Beiträge von Carmen22

    Das tat gerade echt gut zu lesen. Ja du hast recht. Ich weiss ja das ich die Vergangenheit nicht mehr ändern kann und das ich es für die Zukunft nur besser machen kann. Trotzdem sind Schuldgefühle da . Zumal wenn ich das leere Zimmer meines Sohnes sehe.

    Naja, ich kann nur zeigen das ich mich ändern werde und trocken bleiben und hoffen das unser Verhältnis wieder besser wird.

    Ich mache ja jetzt wieder die Langzeit Therapie wegen eines meiner Traumatas. Und zu meiner Psychologin habe ich auch engeren Kontakt. Das ist alles soweit ok.

    Ich glaube mir wird vielleicht jetzt auch immer mehr bewusst was ich alles im Suff angestellt und kaputt gemacht habe .

    Es tut mir gut das ich das hier alles mal so schreiben kann ohne Vorwürfe und Vorurteile.

    Hallo Carmen, das hört sich alles ganz schön belastend an - für Dich und die ganze Familie. Die merkt jetzt, wo Du endlich nicht mehr trinkst, vielleicht auch, was die vergangenen Jahre mit ihr gemacht haben. Jetzt noch hoffen, dass Du dranbleibst, schaffen sie vielleicht gerade nicht mehr.

    Umso wichtiger das:

    Gib Euch allen Zeit und fokussiere Dich auf Deine Abstinenz. Alles andere wird sich nach und nach finden.

    PS: Ein Mod wird Deinen Beitrag bestimmt bald in Deinen bestehenden Faden verschieben.

    Danke, ja es ist verdammt belastend. Nehme zur Zeit auch mehr Bedarf und schlafe halt viel.

    Vielleicht muss sich wirklich erst alles länger beruhigen und ich glaub das es alles wirklich was zeit braucht.

    Hallo ihr lieben,

    Die letzte Zeit war nicht so toll. Mein 19 jähriger Sohn ist zur Oma gezogen und mein Mann macht mir , obwohl ich jetzt gut 3 Wochen nichts mehr getrunken habe Vorwürfe.

    Ich habe die letzten Jahre wirklich übertrieben.

    Durch mein Borderline und der komplexen PTBS, war ich eh schon nicht ganz angenehm und dann kam der Alkohol dazu. Habe 3x in einem Jahr das komplette Wohnzimmer kurz und klein gehauen. 2x war die Polizei da und ich bin dann auch direkt mit dem RTW in die Psychiatrie gebracht worden.

    Aber ich möchte mich doch ändern. Der Alkohol hat alles viel schlimmer gemacht. Obwohl er mir am Anfang geholfen hat, mal meine Gefühle nicht zu spüren. Ich weiss jetzt das es mein größter Fehler war, weil er es verstärkt hat.

    Was mir weh tut, das mein Sohn wegen mir gegangen ist und mein Mann mir bei jeder kleinsten Diskussion alles vorwirft.

    Naja, ich bleibe dabei. Ich will nichts mehr trinken. Aber es ist echt hart wenn man sieht das man schon so viele Chancen hatte und jetzt merkt was man eigentlich so angestellt und verloren hat.

    Wollte das jetzt einfach mal so los werden, da es niemanden gibt mit dem ich darüber reden kann, weil ich mich so schäme

    Ich kenne das mit PTBS und Depressionen auch gut. Ich habe auch alles mögliche versucht mit Alkohol zu betäuben. Nun bin ich seit einem knappen 3/4-Jahr trocken und bin nun gerade in einer echt schwierigen Situation. Nüchtern merke ich natürlich die Gefühle viel mehr- aber das ist gut, denn dann kann ich passend darauf reagieren. Ich habe immer einen klaren Kopf. Und es geht mir den Umständen psychisch sehr gut. Meine Therapeutin meinte auch, das könne durchaus mit der Alkoholabstinenz zusammen hängen, da Alkohol immer eine negative und destabilisierende Wirke auf die Psyche hat. Ich möchte dir damit Mut machen: halt durch, es wird besser :)

    Das ist lieb, danke 😊

    Es ist schwierig gerade zu unterscheiden. Aber ich habe wieder Achtsamkeitsübungen an die Hand bekommen.

    Es ist besser klar im Kopf zu sein, damit man endlich lernt damit zu leben.

    Wünsche dir auch viel Kraft

    Lg

    Guten morgen,

    Sorry das ich mich jetzt erst melde. Kämpfe seit 2 Tagen mit meinen Depressionen und extremer Anspannung. Habe heute Nachmittag einen Termin bei meinem Therapeuten.

    Bis jetzt immer noch nichts getrunken und das macht mich mächtig stolz, vor allem weil ich in solchen Zeiten immer nach der Flasche gegriffen habe.

    Jetzt sind es die kleinen Sprudel Flaschen 😊

    Lg

    Guten morgen,

    Gestern waren wir lecker essen. Ich muss sagen, es war eine Herausforderung. Fast an jedem Tisch gab es Wein oder Bier zu trinken.

    Zum glück habe ich ja durch meine Klinikaufenthalte und meinem guten Therapeuten gelernt, wie man sich abgrenzen und achtsam auf sich selber sein kann.

    Es war nicht ganz so einfach , aber ich habe es geschafft.

    Jetzt bin ich 1 Woche trocken und es fühlt sich sehr gut an ☺️

    Na, das stimmt. Ihr habt recht. Heute ist es auch wieder viel kühler als gestern. Vielleicht deshalb die Kopfschmerzen wieder.

