Als erstes ein aufmunternder Zuspruch zum ersten erfolgreichen Monat Abstinenz!
Du hast ja schon einige Erfahrung mit Ausstiegen (und leider auch mit Scheitern). Insofern ist gutes Rüstzeug vorhanden, bestimmte Dinge diesmal zu vermeiden und den Ausstieg dauerhaft erfolgreich hinzubekommen.
Ich fand das erste Vierteljahr am härtesten, danach wurde es spürbar einfacher. Damit meine ich nicht Suchtdruck. Ein wenig kreisende Gedanken waren vorhanden, am meisten zerrte aber mein düsterer Gemütszustand an mir, der manchmal ein wackeliges Gefühl erzeugte. Euphorie habe ich nahezu nie verspürt!
Und dann war da diese Leere, die fast schlagartig und sehr deutlich spürbar einsetzte. Die ist unbedingt zu füllen! Das weißt du sicherlich. Nur wie und womit … finde deinen eigenen Weg und Inhalte. Am beste, ein altes Hobby, alte Interessen wiederzubeleben, was wirklich tiefere Freunde bereitet, bleibt und ausgebaut werden kann. Etwas, das beim Tun einen angenehmen Flow erzeugt, bei dem man alles andere um sich herum vergisst.
Die schädlichen Gedanken im Kopf müssen ausradiert oder/und umgeformt werden. Sonst könnten sie gefährlich auswachsen.
Du fragtest oben: "Ich suche eine Befriedigung, indem ich anderen helfe aber mit selber auch. Klingt blöd ist aber einfach so."
Keine eigene Erfahrung. Wenn deine Frau meint, du mutest dir zu viel zu, dann wäre es womöglich angeraten, auf sie zu hören. Sie kennt dich, im Gegensatz zu mir/uns.
Ich sehe im ersten besonders kritischen Vierteljahr, sicherheitshalber dem ersten halben Jahr, als höchste Priorität die Konzentration auf sich selbst! Klar kann man auch etwas geben - wie hier, indem du bei anderen Beiträge schreibst und damit gleichzeitig über deine Erfahrungen reflektierst, zudem durch wiederholtes Aufschreiben das auch in deinem Kopf tiefer verankerst.
Ein Amt aber ist Pflicht, und geht es dir zeitweise nicht gut, fühlst du dich womöglich dazu gezwungen und vernachlässigst deinen eigenen Schutz / die Arbeit an dir selbst.
Mein Credo ist: Ich bin mit mir selbst und allein zufrieden und fühle mich wohl. Auch bei Stille, ohne äußeren Input/Ablenkung ist keinen innere Leere zu spüren. Ich bin mir selbst genug.