Beiträge von Soapstar

    Hallo Stromer,

    ja, ich besuche 1x die Woche auch eine reale SHG.

    Am Anfang hat mir das auch irgendwie ein gutes Gefühl gegeben, mich "auf den Weg" gemacht zu haben. Mittlerweile geh ich allerdings immer öfter sehr genervt aus diesen Treffen raus.

    Es schafft nur die Hälfte, pünktlich zum geplanten Beginn zu erscheinen. Dann geht im Fünf-Minuten-Takt die Tür auf, dann muss noch Wasser gekocht werden, dann müssen noch Salzstangen rumgereicht werden, alles während jemand sein tiefstes Inneres nach außen kehrt. Es wird dort gestrickt, aufs Handy geglotzt, eingepennt usw.usf.

    Als ich mal gewagt habe, anzusprechen, dass die ein oder andere Verhaltensweise in meinen Augen unverschämt und respektlos gegenüber den anderen Mitgliedern ist, hieß es: Ich müsse an mir arbeiten und lernen, die Leute so zu nehmen wie sie sind.

    Darum denk ich mir mittlerweile meistens: Wir haben außer des Alkoholismus größtenteils nichts, aber auch gar nichts gemeinsam und ich bezeichne auch nicht im Winter jeden, der ebenfalls erkältet ist, plötzlich als meinen Freund. Jeder trinkende Kreisliga C-Fußballer schafft es, 1x die Woche pünktlich ins Training zu kommen und hier, wo es doch um Leben und Tod geht, kriegt man das nicht hin? Also hier gibt es meinerseits auch schon Überlegungen, die Gruppe zu verlassen, obwohl es die einzige in der Nähe ist, die mit meinen Arbeitszeiten kompatibel ist.

    Ich gehe auch noch 1x alle 8 Wochen zu einem Suchtberater von der Caritas und werde dem beim nächsten Termin mal alles genau so schildern, wie ich es heute hier bei Abstinenzler und auch in meinem Faden geschrieben habe. Dann werde ich sehen, ob und was für Tipps er für mich hat.

    Danke und VG, Soapstar

    Hallo zusammen,

    jetzt melde ich mich wie versprochen in meinem Faden und nicht in Abstinenzlers.

    Ihr habt ja zu einem großen Teil schon gemerkt, dass ich aktuell der Abstinenz nicht uneingeschränkt freudig gegenüber stehe und wenn ich meinen Faden nochmal lese, ist das bei mir ja eher der Normalzustand. Nichtsdestotrotz sehe ich sie für mich immer noch als den einzig gangbaren Weg, um irgendwann vielleicht mal nachhaltig und dauerhaft glücklich zu werden.

    Nun, warum bin ich gerade heute so frustriert? Wie geschrieben, habe ich gestern den Geburtstag eines Freundes ausfallen lassen, hatte aber vorher mit einem anderen Freund noch ein Telefonat, ob ich auch auf den Geburtstag komme.

    Als ich abgesagt habe, sollte ich noch überredet werden zu kommen mit dem Argument, dass X und Y ja jetzt eh auch einen "Dry January" einlegen und dann wäre das ja kein Problem. Habe daraufhin erwidert, dass mein Problem nicht mit einem trockenen Monat gelöst werden kann, dass trotzdem sehr viele trinkende Menschen da sein werden und dass ich X und Y lange genug kenne, um zu wissen, dass nach einer Stunde sowieso "der Joker" gezogen wird und auch getrunken wird. Der Joker war immer so ein Gag im Freundeskreis, um auch während der Fastenzeit o.ä. trinken zu können.

    Lange Rede kurzer Sinn, ich fühlte mich nicht ernst genommen und meine Entscheidung zur lebenslangen Abstinenz mit einem Dry January gleichzusetzen, empfand ich irgendwie als Frechheit. Dies hat mir wieder gezeigt, dass ich immer noch nicht ernst genommen werde und dass irgendwie irgendwo im Freundeskreis immer noch gehofft wird, dass ich wieder "zur Vernunft" kommen möge.

    Das hat mich gestern Abend richtig aufgeregt und tut es offensichtlich auch jetzt noch, auch wenn ich das gar nicht richtig gemerkt habe. Habe heute Morgen zumindest nicht bewusst darüber nachgedacht, aber scheinbar arbeitet es noch in mir.

