Würgereiz verschwindet so schnell…?!?
Es mag eventuell an der stringenten Überdosierung von Kamillentee liegen.
Würgereiz verschwindet so schnell…?!?
Es mag eventuell an der stringenten Überdosierung von Kamillentee liegen.
Guten Morgen
Denk an solche Sachen, das ist ein gutes Fundament für deine Abstinenz. Du schaffst dass, dein Selbstbewusstsein wird zurück kommen und alles wird wieder besser du musst es nur zulassen, dann stehst du wieder auf wie Phönix aus der Asche...
Das macht aufjeden Fall Mut und motiviert.
falls dir häkeln nicht liegt ich bastel ja gerne und kann einen RC Bausatz wärmstens empfehlen, die gibt es in der Bucht auch schon für unter 60 € (Marken).
Ich fürchte da fehlt mir tatsächlich noch die Geduld zu und ich habe Wurstfinger
Ausmalen mit Farbverläufen ist da für mich schon ok.
Ich arbeite in der Kreativbranche und kann da auch gerne gut Zeit verlieren.
-
Heute ist Tag 13. Es ist ein gutes Gefühl sich morgens die Zähne zu putzen ohne einen Würgereiz zu bekommen, ohne Kater, ohne Kopfschmerzen und ohne darüber zu grübeln was am letzten Abend passiert ist, musste ich doch sonst regelmässig Chatverläufe kontrollieren um eventuelle Ausfälle zu rekonstruieren. Ebenso muss ich mir nicht mehr den Kopf zerbrechen ob ich letzten Abend alleine war oder nicht, was sonst aufgrund der Menge an leeren Flaschen nicht immer ganz eindeutig schien ![]()
Habt alle einen schönen Samstag. ![]()
Dein „im Grunde sollte ich“ klingt wie eine Einschränkung. Ich finde, der Rest klingt wie ein richtig guter Plan.
Ja, ich sollte nicht zu impulsiv aussortieren, vorallem was andere Menschen angeht, das ist die Einschränkung.
Danke für deine netten Worte ![]()
Tag 12
Mir selbst mein Problem einzugestehen, zu akzeptieren und daran zu arbeiten war die richtige Entscheidung. Ich wachse jeden Tag ein kleines Stück mehr. Meinem Magen geht es auch schon fühlbar besser. Ich bin dankbar, dankbar diese Chance und Hilfestellungen bekommen zu haben. Die Entgiftung geht nun dem Ende entgegen und die wirkliche Arbeit beginnt. Ich habe Angst, Angst vor mir selbst. Aber wie ich mich jeden Tag mir selbst gestellt habe werde ich mich weiterhin jeden Tag mir selbst stellen.
Ich bin ein impulsiver Mensch, das äußert sich nicht in cholerischen Ausfällen aber in meist undurchdachten und von Gefühlen geleiteten Entscheidungen die ich nicht selten sehr schnell bereue. Auch das kommt mit auf die Liste der Dinge die ich mittelfristig ändern möchte und mir Strategien erarbeiten muss.
Ich habe heute morgen diesen Thread nochmals komplett gelesen. Danke, dass ihr mir mit eurem Input durch die sehr wehleidigen ersten Tage geholfen habt.
Kommt alle gut in den Tag.
Heute ist Tag 11.
Ich habe den gestrigen Tag gut überstanden auch wenn er von Enttäuschung und Wut geprägt aber, aber es überwiegte die Enttäuschung.
Ich möchte nicht genau ausfühgren was vorgefallen ist aber ich fühle mich von zwei Menschen die mir sehr nahe stehen ziemlich hart hintergangen und vorgeführt, da musste ich für mich nachdenken und mich selbst einmal neu sortieren. Heute geht es mir diesbezüglich schon besser.
