Beiträge von Abstinenzler

    Hallo, ich hatte leider am Samstag einen Rückfall. Ich hatte die Tage davor schon Saufgedanken, da habe ich es überstanden. Doch am Samstag hatte ich einen Streit der negative Gefühle auslöste, dazu noch die Saufgedanken. Ich fragte mich willst du? Ich sagte NEIN, bin aber trotzdem losgefahren. Eine Scheiße!!

    Habe 2 Tage gesoffen, saß in Handschellen auf der Polizeirückbank , die mich nach Hause brachten damit ich wohl kein Rad mehr fahre. Das Rad suchte ich dann im Dorf und fand es ``zufällig``. Habe mich beim Imbiss blamiert in dem ich mega Scheiße gelabert habe und wohl auch geweint habe. Wie immer Scheiße gewesen die Sauferei.

    Die 4 Tage darauf hatte ich einen heftigen Entzug mit zittern, schwitzen, Schüttelfrost, kaum Schlaf, völlige Erschöpfung, heftige Übelkeit, kaum Bewegung, Krankschreibung, Schuldgefühle.

    Vorher war ich so zufrieden,happy,stolz mit der Abstinenz. Alles fürn Arsch. Habe keinen Notfallkoffer. Habe das erst hier im Forum mitbekommen einen zu haben.

    Scheiß Sucht. Scheiß Ich

    Was machst du in einer Sauna, wenn dort gesoffen wird?

    Falsche Uhrzeit da gewesen. Morgens ist keine Sauferei dort.

    Und wieso bist du stolz? Weil du nichts getrunken hast? Das machen Millionen andere Menschen auch nicht.

    Also nur ein kleiner Teil der Suchtkranken schafft eine dauerhafte Abstinenz, viele schaffen es nicht. Viele sind gestorben oder trinken noch. Ich sehe sie doch überall. Laut meiner Selbsthilfegruppe kann ich zurecht stolz sein nichts getrunken zu haben. Das verwirrt mich jetzt

    Nochmals Danke an alle die mir hier schreiben!!

    Vorgestern und gestern noch schlimmer kam mir in den Kopf, Saufen, saufen irgendwie möchte ich saufen. Ich dachte scheiße, dir geht es doch dann so schlecht aber trotzdem wollte ich saufen. Ich fragte mich: WILLST DU SAUFEN? NEIN!! Ich so: Hä?? Die Gedanken sagen Saufen, Saufen ich will Saufen. Wie geht das? Ich fragte nochmals WILLST DU SAUFEN?? NEIN. N-E-I-N Das ist ja krass mein Kopf sagt saufen aber ich sagte nein. Das muss dieses Suchthirn, Suchtgedächnis sein, wovon hier im Forum berichtet wird. Das war krass. Ich habe mich für NEIN entschieden- sonst FAST IMMER direkt losgefahren Saufen.

    Das war ein krasses Erlebnis, es war in der Sauna wo andere Parallel gesoffen haben und Ich habe NEIN gesagt- so geil!!! War stolz wie Sau, habe mich sehr gefreut. Kein Kater, kein Entzug, 6.00 Uhr Topfit sitze ich hier. Mega, das war knapp. Drecks Sucht, scheiß Kampf- habe Angst vor der nächsten Situation.

    Selbst jetzt nach über 10 Jahren kommen ganz selten mal solche kurzen Ruckler bei mir vor. Ich komme damit klar, denn sie erinnern mich daran, das dort etwas ist, was zu mir gehört und wohl auch nie mehr weg sein wird.

    Vielen Dank Karl Friedrich. Meistens wenn es mir dann nach ein paar Wochen Abstinenz besser ging, ging es mir so gut das ich vergaß wie schlecht es mir ging und ich dann wieder trank. Bis es mir wieder schlecht ging, ich deswegen aufhörte und es wieder von vorne begann. Damit soll jetzt schluss sein.

    Ist schon echt heftig, dass das Suchtgedächtnis sich nach so langer Zeit immer noch meldet. Davor habe ich etwas Angst. Wenn es mir nicht so gut geht kommt oft: Trink doch was- ich sage mir dann lieber nicht, dann ist wieder alles im Arsch. Ein Scheiß.

    Moin!! Gestern war ich in der Innenstadt für ca. 10 Minuten. Sehr viele Drogen- und Alkoholleute gesehen, die teilweise auch getrunken haben. Das hat mich richtig unruhig und nervös gemacht. Bin dann extra andere Wege gegangen um das nicht zu sehen. Komisch ist das ich immer wieder hinglotze wie sie trinken, obwohl ich damit nichts zu tun haben will. Warum ist das so? Einerseits Alkoholsituationen meiden aber doch immer wieder hinglotzen, was mich dann selber triggert und stresst.

