Hallo, ich war schon laenger nicht angemeldet, muss aber einfach mal meine Angst niederschreiben.
Mein Freund und ich sind jetzt ueber 5 Jahre zusammen. Er hat schon sehr sehr lange ein Problem mit Alkohol. Er war nie der Typ, der sich hat volllaufen lassen und dann irgendwo besoffen in der Ecke lag oder nicht auf Arbeit gehen konnte.
Es ist eher wie eine Art Bekaempfung gegen seine Depressionen und Aengste. Er trinkt nicht jeden Tag, aber das ist ja bekanntlich egal. Er ist in Behandlung fuer seine psychischen Probleme.
Er ist jetzt endlich in stationaerer Therapie. Ich durfte ihn gestern das 1ste mal besuchen. Er sagt, er lernt viel und es bring etwas.
Ich hab aber einfach Angst, wenn er wieder nach Hause kommt und es nicht schafft. Natuerlich ist sein Wille da und das glaub ich ihm auch.
Ich muss dazu sagen, dass ich seit vielen Jahren als Krankenschwester in einer Drogen und Alkoholreha arbeite. Ich kenne jede Ausrede, jede Hoffnung der Angehoerigen usw.. Ich kenne soviele, die es nicht schaffen und immer wieder kommen. Gerade deshalb sehe ich alles sehr kritisch. Ich sag ihm das auch und rede sehr offen darueber. Er ist eben niemand, da viel mit anderen ueber seine Gefuehle spricht und das obwohl er gute Freunde hat.
Wenn er entlassen wird, ist er quasi fuer 5 Jahre auf Bewaehrung und darf sich keinen Patzer leisten oder er muss zurueck.
Irgendwie bin ich da jetzt ein bisschen ueberfordert. Ich habe Leute, mit denen ich reden kann, aber die haben eben keine Erfahrungen damit.