Was soll ich schreiben? Ich befinde mich aufgrund meiner Situation in einer Aufräumphase, ich hinterfrage viel, betrachte sehr vieles aus allen möglichen Betrachtungswinkeln und bleibe dabei kritisch. Es ist eine Lebensinventur und im Grunde sollte ich alles was mir nicht gut tut in ein anderes Licht rücken, ja sogar einen anderen PLatz geben um die Dinge in den MIttelpunkt zu stellen die mir wichtig sind, die mich erfüllen und die mir gut tun. Ohne egoitisch zu sein, hierbei geht es um mich, um mein Leben in der Abstinenz, meine Zunkunft und mein Glück. Das alles habe ich viel zu lange einfach tatenlos schleifen lassen und es ist mir zu wichtig es nicht anfassen. An diesen Punkten werde ich stetig arbeiten.
Habt alle einen schönen Tag ![]()
Für wen, für was und warum? Belastet dich das? Belastet es andere? Erwartet jemand etwas oder ist da etwas in dir, das noch geklärt werden muss?
Guten Morgen Hartmut, Danke für deinen Input.
Mich belastet es, andere belastet es auch. Erwartet wird wahrscheinlich gar nichts, ebenso wie ich nichts dazu erwarte. Ich muss mir da noch Gedanken zu machen ob ich die Situation angehe um mich besser zu fühlen, dann wäre es teilweise egoistisch, oder gehe ich sie an damit andere sich besser fühlen... dann muss es von meiner Seite auch ernstgemeint sein, denn nichts ist wertloser als eine Entschuldigung die nicht ernstgemeint ist und auch keine Besserung in meinem Verhalten nach sich zieht, wie so oft in meiner Vergangenheit. Vielleicht ist es auch notwendig damit alle sich mit der Situation besser fühlen, mir ist bewusst, dass mein Verhalten unter aller Kanone und von Kontrollverlust geprägt war. Zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, alles andere kommt bestimmt mit der Zeit.
Alkoholismus gehört ebenfalls zu den Krankheiten
Wahrscheinlich die einzige Krankheit die man selbst aushebeln kann, ich möchte nicht von Heilung sprechen, denn ich fürchte die gibt es nicht.
Mich dafür zu entschuldigen, dass ich mein Trinkverhalten nicht kontrollieren konnte? Nein, das kommt mir so nicht in den Sinn. Mich aber für das damit verbundene Verhalten, die verletzten Gefühle, die unbeabsichtigten Lügen (falls es soetwas gibt) oder die Lügen die ich erzählte damit es mir selbst besser ging... das muss bei Zeit bereinigt werden, zumindest mit mir, eventuell auch mit meinen Mitmenschen. Kommt Zeit kommt Rat.
Guten Morgen Tag 9.
Ich habe vorgestern ein neues Ritual gestartet, mein Handy offline zu schalten wenn ich mich ins Bett begebe. Die Zeit gehört mir und das tut mir gut.
Ich habe letzte Nacht nicht geschlafen, ich habe mich gestern bei jemandem gemeldet der mir enorm wichtig ist. Ein komplett oberflächliches rantasten an eine Situation die mir viel bedeutet und die mir äußert viel Unruhe in den letzten Tagen beschert hat. Das hat ziemlich viel Druck aus dem Kessel genommen und war daher für mich ok, auch wenn die Gefühle dazu bei mir ziemlich gemischt sind. Wahrscheinlich auf der anderen Seite ebenfalls. Ich habe die Nacht unbewusst genutzt um mich selbst zu reflektieren, Ich bin ok so wie ich bin und im Grunde möchte ich mich gar nicht großartig ändern. Was ich ändern muss ist der Umgang mit mir selbst, der Umgang mit meinen Gefühlen, achtsamer und rücksichtsvoller mit mir selbst zu sein. Es ist erschreckend was die Sauferei mit mir angestellt hat, zumindest zum Zeitpunkt des Rausches. Denn nüchtern betrachtet war ich das nie wirklich selbst und nüchtern bin ich doch schon ziemlich okay.
