Beiträge von R/no

    Es war kein Fehler, dass ich meiner Freundin und Ihren zwei Kindern helfen wollte.

    Das ist sehr Ehrenhaft, aber wo hat es dich hingebracht? Du bist doch auch noch ein Frischling und brauchst selber deine volle Konzentration. Ich könnte das gerade nicht, damit würde ich mein eigenes Glück aufs Spiel setzen und damit wäre keinem geholfen. Manchmal ist Egoismus auch positiv, wenn du dich um dich selbst gekümmert hast und wieder voll zufrieden bist kannst du ja anderen Menschen helfen aber zur Zeit ist das nicht das richtige, du beschäftigst dich mit Problemen von anderen Leuten obwohl du gerade dabei bist dich selber aus dem Schlamassel zu befreien, um dich aus dem Moor zu befreien brauchst du beide Hände 😉

    Deine Nüchternheit hält ihnen einen Spiegel vor, in den sie nicht hineinschauen mögen, vermute ich mal.

    Ah da fällt mir noch was ein, am Muttertag waren wir auch essen, sie hat Wein getrunken und sah nicht glücklich aus, ich meinte dann das es mir nichts ausmacht und sie kein schlechtes Gewissen haben muss, auch das ich ja Fahre... Sie hat dann ziemlich genervt geantwortet das es unangenehm wäre in meiner Gegenwart zu trinken und ich soll sie auch nicht animieren zu trinken👀

    Mir kam es so vor das dieses unangenehm aber so richtig negativ war, so als ob es meine Schuld wäre, ich ihr mit meiner Abstinenz den Feiertag versaue

    Dieser Mann tauchte bei Dir schon mehrfach auf... Er scheint Dir wichtig zu sein. Aber was in seinem Kopf vorgeht, kannst Du nicht wissen. Vielleicht gibt es auch ganz andere Gründe?
    Wie wäre es, zu einem günstigen Moment mal das Gespräch darauf lenken, so in der Art "Ich habe das Gefühl, dass..."?

    Ja er war der einzige Kontakt mit dem ich mich regelmäßig getroffen habe und zudem haben wir ja zusammen einen Garten gekauft. Er hat mir schon früher mal durch die Blume gesagt das ich vielleicht zuviel trinke, aber da war ich noch nicht soweit...wenn er zum Fußball schauen geht trinkt er aber auch 10 halbe nur soviel dazu. Er steht auch unter der Fuchtel seiner Frau darum ist er immer gerne mit mir in den Garten, da gab es Bier, das ist jetzt nicht mehr so darum denke ich der Wind weht aus dieser Richtung.

    Darauf ansprechen werde ich ihn bestimmt irgendwann mal,doch ich bin sehr loyal meinen wenigen Freunden gegenüber und deshalb gerade von ihm enttäuscht, schließlich habe ich ihm nichts getan, ich trinke nur nicht mehr

    Aber ich habe auch in neuerer Zeit festgestellt, dass mir Leute, die bei jedem Treffen was trinken, irgendwann auf den Sa....äh, Keks gehen.

    So geht es mir auch, sobald ich den zungenschlag raushöre ist für mich keine ernsthafte Unterhaltung mehr möglich, ich kenne das bis jetzt zwar nur von meiner xy aber ich merke schon das ich mit alkoholisierten Menschen nichts mehr anfangen kann.

    Machst du auch was vor Ort

    Ich war in einer SHG aber hab dem ganzen treiben nichts abgewinnen können, ansonsten bin ich "eigentlich" zufrieden, ich fühle mich ohne Alkohol pudelwohl, habe genug mit unseren Rädern zu tun, der Nebenjob fordert mich auch, kurz gesagt kommt bei mir keine Langeweile auf. Ich hab auch wieder zugenommen und wiege jetzt 66 kg, noch 6 kg mehr dann ist alles perfekt, auch wegen meiner Beine hab ich jetzt endlich eine richtige Diagnose und ich muss keine Angst meh vor bleibenden Schäden haben, alles super positiv. Wenn jetzt meine xy noch die Kurve kriegt wäre alles super aber das dauert wohl noch ein bißchen.

    Ich bin gerade sehr glücklich und lasse mich durch andere nicht runter ziehen, ein einsamer Wolf war ich sowieso schon immer darum ist es für mich auch keine Katastrophe das man mit mir nichts mehr anfangen kann, wichtig für mich ist das keine Langeweile und Stillstand aufkommt, das würde mir nicht gut tun. Auch eine mögliche Trennung ist für mich inzwischen akzeptabel bzw. Ich denke selber schon darüber nach falls sie so weitermacht. Das schöne ist das es wie von Hartmut beschrieben läuft, diese Zufriedenheit, keine geballte Faust, ich will niemanden etwas beweisen und kämpfe nicht gegen die Sucht an, alles in allem ein sehr schönes Gefühl!

