Beiträge von theel

    Hey,

    danke für die Aufmunterung :) Um ehrlich zu sein dreh ich mich gerade ein bisschen im Kreis. Hatte einen eingeklemmten Nerv und konnte jetzt eine Weile keinen Sport mehr machen. Und die Trennung hatte sich jetzt vor Weihnachten nochmal bestätigt. Sie datet sich auch schon und ja, um ehrlich zu sein, bin ich schwach geworden und hab über die Feiertage getrunken. Weiß nicht wie ihr hier mit Rückfällen umgeht, aber ich hatte einen und fühl mich nicht grade gut damit. Mir ist ehrlich gesagt alles zu viel geworden und ich wollte irgendwie wieder zurück zu meinem "normalen" Leben finden bzw. weiß ich nicht genau was ich wollte, wenn ich ehrlich bin. Muss jetzt aber wieder von "vorne" anfangen. Obwohl ich mich nicht ganz so fühle. Hab gemerkt, dass in der Beziehung das Leben gesehen habe, das ich eigentlich will in meinem Leben, aber ich schaff es irgendwie nicht, dass für mich selbst umzusetzen, weil meine Gedanken immer wieder zu dieser schönen Zeit zurückkehren und ich wieder merke was ich verpasst hab. Vielleicht lag es auch an dem Nerv, ich weiß es nicht wirklich. Aber ja, leider muss ich wieder von vorn anfangen was die Entgiftung angeht. Ist jetzt zum Glück nichts schlimmes passiert, durch den Rückfall, aber mir selbst gegenüber war das natürlich total bescheuert, weil es jetzt nur wieder länger dauert, bis ich wieder an dem Punkt bin, an dem ich mal war.

    Mach dir keine Vorwürfe, nicht in der Vergangenheit wühlen, jetzt was tun!! Was meinst du mit Alter ignorieren? Willst du denn noch zu einer Selbsthilfegruppe. Auch wegen Kontakten. Das mit der Familie glaube ich dir zu 100 Prozent. Was hast du denn geplant wie es weitergeht? Bin 8 Wochen Trocken und es tut sehr, sehr gut!! Wurde von Jahr zu Jahr körperlich und psychisch immer schlimmer. Ist ja auch Gift.

    Ja, ist schwer über Weihnachten jetzt. Hatten uns da kennen gelernt. Aber bin schon weiter. Erleb jetzt halt viel das erste Mal wieder als Single.

    Mit Alter ignorieren meinte ich dass ich halt schon 40 werde und da wird's langsam schon eng mit Familie. Also mach mir keine Illusionen dass ich so ein Glück wie dieses Jahr gleich wieder haben werde.

    Bin jetzt mal in einer Tagesklinik angemeldet im Januar. Ansonsten dann auch wieder Psychologe und halt weitermachen. Also mit Sport, Bewegung, neue Leute kennenlernen und den Winter aushalten. Denk viel nach und fühl auch viel, aber ja insgesamt geht's mir Recht gut für das was passiert ist.

    Merk auch wie es meinem Körper besser geht. Der Psyche grade nur so bedingt. Aber dauert wohl einfach noch .

    Hey, danke der Nachfrage. Nicht wirklich gut, aber wird langsam erträglich. Selbstvorwürfe und der Liebeskummer haben deutlich nachgelassen, aber mein Alter kann ich leider nicht ignorieren. Daher ist's bei mir grad so 50:50 wie es weiter geht. Wo ich mir sicher bin, ist dass ich ohne Familie nicht glücklich werde. Wo ich mir noch unsicher bin ist wie mein Plan B aussieht. Will im neuen Jahr auf jeden Fall nicht mehr so leben wie in diesem. Also schon immer noch ziemlich verzweifelt und ja, denk ich muss noch suchen bis ich meinen Platz finde. Ansonsten nicht viel neues bei mir.

    Als Süchtiger stimmt das nicht. Ich wollte zu 100 Prozent aufhören, so oft. So viel kaputtgegangen. Immer weiter gemacht. ALLES versucht. Doch der Suchtdruck und die Sucht haben mich 25 Jahre konsumieren lassen. 300 Entzüge, 3 stationäre Therapien, Selbsthilfegruppen, viel Arbeit, wenig, keine. Mit Frau oder ohne. Mit Saufkumpels oder ohne. Anderes Bundesland oder Niedersachsen. Die Sucht hat bestimmt, nicht ich. Immer gedacht JETZT schaffe ich es, diesesmal und nochmal. Nichts hat geholfen. Komischerweise klappt alles andere aber die Sucht hat so eine unglaubliche Macht.