    Wie im Faden von Abstinenzler geschrieben, ist das sicher nicht der einzige Grund für meinen aktuellen Frust, auch die letzten Tage (Heiligabend, Silvester, Geburtstag der Freundin am 01.01., des Kumpels am 02.01.) waren jetzt zum 1. Mal seit 25 Jahren keine rauschende Party und das hat mich schon auch runtergezogen. Auch wenn die Tage bei der Verwandtschaft natürlich weit weniger anstrengend und angenehmer waren als mit Kater, das muss man fairerweise dazusagen.

    Soweit mal von mir, wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und sorry, dass ich aktuell keine Hoffnung, Zuversicht o.ä. teilen kann. Es kommen sicher auch wieder bessere Zeiten!

    VG Soapstar

    Danke Hartmut,

    danke fürs Angebot, aber ist nicht nötig.

    Ich bin zwar in der Tat sehr frustriert aktuell, sehe mich aber nicht gefährdet.

    Jetzt noch rückfällig zu werden, wo ich Heiligabend, zwei Feiertage, Silvester und zwei Geburtstage nüchtern absolviert bzw. abgesagt habe und in zwei Tagen wieder arbeiten darf, wäre auch wirklich Blödsinn. Auch wenn der Sucht das natürlich egal ist und sie auf nen unachtsame Moment lauert, aber ich fühle mich stabil. Unzufrieden, aber stabil. Danke für Eure Tipps, Hilfsangebote und guten Wünsche, das weiß ich wirklich zu schätzen!

    Ich habe jetzt auch einen Grund (sicher nicht alle, aber einen)für meinen Frust ausfindig gemacht, den werde ich Euch in meinem Faden mitteilen.

    Danke nochmal und VG, Soapstar

    Soapstar Ich mag deine anschauliche Ehrlichkeit ☺️ Dafür ein Like. Trotzdem wünsche ich dir, dass du deine persönliche Zufriedenheit mit der Nüchternheit findest.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Hallo Mattie,

    vielen lieben Dank 😊 Ich denke, die letzten Tage (Weihnachten, Silvester und dann hat meine Freundin am 01.01. auch noch Geburtstag) waren halt auch ganz besonders "anders" als sonst, das muss ich für mich alles noch sortiert bekommen.

    Aber jetzt möchte ich Abstinenzlers Faden nicht länger blockieren, wenn ich noch mehr Bedarf zum "Auskotzen" habe, sollte ich meinen eigenen nutzen. Sorry Abstinenzler!

    VG Soapstar

    Zeit vergeudet durch Spaziergänge?

    Ja, da mir Spazieren gehen keinen Spaß macht und ich das nur mache, um nicht zu saufen (natürlich erst, wenn Fitnessstudio, lesen und fernsehen schon durch sind), ist die Zeit für mich vergeudet. Ich sauf halt in der Zeit nicht, das ist alles.


    Du scheinst noch nicht richtig damit abgeschlossen zu haben. Kann das sein?

    Doch, hab ich, aber ich bin damit halt nicht glücklich. Wie ich schon öfters geschrieben habe, ich wäre der 1., der die "ich kann wieder saufen"-Pille nehmen würde und ich hasse es, nicht kontrolliert trinken zu können.

    Ich beneide Menschen, die Nächte in Kneipen vertrinken können, ohne im Krankenhaus oder der Zelle zu landen und sich einfach im Griff haben. Ich hasse es, Alkoholiker zu sein und finde das Leben jetzt genauso scheiße wie vorher auch. Es ist stinklangweilig, aber halt wenigstens ungefährlich.

    Tut mir leid, dass ich keiner von denen bin, die "nie mehr zurück" wollen und jetzt "das tollste Leben ever" haben. Gefühlt bin ich mit diesen Ansichten allein, das ist mir bewusst. Auch in meiner realen SHG ist bei allen fast immer eitel Sonnenschein und alles so viel besser als früher.

    Ist auch okay, sei Euch ja allen gegönnt. Für mich hat sich von den vielen Erwartungen ans Nüchternsein keine erfüllt außer der befürchteten Langeweile und der Verlust des Freundeskreises.

