marc01 - Am Ende, was bleibt ist die Erkenntnis

  • Eines hatte ich gestern noch nicht geschrieben weil es sonst zu üppig geworden wäre...

    Mir hat Tee in den ersten drei Monaten ganz enorm geholfen, jeglichen Suchtdruck wegzubekommen und vor allem, mein bisheriges altes Alkohol-Trinkritual zu Hause völlig umzuformen. Kannst gern in meinen Beiträgen mal nach "Teezeremonie" suchen. Ich kann das aus eigener Erfahrung sehr, sehr empfehlen. Aber auch dies passt für den einen gut und der andere mag/will es nicht.

    Nun hatte und habe ich es an sich nie so übertrieben mit öko-, bio-, etc. - bin da noch "alte Schule" Jedoch bei Pestiziden war ich bzgl. Tee immer schon auch ein wenig auf der Hut weil ich sehr viel davon trank. Man wird sich trotz ggf. Bio-Sorten-Auswahl nicht komplett davor schützen können - habe aber immer schon darauf geachtet, verschiedene Sorten o./u. von verschiedenen Teebauern bzw. Versendern zu trinken. Das entschärft das Risiko etwas.

    willkommen im club:mrgreen:bin auch so ein tee-junkie...ärgere mich nur manchmal das ich mir das selbst all die jahre vorenthalten hab:/

  • Hallo marc01 Ein herzliches "Hallo" von mir. Setze Dich nicht selbst unter Druck. Ich hatte mal so eine Phase in der ich genau einen Rat bekommen habe: Denke erstmal von Tag zu Tag und vor allem an Deine Abstinenz.

    Fehler aus der Vergangenheit kannst Du weder heute noch morgen korrigieren. Und wenn jemand sauer auf Dich sein sollte, dann ist er es ganz sicher auch noch in einem halben Jahr. Derjenige läuft Dir garantiert nicht weg.

    Anfangs hat mir das Schreiben hier richtig gut geholfen und heute übrigens auch noch. Mich hat es abgelenkt die Antworten oder Reaktionen zu lesen. Darüber nachzudenken. Ich wollte und will unbedingt hier bleiben. Soviel phantastische Menschen wie hier im Forum, die uneigennützig stets da sind, habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht kennengelernt. Das ist unter anderem ein Grund von vielen, die mich täglich neu antreiben. Es lohnt sich sowas von sehr.

    Ich drücke Dir fest die Daumen. René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Guten Morgen Tag 7.

    Die Nacht war sehr lang, und dann definitiv zu kurz aber auch das gehört dazu. Ich versuche die Gedankenspirale zu brechen wenn es zu anstrengend wird.

    Lesen, was ich sehr gerne tue hilft nicht, ich schweife direkt wieder ab, Serie / Film schaffe ich max 3 Minuten. Also eine Kanne Tee aufgesetzt, Entspannungsmusik gestartet und Ausmalbilder bearbeitet. Das hat mir geholfen, ich konnte mich auf etwas anderes konzentrieren auch wenn mein Unterbewusstsein eventuell weiter die Spirale gedreht hat.

    Rückblickend kann ich sagen, dass ich echt kaputt bin und ich zukünftig Strategien entwickeln muss um mich selbst aushalten zu können. Aber ich beherzige eure Ratschläge resultierend aus eurer Erfahrung und werde mich vorerst weiter auf die Entgiftung konzentrieren und von Tag zu Tag denken. Alles andere ist mir ebenfalls sehr wichtig, lässt sich aber bestimmt nur in kleinen Schritten lernen und dafür sind meine Einzelgespräche angedacht. (nicht die mit mir selbst, die führe ich zwar auch aber ich meine die psychologischen :) )

    So far, körperlich geht es mir gut.

  • Mein Blutdruck hat sich weiter verbessert.

    Ich habe deutlich mehr Appetit als die letzten Tage.

    Ich habe es geschafft sehr schön aufzuräumen und mich nebenbei von einigen materiellen Dingen getrennt die ich nicht benötige und mich an ein turbulentes und zerstörerisches Leben erinnern.

    Siehst Du? Schritt für Schritt. An den positiven Veränderungen kannst Du wachsen.

    Was ist heute besser, als vor 2 Wochen?