    Bin dann schnell wieder ins Dorf, habe mich abgelenkt und dann ging es mir auch wieder besser

    Mit dieser sprichwörtlichen Faust in der Tasche weil du es anderen beweisen willst das du es kannst wird es nicht klappen. Die Einsicht hattest du ja, der Wille zum handeln ist da, nun musst du deine Krankheit ganz akzeptieren dann wird das auch was.

    Ich will niemandem was beweisen. Ich mache das für MICH!!! Die Krankheit akzeptieren- ja ich bin süchtig und das bleibe ich für immer

    Also nicht kämpfen sondern tun. Lass dich auch nicht von der Euphorie blenden das sind temporäre Momente, die begleiten uns eine Weile.

    Danke. Kann ich es denn so sehen ich kämpfe nicht- ich arbeite dran?

    die Sucht ist für immer in mir drin, sie geht nie mehr weg. Damit habe ich mich abgefunden und meinen Frieden mit ihr gemacht.

    Schöne Worte

    Du bist Du, der Fokus sollte auf Dich gerichtet sein, wie Du ohne Alk über den Tag kommst.

    Das ist sowieso das wichtigste für mich. Danke für die ganzen Tipps und Ratschläge Karl Friedrich. Wie stolz bist du eigentlich nach 10 Jahren Trockenheit?hehe

    Hallo zusammen,

    heute sind es genau 3 Monate, juhu :) Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht und wieviel sich in meinem Leben geändert hat.

    Glückwunsch. Was hat sich denn verändert? Wie war es vor 3 Monaten und wie ist es jetzt?

    ich muss mal überlegen was mir sonst noch gut tut.

    Also wegen dem Wetter, ich kann Fitnessstudio und Sauna empfehlen. Besonders Im Studio ist es mal ein Umfeld wo der Alkohol teilweise keine oder kaum eine Rolle spielt.

    Reale Selbsthilfegruppen als vermeintliche Lösung: Ja, die gibt es, und weiß Gott, wie gerne würde ich dort hingehen - aber leider, wenn ich dorthin gehen würde, dann ist es leider aus, mit allem was ich bin und mir über so viele Jahre aufgebaut habe. Das kann ich leider nicht (obwohl es solche Gruppen gebe).

    In welchem Bereich arbeitest du denn?? Aber wenn man in eine Gruppe geht ist man doch abstinent, das ist doch eher etwas gutes. Ist das denn schlimm wenn man süchtig ist aber nichts konsumiert?

    Ja ich bin auch froh über dieses Forum, es hilft mir auch sehr

    Und da ich zu dieser Zeit nicht wirklich jemanden habe, um darüber zu sprechen, lande ich immer wieder hier im Forum.

    Moin, ich habe Leute zum sprechen aber hier im Forum ist das nochmal besser mit anderen Suchtkranken zu sprechen als mit ,,normalos´´

    Was mich irritiert ist, dass sich nach wie vor keine "richtige" Zufriedenheit einstellt

    Wie kann ich mir dein Leben vorstellen? Es gibt ja viele Stellschrauben um eine Zufriedenheit zu erreichen. Womit bist du unzufrieden?

    habe ich mir über 30 Jahre mein schönes Leben ruiniert. Dass ich mir diese 30 Jahre nicht zurückholen kann, diese Erkenntnis spukt dann, wenn ich Ruhe habe, immer wieder in meinen Gedanken herum.

    die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern oder zurückholen aber das jetzt und die Zukunft. Meine Vergangenheit war teilweise ein Horrorleben, aber ich lebe nicht in der Vergangenheit sondern JETZT!!!

    Hattet ihr auch solche nicht gerade die Stimmung aufhellenden "Phasen"? Bzw. kann man nach so langer Zeit der Trinkerei eigentlich "zufrieden" sein?

    Aus meiner Selbsthilfegruppe weiß ich das es den Trockenen auch mal schlecht geht. Es kann einem nicht IMMER gut gehen, aber nach dem Regen kommt die Sonne!!! Es ist nicht IMMER Sonnenschein. Habe 23 Jahre getrunken, die ganzen Leute in meiner Selbsthilfegruppe auch sehr lange. Oh ja man kann nach einer langen Zeit des Saufens sogar SEHR zufrieden sein!!! Ich kenne NIEMANDEN dem es Trocken schlechter geht als nass.

    schwer Diabetis, abgenommene und nicht heilende Zehen, Niereninsuffizienz mit Dialyse und einsetzende Demenz).

    Ist immer wieder schlimm sowas mitzubekommen. Bin zwar erst 38, aber da schon 21 Jahre am Saufen habe ich auch schon Krankheiten davongetragen. So ein scheiß. Aber in den Suchtdruck und ich geh Saufen Momenten habe ich leider nur ans Saufen gedacht und die Krankheiten ,,vergessen´´.