Es wird mal wieder Zeit für meinen blauen Faden.
11 Monate
Endlich führe ich das Leben was ich immer führen wollte. Alles läuft und funktioniert. Auch wenn unerwartete Ereignisse eintreffen. Nichts schmeißt mich mehr um. Nichts ist so schlimm um zur Flasche zu greifen um im Rausch zu ertrinken.
Nein es ist wunderbar handlungsfähig und klar im Kopf zu sein. Vor meiner Abstinenz gab es ständig eine innerliche Begründung um jetzt sofort einfach Saufen zu müssen. Jedes noch so kleine Problemchen musste runtergespült werden, um danach schön im Selbstmitleid zu versinken und der miesen Welt die Schuld für das ganze Elend zu geben. Wie armseelig und krank diese Sucht doch ist.
Ich empfange nun jeden Tag nüchtern. Ich begrüße das Leben mit all seinen Facetten. Ich nehme alles klar und real wahr. Nichts ist so schlimm oder beängstigend das ich zur Flasche greifen will.
Vor der Abstinenz musste ich! Oft lief der Griff zur Flasche automatisiert ab. Da stand auf einmal ein Bier vor mir auf dem Wohnzimmertisch. Oder war es schon das vierte? Da muss ich aber gleich mal den Bestand überprüfen. Krank!! Im wahrsten Sinne des Wortes. Eine extrem üble Krankheit ist dieser Alkoholismus.
So lange man säuft sieht man das aber nicht. Alle anderen saufen doch viel mehr. Ich habe doch noch alles im Griff!
Ich bin so unendlich dankbar das ich nüchtern werden konnte und auf meinem Weg erkennen konnte, wie tief ich in der Scheiße saß. Diese Sichtweise, meine innere Ruhe, meine Gelassenheit und meine körperliche Gesundheit werde ich weiterhin beschützen. Alkohol würde mich sofort zurück in meinen jahrelangen Selbstbetrug schicken.
Ich danke dem tollen Forum. Es ist mehr als Glück das es Euch gibt!! Und ich hatte das Glück Euch zu finden.
LG
Bibi