Beiträge von Ulf2016

    Hallo,

    ich dachte ich gebe vielleicht ein kurzes Update.

    Mir geht es viel besser. Und das ganze ging auch sehr schnell, wenn ich ehrlich zu mir selber bin. Der harte Schlussstrich hat wohl bei mir im Kopf nen Schalter umgelegt. Keine Verantwortung mehr, außer für mich selber. Ein befreiendes Gefühl. Ich werde wieder ganz der Alte.

    Ich habe die letzte Woche viele Freunde getroffen, war mal wieder abends unterwegs und habe Menschen getroffen, wo ich seit Monaten keine Zeit und Kraft zu hatte.

    Ich bin ehrlich, dass ein kleiner "Marktcheck" beim Flirten meinem Selbstbewusstsein auch sehr gut getan hat.

    Ich war auch beim einen Psychotherapeuten, aber es war ehrlich gesagt ein wenig verschwendet, weil meine Gedanken viel klarer waren und ich auch viel nüchternen zurück blicken konnte. Er hat mich aber nochmal bestätigt, dass ich meine Grenzen klar gestellt habe und auch verteidigt habe. Bis zu letzten Konsequenz.

    Zudem hat mir noch ein paar Tipps gegeben, um aus diesem ständigen Grübeln rauszukommen und ein paar Übungen beschrieben.

    Hier nun nochmal mein Danke an euch, für das Zuhören und die guten Tipps geben. Ihr wart vor 3 Wochen immer wieder ein wichtige Ressource. Danke sehr und allen ein schönes, glückliches und vorallem gesundes Leben.


    An die Moderation: Sollten noch Leute kommentieren wollen, dann natürlich gerne, aber ihr könnt des Faden auch gerne schließen, sobald die Resonanz hier ausläuft :)

    Gestern Abend hat sie sich nochmal gemeldet.

    Bedauert wurde die Art und Ablauf des letzten Gesprächs. Dann wurde wieder an mein Gewissen appelliert. Ich denke, diese Art der Manipulation ist ungewollt, zieht trotzdem an mir. Diesen Umstand will ich diese Woche mal mit den Psychotherapeuten bereden. Sie fühlte sich nicht richtig gehört von mir und als wenn ich sie vor gemachten Tatsachen gestellt habe. Sie hatte sich wohl Hilfe gesucht und gehofft, in einer jetzt wohl ruhigeren Phase, mit mir über einen gemeinsamen Weg zu beraten.

    Ich habe ein erneutes Gespräch abgelegt, habe ihr aber nochmal versucht zu erklären, warum die Beziehung von mir aus beendet wurde, warum ich diese System so kritisch finde und wie es sich in mein Leben gedrängt hat. Zudem habe ich auch nochmal auf die vielen gerissen Grenzen hingewiesen.

    Ich denke, dass sich es damit wohl erstmal gelegt hat.

    Ein leichtes Gefühl, dass ich sie im Stich lasse, habe ich noch. Gleichzeitig haben mich diese Gedanken direkt wieder in alte Muster geworfen, wo ich mir Sorgen machen und alles überdenke und drehe und wende. Aber ganz schnell vergesse, dass ich den Ursprung des Unglücks, nämlich das Saufen und das ständige Hinterhergerenne nicht lösen kann.

    Zudem weiß ich nicht, ob diese Pläne, wen ich auf diese eingegangen wäre, jemals die Mutter überlebt hätten. Die ist ja auch ein ganz entscheidener Teil des Systems.

    Ich freue mich für sie, dass sie sich Hilfe geholt hat. Ich hoffe sie schafft es daraus.

    das ist so krass, was da abgelaufen ist. Ein funktionierendes Co-Gefüge ist wie ein Gefängnis. Da wird alles versucht es aufrecht zu halten. Der Alkoholiker hängt an seiner Pulle fest und die Menschen drumherum hängen am Süchtigen fest. Eingefangen in einem irren Strudel. Frei ist da keiner von denen...

    Gut, dass du da raus bist und dich nicht hast da reinziehen lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Aurora,

    danke dir! Meine "Flucht" ging auch noch weiter und die Szene wurde noch wilder, aber ich habe es aufgrund des Wiedererkennungswertes weggelassen.

