Ich glaube nicht mehr an mich, ich habe nicht die geringste Ahnung wie ich meine Einstellung verändern soll.
Mein Ziel Nüchternheit als Lebenseinstellung - wie geht das denn überhaupt? Habe nicht den blassesten Schimmer. Habe nicht mal einen Hauch einer Idee. Jedenfalls muss es von innen kommen. Das steht fest. Ob ich das hinkriege kann ich nicht sagen. Hilft da die Zeit? Das wäre dann wenigstens ein Hoffnungsschimmer. Hilft meditieren? Keine Ahnung so gut kann ich das noch nicht.
Puuuh das ist ne Nummer, ist mir vielleicht etwas zu groß.
KaDett - Nüchternheit als Lebenseinstellung
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KaDett -
31. Dezember 2024 um 20:17 -
Geschlossen
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Du steckst gedanklich schon mitten im Rückfall. Ist der Punkt schon erreicht, zur Flasche zu greifen?
Hier wird dich niemand aufhalten können und eine Absolution bekommst du auch nicht – das kannst nur du selbst.
Jeder Alkoholiker weiß, dass es dummes Zeug ist, aber es ist Deins.
Ich wünsche dir Weitsicht für dein Tun.
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Ich habe mit so etwas nicht gerechnet,
Und das genau ist der Punkt! Mich traf es auch als ich überhaupt nicht damit rechnete- ein Krimi, der Kommissar hatte Feierabend, hörte schöne Musik und machte sich einen Rotwein auf und ZACK traf es mich wie ein Blitz!
Ich war nicht vorbereitet. Jetzt weiß ich, dass es im Film vorkommen kann und ich mich vorbereiten muss, jederzeit ein Stück weiter zu spulen oder abzubrechen.
Ich mache sehr gute Erfahrung mit Atemtechniken wie z.B. die Wechselatmung aus dem Yoga (einfach googeln). Das geht auch auf dem Klo wennnes keiner sehen soll.Und Frischluft ist auch immer gut. Mach dich nicht selbst fertig deswegen. Bei mir war das auch nach knapp 7 Monaten und es ist zwar krass unangenehm, aber deshalb ist nicht gleich alles umsonst.
Vorbereitet sein ist das Geheimnis und zwar nicht im Sinne von die Taschen voller Skills haben sondern die innere Bereitschaft.Gut dass du stark geblieben bist!
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Du steckst gedanklich schon mitten im Rückfall. Ist der Punkt schon erreicht, zur Flasche zu greifen?
Hier wird dich niemand aufhalten können und eine Absolution bekommst du auch nicht – das kannst nur du selbst.
Jeder Alkoholiker weiß, dass es dummes Zeug ist, aber es ist Deins.
Ich wünsche dir Weitsicht für dein Tun.
Nein der Punkt zur Flasche zu greifen ist nicht erreicht. Ich gebe nicht auf. Ich habe auch Pluspunkte auf meinem Konto. 8 Monate und die Erkenntnis was noch nicht richtig läuft. Ich weiß zumindest jetzt wo ich ansetzen muss. Wie das funktioniert werde ich mir noch überlegen. Ich sehe es positiv, dass ich jetzt die Augen nicht mehr verschließe und die Richtung kenne.
So leicht gebe ich mich nicht geschlagen. Mag sein, dass ich kurz vor nem Rückfall stehe. Aber ich habe noch keinen. Ist wie beim Fußball, da dauert das Spiel auch 90 Minuten und und den letzten Minuten kann sich das ganze Spiel wenden.Mein Spiel wendet sich gerade. Gerade im Moment entferne ich mich wieder vom Alkohol. Ok da kommt mein Wille wieder mit rein. Aber mein Kopf weiß, dass es „nur“ an der richtigen Einstellung liegt. Und die kommt dann aus dem Herzen. Das werde ich dafür öffnen.
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Hi Kadett,
ich freue mich das es Dir heute besser geht.
Es haben ja schon einige etwas geschrieben und hoffentlich ist da ja schon vieles Dich dabei.
Ich habe ja irgendwann mal den Satz meiner Freundin geschrieben, das wenn der Körper reist die Seele hinterherreist.
Aber das geht auch andersrum also Seele und Geist reisen und der Körper kommt hinterher. In meiner Erfahrung dauert dieser Weg länger und funktionert machmal auch nicht. Bei mir ist der Grund das Seele und Geist oftmals ewig mit einander diskutieren und manchmal selbst dann nicht zu einem Ergebnis kommen. Das nervt mich manchmal auch und das ist der Grund warum ich den Weg manchmal garnicht starte. Aber wenn sie sich einigen kommt der Körper blitzschnell hinterher.
