Beiträge von KaDett

    Heuel hat auch sowas ähnliches in ihrem Tread geschrieben und sie hatte eine wunderschöne Idee. Einen Brief an sich selbst schreiben und dann verbrennen. Das werde ich ebenfalls tun. Nehme mir Zeit dafür und ich bin sicher, dass ein paar Tränen fließen werden. Das machen sie gerade auch.Die Tränen kullern und hab nen Kloß im Hals..

    Es ist ja die Erinnerung an das eigene Handeln in der nassen Zeit, bei mir war es überwiegend das eigene Unvermögen, dass ich nicht gehandelt habe um mich aus der Suchtspirale (früher) zu befreien.

    Es ist wie es war und ich kann es nicht mehr ändern und mir ist der Ausstieg zum Schluss gelungen.
    Jeder Alkoholiker, der sich auf den nüchternen Weg macht und sich ein abstinentes Leben aufbauen kann, dem zolle ich großen Respekt, denn es ist eine enorme physische und psychische Leistung und manch Nicht-Alkoholiker würde an einer vergleichbaren Herausforderung scheitern. Diesen Respekt erbringe ich mir selbst gegenüber auch und wer es möchte kann auch stolz auf sich sein.
    Diese Erkenntnis steigert das Selbstwertgefühl und mit der Zeit wich meine Scham einer gesunden Selbstachtung.

    Kennst du den Text vom Mitbegründer der AAs ? „Wenn du einem geretteten Trinker begegnest…..“

    Du musst nur die Sichtweise ändern.

    Nayouk vielen Dank, das ist ein Ansatz.

    Kenne diesen Text von dem Mitbegründer der AAs nicht. werde einfach mal googeln ob ich sowas finde. Aber mit deinen Worten werde ich mich mal auseinandersetzten.

    bei mir ist es glücklicherweise so das ich mich gegenüber besonders mir nahestehenden Menschen nicht schämen muss. Heisst ich habe im Suff nichts getan weswegen ich mich schämen sollte oder müsste

    Kazik danke dir, ich muss mich nicht vor anderen schämen, habe niemandem geschadet.

    Ich schäme mich selbst vor mir. Dass ich so viel getrunken habe. Ich habe das nicht als Krankheit gesehen, sondern als erbärmliche Sauferei. Im Alltag habe ich trotzdem funktioniert, auch im Job. Aber auch darum geht’s mir nicht. Vielleicht habe ich es als Willensschwäche gesehen, oder mich als jämmerliche Person, die heimlich säuft. Also es geht um den Respekt, die Achtung vor mir selbst. Sowas in der Richtung. Ich habe mich während ich noch trank gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Dass es eine Krankheit ist, war mich nicht bekannt. Las ich erst hier. Irgendwie bin ich mit mir zu dem Thema nicht im Reinen. Weiß auch nicht wie ich es besser beschreiben könnte. Ich gehe wohl zu sehr mit mir selbst ins Gericht. Oder mein Anspruch an mich selbst hat einen auf den Deckel bekommen durch den dunklen Fleck auf der weißen Weste. Ich glaube ich sehe das zu verbissen. Irgendwie werfe ich mir es vor, Alkoholikerin geworden zu sein.

    Doch jetzt wo ich das so schreibe, fällt mir aber auch auf, dass ich soviel Gutes getan und vieles richtig gemacht habe in meinem Leben. Möglicherweise bin ich zu engstirnig. Niemand ist perfekt. Im Grunde habe mir gar nichts vorzuwerfen. Das muss ich mir selbst klar machen und mich mit mir versöhnen.

    Ansonsten bin ich selbstbewusst, meinen Alltag bekomme ich gut hin, Job und auch Haushalt, kümmere mich um kranke Familienmitglieder. Bin recht beschäftigt und zufrieden. Ich muss das einfach akzeptieren, dass ich getrunken hatte, aber inzwischen die Trinkerei abgelegt habe. Einfach erleichtert sein und nach vorne schauen.

    Irgendwie ist das verzwickt, so hin und her gerissen. Einerseits bin ich auch stolz auf mich, dass ich es geschafft habe aufzuhören.

    Ich meine Alkoholismus.

    Mir ist es peinlich wenn ich mir manches wieder ins Gedächtnis rufe. Mit höherer Macht hat das für mich nichts zu tun. Mir geht’s drum mit mir selbst ins Reine zu kommen. Ich merke irgendwie, dass ich mir die Sauferei nicht verziehen habe. Das hat auch nichts mir anderen zu tun. Es geht für mich nur um mich. Vielleicht bin ich auch zu hart oder streng zu mir selbst, ich weiß es nicht. Aber das Thema nagt in mir und ich will es angehen.

    Bono ich finde es sehr toll, dass deine Frau die Flaschen weggemacht hat.

    Erinnere dich doch mal an den letzten Tag an dem du noch getrunken hast. Kurz vor dem Entschluss nichts mehr zu trinken. Was waren da die Gründe? Wie ging es dir da. Oder erinnere dich an die ganzen negativen Seiten des Alk. Man stinkt, hat eine Fahne, was der Körper da gesundheitlich gelitten hat, der Kater, die fehlende Erinnerung, das Zittern, häßlicher dicker Bauch, die Gedanken nur auf die nächste Flasche fokussiert usw. Das hat bei mir Klick gemacht.