    Das Gleichnis mit dem Gefängnis stimmt. Meine Ex hat auch bis jetzt nicht verstanden, was genau das Problem ist. Ich habe ihr aber ein Buch dagelassen. Vielleicht liest sie es ja mal. Brief lasse ich sein.

    Ich habe die letzten Tage auch deine Geschichte gelesen und war von deiner Willensstärke tief beeindruckt. Auch diese hat mir viel Kraft gegeben heute für mich und meine Zukunft einzustehen.

    Aufgrund von Umständen hat sich das Gespräch auf gestern verschoben .

    Ich bin nun wieder single. Naja, schade drum.

    Das Gespräch war kurz von meiner Seite aus. Aber es ist auch eskaliert. Nicht von der Lautstärke, aber von der Körperspannung. Bei Ihr hat nach so 5-7 Minuten die Panik eingesetzt, als realisiert wurde, dass ich es ernst meine und nicht dafür da bin, einen Plan oder anderes zu bereden.

    Zum Ende wurde mal wieder eine neue Grenze überschritten. Ich sollte nicht gehen. Entgegen meines eindeutigen Wunsches. Ich muss mich mit beständigem Weitergehen und Drücken aus der Wohnung lösen. Dann bin ich durch das Treppenhaus in mein Auto wortwörtlich geflohen.

    Wenn man die Geschlechterrollen vertauschen würde, wäre das Ganze noch "krasser" gewesen.

    Ich bin froh drum. Das hat mir wieder die Augen geöffnet. Meine Grenzen wurden in der Beziehung gehört, aber nicht beachtet und im Zweifel werde ich körperlich behindert, meinen Weg zu gehen.


    Noch mal vielen Dank an alle hier. Ich hoffe ihr findet alle euer Glück und die Gesundheit.

    Nächste Woche gehe ich zum Psychotherapeuten.

    Hallo InHope,

    In dieser Zeit konnte ich etwas zu mir finden und habe eigentlich den Entschluss gezogen und ihm gesagt, ein Leben mit mir aber ohne Alkohol oder getrennt Wege. Habe dafür natürlich nur Vorwürfe bekommen, dass ich vorallem erstmal mich und mein Verhalten verändern muss. Nun sitze ich wieder hier (alleine)

    Was ich gelernt habe ist, dass deine Entscheidung, die du selber für dich in Ruhe mit ein bisschen Abstand getroffen hast, die richtige ist. Dein Bauchgefühl und deine ganze Psyche sehnt sich nach Entlastung. Sobald diese ein wenig gegeben ist, triffst du die richtige Entscheidung.

    Dass es die richtige war, siehst du ja an seiner Manipulation als Antwort.

    Nicht du bist krank, sondern dein Partner. Nicht du musst dich ändern, sondern dein Partner. Du musst nur deine richtige Entscheidung zuende führen. Bei mir war es so viel einfacher, weil ich nur über 2 Ecken von der Sucht betroffen war, aber das Gefühl, dass man jemanden in Stich lässt, kenne ich. Lass dich nicht beirren. Höre auf dein Bauch, höre auf deine Gefühle, die schreien "Ich muss hier raus."

    Du bist nicht alleine. Wir sind hier. Im Zweifel ruf die Telefonseelsorge an. Das sind ganz liebe tolle Menschen. Die hören dir zu und du kannst dich ausweinen. Auch das ist wichtig.

    Und wenn du morgen eine ruhige Minute hast, dann überlegst du dir, wen du von deinem Leid und deinen Sorgen erzählen kannst. Einer Freundin, einem Verwandte, gute Arbeitskolleginnen, wer weiß. Aber vertrau dich wem an. Reden hilft und du wirst ganz schnell merken, dass dein Entscheidung die richtige ist und auch bleibt.


    Viel Kraft dir!

    Hallo Ulf,

    vielleicht ist es besser, den von mir angesprochenen Brief wegzulassen, sonst klappt es mit dem Kontaktabbruch nicht, denn der ist doch dein Ziel, oder?

    Und wenn Du schon alles mehrfach angesprochen hast, musst Du ja wirklich nicht noch mal versuchen, ihr ihr Problem begreiflich zu machen.