    Vielleicht bin ich heute auch noch frustrierter als sonst, weil ich gestern den Geburtstag eines Freundes mal wieder sausen lassen musste, aber im Großen und Ganzen sind das einfach meine Ansichten.

    VG Soapstar

    Bei mir sind es jetzt ~ 7 Monate und die Gedanken sind immer noch so präsent wie zu Beginn der Abstinenz. Manchmal sogar präsenter. Manchmal denke ich sogar, dass ich durch das "Aushalten der Langeweile" bzw durch Spaziergänge etc., die ich nur gemacht hab, um nicht zu saufen, schon mehr Zeit vergeudet hab als ich im gleichen Zeitraum verkatert auf dem Sofa vergeudet hätte.

    Das gilt es halt wohl teilweise auch auszuhalten... so viele Hobbys und Ablenkungen könnte ich mir gar nicht suchen,um diese Gedanken 100%ig abzustellen. VG Soapstar

    Hi Abstinenzler,

    ich weiß nicht, ob es hier eine allgemeingültige Definition gibt, aber vor Kurzem gab es hier doch die Frage nach der Pille und wer sie nehmen würde, um wieder saufen zu können.

    Ich habe mit "ja" geantwortet, weil ich nur die negative Abgrenzung zum Alkohol habe. Sprich ich trinke halt nicht, weil ich weiß, dass ich sonst wieder im KH aufwache, mich vollkotze oder ähnliches passiert. Könnte ich das zu 100% ausschließen, würde ich ziemlich sicher wieder trinken. Es würde mir gefallen, mich wieder mit Menschen in einer Kneipe zu treffen, daher bin ich zwar körperlich trocken, aber meine Gedanken sind immer noch nass.

    Wer mit dem Alkohol so weit abgeschlossen hat, dass er gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob ihm dadurch was fehlt und sich eine positive Abgrenzung geschaffen hat(= was gefunden, das demjenigen viel mehr Freude bereitet, als zu trinken), der denkt trocken.

    So wäre mal meine (!) Definition davon, vielleicht nicht vollständig und eher knapp gehalten, aber vielleicht kannst du damit ja was anfangen.

    VG Soapstar

    Hallo releaseme,

    Er redet sich immer drauf aus kein richtiger Alkohoiker zu sein, da er nur Bier trinkt ...

    ich bin "nur" durch Bier in Krankenhäusern und Ausnüchterungszellen aufgewacht und hab mir "nur" durch Bier vor unzähligen Menschen in die Hose gepisst :oops:

    Es spielt einfach keine Rolle, ob der Alkohol durch eine Flasche Schnaps, drei Flaschen Wein oder eine Kiste Bier in den Körper transportiert wird. Du bist ja auch kein Nichtraucher, weil du nur eine Packung Light-Zigaretten am Tag rauchst.

    VG Soapstar

    Aber die Saufgedanken kommen dann bei Triggern

    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich überfragt bin, wie ein abgewrackter Bekannter ein Trigger sein kann.

    Unter einem Trigger stell ich mir z.B. die erwähnte Kneipe an nem Samstagabend vor, aus der man auf der Straße noch die Leute singen hört... oder die Leute, die bei Sonnenschein mit nem Sixpack im Fahrradkorb an den See radeln... halt irgendwas positiv besetztes.

    Vielleicht musst du da echt mal einen Fachmann hinzuziehen, der dir helfen kann, was deine Triggerpunkte anbelangt. Ich habe meine (früheren?) Kumpels auch schon verkatert am Samstagmorgen im Discounter getroffen, aber das war für mich eine unglaubliche Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben :/

    Hallo Mattie,

    Das ist doch nichts, was man wiederhaben möchte!

    so sehe ich das auch! Ich meine, wenn du jetzt abends um 22:30 Uhr an deiner zum Bersten gefüllten Lieblingskneipe vorbei läufst und dich der Neid, Wehmut o.ä. packt, dann bin ich sofort bei dir und kann das nachfühlen, da es mir dann genauso ginge.