    Hey, wie gesagt, das ist keine allgemein gültige Empfehlung und bitte bleib bei dem was du machst, wenn es für dich funktioniert. Ich hab dieses extreme Verlangen halt nicht bzw. grade nicht, daher konzentrier ich mich auf anderes jetzt erstmal. Nüchtern sein ist bei mir eher eine Basis grade.

    Ich würde dir gern sagen wie dein Saufdruck weggeht. Hatte früher auch schlimmen, aber bei mir hat sich im Kopf irgendwas umgeschaltet. Kann nicht sagen was genau, aber Alkohol ist für mich nicht mehr das gleiche wie früher und ich erinnere mich wenn ich dran denke immer wieder daran, dass es einfach nur Selbsttäuschung ist, wenn man denkt, dass würde irgendwas wieder besser machen. Hatte am Anfang noch ab und zu getrunken und der Liebeskummer war immer schlimmer nach dem Abend mit Alk. Hatte keine Lust mehr meine Emotionen aufzuschieben, weil sie nicht verschwinden. Man schluckt sie eher runter für kurze Zeit und dann kommen sie wie ein Boomerang zurück, aber vermischt mit den gestörten Emotionen die man nur durch den Alkohol hat. Also allein das reicht mir als Grund das nicht mehr haben zu wollen und der einzige Weg dahin ist nicht zu trinken. Aber ja, ich hab damit nicht so zu kämpfen. Kann sein dass das noch kommt oder in manchen Situationen kommt, aber momentan hält sich das bei mir in Grenzen.

    Der Arbeitsmarkt für SozPäd. ist doch derzeit sehr, sehr gut!

    Und neben dem Job funktioniert eine ambulante Suchtreha, wie ja hier schon vorgeschlagen wurde.

    Google Rentenversicherung + Reha bei Abhängigkeitserkrankungen.

    Hab mit der Suchtberatung einen Termin im Januar. Ich denke bei mir in der Stadt oder Umgebung gibt es sowas nicht, aber hab mich an mehrere "Hilfsorganisationen" gewendet, also werd schon was passendes finden. Bin ja schon bei einem Psychologen in Behandlung grade auch, aber halt 95€ die Stunde.

    Ja, mach mir auch keine Sorgen keinen Job mehr zu finden. Zur Not gehts in den Kindergarten, da kann man morgen anfangen wenn man will. Aber will ich eigentlich nicht. Der Jobmarkt mag zwar gut sein, aber gute Stellen (Vollzeit, Festvertrag, "gutes" Gehalt) sind selten und die werden auch nicht mehr verlassen im Normalfall. Aber das ist ein anderes Thema :)

    Ich bin zwar auch erst frisch getrocknet, hierzu möchte ich sagen, dass ich nach meiner Langzeit den Fehler gemacht habe, mich nur auf die Ursachen meines Rückfalls konzentriert zu haben und die Sucht an sich nicht ernst genug genommen zu haben. Da war der nächste Rückfall vorprogrammiert.

    Ob psychische Belastungen oder Sucht zuerst da waren, spielt m.E. keine Rolle, Fakt ist aber, solange die nasse Zeit noch zu nah ist, ist es (zumindest für mich) viel zu riskant, z.T. traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten. Bei mir ist das ein Scheunentor für die Sucht. Dass die Sucht sich von alleine erledigt, wenn ich das andere geklärt habe, war ein Trugschluss. Aufarbeitung ist Stress und der hat den Suchdruck im Schlepptau.

    Ja, will damit auch nicht sagen, dass der Weg für jeden richtig ist. Will hier auch niemanden überzeugen oder dazu animieren, dass so zu sehen wie ich. Finds auch gut was hier angeboten wird und ihr helft Menschen, also alles gut. Aber will jetzt zum Beispiel nicht über das Wort Rückfall diskutieren und wenn ich was dazu sagen würde, würde das hier denke ich zu Diskussionen führen, daher denk ich, ich sag dann besser einfach nichts.