    Du kannst das Gespräch relativ kurz halten (du lässt sie in Liebe los, damit du nicht mit ihr in fem Familienstrudeln versinkst, das ist dein gutes Recht) und ihr das Buch als Chance für einen neuen Blickwinkel und Wege zu einem eigenen Leben ans Herz legen.

    Hi Rennschnecke,

    ich hoffe es geht dir gut. Ja vielleicht. Ich habe bisher auch noch nicht den finalen Brief geschrieben. Meine Motivation nimmt auch von Tag zu Tag ab.

    Ich lasse es euch nächste Woche wissen, wie ich schlussendlich gehandelt habe :)

    Oder willst du damit dein möglicherweise vorhandenes schlechtes Gewissen reduzieren, weil du ihr durch die Trennung weh tust?

    Eventuell schwingt auch davon etwas mit. Wobei mein "schlechtes Gewissen" eher daraus fließt, dass ich das Gefühl habe meiner Aufgabe eines starken Freundes nicht nachzukommen, indem ich mich "aus dem Staub" mache.

    Der Gedankengang ist, wenn ich objektiv drüber nachdenke, hanebüchen - auch weil ich schon oft versucht habe zu helfen und es in dem Moment auch getan hatte und viel Leid von ihr versucht habe abzufedern -, aber kann mich diesem Gefühl nicht immer ganz erwehren.

    Buch und Brief- sind das nicht wieder die alten Erziehungsversuche?

    Es ist ihr Leben und nach dem Gespräch bist du kein Teil mehr davon. Ich drück dir die Daumen!

    Hmmm habe ich so nie gesehen.

    Vielleicht sehe ich es zu "romantisch". So als letzter guter Wille. Muss sie ja nicht annehmen und wäre mir auch egal. Ich weiß es ja sowieso nicht.

    Brief wäre doppelt, denn ihr redet ja?

    Und Buch, warum ein Buch? Sie kann sich selber eines kaufen, wenn das Thema für sie dran ist. Steig konsequent aus dem Co-Karussell aus. Es ist nicht dein Job ihr die vermeintlich passenden Bücher zu schenken.

    Liebe Grüße, Linde

    Hi Linde,

    Brief deswegen, weil ich mir denke, dass ich nicht alle Punkte und Beobachtungen alle so rüberbringen kann im Gespräch. Habe ich ja auch oft genug shcon angesprochen. Dann hat sie die Möglichkeit noch meine Beobachtungen, die ich ihr seit Monaten mitteile, in einem ruihgeren Zustand zu verdauen. Keine Ahnung , ob es ihr hilft. Buch deswegen, weil ich gemekrt habe, dass sie sich sträubt etwas alleine anzugehen. Vielleicht hilft es ihr ja nochmal die Augen zu öffnen und sich selbst wieder zu finden.

    Hallo,

    für die, die interessiert sind oder einfach still weiter lesen, hier ein kleines Update.

    Die letzten Tage geht es mir wesentlich besser. Ich merke physisch, wie mein Körper zur Beruhigung kommt. Ich schlafe regelmäßig 7-8 Stunden. Auch in der Woche. Vorher mit meiner Freundin unmöglich. Es gab immer nach 23 Uhr noch was zu tun. Und wenn es nur darum ging, eigene Sachen nachzuholen oder gemeinsam ein wenig Zeit zu verbringen, weil man den Rest der Woche zu beschäftigt war oder keine Ruhe hatte. 10 Tage sich nicht mit ihrer Familie und den Dauerstress zu beschäftigen wirkte Wunder. Ich will nicht dahin zurück. Das ist klar.

    Bald steht das vereinbarte Gespräch, wie es weiter gehen soll, an. Was ich sagen werde und wie ich aus diesem Gespräch rausgehe, ist für mich klar. Und wenn ich ehrlich zu mir bin, wusste ich das auch schon länger. Ich überlege nun viel mehr, wie ich das Gespräch führen will. Weiß aber auch, dass jeder Plan nutzlos ist, weil ich ja nicht weiß, wie sie reagieren wird, wenn ich ihr meine Entscheidung zur dauerhaften Trennung mitteilen werde. Vielleicht hat sie ja auch eigene Erkenntnisse gefunden.