Ich versuch mich mal an einem Beispiel.
Wenn ich zuhause spontan den Müll runterbringe, dann merken Seele und Geist sofort das sich das gut anfühlt.
Wenn der Geist beschliesst das ich jeden Tag den Müll runterbringe weil das gut für mich ist. Folgt darauf erstmal eine ewige Diskussion mit den absurdesten Argumenten. Wenn sich Körper und Seele aber einigen. Kann der Körper das eigentlich sofort umsetzen.
Ich versuche so gut wie ich es kann geduldig und wohlwollend zu sein wenn Seele und Geist mit einander schnattern. Aber manchmal bin aber auch ungeduldigt.


Liebe Grüße
Kazik
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Sorry, meine Nachrichten haben sich mit anderen überschnitten.
Stay strong!
LG
Kazik
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Hartmut, gell lass mich nur jetzt nicht hängen. Der ganze Austausch hier in der SHG hat mich ja doch schon ne Ecke weitergebracht. Ständig bin ich am nachdenken. Ich nehm das nicht auf die leichte Schulter. Ich will es mir wert sein zufrieden nüchtern zu sein und zu bleiben. Ohne Rückfall, denn ich weiß dass ich damit nicht umgehen könnte. Ich würde dann vielleicht nicht mehr aufstehen und wieder von vorne anfangen. Lieber versuche ich es jetzt mit Gewalt. Das ist besser und in der Zeit ist das einzige Ziel die richtige Lebenseinstellung zur Nüchternheit zu erfahren. Hartmut du weißt wie es geht und all die anderen hier. Also lasst mich jetzt bloß nicht fallen.
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Selbstwert könnte es sein. Das ich es mir Wert bin, dass ich gut zu mir bin und gut mit mir umgehe. Sich mit Alkohol zu vergiften ist alles andere als gut. Das ist sich selbst schädigen. Mir Gutes tun, Selbstfürsorge. Da passt Alkohol nicht dazu. Das ist Gift. Sieht zwar toll aus, so ein Wein im Glas, aber es ist und bleibt Gift. Vielleicht sieht ein Glas Frostschutz auch schön aus, das würde ich aber niemals trinken. Oder ein Glas Putzmittel kann optisch auch schön aussehen. Genauso wie ein Glas Wein. Beides ist ungesund. Einleuchtend.
Wenn ich keine gesundheitlichen Probleme bekommen hätte, dann würde ich jetzt noch trinken. So. Nun hatte ich aber gesundheitliche Probleme und trinke deshalb nicht mehr. Ist schon mal ein Schritt. Daran halte ich auf jeden Fall fest und baue drauf auf. Es mir selbst wert zu sein mich nicht wissentlich und freiwillig zu vergiften. Das ist mal ein Ansatz. Wenn ich das jetzt lese, frage ich mich ob ich noch ganz normal bin. Wie konnte ich mich wissentlich und freiwillig lange Jahre vergiften? Sucht. Also was tut man gegen Sucht? Gegensteuern. Das mache ich ja. Aber nicht gut genug. Aber ich werde es besser machen mit der richtigen Lebenseinstellung. Es ist doch kein Zufall wie sich alles gestern entwickelt hat. Mit dem Wort Lebenseinstellung hatte ich mich noch gar nicht beschäftigt. Das Wort kam aber zu mir und hat mich direkt angezogen wie ein Magnet. Sogar der Titel ist geändert. Es hat Bedeutung bekommen. Ich denke drüber nach und es nimmt Fahrt auf, glaube in die richtige Richtung. Das Wort Lebenseinstellung ist nicht umsonst zu mir gekommen. Das ist ein Hinweis. Daran muss ich arbeiten. Das mache ich. Und solange werde ich keinen Alk trinken. Von mir aus auch mit Gewalt und Wille. Aber wenn ich die richtige Lebenseinstellung habe, dann habe ich’s geschafft. Dann bleibe ich nämlich für immer nüchtern. So! Von wegen gedanklich schon im Rückfall. Nein ich werde meine Abstinenz noch lieben lernen. -
Und Leute ich bitte euch alle um Hilfe.
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Hallo KaDett, du hast gerade schwer zu kämpfen.
Ich hab mal gelesen,Gedanken sind wie Züge,die in einen Bahnhof fahren. Manche halten,manche rasen schnell durch, dann gibt es Bummelzüge, vielleicht auch mit Cabrio Wagen.