    Heute Nachmittag hat mein Mann einen Tisch beim Italiener reserviert. Freu mich schon auf das Essen, obwohl ich so schlapp bin. Angst vor Alkohol brauche ich ja nicht zu haben, da er ja nichts trinkt.

    Wird uns bestimmt gut tun, da die Zeit in der ich getrunken habe ja schon einiges kaputt gemacht hat und ich froh bin das er zu mir gehalten hat.

    Ja, hört sich gut an ☺️ und etwas Stolz bin ich auch..

    Obwohl ich mich heute irgendwie gar nicht gut fühle.

    Hab wieder ziemliche Kopfschmerzen und bin unruhig, aber auch gleichzeitig schlapp und müde. Ist ein seltsames Gefühl. Müsste unbedingt mit den Hunden raus, die zwar schon im Garten waren,aber ihre morgendliche Runde brauchen.

    Hallo Stern,

    Danke für deine liebe Begrüßung und deine lieben Worte.

    Das tat gut zu lesen.

    Wenn du den letzten Satz mal anders formulierst …in etwas so: Die Zeiten sind jetzt vorbei … wie liest sich das für dich?

    Ja, das liest sich natürlich besser. Und die Zeiten sind jetzt auch vorbei

    Mir hat es sehr geholfen, all meine Gedanken aufzuschreiben.

    Das mache ich auch seit einer Woche. Habe mir ein kleines Tagebuch angelegt.

    Ich kann nicht ändern, was war. Aber ich kann jetzt dafür sorgen, dass ich alles besser mache.

    Nein, man kann es leider nicht mehr ändern. Aber es ist wohl alles noch ziemlich frisch, daß mir einiges wohl doch noch vorgeworfen werden kann. Aber wie du sagst. Ich kann ab jetzt nur alles besser machen .

    Ich bin schon manchmal so stolz auf mich und meinen nüchternen Weg, dass ich es so gerne in Welt rausschreien möchte, aber ich finde auch, dass vieles hier, und nur hier, besser aufgehoben ist.

    Das verstehe ich und das kannst du auch sein ☺️

    Ich finde auch das es Dinge gibt die hier besser aufgehoben sind. Und ich bin so dankbar das es das forum hier gibt.

    Danke für die aufbauenden Worte 🤗

    Hi Carmen,

    ich komme noch einmal auf diese beiden Zitate zurück weil die mich beim Lesen verwirrt haben. Ich habe mir nahestehenden Menschen und übrigens auch meiner Ärztin erzählt das ich in einer Online Selbsthifegruppe bin ich hätte Ihnen auch erzählt wenn ich in einer echten Selbsthilfe bin. Aber das ist eben mein Umgang. Was Nayouk mit dem sie sollten es auch nicht wissen meint ist glaube ich das es nicht gut wäre wenn sich z.B. Dein Mann hier auch anmelden würde weil Du dann nicht mehr frei schreiben könntest. Ich würde auch nicht wollen das sich mir nahestehende Menschen hier anmelden. Habe aber auch diesbezüglich keine Bedenken.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich habe bewusst niemanden etwas gesagt, weil ich das hier als meine Hilfe sehe offen zu schreiben. Ich habe schon so viele Anläufe gehabt nicht mehr zu trinken, es aber nie geschafft. Selbst wenn ich es meinem Mann erzählen würde, würde er mir wohl auch diesmal nicht glauben. Nur diesmal möchte ich es schaffen und dank diesem Forum scheint es auch besser zu gehen. Heute vor 1 Woche habe ich das letzte mal getrunken und ich bin schon was srolz☺️

    Danke , ich kann nicht so gut beschreiben was in mir vorgeht. Das konnte ich noch nie. Du hast es gut beschrieben.

    Für aussenstehende bin ich nur die "irre" weil ich ja nicht so einfach vergessen kann, was ich erlebt habe.

    Die letzten Jahre kam der Alkohol oben drauf. Wollte diese negativen Gedanken einfach nur weg spülen, wenigstens eine kurze Zeit löschen. Naja, aber es ist wie gesagt nur eine kurze Zeit und auf Dauer würde ich ganz kaputt gehen.

    Der körperliche Entzug ist heute schon viel besser. Wenn die Gedanken und Gefühle wieder zu stark werden, nehme ich mein Bedarf.

    Es tut gut zu lesen, daß Außenstehende das verstehen. Danke

    Ein gewisses Unverständnis von außen wird es immer geben. Nicht Süchtige können es schlecht verstehen.

    Und die Leute, die selbst ein Problem damit haben, sind mit Rechtfertigungen, oder dem Versuch Dich zum Trinken zu überreden beschäftigt.

    Aus dem Grund musst Du selbst dafür sorgen, dass es Dir gut geht und Deine gesetzten Grenzen eingehalten werden.

    Aber das läuft ja schon ganz gut, wie ich gelesen habe.

    Egal ob mit einer Sucht oder auch psychischen Problemen, stößt man meistens auf Unverständnis. Da habe ich mich dran gewöhnt .

    Sie wissen gar nicht, was es für ein Kampf ist gegen diese Sucht zu arbeiten. Wenn man druck hat und die Gedanken sich fast nur um Alkohol drehen. Es ist so anstrengend nicht nachzugeben. Aber diesmal möchte ich es schaffen . Es ist ein schwerer Weg. Aber ich weiss wofür und es lohnt sich.

    Und mit euch, habe ich eine tolle Unterstützung ☺️