    Ich möchte mich eigentlich nicht auf lange Diskussionen einlassen oder Szenarien durchsprechen, wie man die Beziehung doch retten könnte. Ich habe keine Kraft dazu. Und auch keine Muße.


    Ich habe mir eure ganzen Tipps zu Herzen genommen. Der Faden hat mich immer wieder aus den Gedanken gerissen. Zudem habe ich einen Brief geschrieben. Werde aber hierzu noch eine zweite Version aufsetzen. Auch habe ich heute ein wenig Arbeitszeit missbraucht und mich mit den Buchempfehlungen auseinander gesetzt. Eins habe ich gekauft.

    Brief und Buch werde ich ihr in irgendeiner Art und Weise zu gegebener Zeit zukommen lassen. Mal schauen, wie ich das anstelle.

    Ich wollte mich bei euch nochmal bedanken. Für die Hilfe, das Zuhören, das Raumgeben und natürlich für den Rat hier.

    Unglaublich eigentlich, dass diese SHG eine Ressource sind, die die Familie meiner Freundin nie genutzt hat. Und vielleicht auch nie werden. Traurig ist es allemal. Ich hoffe ich muss mich mit der Krankheit nie wieder weiter privat beschäftigen. Und sei es nur indirekt über eine Ecke.

    Viel Kraft an alle hier!

    Hast Du das auch schon früher bei Dir beobachtet, bist Du vielleicht familiär vorbelastet?

    Nein, keine familiäre Vorbelastung in diese Richtung. Und früher hatte ich sowas auch nicht. War eigentlich immer konsequent in meinen Beziehungen und auch im Leben.

    Ich glaube hier liegt es daran, dass ich mir wirklich vorstellen konnte, mit der Frau mein Leben zu verbringen, bis mich ihre Familiensituation an die Grenze und zum radikalen Umdenken getrieben hat.

    Heute scheint eher nur ein schlechter Tag zu sein für mich emotional. Die Sehnsucht nach einer stabilen Beziehung ohne schwerwiegende externe Einflüsse ist bei mir auch groß, merke ich.


    Ich warte auch mal meinen Psychotherapeuten Termin ab. Der wurde mir letzte Woche leider noch abgesagt und verchoben. Ich denke mal, dass mir der auch helfen wird und vielleicht bestätigt sich ja auch deine Vermutung ein wenig. :)

    Hallo,

    für die, die es interessiert, hier ein Update.

    Ich hatte ein super Wochenende. Hat sehr viel Spaß gemacht und habe auch kaum einen Gedanken an die Freundin und die damit verbundenen Probleme "verschwendet". Die körperliche Anstrengung macht den Kopf frei.

    Heute ist es jedoch wieder schlechter Tag. Die Arbeit holt mich irgendwie wieder in den Alltagstrott, den ich gefühlt noch stark mit der Beziehung identifiziere. Ich erwische mich, wie ich doch "Kompromisse" im meinem Kopf erstelle für das letzte Gespräch und mein "Retterinstinkt" sich einschaltet. Habe mich an meine Erzählungen hier geklammert und eigentlich steht mein Entschluss auch.

    Es tut trotzdem nur so weh.


    Naja, ein Schritt nach dem anderem.

    Hey, Dakota, auch wenn du wesentlich mehr erleben musst und durchstehen musst, als ich übergehen lassen musste, hört es sich so an, als dominiert Alkohol mindestens zwei Männer in deinem Haushalt.


    Morgens Bier trinken kann man auch nicht als Student entschuldigen. Und schon garnicht regelmäßig. Und es hört sich doch sehr genauso an, als würde dein Mann in die Fußstapfen deiner Schwiegermutter treten.


    Vielleicht hilft es dir in eine ruhigen Minute mal in dich reinzuhören und einzuschätzen, wie sehr du gerade wirklich leidest, wie sehr du an deine Grenzen schon gekommen bist. Bei mir waren es körperliche Beschwerden als indirekt Betroffener, der mit einer Co zusammen ist/ bzw bald nur noch war, die mir ein Warnsignal waren.