    Mir ist heute ein gravierender Punkt aufgefallen, den ich im Tahmen der Trockenheitsarbeit unbedingt angehen muss. Dieser Punkt wird jetzt vor alles andere gestellt. Ich kam vorhin beim lesen in einem anderen Tread drauf, dass es bei mir einen wunden Punkt gibt. In dem Tread ging’s ums Thema schämen, glaube war bei Heuel und dem bevorstehenden AA Besuch. Da ist mir etwas wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich schäme mich, dass ich soviel getrunken habe. Möglicherweise nagt das auch am Selbstwertgefühl.

    Jedenfalls spüre ich das ganz tief in mir, dass es Zeit wird, Frieden mit mir zu schließen. Mir selbst zu vergeben, zu verzeihen. Eben mit mir ins Reine zu kommen und diesen wunden Punkt abzuhaken und mich mit mir zu versöhnen. Nur wie macht man das? Keine Ahnung.

    Nur sowas zu denken erzielt nicht, dass ich das auch so fühle. Wie habt ihr das denn gemacht? Habt ihr das überhaupt gemacht? Frieden mit sich selbst zu schließen. Das ist nicht so ohne, aber immens wichtig. Kriegt man das mit meditieren hin?

    Mir ist klar, dass das in der Vergangenheit liegt, vorbei ist und ich nichts mehr dran ändern kann. Aber jetzt, hier und heute kann ich was tun. Ich möchte mich mit mir versöhnen. Unbedingt. Ich glaube, dann bin ich mit meiner Abstinenz einen großen Schritt weiter.

    Wie habt ihr das gemacht?

    Ich war tatsächlich früh im Bett und das war wirklich gut. Mache ich heute wieder. Aber ehrlich, man merkt auch hier im Job, dass Vollmond ist. Heute sind hier einige zickig drauf, die Stimmung überträgt sich, deshalb blende ich das für mich so gut es geht aus. Versuche mir den Tag heute so schön wie möglich zu machen.

    Hi Kadett,

    schön die Öhrchen oben behalten. Wir lesen Dich. Morgen ist ein neuer Tag und Deine jetziges Gefühl ist eine Momentaufnahme. Hast Du genug gegessen und getrunken?

    Mir geht es heute besser, nachdem ich gestern einen sehr schlechten Tag hatte.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Habe eine große Tasse Seelentröster getrunken 😊 warmen Kakao mit viel Sahne oben drauf. Und ich habe es mir auf dem Sofa gemütlich und bequem gemacht. Pause wirkt Wunder, einfach mal die Seele baumeln lassen, und früh ab ins Bett. Das mummelige Einkuscheln auf dem Sofa mit Bergen von Kissen und mehreren Decken macht ein wohliges Gefühl und ich bin wieder entspannter und innerlich ruhig. Werde nachher noch meditieren und wirklich früh schlafen, dann ist die Welt morgen sicher wieder in Ordnung.

    Kazik warum sollte ich jetzt in eine Klinik oder Therapie? Der körperliche Entzug ist ja schon 8 Monate durch. An der Trockenarbeit bin ich dran.

    Nur weil mal ein mieser Tag ist? Das kommt doch bei jedem mal vor. Der kurze Gedanke an Rotwein beachte ich nicht weiter, ist auch direkt wieder verschwunden gewesen. Kommt gar nicht in Frage, dass ich ein Glas trinken würde. Unter Depressionen leide ich zum Glück nicht. Deshalb gab / gibt es keinen Grund für eine Therapie in meinen Augen. Gestern Abend bin ich viel zu spät ins Bett, denke das ist der Hauptgrund weil ich heute nicht gut drauf bin, da unausgeschlafen. Oder der Vollmond wühlt auf. Jedenfalls gehe ich heute richtig früh schlafen, das steht fest. Hier in der SHG bin ich ja an das psychische Aufarbeiten drangegangen. Werde sicher auch noch Fragen stellen oder Tipps benötigen, einfach weil ich nicht weiß was in Therapien noch so an Hilfe geboten wird und was man dort lernt. Hier im Forum sind ja genug Leute die sich auskennen.Ich bleibe am Thema dran, aber ich möchte auch nicht, dass das Thema zu groß wird. Ich habe ja Zeit und nehme sie mir auch. Auch mal Entspannen und alles mit ner guten Portion Gelassehheit sehen tut auch gut. Das heißt nicht Leichtsinnig zu sein. Bin eh kein leichtsinniger Typ. Meine Schwäche ist eher mangelnde Geduld. Na ja wie dem auch sei, ich wüßte echt nicht warum ich eine Therapie machen sollte. 🤷‍♀️

    Ich habe es auch allein zuhause gemacht und kalt entzogen. Bin nach nur 4 Tagen wieder zum Job. Kam mir vor wie vom Panzer überrollt. Ich hätte viel länger Ruhe gebraucht. So ein kalter Entzug ist eben auch sehr anstrengend. Von einer anschließenden Reha ganz zu schweigen. Hatte ich gar nicht. Deshalb hinke ich wohl auch mit Geist und Seele dem Körper hinterher. Habe auch keine wirkliche Ahnung wie man sich psychisch stärkt und wappnet. Mache ich so wie ich meine. Ob das gut und richtig ist, weiß ich nicht. Meditieren finde ich aber eine tolle Sache.

    Hey ihr Lieben

    Habe mich entschieden, ich gehe diese Woche noch in ein AA Meeting.

    Habe aber sooooo einen bammel davor, doch ich werde es packen.

    Da passiert dir nix. Trau dich einfach. Es tut dir ja niemand was.Wenn du ein paarmal dort gewesen bist, kannst du immer noch entscheiden ob es was für dich ist oder nicht.