    Aber ein nasser Trinker mit blutunterlaufenen Augen, Fahne und Pulle in der Hand, Leergut am Container und was dich da alles so mitnimmt? No way, wie Mattie sagt, froh sein, dass das mittlerweile anderer Leute Baustellen sind und du den Tag anderweitig genießen kannst! :thumbup:

    Es gibt noch einen Unterschied zwischen "alkoholfrei" (das sind die erwähnten 0,5 %) und "0,0" (bis zu 0,03%), aber das bezieht sich halt nur auf den noch enthaltenen Alkohol. Fürs Thema Suchtgedächtnis bleiben sie natürlich beide ungeeignet, da es trotzdem "Biergenuss" vorgaukelt und somit kein konsequentes Ende darstellt. VG Soapstar

    Guten Morgen Somadi,

    Er ist auch Akademiker.

    Ich schäme mich für ihn, weil er ein intelligenter Mensch mit Promotion und angesehenem Beruf ist.

    ich denke/glaube/hoffe, Du weißt, dass es der Sucht vollkommen egal ist, ob Dein Mann Akademiker, Schreiner oder Hilfsarbeiter ist.

    Faktisch zeigt der Weg immer nach unten. Vielleicht dauert es bei Deinem Mann etwas länger, bis der Aufprall kommt, sofern er nicht von sich aus bereit ist, Hilfe zu suchen. Du wirst im aktuellen Stadium wenig bis nichts für ihn tun können, wenn er schon sagt, dass er keine Lust auf Vorwürfe hat, obwohl er sich regelmäßig in lebensgefährliche Zustände trinkt.

    Meiner Meinung nach solltest Du aktuell nur nach Dir und Deinem Wohlbefinden schauen und Deinen Gatten einfach auch mal links liegen lassen, anders kommt er nie zum Nachdenken. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir viel Kraft und frohe Feiertage, LG Soapstar

    Ich persönlich find es nur besser, wenn man nicht erst in einen Club aufgenommen werden muss, um aufzuhören.

    Hi Theel,

    die SHGs bei mir in der Nähe haben alle keine "Aufnahme" mit Formularen ausfüllen o.ä., da kannst Du einfach (einfach vielleicht nicht unbedingt)hingehen und schauen, ob das für dich was sein könnte. Bei den AA ist das generell überall so, da wird niemand abgewiesen, egal ob schon abstinent oder kurz vor dem Meeting noch Mut angetrunken.

    Hier im Forum stell ich mir das halt so vor, dass die 7tägige Abstinenz gewährleistet sein muss, weil der Austausch sonst keinen Sinn ergibt, wenn jemand Tag und Nacht stockbesoffen in die Tasten haut. Kennt man ja von sich selbst auch, dass man am nächsten Tag erschrickt, was man seiner Ex wieder für einen Müll geschrieben hat.

    Aber, um nochmal auf das ursprüngliche zurückzukommen, SHGs kosten nichts (kleine Spenden erwünscht)und stehen jedem offen. Falls du für dich noch auf der Suche bist. Und wer sich ein Zen-Kloster vorstellen kann, der passt bestimmt auch gut zu den AA. (einfach meine Vermutung wegen Glauben, Religiosität etc.)

    VG Soapstar

    Mein Problem grad ist, dass ich denke ich hab den Anschluss verloren mit 40. Wo lernt man da noch jemand kennen? Ich denk die meisten stehen da einfach schon im Leben und haben ihr Umfeld.

    Da sind aber auch die ersten schon wieder geschieden und vielleicht sogar schon wieder bereit für etwas Neues. Gibt ja zum Glück immer unterschiedliche Sichtweisen ;)

    Danke euch beiden für eure Beiträge!
    Ihr habt wohl recht. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich immer federführend bin wenn es um das Saufen geht.
    Wie oft habt ihr vor eurer Abstinenz getrunken? Bzw wie oft hattet ihr Blackouts?

    Ich konnte gar nicht weniger als bis zum Filmriss trinken. Und getrunken habe ich jedes Wochenende mindestens 1x. Aber es hilft dir sicher nicht, jetzt irgendwas gegenzurechnen oder ähnliches. Wenn es dir mit deinem aktuellen Trinkverhalten schlecht geht, ist es schon zu viel.

    Aber jetzt müssen wir wohl warten, bis Du wirklich zum Austausch freigeschaltet bist.

