles auf, so kann ich das später in Ruhe nochmal lesen und ggf. auch meine Gedanken korrigieren. Ganz so trostlos sieht’s gar nicht mehr aus. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Selbstwert könnte es sein. Das ich es mir Wert bin, dass ich gut zu mir bin und gut mit mir umgehe. Sich mit Alkohol zu vergiften ist alles andere als gut. Das ist sich selbst schädigen. Mir Gutes tun, Selbstfürsorge. Da passt Alkohol nicht dazu. Das ist Gift. Sieht zwar toll aus, so ein Wein im Glas, aber es ist und bleibt Gift. Vielleicht sieht ein Glas Frostschutz auch schön aus, das würde ich aber niemals trinken. Oder ein Glas Putzmittel kann optisch auch schön aussehen. Genauso wie ein Glas Wein. Beides ist ungesund. Einleuchtend.
    Wenn ich keine gesundheitlichen Probleme bekommen hätte, dann würde ich jetzt noch trinken. So. Nun hatte ich aber gesundheitliche Probleme und trinke deshalb nicht mehr. Ist schon mal ein Schritt. Daran halte ich auf jeden Fall fest und baue drauf auf. Es mir selbst wert zu sein mich nicht wissentlich und freiwillig zu vergiften. Das ist mal ein Ansatz. Wenn ich das jetzt lese, frage ich mich ob ich noch ganz normal bin. Wie konnte ich mich wissentlich und freiwillig lange Jahre vergiften? Sucht. Also was tut man gegen Sucht? Gegensteuern. Das mache ich ja. Aber nicht gut genug. Aber ich werde es besser machen mit der richtigen Lebenseinstellung. Es ist doch kein Zufall wie sich alles gestern entwickelt hat. Mit dem Wort Lebenseinstellung hatte ich mich noch gar nicht beschäftigt. Das Wort kam aber zu mir und hat mich direkt angezogen wie ein Magnet. Sogar der Titel ist geändert. Es hat Bedeutung bekommen. Ich denke drüber nach und es nimmt Fahrt auf, glaube in die richtige Richtung. Das Wort Lebenseinstellung ist nicht umsonst zu mir gekommen. Das ist ein Hinweis. Daran muss ich arbeiten. Das mache ich. Und solange werde ich keinen Alk trinken. Von mir aus auch mit Gewalt und Wille. Aber wenn ich die richtige Lebenseinstellung habe, dann habe ich’s geschafft. Dann bleibe ich nämlich für immer nüchtern. So! Von wegen gedanklich schon im Rückfall. Nein ich werde meine Abstinenz noch lieben lernen.

    Hartmut, gell lass mich nur jetzt nicht hängen. Der ganze Austausch hier in der SHG hat mich ja doch schon ne Ecke weitergebracht. Ständig bin ich am nachdenken. Ich nehm das nicht auf die leichte Schulter. Ich will es mir wert sein zufrieden nüchtern zu sein und zu bleiben. Ohne Rückfall, denn ich weiß dass ich damit nicht umgehen könnte. Ich würde dann vielleicht nicht mehr aufstehen und wieder von vorne anfangen. Lieber versuche ich es jetzt mit Gewalt. Das ist besser und in der Zeit ist das einzige Ziel die richtige Lebenseinstellung zur Nüchternheit zu erfahren. Hartmut du weißt wie es geht und all die anderen hier. Also lasst mich jetzt bloß nicht fallen.

    Du steckst gedanklich schon mitten im Rückfall. Ist der Punkt schon erreicht, zur Flasche zu greifen?

    Hier wird dich niemand aufhalten können und eine Absolution bekommst du auch nicht – das kannst nur du selbst.

    Jeder Alkoholiker weiß, dass es dummes Zeug ist, aber es ist Deins.

    Ich wünsche dir Weitsicht für dein Tun.

    Nein der Punkt zur Flasche zu greifen ist nicht erreicht. Ich gebe nicht auf. Ich habe auch Pluspunkte auf meinem Konto. 8 Monate und die Erkenntnis was noch nicht richtig läuft. Ich weiß zumindest jetzt wo ich ansetzen muss. Wie das funktioniert werde ich mir noch überlegen. Ich sehe es positiv, dass ich jetzt die Augen nicht mehr verschließe und die Richtung kenne.
    So leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Mag sein, dass ich kurz vor nem Rückfall stehe. Aber ich habe noch keinen. Ist wie beim Fußball, da dauert das Spiel auch 90 Minuten und und den letzten Minuten kann sich das ganze Spiel wenden.

