Erledigt
Vielen Dank!
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Keine Ahnung, warum die Zitate doppelt un dreifach gepostet sind. Kann ich das loeschen? Sorry, fuer die Umstaende.
Schlimm finde ich das nicht. Wie heisst es so schön, "der Prophet gilt nichts im eigenen Land".
Ich war selbst in einer Suchtklinik und weiss , was die Krankenschwestern in ihrem Beruf leisten und mit welcher Geduld und mit welchem Einfühlungsvermögen sie den Süchtigen auf den Weg helfen. Sie haben meinen grössten Respekt. Ich habe noch heute sporadisch Kontakt zum "Stationszimmer".
Und das Urteil der Krankenschwestern, die ich kennenlernen durft, deckt sich mit deinem, Alkohol sei die schlimmste Droge von allen.
Ja, ich unterschreibe es tatsaechlich, dass Alkohol bei weitem das Schlimmste ist. Ich sehe viele illegale Substanzen hier, aber nichts ist so einfach zu bekommen wie Alkohol.
Ich freue mich riesig fuer dich, dass du trocken bist.
Seine Urfamilie wollte es nicht wahrhaben und wenn ich da was sagte, meckerte wenn sein Vater zum Beispiel bei Besuchen sofort mit der Pulle Bier und Schnaps ankam, dann wurde ich mit Verachtung angesehen. Da habe ich dann wenig gesagt weil sie es nicht verstehen wollten.
Das ist leider oft so. Meine Eltern konnten es Anfangs gar nicht fassen, sind aber sehr verstaendnisvoll. Es wird halt of vieles "klein geredet" wie z.B. "ist doch nicht so schlimm, es trinken doch viele... aber ich seh fast taeglich, wie schnell man abrutscht.
Ich versteh das nicht richtig. Soll er es anderen erzählen? Du möchtest, dass er das tut? Oder geht es darum, dass DU mit anderen offen über seinen Konsum sprichst?
Ich meine damit uns beide. Ich moechte nicht fuer ihn luegen, sondern sage ganz offen wie es ist. Vorallem seinem Sohn gegenueber. Ich moechte da nicht beschoenigen. Natuerlich erzaehl ich das nicht jedem x beliebigen Menschen, aber die die ihn naeher kennen, wissen es eigentlich alle. Ich wuerde niemals seinen Kollegen oder so etwas erzaehlen.
Alkoholismus betrifft nicht nur bestimmte Schichten, sondern kann jeden treffen und ich finde es sehr wichtig, damit offen umzugehen.
Was mich auch interessieren wuerde, geht ihr offen damit um, dass euer Partner ein Alkoholpeoblem hat?
Ich muss sagen, ich verstecke es so gut wie nie. Es gibt Leute, die gehts einfach nichts an, aber ansonsten ernutige ich ihn ganz egrlich darueber zu reden.
Ich wuerde mich keinesfalls bei ihm melden. Er soll zeigen, dass er es Ernst meint.
Es ist oft ein Trugschluss zu denken, dass jetzt alles besser wird. Das Problem ist nicht in der Reha, sondern wenn er wieder rauskommt. Dann faengt das wirkliche Leben an und er muss sich darin zurechtfinden.
Für die Angehörigen ist es wirklich hart, aber nur der Alkoholiker kann seine Sucht zum Stillstand bringen, wenn er es denn wirklich will. Da helfen keine guten Worte und Taten. Nichts! Du kannst nichts tun, so bitter es ist.
Er gibt sich natuerlich sehr einsichtig. Er moechte aufhoeren oder sagen wir mal, die Aengste und Depressionen anders bekaempfen. Aber es scheint ihm der einzige Weg. Ich will da auch gar nichts beschoenigen, mit "er will ja auch" und "der Arme, hats nicht leicht". Das ist der komplett falsche Weg. Und das sagen wir beide.
Was kannst du machen? Erstmal aufhören zu kontrollieren. Denn das kostet nur Energie und macht sehr viel Ärger weil du es doch nicht schaffst. Du kannst ihn eben nicht 24/7 bewachen. Das zu akzeptieren fällt erstmal nicht leicht aber es ist der einzige Weg
Du hast voellig Recht. Wir reden jeden Abend darueber, welche Themen in der ambulanten Therapie besprochen wurde. Er erzaehlt mir genau das! Ich kann ihn nicht abhalten, er muss es selbst wollen.
Das schlimme ist ja, dass ich tatsaechlich Krankenschwester in einer stationaeren Drogen und Alkoholreha bin. Ich seh das also staendig. Klar gibts Unterschiede, selbst im Alkoholmissbrauch. Wir haben aber auch ganz viele Heroin, Fentanyl, Methabhaengige... und ich muss ehrlich sagen, Alkohol ist tatsaechlich am schlimmsten.