Und nur ich entscheide,in welchen Zug ich einsteige., bzw.welchem Gedanken ich folge,oder einfach vorbeifahren lasse.
Ich finde es stark und richtig,dass du hier bist und schreibst.
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Die Anfangseuphorie ist vorbei.
Jetzt beginnt die Arbeit, Dir ein Leben einzurichten.
Du merkst jetzt alles, nicht nur die Vorteile des Aufhörens, sondern auch den Schmerz, der in Dir steckt.
Ich hatte zwar nie Saufdruck, aber ich wurde dann zum Rumpelstielzchen...diese Seiten an mir zu akzeptieren, hart und lang.
Du hast keinerlei Ahnung, wie wütend ich sein kann.Saufen ist keine Option.
Du musst da durch.
Einen hohen Berggipfel zu erreichen, ist auch nicht nur der reine Spaß. Und Trocken ist halt Lebenslang. Ich hatte gestern von 5 Jahren geschrieben, die ich auch unter härtesten Bedingungen ausgehalten hätte (war dann aber doch nicht ganz so schlimm, ich hatte auch Spß, sogar viel. aber eben auch Unzufriedenheit vom Feinsten.)
Ich höre jetzt auf, in diesen Zeiten habe ich nie verstanden, was das reden darüber hilft. Ich musste alleine durch meine inneren Keller. -
Kadett, ich bin bei Dir!
LG
Kazik
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Hier lässt dich niemand hängen KaDett , aber die Windeln um trocken zu bleiben, die musst du dir selber anziehen. Hier erfährtst du wie und wo vorne und hinten ist.
Ich denke du machst dich gerade selbst verrückt. In deinem Kopf ist Chaos, ein stürmischer Gedankenkreisel, den du selber auch noch anheizt.
Versuche dich abzulenken, mach einen langen Spaziergang, geh in den Sport oder mit jemand einen Kaffee trinken.
Im Moment ist nicht die Zeit, dass du dich mit dir selbst beschäftigen solltest, power dich aus, wenn dir danach ist und tue dir für heute Abend etwas Gutes. -
Und Leute ich bitte euch alle um Hilfe.
Ich wünsche dir viel Kraft, KaDett. Auch ich hatte schon ab und an Besuch vom Suchtgedächtnis, aber nie in der Intensität, wie du es gestern und heute beschrieben hast.Ich möchte dir Folgendes dalassen:
Nichts wird besser, wenn du wieder zur Flasche greifst. Alkohol bringt nur Leid – das ist seine Natur. Also lass ihn endlich los, nicht aus Zwang, sondern weil es das Natürlichste auf der Welt ist: für dich das Beste zu wollen und gut für dich zu sorgen.
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Hartmut, gell lass mich nur jetzt nicht hängen
Mal in meinen Worten.
Ich mache mich nicht zum Co. Wenn jemand saufen will oder aus irgendeinem Grund denkt, es tun zu müssen, sage ich Prost. Ich halte da niemanden auf. Ich werde auch nicht zum 'Sponsor', wie es in anderen Gruppen üblich ist. Ich nehme auch niemanden an die Hand oder lasse mich auf emotionale Spielchen ein.
Sucht kennt keine Emotionen, sie nutzt sie nur aus. Im Forum unterweise ich höchstens in technischen Dingen, aber ansonsten ist mein unerschütterlicher Weg: Jeder kann sich nur selbst helfen.
Unterstützung gebe ich nur in Form meiner Erfahrungen und ich rede nicht um den heißen Brei. Alles, was ich erlebt habe, teile ich direkt und ohne Beschönigung. Jeden Tag verrecken , ja ich schreibe ausdrücklich verrecken Alkoholiker, und das nicht nur weil sie nicht aufhören können, sondern weil sie sich auf andere verlassen.
Jeder kann es schaffen Auch du.
Schreib weiter und du wirst Unterstützung bekommen. Übrigens auch zu einer meiner Standpunkte. Es gibt keine unpassenden oder "dumme" Fragen in der Sucht, nur nachlässige oder "dumme" Süchtige, fragen nicht.
Alkoholismus führt unweigerlich zum Tod – dies ist eine harte, aber notwendige Wahrheit, die jeder für sich verinnerlichen sollte.