Für Entschuldigungen und Erklärungen ist es einfach noch zu früh, wobei ich zu oft in dieser Situation war mich selbst zu verteidigen, dass ich selbst müde davon bin.
Ich bin definitiv gut damit beraten weiterhin nichts zu trinken, da ich mich selbst so ziemlich gut ertragen kann.
Mir geht es gut, ähnlich wie gestern nur noch etwas befreiter. Ich weiß, dass auch wieder schlechtere Tage kommen werden, daher genieße ich den Moment. Ich bin ok so wie ich bin, ich kann die Uhr nicht zurückdrehen, ich kann Situationen nicht ungeschehen machen. Ich kann aber alles was in einer Macht steht tun damit es nie wieder so weit kommt und ich mich selbst im Spiegel ansehen kann und denke Marc, du bist ok so wie du bist.
Zwischenstand: Mir geht es gut, ich fühle mich befreit. ![]()
Guten Morgen Tag 8
Heute fühle ich mich gut sowohl körperlich als auch emotional. Ich habe es gestern geschafft den Nachmittag und Abend im Bett zu verweilen, es war wohl das was ich brauchte. Timeout, komplett, ich habe es geschafft einige Seiten zu lesen ohne unruhig zu werden. Vielleicht ist es wirklich der oben erwähnte Overdrive meiner inneren Systeme. Egal was es ist, jetzt im Moment ist es nicht da.
Tag 8 der Entgiftung, wie schnell die Zeit doch vergeht... im Rückblick hatte jeder Tag gefühlt 60 Stunden.
Kommt alle gut in die neue Woche. Wenn sich etwas tut schreibe ich es raus, denn das hilft ungemein.
Ich freue mich auf den Tag.
Wie jetzt?
In welcher Darreichungsform ist das denn genau in den Lokus gegangen?
Ich habe ab nun meinen eigenen Trevi-Brunnen. ![]()
Es läuft genauso wie gestern, wahrscheinlich kommt noch die Müdigkeit dazu und zieht mich nochmehr runter. Gedankenspirale, nicht zu brechen.
Okay, akzeptiert. Musik an und malen, keine Chance auf Besserung. Ich musste raus, ein Spaziergang wird es schon richten.
Beim Aufräumen habe ich einiges an Kleingeld gefunden und in einer Schale gesammelt. Ich habe es heute nicht gezählt... ich habe den Bierpreis überschlagen.
Und plötzlich saß dieses dämliche Äffchen in meinem Kopf und wollte mir eine Lösung verkaufen, eine Lösung welche ich gern akzeptiert hätte, wahrscheinlich wollte ich es in diesem Moment sogar.
Stop.
Ich musste raus aus der Situation, ab ins Bad. Genau dieses dämliche Äffchen wegen dem ich aktuell ziemlich in der Scheiße sitze wollte mich dort hinbringen wo ich nicht mehr hinmöchte. Ich habe es vertröstet auf morgen. Morgen gebe ich vielleicht auf, aber heute bleibe ich standhaft. Morgen werde ich mir das selbe sagen.
Ich ging natürlich spazieren.
Ich muss noch viel lernen, unverhofft kommt oft.
Werde jetzt den restlichen Tag im Bett verbringen.
PS: Das Geld ist längst auf den Weg in die Kläranlage.
Gehts Morgen zur Arbeit?
Bleibe nächste Woche im Homeoffice.
Was ist heute besser, als vor 2 Wochen?
Kein Filmriss, keine Kopfschmerzen. Mehr Gefühle, ein fixes Ziel vor Augen.
Guten Morgen Tag 7.
Die Nacht war sehr lang, und dann definitiv zu kurz aber auch das gehört dazu. Ich versuche die Gedankenspirale zu brechen wenn es zu anstrengend wird.