    Und ja, die Aufarbeitung von der Vergangenheit ist nicht in jedem Fall einfach oder ohne professionelle Hilfe förderlich, da hast du auch Recht. Wie gesagt, meine Art die Sache anzugehen, ist keine Empfehlung.

    Was meinst Du damit? Das Du hier jetzt in den Sack haust? Ich frage, weil ich mir dann auch keine weiteren Gedanken zu Dir machen würde.;)

    Nj, ich denk ich komm hier momentan nicht weiter. Ist auch nicht böse oder negativ gemeint. Ich versteh schon, dass es hier um Abstinenz und dabei bleiben geht. Und das ist auch gut und richtig, aber funktioniert für mich halt im Moment nicht. Also abstinent bleiben schon, aber den Fokus darauf legen kann und will ich im Moment nicht und glaub auch nicht, dass das in meinem Fall der richtige Weg ist. Natürlich ist es wichtig nicht zu trinken, aber bei mir sind noch andere Themen dabei.

    Also mir ist egal wer Schuld an meiner Sucht hat. Ich, die alten Freunde, meine Kindheit? Es ändert nichts. Genau wie die Vergangenheit. Ich bin süchtig geworden. Ich muss gucken wie ich Trocken werde und bleibe. Sonst lande ich immer wieder am selben Punkt. Krank, erschöpft, traurig, weinend, ein Häufchen Elend. Und je länger ich saufe desto schlechter geht es mir. Von Jahr zu Jahr. Das konnte ich beobachten. Fokkussiere dich auf das wichtige, dieses rumwühlen in alten Geschichten ist ab einem gewissen Punkt Zeitverschwendung. Bin fast 6 Wochen trocken, mir gehts ganz gut. Macht Spaß hier immer zu schreiben 3 Wochen 4, 5. Waren schwierige Momente dabei. Habe sie gemeistert. Fühlt sich toll an.

    Mir ging es nicht um die Sucht. Ich wollte damit erklären, warum ich so zu kämpfen hatte damit, dass ich das die Beziehung so in den Sand gesetzt hatte, obwohl ichs besser hätte wissen müssen. Ich hab auch geschrieben, dass ich die Vergangenheit bis zu dem Tod meiner Mutter aufgearbeitet hatte. Ich lege meinen Fokus nicht ausschließlich auf die Vergangenheit, aber für mich ist das ein Teil des Prozesses.

    Ich melde mich wieder, wenn ich an einen Punkt kommen sollte, an dem die Sucht bei mir im Mittelpunkt steht. Tut sie zwar, aber ich will ihr grade nicht diesen Raum in meinem Leben geben und jetzt alles daran ausrichten. Ob ich jetzt trinke oder nicht, ist meine Entscheidung, nicht die meiner Sucht. Wie gesagt, kann sein, dass ich noch an diesen Punkt komme, an dem ich mein Leben deswegen einschränken will, aber dazu ist Alkohol einfach viel zu präsent und überall dabei in meinen Augen. Ich weiß, dass es ein Suchtgedächtnis gibt und das wird auch bleiben, aber damit kann ich dann umgehen, wenn es soweit kommt, dass ich wieder an so einem Punkt bin, wie der mit der Trennung jetzt. Für mich ist das Entscheidende es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und dafür muss ich psychisch stabil werden. Angst ist da für mich der falsche Weg.

    Also nicht falsch verstehen, wenn der Weg den du gehst für dich passt und du merkst, dass es dir besser geht, dann bleib dabei. Was der Alkohol mit einem macht und wohin es führt und die Entscheidung da nicht mehr hin zu wollen, ist denk ich das wichtigste, egal wie der Weg dahin aussieht.

    Dass das hier ein Alkoholikerforum ist, dürfte eigentlich jedem klar sein. Entscheidend ist doch die Frage: Was mache ich gegen meine Sucht? Nicht: Welche Leiden quälen mich sonst noch, was läuft überall schief, wer hat mir wann wehgetan. Das mag alles existieren, aber es bleibt nur ein begleitendes Thema.

    Wichtig ist: Was tust du konkret, um dich zu schützen? Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus? Welche Strukturen hast du geschaffen, damit die Sucht keinen Platz mehr bekommt? Selbstdarstellung, ausführliche Leidensgeschichten oder das Ausbreiten des eigenen Dramas bringen hier niemanden weiter. Und jemanden per PN die komplette Lebensgeschichte aufzudrücken, heißt für mich nichts anderes als: Schau mal, wie schlimm ich es hatte.