    Mein Spiel wendet sich gerade. Gerade im Moment entferne ich mich wieder vom Alkohol. Ok da kommt mein Wille wieder mit rein. Aber mein Kopf weiß, dass es „nur“ an der richtigen Einstellung liegt. Und die kommt dann aus dem Herzen. Das werde ich dafür öffnen.

    Ich glaube nicht mehr an mich, ich habe nicht die geringste Ahnung wie ich meine Einstellung verändern soll.

    Mein Ziel Nüchternheit als Lebenseinstellung - wie geht das denn überhaupt? Habe nicht den blassesten Schimmer. Habe nicht mal einen Hauch einer Idee. Jedenfalls muss es von innen kommen. Das steht fest. Ob ich das hinkriege kann ich nicht sagen. Hilft da die Zeit? Das wäre dann wenigstens ein Hoffnungsschimmer. Hilft meditieren? Keine Ahnung so gut kann ich das noch nicht.
    Puuuh das ist ne Nummer, ist mir vielleicht etwas zu groß.

    Hartmut hat völlig Recht. Ich gehe mit dem Kopf durch die Wand und bleibe mit Gewalt nüchtern. Ich erzwinge mir meine Nüchternheit regelrecht. Deshalb habe ich auch öfter mit Cravings zu tun. Ich habe am Anfang schon fremde Leute beneidet weil sie ein Glas Wein getrunken haben und ich mich mit einem Spezi zufrieden geben musste. Das ist die Wahrheit.
    Für meine Gesundheit musste ich aufhören, das habe ich erkannt. Genau dieses MUSSTE ist aber der Punkt an dem ich jetzt scheitere.
    Ich habe zwar vor einigen Wochen vor dem Alk kapituliert. Hatte ja so schön visualisiert wie er da steht und ich weggehe. Aber ich bin wohl wieder umgekehrt und versuche immer noch gegen ihn zu kämpfen.

    Klar mache ich mir heute Gedanken bezüglich dem gestrigen Tag. Auch zum Thema Lebenseinstellung. Da natürlich Nüchternheit als Lebenseinstellung. Mir fällt ein, dass meine Einstellung und Gründe mit dem Trinken aufzuhören nicht ideal sind. Die Gesundheit war der Grund, aber das allein reicht wohl nicht. Es sich selbst wert zu sein, sich Gutes zu tun usw. Also richtig hinter der Abstinenz zu stehen. Dann ist die Sichtweise anders, dann ist es ein Gewinn. So ist es aber bei mir noch nicht. Das habe ich jetzt deutlich erkannt. Bei mir sind immernoch Verzichtsgedanken im Hinterkopf. Deshalb konnten die Gläser im Film sowas auslösen. Mir fehlt die echte Überzeugung , fest hinter der Abstinenz zu stehen. Gestern hätte ich die ganze Abstinenz ja an die Wand werfen können. Wie gefährlich nah an einem Rückfall ist diese Einstellung doch. Jetzt trifft mein Titel wirklich auf mich zu. Mein Ziel soll erstmal sein eine andere Einstellung zur Nüchternheit zu erlangen. Ich habe zwar die ganzen Monate keinen Rückfall gebaut, das liegt vermutlich aber an meinem starken Willen und nicht an der richtigen Einstellung. Ich gebe normalerweise nicht auf, kann kämpfen und kann viel Biss und Energie in was reinstecken. Aber gestern hat mir gezeigt, was für eine Macht dahintersteckt. Da ist dann auch wieder das Thema kapitulieren da. Wie ein Zahnrad hängt alles zusammen. Ich habe einfach mit Willen aufgehört. Das genügt ganz und gar nicht. Ich kann im Grunde von Glück sagen, dass ich noch trocken bin und noch keinen Rückfall hatte.

    Lebenseinstellung dieses Wort nimmt für mich an Bedeutung zu. Die Lebenseinstellung kann alles verändern. Dieses Wort allein bewirkt so viel bei mir. Ein richtig gutes Gefühl. Das ist ganz anders als „Für immer“. Lebenseinstellung kommt nicht vom Kopf und vom Verstand, das kommt aus dem Bauch und vom Herzen, von innen. Und gibt mir Zeit. Das ganze Leben lang. Irgendwie nimmt mir dieses eine Wort den ganzen Druck. Vielleicht ist dieses Wort auch der Schlüssel für Geduld.

    Heute geht’s mir wieder gut. Heute Morgen noch im Bett als der Wecker geklingelt hat, habe ich mich gefühlt als hätte ich einen Kater. Ganz komisch. Aber jetzt ist alles wieder normal.