    Ich kann dich nur darin bestärken, dass dein Beobachtungen absolut richtig sind, und du dir berechtigter Weise Sorgen machst. Andere Nutzer können dir ganz bestimmt noch viel bessere Tipps geben.


    Lass dich nicht in deiner Meinung und Einschätzung manipulieren. Du schaffst das ganz bestimmt und konzentrier dich auf dich. Kannst du den Sommer vielleicht mit einer Freundin wohin fahren, wo es schön ist?

    Wenn Du ins Wanken kommst, lies noch mal Deinen Faden von vorn bis hinten durch, Ulf, das ist ein probates Mittel ...

    Hi,


    ja das war auch die letzten Tage, zusammen mit den Anrufen bei meinen Eltern mein Anker. Gerade wandelt sich auch mein Mitgefühl in Wut. Wut, dass ich jetzt wieder damit belastet wurde, Wut über Vorwürfe, dass ich nicht genug probiert hätte, Wut, dass mein Wunsch nach zwei Wochen Ruhe nicht nachgekommen wurde. Auch wenn ich ihr keine böse Abscihten unterstellen kann, sind die Gefühle da. Besonders, weil ich den Auslöser ihrer derzeitigen Verzweiflung habe kommen sehen und mich gerade deswegen aus dem Spiel genommen habe.


    Danke an euch, dass ich hier schreiben kann.

    Ich würde ihr auf gar keinen Fall Manipulation oder böse Absichten unterstellen. Sie steckt in einer fiesen Co falle- viele hier können ein Lied davon singen.

    Hi, ja es war auch nicht so gemeint, dass ich ihr vorwerfe, dass sie bewusst versucht mich zu manipulieren, durch die Bitte habe ich mich nur so gefühlt.


    Aber ja schlecht fühle ich mich jetzt. Wie ein schlechter Mann, der Hilfe verweigert und seiner Pflicht nicht nachkommt. Obwohl vorher klar eine Pause kommuniziert wurde.

    Heute ist kein guter Tag.


    Zuerst habe ich viel nochmal über die Beziehung nachgedacht. Habe dann meine Eltern angerufen und die haben mich wieder zurück geholt aus der Traumwelt. Durch das Nachdenken gestern und heute sind die Kieferschmerzen wieder da.

    Zu allem Überfluss hat mich dann gestern noch meine Freundin angerufen. Und ich bin ran gegangen. Sie hat viel geweint. Viel über ihren Bruder geredet, der frei dreht. Ich habe abgeblockt und gesagt, dass es mich nicht interessiert. Dann wurde versucht an meine Hilfeverständnis als Freund zu appellieren. Ich habe mich direkt manipuliert gefühlt.

    Das habe ich unterbrochen und auf meine vergangenen Hilfestellungen und Tips verwiesen. Habe ihr auch gesagt, dass es ihr Problem ist und ich nur ein kleiner Teil ihrer Probleme bin, wenn man objektiv auf die Situation blickt.

    Ich glaube ihr, dass sie unter dem Druck sehr leidet, aber als sie mich dann nach einem Gefallen fragte hinsichtlich des Bruders, war ich sehr schwer enttäuscht. Mal wieder.

    Danach habe ich das Gespräch beendet.


    Meine Aussichten auf das Wanderwochenende sind direkt betrübt. Danke dafür.

    Wie meinst du das? Was genau ist jetzt dein Plan?

    Mein Plan ist, dass ich morgen erstmal zu einem Psychotherapeuten gehe und mit dem spreche.

    Dann bin ich das Wochenende auf einem Wanderwochenende mit Freunden, auf das ich mich jetzt lange freue. Dann wollte ich eine Woche ganz in Ruhe wieder arbeiten. Wir haben uns für die nächste Woche einen Termin gesetzt, wo wir nochmal über unsere Beziehung reden wollen. Diese Chance, sich zu äußern, werde ich ihr geben, auch wenn meine Entscheidung klar ist.

    Danach fahre ich vielleicht für eine Woche zu meinen Eltern. Die haben mich sehr unterstützt die letzten Monate und sind mein Kompass in dieser Geschichte geblieben.

