Beiträge von Wichtelmama

    Hallo ABC,

    mich gruselt es beim Lesen deiner Geschichte. Sowas ist abartig, ablecken von Fingern oder Zehen. Das erinnert mich so stark daran, wie ich als Kind immer gezwungen wurde meinen Onkeln Küsschen auf den Mund geben zu müssen. Das begleitet mich bis heute!

    Bitte lass nicht zu, dass deine Kinder weiterhin solche Erfahrungen machen müssen. Ich finde Panama hat einen sehr guten Lösungsansatz beschrieben.

    Liebe Grüße

    Ich hätte auch mal eine Frage zu den körperlichen Folgen. Der Mitbewohner ist jetzt seit etwa drei Wochen trocken(vermute ich). Er hatte vorher schon einen Intentionstremor. Dieser ist noch immer sehr ausgeprägt vorhanden. Vielleicht hat er auch einen Ruhetremor, das konnte ich nicht richtig beurteilen. Auf jeden Fall schlimmer wie zur „nassen“ Zeit.
    Hat jemand damit Erfahrung? Dr. Google hat mir keine richtige Antwort geben können. Wie lange dauert es wohl, bis der Tremor verschwindet. Naiver Weise hätte ich gedacht, mit der Entgiftung würde sich das geben.
    Vielen Dank

    Seb25 das Thema Alkohol begleitet mich jetzt 7 Jahre. Mich hat dieses Thema immer mehr zermürbt. Es kam immer mehr Hoffnungslosigkeit dazu. Ich hatte den ein oder anderen Tiefpunkt.
    Bevor ich in dieses Forum kam, habe ich schon angefangen nach Wohnungen zu suchen, habe mich innerlich eingestellt auf ein ruhiges und zufriedenes Leben.

    Es hat aber einfach der letzte Schubs gefehlt. Ich glaube ohne das Forum wäre ich noch immer keinen Schritt weiter. Da bin ich wirklich dankbar und froh!

    Gewisse Sorgen habe ich noch immer, aber ich nehme es jetzt so wie es kommt und zerdenke nicht mehr so viel. Das Leben ist schon jetzt sehr viel befreiter und besser. Es ist noch nicht alles gut, aber das wird. Es braucht Zeit.

    Hab lieben Dank für deine Worte!

    Und damit kannst du anderen Coabhängigen, die hier ankommen und am Anfang stehen, Mut machen, zeigen, dass es geht.

    Liebe Aurora,

    mir haben die Berichte der anderen auch sehr geholfen. Wenn man hier ankommt, steckt man oft in einer furchtbar hoffnungslosen Situation. Man kann sich oft gar nicht vorstellen, wie man aus diesem Teufelskreis rauskommen soll.
    Ein paar Mutmach-Geschichten sind da immer hilfreich.

    Liebe Grüße

    Bei uns sind Aktivitäten nur dann gemeinsam, wenn es erforderlich ist, also, von außen

    Liebe Matilda,

    Ich denke die gemeinsamen Aktivitäten werden sich bald auch verringern. Ich habe mir auch Gedanken dazu gemacht, also wegen Hoffung bei den Kindern. Ich habe da auch eher den Wunsch, dass es weniger gemeinsame Aktivitäten gibt. Die letzteren haben sich nicht vermeiden lassen.

    Mit der Zeit wird sicher vieles noch anders. Es kann eigentlich nur besser werden.

    Liebe Grüße und vielen Dank!

    Bitte denke so nicht. Was hat man den Kinderm VOR der Trennung angetan, lautet die Frage.

    Guten Morgen liebe Cadda,

    du hast völlig recht! Ich habe mir Videos und Fotos aus der Zeit vor dem Auszug angesehen. Das hilft auch. Es war kein Zustand vorher, ohne Frage. Aus meinem Umfeld sagen ausnahmslos alle, dass es die richtige Entscheidung war. Ich weiß es ja auch. Aber die Kinder leiden zu sehen ist nicht so einfach, du hast es ja selbst miterlebt. Da kommen doch manchmal Zweifel.

    Ich habe mit den Kindern das Buch „Flaschenpost nach irgendwo“ gelesen.
    Die Reaktionen darauf waren teils wirklich unerwartet. Die Kinder erinnern sich sehr gut daran, wie der Vater teils mit ihnen umgegangen ist. Das große Kind meinte irgendwann: „ich hasse und liebe den Papa zugleich.“

    Wie zerrissen so ein Kind sein muss. Auch das tut sehr weh. Also keine Frage, der Auszug war definitiv zum Wohle von uns allen.

    Vielen Dank für deine Worte,

    Liebe Grüße

    Ich habe jetzt einige Zeit nichts mehr geschrieben. Ein kurzer Zwischenstand.

    Mittlerweile sind wir umgezogen. Es fehlt noch vieles und es dauert bis es richtig wohnlich wird. Aber es wird, langsam aber sicher.

    Mir geht es seit dem Auszug viel besser. Ich bin deutlich entspannter. Habe wieder mehr Geduld. Naja, zumindest bin ich auf dem Weg dahin🫣

    Den Kindern ging es anfangs auch super. Sie hatten Ablenkung und haben wohl auch nicht richtig realisiert, dass wir wirklich nicht mehr zurück gehen.