    Mach das doch mal mit deinem Psychologen. Hier sind die Eckpunkte, die ausreichen.

    Wenn es dir darum geht, nüchtern zu bleiben und Wege aus der Sucht zu finden, bist du hier richtig. Dafür ist dieser Raum da. Für normalen Austausch gibt es auch Platz ,aber bitte mit Fokus auf die Sucht.

    Nicht auf Geldanlagen, Lebensdramen oder alles Mögliche, nur nicht das eigentliche Thema.

    Ja, wollte ja nur sagen, dass es auch positive Entwicklungen gibt was mein Leben angeht.

    Weiß nicht, warum da jetzt so eine Diskussion darüber entstanden ist. Ich versteh aber was R\no mir sagen will.

    Hatte meine Strategien gegen die Sucht in einem anderen Post geschrieben.

    Für mich hört sich das nicht gut an, einfach so weiterleben wie bisher klingt nicht sehr überzeugend.

    Das mit der Arbeit hört sich schon nach Vergangenheit an 😬

    Wie gesagt sei bitte vorsichtig. Die alten Hasen können dir sicher auch noch einen Rat geben und damit meine ich keine Anlageberatung☝️

    Bin grad auf Arbeit :) also ich mag meinen Job. Tut gut wieder da zu sein. War insgesamt 3 Wochen weg jetzt aber bin seit letzter Woche wieder am Arbeiten.

    Weiterleben wie bisher heißt für mich kaum Geld auszugeben. Jetzt noch weniger weil ich oft sinnlos Geld ausgegeben hatte. Grad für Alk oder fast food auf dem Weg irgendwo.

    Hab Kumpels die schon investieren. Also muss es halt noch selbst lernen. Tipps hab ich genug, denk ich.

    Also keine Sorge :)

    Keine Sorge. Hatte noch nie viel Geld daher leb ich einfach so weiter wie bisher. Muss nur schauen wie ich das anlege am besten.

    Ansonsten geht's mir zur Zeit ganz gut, ja. Arbeiten war glaub ganz gut für den Selbstwert.

    Hey stef2303 ,

    kann dir den Post als Nachricht schicken wenn du noch antworten willst. Sollte nur nicht im öffentlichen Forum sein, daher ist er weg.

    Ich hatte halt die letzten Wochen noch starken Liebeskummer, daher hab ich soviel von der Trennung geredet. Mittlerweile geht es aber und ich will mich nicht mehr selbst dadurch aufhalten. Wie du sagst, was vorbei ist, ist vorbei. Gibt auch keine Chance mehr, da sie schon den nächsten hat vermute ich. Jedenfalls ist das durch und ich hab's mittlerweile auch akzeptiert.

    Die Selbstvorwürfe sind dadurch auch weniger geworden. Bin eigentlich eher nur noch traurig deswegen, aber denk mir auch, wenn sie die richtige gewesen wäre, hätte sie mir noch eine Chance gegeben nachdem was ich jetzt an mir verändert hab.

    Jedenfalls ja, hab nicht viel von der Abstinenz geredet, weil das irgendwie klar war für mich, also das man abstinent ist wenn man hier schreibt. Lag aber hauptsächlich daran dass der Liebeskummer noch stark war und mich das beschäftigt hat.

    Mich hat es am Anfang nicht wirklich gefreut, dass ich mein Leben geändert hab. Aber mich hat Ehrlicherweise nichts mehr gefreut. Mittlerweile lach ich auch wieder und vergess sie auch manchmal. Bin schon weiter als ich dachte.

    Stärke hab ich mitgenommen aus dem was bei mir passiert ist. Und das Wissen, dass einen Trauer nicht umbringt und selbst die schlimmste Trauer irgendwann vergeht. In der Geschichte stand ja, dass ich fertig studiert hatte, jetzt meinen Führerschein wieder hab und auch ein Auto. Mittlerweile hab ich sogar geerbt und hatte noch nie soviel Geld wie grade auf dem Konto. Also bin nicht auf der Stelle gestanden. Hatte nur nie kapiert, dass der Alkohol auch in kleinen Dosen ein Problem bleibt und die Dynamik bei mir nicht verstanden. Aber jetzt versteh ich sie ja.