Ich glaube mein groesstes Problem ist, dass ich staendig in diesen Modus falle, alles kontrollieren zu muessen.
Ich bin schon morgens damit beschaeftigt zu schauen, ob er vielleicht nicht schlafen konnte und somit was getrunken hat. Ich achte auf die kleinsten Details. Wie gesagt, er wird nicht laut oder aehnliches, sondern geht dann eben meistens ins Bett.
Wir haben gestern Abend nochmal lange gesprochen. Es gibt viele Sachen, die ihm Angst machen und wo er sich dann einfach nicht anders zu helfen weis.
Ich bin aber nicht seine persoenliche Krankenschwester, die ihm den ganzen Tag hinterher laufen kann. Er hat seinen Job, ich meinen. Mir faellt das aber unheimlich schwer, ihn quasi auflaufen zu lassen.
Habt ihr da noch ein paar Tipps, wie ich das besser machen kann?
DAS ist der Punkt um den es hier gehen sollte. Denn wir sind jetzt DEINE Selbsthilfegruppe. Und im Austausch kannst du für dich herausfinden, was du wirklich möchtest.
Ich hoffe, ich kann es rausfinden. Ich wuerde sehr gern meine Beziehung retten, ich bin mir aber selbst so wichtig, dass ich das nicht auf Dauer mitmache.
Liebe Marie... danke fuer deine ausfuehrliche Antwort.
Ja, der Therapeut weiss, dass er trinkt. Er hat jetzt auch eine ambulante Therapie angefangen. Es "gefaellt" ihm und ist besser, als er sichs vorgestellt hat.
Das Ding ist, er ist fast nie sichtbar betrunken, sondern immer nur so, um seine Nerven zu beruhigen.
Das Problem ist, dass er den Alkohol irgendwo versteckt und ich ihn nicht immer finde😮💨.
Die Depressionen waren schon vorm Alkohol da. Das ist leider in der Familie. Ich bin mir nicht mal sicher, ob eine Entgiftung das Richtige ist, weil er hat so viele Pausen dazwischen.
Ob ich die Beziehung noch will, weiss ich im Moment nicht.
Hallo, ich habe mich ja schon kurz vorgestellt.
Mein Freund und ich sind jetzt schon ein paar Jahre zusammen, kennen yns aber schon viel laenger.
Ich haette nie gedacht, dass er Probleme hat. Er wirkt nach aussen sehr selbstsicher.
Nach und nach offenbarte sich immer mehr, dass er an schweren Depressionen leidet. Er hat mehrfach versucht Therapien zumachen, aber es hat nie richtig geklappt. Medikamente hat er auch versucht. Die meisten haben nicht geholfen oder hatten schwere Nebenwirkungen.
Seit ein paar Wochen geht er wieder zur Therapie und hat jetzt ein Medikament gefunden (nach einem Gentest), das tatsaechlich zu helfen scheint.
Waere da nur nicht die Trinkerei zwischendurch 😔. Er kann Wochen durchhalten ohne einen Tropfen oder trinkt hier und da mal ein Bier. Wenn er aber ganz tief in eine Depression rutscht, dann trinkt er. Er wird nicht aggressiv oder so. Er kann diese Angstzustaende nicht vermeiden, trotz der neuen Tabletten. Am schlimmsten ist es, wenn er nicht schlafen kann. Er leidet schon seit Jahren unter Insomnia, die mal mehr oder weniger schlimm ist. Er trinkt dann, um zu schlafen. Er hat Probleme mit seiner Gesundheit... schlechte Leberwerte, Blutarmut usw.
Ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende. Ich lebe in staendiger Angst, dass ihm was passiert. Er ist schon ein paarmal hingefallen. Da er ja sehr schlecht schlaeft, ist er manchmal fuer Stunden mitten in der Nacht im Haus unterwegs. Ich wache dann auf.
Es kommen immer wieder Versprechen er hoert auf, aber es klappt nicht. Ich bin seine Partnerin, nicht seine Mutter. Das Vertrauen ist quasi weg. Manchmal war ich nur in einem anderen Raum und komme zurueck und zack er hat getrunken. Er beschreibt es als "wie ein Schalter" der sich umlegt.
Wenn er nicht trinkt, hat er keine Anzeichen wie schwitzen, zittern usw..
Ich waere fuer jeden Tipp dankbar.
Hallo zusammen.... ich habe mich hie im Forum angemeldet, weil mein Freund ein Alkoholproblem hat. Ich habe echt Schwierigkeiten damit umzugehen und hoffe hier auf etwas Hilfe.
Danke, Niota