    Bis bald und viele Grüße, Soapstar

    Puh, das ist eine gute Frage... Tatsächlich bin ich auch erst ein halbes Jahr abstinent, aber einige "Freundschaften" haben sich jetzt doch mehr oder weniger als "Zweckgemeinschaften von Trinkern" herausgestellt, sprich von den Leuten hab ich bis jetzt nie wieder etwas gesehen oder gehört.

    Zwei Freunde sind mir geblieben, die ich vorher auch schon in anderen Zusammenhängen getroffen habe (zum Sport oder auch mal auf einen Kaffee), aber auch das ist irgendwie nicht mehr das Gleiche. Sie erzählen dann halt von vorangegangenen oder bevorstehenden Festen oder Geburtstagen etc. und da bin ich tatsächlich wahlweise neidisch oder traurig, dass ich nicht mitgehen kann. Also natürlich könnte ich, aber davor wird sowohl hier als auch in meiner realen SHG gewarnt und ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, was ich nüchtern dort sollte.

    Mein über die letzten zweieinhalb Jahrzehnte aufgebautes Umfeld ist ausschließlich "nass" und ich weiß, wie diese Abende ablaufen.

    Und darauf muss ich aktuell einfach verzichten, wenn aus meinem Vorhaben zur lebenslangen Abstinenz nicht nur eine Trinkpause werden soll. Denn diesem inneren Kampf kann und will ich mich nicht aussetzen, da kann ich nichts gewinnen.

    VG Soapstar

    Ganz einfache, wenn wahrscheinlich auch unbefriedigende Antwort: Wegbleiben!

    Wenn ich so zurückblicke auf Feste, auf die ich mich wirklich lange drauf gefreut habe, waren sie im Nachhinein eigtl immer Mist, da ich es entweder am Vortag schon total übertrieben hatte und nur noch wie ein ferngesteuerter Zombie unterwegs war oder ich kam schon angetrunken an, weil ich es doch nicht erwarten konnte, bis "endlich alle trinken". Oder ich hab es dann einfach dort maßlos übertrieben.

    Natürlich auch zugunsten des Rauschs jedes Buffet etc links liegen gelassen, wenn mir jemand ein Wasser hingestellt hat, hatte ich drei Minuten später wieder ein Bier in der Hand usw usf.

    Zusammenfassend: Mittlerweile habe ich die Hoffnung zurecht aufgegeben, dass ich auf Festen normal trinken kann, nicht jetzt, nicht in Zukunft, einfach nie. Das steckt in dem Satz "ich bin Alkoholiker".

    Tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten für dich habe.

    VG Soapstar

    Hi NikiSixx,

    das erinnert mich leider brutal an mich. 1000x die Hoffnung gehabt, dass es nicht ganz so schlimm werden möge, 1000x geschworen, dass ich heute nicht bis zum Filmriss trinke, 1000x dabei "versagt".

    Das Eingeständnis, Alkoholiker zu sein und das Abwenden von Trinkpausen, hin zu bedingungsloser Abstinenz, sind offensichtlich die einzigen Möglichkeiten, das Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

    Aber da Du ja noch mitten in der Vorstellung bist, will ich den Moderatoren hier nicht vorgreifen.

    Alles Gute und VG, Soapstar

    Also ist Saufen und Rückfall eine Option? Und damit wäre dann die „Selbstständigkeit“ gesichert? Liegt da nicht der Denkfehler?

    Hier wird so getan, als wäre der Rückfall oder das Nichtdurchhalten der Abstinenz bereits in Stein gemeißelt durch seine Selbständigkeit.

    Klar ist der Stress ein enormes Risiko, aber ein enormes Risiko sehe ich auch im Verlust der finanziellen Sicherheit und einen Weg muss er gehen, denn Stillstand würde wohl in jeder Hinsicht große Probleme mit sich bringen.

    Dass die Vermeidung von Rückfällen oberste Priorität hat, ist klar! Aber ein bisschen Individualität sollte ja schon gegeben sein. Ein Ausflug nach Malle in den Bierkönig hilft keinem von uns und sollte für jeden tabu sein, keine Diskussion. Aber Job und Karriere bzw. die Rahmenbedingunge hierzu muss ja schon jeder für sich entscheiden können. Also das ist halt meine Meinung, aber ich kann leider auch nur aus der Sicht eines Frischlings sprechen ;)

    VG Soapstar