    Die alle unterstützen ihn und du sollst jetzt in der Rolle aufgehen, deine Freundin zu unterstützen, damit die weiter ihren Bruder unterstützen kann....? So haltet ihr alle gemeinsam sein bequemes nasses Leben aufrecht.

    Hallo Linde,


    seit den letzten beiden Tagen geht es mir wesentlich besser und meine Gedanken werden wieder klarer. Mein Bauchgeühl, dass schon damals ausgeschlagen hat und alle Alarmglocken ausgelöst hatte, hat mich nicht im Stich gelassen. Für mich ist in diesem Moment klar, dass ich meine Freundin verlassen werde. Die Zeit bis dahin will ich mir aber noch nehmen.

    Beim nochmaligen Durchlesens des Faden bin ich hier in dem Zitat oben hängengeblieben. Ich werde hier eine Situation wiedergeben, diese aber soweit wie möglich versuchen zu anonymisieren.


    Vor ein paar Monaten war die Mutter mit dem Sohnemann mal wieder auf Reisen, weil die Mutter es nicht ausgehalten hatte. Der Vater durfte direkt auch hinterher. Meine Freundin war zu der Zeit auch nicht in der Stadt (aus einem sehr guten Grund!). Nun kam es aber zu einer Situation, wo die Mutter Hilfe bei einer Angelegenheit brauchte, die man nur manuell vor Ort hat regeln können. Ich war also in dem ganzen Bekannten- und Freundeskreis (von Eltern und meiner Freundin) und wahrscheinlich auch der einzig dumme, dem man diese Aufgabe auflasten konnte. Der Umstand dieser Auflastung hat mich schon damals aufgeregt. Ich wurde nichtmal richtig gefragt, sondern meiner Freundin wurde das am Telefon so mitgeteilt. Im Endeffekt war ganze mit ca. 6-8 Stunden Aufwand an einem meiner freien Urlaubstage verbunden.

    Als ich meine Freundin daraufhin angesprochen habe, kam es zu einem riesen Streit (der ursprünglich auf eine andere Situation, die auf den Bruder zurück zu führen war, fußte). Als ich meiner Freundin vorwarf, dass ich diese "Nettigkeit" als sehr belastend und als sehr sehr kritisch sehe, weil es nur das System der Eltern aufrechterhält - edit - und, dass diese sich gefälligst selber drum zu kümmern haben, wenn sie denn schon mit dem Sohnemann in den "Urlaub" fahren, wurde sie sehr defensiv.

    "Es war doch nur eine Nettigkeit ... Sie hätten auch wen anders fragen können ... Sie hätte es ja gemacht, aber war nicht da ... Welches System denn?"

    Ging mir nur beim Lesen so durch den Kopf. Sollte es zu persönlich sein, dann gerne löschen oder editieren.

    Ob es verboten ist? Vielleicht unter STalking? Aber dann müsste der Mann es ja anzeigen.

    Und ja, ich lasse es jetzt erstmal sein und melde mich die Tage nochmal. Vielen Dank!

    Das ist so absurd! Schutz der Privatsphäre gilt auch für Personen, die psychisch krank oder süchtig sind.
    Die Eltern machen sie zur Handlangerin zur Einschränkung seiner elementaren Persönlichkeitsrechte.

    Hier ist nicht der Sohn das eigentliche Problem. Man möchte sie schnappen und weit weg bringen. Sie UND ihren Bruder.
    Was muss alles geschehen damit man seine Kinder so weit bringt dass sie erwachsen noch unkritisch nach der Pfeife tanzen bzw. Pubertär rebellieren.

    Gegen die kommst du leider nicht an! Einer wäre schon schlimm, aber als Team- nö.

    Ja. Ich denke es auch so. Und meine Mutter (Sozialarbeiterin, aber keine Suchtberatung etc.) hatte auch schon gesagt, dass meine Freundin wahrscheinlich schon so programmiert und konditioniert ist, dass eine Therapie, selbst wenn sie wollte, Jahre dauern wird.

    Ich kann noch mehr solcher Geschichten erzählen, die sich objektiv total verrückt anhören, aber wo ich dann dabei war, irgendwann nur noch zur Kenntnis genommen habe. Aber solche Geschichten kennen hier wahrscheinlich alle.