Niota1983 - Hallo zusammen

  • Schlimm finde ich das nicht. Wie heisst es so schön, "der Prophet gilt nichts im eigenen Land".
    Ich war selbst in einer Suchtklinik und weiss , was die Krankenschwestern in ihrem Beruf leisten und mit welcher Geduld und mit welchem Einfühlungsvermögen sie den Süchtigen auf den Weg helfen. Sie haben meinen grössten Respekt. Ich habe noch heute sporadisch Kontakt zum "Stationszimmer".
    Und das Urteil der Krankenschwestern, die ich kennenlernen durft, deckt sich mit deinem, Alkohol sei die schlimmste Droge von allen.

    Ja, ich unterschreibe es tatsaechlich, dass Alkohol bei weitem das Schlimmste ist. Ich sehe viele illegale Substanzen hier, aber nichts ist so einfach zu bekommen wie Alkohol.

    Ich freue mich riesig fuer dich, dass du trocken bist.

    Seine Urfamilie wollte es nicht wahrhaben und wenn ich da was sagte, meckerte wenn sein Vater zum Beispiel bei Besuchen sofort mit der Pulle Bier und Schnaps ankam, dann wurde ich mit Verachtung angesehen. Da habe ich dann wenig gesagt weil sie es nicht verstehen wollten.

    Das ist leider oft so. Meine Eltern konnten es Anfangs gar nicht fassen, sind aber sehr verstaendnisvoll. Es wird halt of vieles "klein geredet" wie z.B. "ist doch nicht so schlimm, es trinken doch viele... aber ich seh fast taeglich, wie schnell man abrutscht.

    Ich versteh das nicht richtig. Soll er es anderen erzählen? Du möchtest, dass er das tut? Oder geht es darum, dass DU mit anderen offen über seinen Konsum sprichst?

    Ich meine damit uns beide. Ich moechte nicht fuer ihn luegen, sondern sage ganz offen wie es ist. Vorallem seinem Sohn gegenueber. Ich moechte da nicht beschoenigen. Natuerlich erzaehl ich das nicht jedem x beliebigen Menschen, aber die die ihn naeher kennen, wissen es eigentlich alle. Ich wuerde niemals seinen Kollegen oder so etwas erzaehlen.

    Alkoholismus betrifft nicht nur bestimmte Schichten, sondern kann jeden treffen und ich finde es sehr wichtig, damit offen umzugehen.

  • Ich meine damit uns beide. Ich moechte nicht fuer ihn luegen, sondern sage ganz offen wie es ist. Vorallem seinem Sohn gegenueber. Ich moechte da nicht beschoenigen. Natuerlich erzaehl ich das nicht jedem x beliebigen Menschen, aber die die ihn naeher kennen, wissen es eigentlich alle. Ich wuerde niemals seinen Kollegen oder so etwas erzaehlen.

    Alkoholismus betrifft nicht nur bestimmte Schichten, sondern kann jeden treffen und ich finde es sehr wichtig, damit offen umzugehen.

    Wenn er davon weiß und wenn es für ihn in Ordnung ist, dass du das machst, dann ist gut.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hallo, ich war schon laenger nicht angemeldet, muss aber einfach mal meine Angst niederschreiben.

    Mein Freund und ich sind jetzt ueber 5 Jahre zusammen. Er hat schon sehr sehr lange ein Problem mit Alkohol. Er war nie der Typ, der sich hat volllaufen lassen und dann irgendwo besoffen in der Ecke lag oder nicht auf Arbeit gehen konnte.

    Es ist eher wie eine Art Bekaempfung gegen seine Depressionen und Aengste. Er trinkt nicht jeden Tag, aber das ist ja bekanntlich egal. Er ist in Behandlung fuer seine psychischen Probleme.

    Er ist jetzt endlich in stationaerer Therapie. Ich durfte ihn gestern das 1ste mal besuchen. Er sagt, er lernt viel und es bring etwas.

    Ich hab aber einfach Angst, wenn er wieder nach Hause kommt und es nicht schafft. Natuerlich ist sein Wille da und das glaub ich ihm auch.

    Ich muss dazu sagen, dass ich seit vielen Jahren als Krankenschwester in einer Drogen und Alkoholreha arbeite. Ich kenne jede Ausrede, jede Hoffnung der Angehoerigen usw.. Ich kenne soviele, die es nicht schaffen und immer wieder kommen. Gerade deshalb sehe ich alles sehr kritisch. Ich sag ihm das auch und rede sehr offen darueber. Er ist eben niemand, da viel mit anderen ueber seine Gefuehle spricht und das obwohl er gute Freunde hat.

    Wenn er entlassen wird, ist er quasi fuer 5 Jahre auf Bewaehrung und darf sich keinen Patzer leisten oder er muss zurueck.

    Irgendwie bin ich da jetzt ein bisschen ueberfordert. Ich habe Leute, mit denen ich reden kann, aber die haben eben keine Erfahrungen damit.

  • Hallo Niota,

    willkommen zurück.

    Deine Beiträge habe ich in diesem Thread hier zusammengefasst, damit es übersichtlich bleibt.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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