    Ich bin aber wirklich sehr vorsichtig, ich denke viel über jede Situation nach in der ich mit Alkohol konfrontiert werde, letztens waren wir wieder mal bei einem Italiener...und als das Essen kam hab ich erst bemerkt das meine Frau ein Bier bestellt hatte, es stand versteckt hinter der Eiskarte, das einzige was mich gestört hat war das sie es vor mir versteckt, noch lieber wäre es mir gewesen sie hätte keins bestellt...ich denke in solchen Momenten dann viel nach oder fühle in mich rein ob da mein suchthirn vorderungen stellt. Positiv empfinde ich das ich gar nicht mehr aufpasse was andere bestellen, und das ich keine Stimmen im Kopf habe die mich an alte Zeiten erinnern und mich wieder zum trinken verleiten wollen.

    Was mich aber schade finde ist das meine xy und andere nicht mehr so viel mit mir anfangen können, ohne Alkohol kann man anscheinend keine guten Gespräche oder Spaß haben. Bis heute immer noch kein Lebenszeichen vom Mann der Freundin, keine Antwort auf Text Nachrichten, wenn man sich im Supermarkt trifft smalltalk ala wie geht es Dir...

    Ich verstehe das echt nicht, die Kinder spielen nicht mehr zusammen seit ich trocken bin, selbst meine Frau meint das ihre Freundin sich nicht mehr so oft meldet, bisher haben die sich mindestens zweimal die Woche getroffen und sind feiern gegangen. Bei mir läuft es gerade sehr gut was die Sucht betrifft, ich mache niemanden Vorschriften oder würde es nicht machen bzgl. Alkohol, ich Igel mich auch nicht ein oder bin schlecht drauf, nein ich bin fröhlich und offen für nüchterne Gespräche aber damit kann anscheinend keiner etwas anfangen, schade sehr schade...

    Also ich bin Alkoholiker und habe bis jetzt nicht vor wieder mit dem trinken anzufangen, falls sich die Sucht wieder in mein Leben schleichen will, bin ich hoffentlich stark genug, auf jedenfall werde ich hier sofort davon berichten

    Echt jetzt? Wem soll ich denn sonst vertrauen, wenn nicht meinem Arzt?

    Mir selbst

    Ich hätte auch gerne eine Ärztin der ich vertrauen kann aber bis jetzt habe ich noch keine gefunden, nehmen keine neuen Patienten auf etc. , du hast natürlich recht das man seinem Arzt, sofern man ihm vertraut, alles erzählen sollte aber wenn dem nicht so ist sollte man sich besser einen neuen Arzt suchen, so mache ich es auf jedenfall. Beim Neurologen und bei der OP hab ich ja reinen Tisch gemacht aber bei meiner Hausärztin werde ich gar nichts dergleichen tun, die Schweigepflicht steht auf einem Blatt Papier und leider sind wir inzwischen alle gläserne Patienten/Kunden.

    Jeder sollte zum Arzt gehen mit einer Erkrankung wie unserer, das wollte ich auch gar nicht sagen, aber es muss schon passen finde ich

    Du musst dich auf jedenfall nicht verrückt machen wegen einer Beichte bei der Ärztin, mach es so wie du denkst. Du bist ja auch selbstständig und vielleicht privat versichert, nicht das da Nachteile entstehen können. Du hast ja keine medizinischen Probleme wie ich herauslese also kannst du meiner Meinung nach entspannt bleiben, ich hatte letztens eine OP und da hab ich dann schon reinen Tisch gemacht.

    Ich würde sowas nur erzählen wenn ich ein gutes Verhältnis zu meinem Arzt/in hätte oder ein ernsthaftes Problem mit meiner Gesundheit hätte, bei mir war das so, es war mir unangenehm. Mach das Blutbild dann weißte ja fürs erste bescheid und nächstes Jahr ein neues, auf jedenfall mach dich nicht verrückt.

    Natürlich sollten natürlich alle immer zuerst zum Arzt gehen aber bei dir ist die Entgiftung ja schon durch und wenn es dir unangenehm ist, dann erzähle nur das was du willst.

    Aber ich bin ein Frischling und auch noch grün hinter den Ohren. Ich musste das schreiben auch wenn ich dafür möglicherweise einen Tadel kassiere😬

    Ich habe mich inzwischen, was das praktische und auch das kommunikative angeht, aus der Situation mit meiner Freundin gelöst

    Hallo Kazik, bist du wegen den Problemen deiner Freundin depressiv geworden? Du musst auf Dich aufpassen und nicht auf andere, das wollte ich schon die posts davor schreiben, wusste aber nicht wie, weil ich von Depressionen null Ahnung habe.

    Du musst auf Dich achten, okay.

    Alles gute und bleib standhaft, schreib doch wieder mehr hier im Forum😉

    LG R/no

    Nicht jeder Alkoholiker, der trocken wird, hat mit Suchtdruck zu kämpfen. Daher sei froh, dass dir das erspart bleibt.

    Hallo Hartmut, ich bin ja froh das es mir bis jetzt erspart geblieben ist, ich hoffe nur das es bei mir nicht massiv auftritt, bin aber glaube ich ganz gut vorbereitet

    ist.Ich muss sogar besonders aufpassen,weil es mir so leicht fällt

    Hallo Bono, da haben wir ja was gemeinsam. Es ist echt verblüffend wie ich damit umgehe, ich hab keinen Suchtdruck, denke quasi nie an Alkohol, trinken Menschen triggern mich nicht....ich glaube auch das da noch eine Überraschung auf uns wartet, davor hab ich Respekt aber auch das werde ich schaffen.