    Jetzt vermissen sie ihr altes Zuhause und ihre Freunde schrecklich. Das tut mir in der Seele weh. Ich hoffe die Zeit hilft. An diesem Punkt bin ich dann wieder sauer auf den Mitbewohner, dass er es sich so einfach gemacht hat und nicht ausziehen wollte. Ob er in Zukunft die Wohnung halten kann, steht ja noch in den Sternen. Dann haben die Kinder auch das alte Zuhause ganz verloren. Naja, wir werden sehen.

    Der Mitbewohner scheint seit unserem Auszug richtig aufzublühen. Ist ständig unterwegs und führt wieder sowas wie ein halbwegs normales Leben. Er wirkt sehr selten angetrunken(ich rieche aber die Fahne wenn wir uns sehen). Wir haben uns öfter gesehen und auch was unternommen zusammen(allein auch der Kinder wegen und weil der Umzug noch nicht ganz fertig ist etc.). Da kommen schon Zweifel auf. Wenn der Ex plötzlich wieder fast normal ist. Zweifel ob es vorher wirklich so schlimm war.

    Die Zweifel sind dann nochmal richtig bestärkt worden, als das kleine Kind richtig auffällig geworden ist im Kindergarten. Überhaupt dreht das Kind gerade etwas ab. Ja, da zweifelt man. Was hat man mit der Trennung den Kindern nur angetan?! Ich hatte die Tage wirklich ein schlimmes Tief, so viele Vorwürfe habe ich mir gemacht.

    Wir waren dann kurz darauf wieder in der alten Wohnung was abholen. Kamen quasi unangemeldet. Der Mitbewohner lag auf dem Sofa. Ist nichtmal den Kindern zuliebe aufgestanden. Die leeren oder halbleeren Flaschen standen auf den Tischen.

    Dieses Bild hat mich schlagartig aus meinem Tief geholt. Die Bestätigung, dass es eben doch richtig war zu gehen. Ich hätte es nicht mehr lange ausgehalten.
    Für alles andere wird es auch eine Lösung geben, bzw bin ich schon dran und habe einen Termin mit der Erziehungsberatung gemacht. Es wird alles wieder gut werden, weil es das muss!

    Bekommen deine Kinder denn mit, wenn die Mama trinkt? Meine Kinder bekommen das nicht mit, wenn ihr Vater trinkt. Das macht er nämlich heimlich hinter verschlossener Tür.
    Und erzählen würden sie es aus eigenem Antrieb auch nicht in der Situation. Vielleicht das Kleine, das denkt nicht nach. Aber das große Kind würde beschützend schweigen. Kinder lieben beide Elternteile. Sie wollen keinem Elternteil Schaden. Egal was passiert.

    Liebe Api ,

    Das freut mich sehr für euch. Harte Arbeit bei der Therapeutin bedeutet aber auch, dass vieles aufgearbeitet werden kann. Daraus entsteht was Gutes😊

    Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages rückblickend auch sagen kann, wie sehr ich den Stillstand gehasst habe. Denn dann weißt du, du hast die richtige Entscheidung getroffen.

    Danke dir dafür, dass du an uns denkst❤️

    Tacheles reden ist besser als rumeiern, danke für den Rat.

    Hallo R/no,

    Ich weiß zwar nicht, ob es richtig war von mir, aber ich habe auch schon meinen Kindern gesagt, dass zu viel Alkohol nicht gesund ist.
    Meine Kinder sind ja nur halb so alt wie deine, aber das große Kind hat es schon verstanden.

    Immer wenn der Papa wieder gejammert hat, dass er krank ist, hat es ihm Bierverbot erteilt(egal welche „Krankheit“) und gesagt, er solle jetzt mehr Wasser trinken.

    Kinder beobachten und merken viel, manchmal mehr als du denkst. Wie Doro schon schreibt, er wird die Wahrheit schon verkraften, verstehen und dankbar darüber sein, dass du ehrlich bist.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Hallo liebe Api ,

    der Umzug läuft. Mehr oder weniger🫣 Ende nächster Woche möchte ich zumindest dann in der neuen Wohnung schlafen mit den Kindern.
    Hat sich alles rausgezögert leider.

    Ansonsten ist alles wie immer. Ich denke der Mitbewohner hat seinen Konsum gesteigert. Das tut ihm weder physisch noch psychisch gut.

    Es ist gut, wenn wir ausgezogen sind. Es tut mir leid für die Kids, aber es ist die richtige Entscheidung.

    Wie geht es dir denn?

    Liebe Grüße

    Aber ich achte so gut ich kann auf mich

    Das ist gut. Selbstfürsorge ist immer wichtig.
    Du solltest die Urlaubsangebote überdenken für die Depris. Vielleicht stehen sie eher auf Kreuzfahrten oder sowas🤭😉

    Nein ernsthaft, ich hoffe du überstehst diese Episode bald und kannst das Leben wieder etwas mehr genießen. Das wünsche ich dir jedenfalls☺️

    Lieber Kazik ,

    Hab vielen Dank für deine Worte.
    Ja, Kinder können sich gut anpassen und auch schnell eingewöhnen. Sie werden sicher merken, dass es in der neuen Wohnung ruhiger zugehen wird. Uns allen wird es gut tun. Danke fürs Daumen drücken!

    Wie geht es dir denn? Was machen deine Depressionen? Hoffentlich machen sie sich bald wieder auf den Weg in den Urlaub.

    Liebe Grüße