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Rückblickend kann ich sagen, dass ich echt kaputt bin und ich zukünftig Strategien entwickeln muss um mich selbst aushalten zu können.

    Alles andere ist mir ebenfalls sehr wichtig, lässt sich aber bestimmt nur in kleinen Schritten lernen und dafür sind meine Einzelgespräche angedacht. (nicht die mit mir selbst, die führe ich zwar auch aber ich meine die psychologischen :) )

    Hi marc,

    wie geschrieben, gib Dir Zeit. Du bist noch mitten im Entzug. Deine ganzen Systeme laufen im overdrive. Bei mir war es auch so, dass ich mich auf nichts konzentrieren konnte. Unruhig war. Da half nur Zähne zusammen beißen und aushalten. Das wurde aber über die Wochen besser und besser. Und auch der scheinbare Berg wurde kleiner oder ich hatte ihn überschritten. Nur dadurch das ich abstinent geblieben bin und somit immer klarer sehen konnte.

    Zu den Strategien und Therapie. Ruhig Blut. Ich wäre in den ersten Wochen überhaupt nicht wirklich Therapiefähig gewesen. Und ich weiß, wovon ich rede, ich habe Therapieerfahrung.;)

    Also heute trinke ich nichts. Und weiter auf das konzentrieren, was ich Dir schon schrieb. Gehts Morgen zur Arbeit?

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hi Marc, schön, dass du hier bist. Bleib dran, es lohnt sich. Viel Kraft von mir für dich. Immer schreiben, das hilft enorm.

    LG, Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Guten Morgen Tag 7.

    Die Nacht war sehr lang, und dann definitiv zu kurz aber auch das gehört dazu. Ich versuche die Gedankenspirale zu brechen wenn es zu anstrengend wird.

    Lesen, was ich sehr gerne tue hilft nicht, ich schweife direkt wieder ab, Serie / Film schaffe ich max 3 Minuten. Also eine Kanne Tee aufgesetzt, Entspannungsmusik gestartet und Ausmalbilder bearbeitet. Das hat mir geholfen, ich konnte mich auf etwas anderes konzentrieren auch wenn mein Unterbewusstsein eventuell weiter die Spirale gedreht hat.

    Rückblickend kann ich sagen, dass ich echt kaputt bin und ich zukünftig Strategien entwickeln muss um mich selbst aushalten zu können. Aber ich beherzige eure Ratschläge resultierend aus eurer Erfahrung und werde mich vorerst weiter auf die Entgiftung konzentrieren und von Tag zu Tag denken. Alles andere ist mir ebenfalls sehr wichtig, lässt sich aber bestimmt nur in kleinen Schritten lernen und dafür sind meine Einzelgespräche angedacht. (nicht die mit mir selbst, die führe ich zwar auch aber ich meine die psychologischen :) )

    So far, körperlich geht es mir gut.

    gut du hast die nacht überstanden...halte den kurs;)

  • Es läuft genauso wie gestern, wahrscheinlich kommt noch die Müdigkeit dazu und zieht mich nochmehr runter. Gedankenspirale, nicht zu brechen.

    Okay, akzeptiert. Musik an und malen, keine Chance auf Besserung. Ich musste raus, ein Spaziergang wird es schon richten.

    Beim Aufräumen habe ich einiges an Kleingeld gefunden und in einer Schale gesammelt. Ich habe es heute nicht gezählt... ich habe den Bierpreis überschlagen.

    Und plötzlich saß dieses dämliche Äffchen in meinem Kopf und wollte mir eine Lösung verkaufen, eine Lösung welche ich gern akzeptiert hätte, wahrscheinlich wollte ich es in diesem Moment sogar.

    Stop.

    Ich musste raus aus der Situation, ab ins Bad. Genau dieses dämliche Äffchen wegen dem ich aktuell ziemlich in der Scheiße sitze wollte mich dort hinbringen wo ich nicht mehr hinmöchte. Ich habe es vertröstet auf morgen. Morgen gebe ich vielleicht auf, aber heute bleibe ich standhaft. Morgen werde ich mir das selbe sagen.

    Ich ging natürlich spazieren.

    Ich muss noch viel lernen, unverhofft kommt oft.

    Werde jetzt den restlichen Tag im Bett verbringen.

    PS: Das Geld ist längst auf den Weg in die Kläranlage.

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