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Ich werde meine Abstinenz schützen und gefährliche Situationen meiden. Allem was triggern könnte aus dem Weg gehen. Risiken so gering wie möglich halten und mir Zeit nehmen meine Lebenseinstellung bezüglich Alkohol neu auszurichten. Vielleicht liegt ja ein spannender Weg vor mir, vielleicht fällt es mir sogar leicht. Egal wie, aber es wird großartig. ich brauche bis dahin nur nüchtern zu bleiben. Kann sein, dass das nicht der perfekte Weg ist eine zufriedene Abstinenz zu erzielen. Aber es ist wenigstens ein Weg. Alles hat sich so für mich entwickelt wie es sich eben entwickelt hat. ob die Methode richtig ist oder nicht ist letztendlich egal. Hauptsache ich komme ans Ziel. Ich habe zumindest eine Anhaltspunkt was zu tun ist. Ok wenn man ein Haus baut, fängt man nicht mit dem Dach an, sondern mit dem Keller. Aber bei mir steht ein Gerüst und stützt das Dach ab. Ist zwar nicht grad eine gängige Methode, aber es ist auch nicht nix.
Zum Glück schreibe ich das alles auf, so kann ich das später in Ruhe nochmal lesen und ggf. auch meine Gedanken korrigieren. Ganz so trostlos sieht’s gar nicht mehr aus. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Ich gehe mit dem Kopf durch die Wand und bleibe mit Gewalt nüchtern. Ich erzwinge mir meine Nüchternheit regelrecht. Deshalb habe ich auch öfter mit Cravings zu tun.
Jetzt wo du das so schreibst geht auch bei mir ein Licht auf. Bei mir ist es auch so, wenn ich sehe, dass jemand "nur" ein Glas Wein trinkt und es dabei sein lasse kann, wurmt mich das, dann würde ich gerne die Zeit zurück drehen.
Meine Mutter war Alkohilikerin und starb sehr früh an den Folgen, dass habe ich immer noch vor Augen.
Klar sehe ich auch die positiven Seiten, mein Schlaf hat sich enorm verbessert, meine Haut strahlt und ist viel reiner geworden, sogar mein Appetit hat sich gezügelt und das Blutbild ist top, auch Ernähre ich mich viel gesünder...... All das motiviert mich dran zu bleiben, wenn nur die Gravings nicht wären, aber gehört wahrscheinlich dazu...
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Danke für eure Antworten. Hartmut du hast mich zum grinsen gebracht. So für heute ist echt genug, Nayouk. Habe noch einiges zu tun, vielleicht fliegen mir ja, wenn ich nicht ans Thema denke, die richtigen Eingebungen zu. Das ist oft so. Ich gehe einfach vorerst wieder an den Anfang und lasse das Glas heute stehen. Wenn’s hart auf hart kommt, dann lasse ich es eben die nächsten 20 Minuten stehen, und dann wieder die nächsten 20 Minuten….Oder noch weiter zurück und lasse das Glas nur die nächsten 10 Minuten stehen. Aber es bleibt stehen! Das steht fest.
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Die Gesundheit war der Grund, aber das allein reicht wohl nicht.
Alkoholismus führt unweigerlich zum Tod – dies ist eine harte, aber notwendige Wahrheit, die jeder für sich verinnerlichen sollte.
Wenn Alkohol nicht gesundheitsschädlich wäre und nur ein bischen benebeln würde, würde ich heute noch trinken. Es ist aber nicht so!
Du bist glücklicherweise noch früh und selbstbestimmt ausgestiegen. Wie es weiter geht, wenn du wieder einsteigst, weisst du.
Alle deine Gedanken und Ansätze in den letzten Wochen sind richtig und gut. Nur nicht alles auf einmal. Du überforderst dich.
Viel hilft nicht viel.Ich werde meine Abstinenz schützen und gefährliche Situationen meiden. Allem was triggern könnte aus dem Weg gehen. Risiken so gering wie möglich halten
Und das ist jetzt genau richtig.
Ich mach ja gerne Vergleiche mit Bildern. Da kommt mir eine Segelregatta in den Sinn.
Wir sind bei optimalen Bedingungen gestartet, die Segel standen wie eine Eins und Kurs und Geschwindigkeit waren optimal.
Dann zog sehr schnell binnen 20 Minuten ein Gewitter auf.
Und plötzlich ging es nur noch darum Leib und Schiff sicher in den Hafen zu bringen. Das 2x gereffte Segel flatterte schrecklich im Sturm, aber das war egal,
es stabilisierte das Schiff ausreichend, so dass es steuerbar blieb, schön und schnell hätte uns nicht an Land gebracht. -
ok, ich hör ja schon auf.
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