Lesen, was ich sehr gerne tue hilft nicht, ich schweife direkt wieder ab, Serie / Film schaffe ich max 3 Minuten. Also eine Kanne Tee aufgesetzt, Entspannungsmusik gestartet und Ausmalbilder bearbeitet. Das hat mir geholfen, ich konnte mich auf etwas anderes konzentrieren auch wenn mein Unterbewusstsein eventuell weiter die Spirale gedreht hat.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich echt kaputt bin und ich zukünftig Strategien entwickeln muss um mich selbst aushalten zu können. Aber ich beherzige eure Ratschläge resultierend aus eurer Erfahrung und werde mich vorerst weiter auf die Entgiftung konzentrieren und von Tag zu Tag denken. Alles andere ist mir ebenfalls sehr wichtig, lässt sich aber bestimmt nur in kleinen Schritten lernen und dafür sind meine Einzelgespräche angedacht. (nicht die mit mir selbst, die führe ich zwar auch aber ich meine die psychologischen
)
So far, körperlich geht es mir gut.
Ok, pass auf Dich auf, ggf. Notruf wählen...
Danke, ich schreib das einfach jedes Mal kurz raus dann ist der Druck weg.
Wie war das, bist Du allein oder noch stationär?
Ambulant, war nur ein Schub, alles unter Kontrolle.
Was ist los?
Wände kamen etwas näher, legt sich aber grade.
Tee ist zum Glück vielseitig und lässt sich auch durch das Eine oder Andere aus dem Garten zubereiten. Ich mag auch gern etwas Ingwer.
--
Ich halte mich aktuell nicht aus. Heute wird definitiv hart.
Guten Morgen Tag 6.
Obwohl ich nur schlecht einschlafen und durchschlafen konnte fühle ich mich.. okay bis gut. Körperlich bin ich wohlauf, mein Kopf ist klar.
Keine Grübelei was am letzten Abend passiert ist und wie ich wohl ins Bett gekommen bin, was in den letzten Monaten mehrmals in der Woche der Fall war.
Ich freue mich auf den Tag. Mein Blutdruck hat sich seit gestern komplett normalisiert. Es ist längst nicht das Ende der Fahnenstange aber allein die gefühlte körperliche Besserung entschädigt jedes rumtigern durch die Wohnung in den letzten Tagen.
Ich bin ziemlich positiv gestimmt wie sich alles in der kurzen Zeit gefügt hat und welche Hilfestellungen ich bekomme, hatte mir das vorher schwieriger vorgestellt aber mit dem Bewusstsein und der Akzeptanz ein gewaltiges Problem zu haben läuft das aktuell ziemlich von selbst, was nur einen Schluss zu lässt, dass ich mir lange Zeit selbst im Weg stand und überhaupt keine Hilfe wollte. Eine wertvolle Erfahrung für mich, wer Hilfe sucht wird Hilfe bekommen.
Guten Morgen Oskar, Danke für deine Worte.
Den Eindruck machst Du hier aber ganz und gar nicht! Offen und strukturiert liest es sich für mich. Wieder ein Beispiel der Differenz, wie man ist -- wie man wirkt/rüberkommt. Online und schriftlich nochmal anders als im Realen.
Deshalb bin ich sehr froh, dass es eine Online SHG gibt, denn hier kann ich mich komplett öffnen ohne vor Scham im Boden zu versinken.
Ein Meilenstein ist für mich ein würdiger "großer" Moment - ein besonderes Ereignis. Bei mir war das ein abstinentes Jahr.
Das stimmt wohl, ich sollte es als Wegmarken sehen um noch zielstrebiger an den Meilensteinen zu arbeiten.
--
Waren die letzten Tage hart? Ja.
Aber ich bereue nicht einen davon. Im Gegenteil, ich habe mich selbst intensiver gespürt als lange Zeit davor und es war nicht immer leicht auszuhalten aber auch für mich eine teilweise neue Erfahrung. Ich werde versuchen zwischendurch in mich hineinzuhorchen um zu erfahren was mir gut tut, was mir weniger gut tut, abgesehen vom Alkohol...
Habt alle einen schönen Tag.