    Also ja, bin jetzt wieder im Tun Modus. Hoffe der Nerv gibt morgen mal wieder Ruhe und ich kann wieder Sport machen. Donnerstag geht's beim Psychologen weiter und sonst ist Weihnachten auch schon geplant. Mit Familie und die wissen alle Bescheid. Will jetzt wieder leben und nicht mehr trauern oder mich selbst fertig machen. Und ja diese Lebensweisheiten sind das was ich mach. Abgesehen vom Sport grade... Aber ich nehme irgendwie trotzdem ab :) Und im neuen Jahr werd ich mich dann wieder Daten, wenn alles stabil genug ist und mein Herz wieder frei. Investieren muss ich dann noch lernen. Und kann vielleicht eine Fortbildung zum systemischen Berater machen. Also beruflich soll's auch weiter gehen, weiß nur noch nicht genau wie.

    Tut mir leid, dass ich so negativ war, mich hat das einfach nur runtergezogen.

    Also noch zu Strategien wie ich Abstinent bleibe:

    Mach viel mit meiner Familie wieder und hab das Glück 2 Nichten zu haben, die mich mögen. Ich merke das die ältere merkt, dass es mir schlecht geht und versucht mich aufzuheitern, weil es sie traurig macht, dass ich traurig bin. Sie versteht die Hintergründe nicht, aber was mir hilft, ist dass sie keine Notwendigkeit darin sieht traurig zu bleiben. Und die gibt es auch nicht. Ebenso wie es keinen Grund gibt, sich sein Hirn zu vernebeln. Das aus Sicht eines Kindes zu sehen hilft mir. Was da noch hilft, ist dass ich ihnen nie betrunken gegenübergetreten bin und mich das sehr oft davon abgehalten hat sie zu sehen. Hab dann erkannt, dass das auf alle Menschen zutrifft. Und das will ich nicht mehr in meinem Leben. Der Alkohol hat mich zu lang davon abgehalten für andere (wirklich komplett) da zu sein. Der Gedanke hilft mir.

    Da ich vor allem wegen Schlafproblemen angefangen habe zu trinken (die haben bei mir schon im Kindesalter angefangen), ich aber schon weiß, dass ich ohne Alkohol besser und erholsamer schlafe und auch wieder träume, ist das kein Grund mehr zu trinken, sondern eben nicht mehr zu trinken. Sport hilft da auch, also wenn man danach dieses Gefühl hat zufrieden müde zu sein. Geht halt nur, wenn der Körper ausreichend belastbar ist. Bei Übergewicht und allgemein schlechtem Zustand, sollte man Schwimmen gehen. Mindestens 30 Minuten, möglichst am Stück und ohne Pause. Für den Anfang reichen aber auch schon weniger. Geht darum, dass das man das regelmäßig macht. Bei Männern hilft das Fitnessstudio bzw. Muskelaufbau auch mit dem Selbstwert. Also man muss kein Arnold Schwarzenegger werden. Geht da mehr darum, dass sich die Haltung verbessert, man wieder mehr Körpergefühl entwickelt und das Testosteron Level steigt. Hab mich dem früher immer verweigert, weil ich diesen "Körperfetisch" nicht mochte, aber muss sagen, dass ich mich da getäuscht habe. Das hilft wirklich. Und wenns dann mal mit dem Schlafen nicht klappt, klappts am nächsten Tag bestimmt, weil der Körper irgendwann den Schlaf einfordert.

    Und unterwegs sein. Also schöne Sachen machen, an andere Orte fahren, sich nicht von sich selbst aufhalten lassen und einfach machen. Das muss man üben, grade mit niedrigem Selbstwert, aber meist kommen dann schöne Erfahrungen dabei raus, die einen dann ein Stück weit befreien von dieser Überzeugung, dass man sich dann eh nur allein und einsam vorkommt, wenn man jetzt einen Ausflug allein macht. Kann natürlich auch passieren, aber dann sollte man das nicht überbewerten. Sag nicht, dass das einfach ist, aber anders geht es nicht, denke ich.

    Ernährung ist auch wichtig. Also ich find Fasten ganz gut, aber man sollte schauen, dass man keinen Vitaminmangel hat oder andere Ernährungsmängel. Die reichen bei mir schon um psychische Effekte auszulösen. Unterzucker ist auch fatal. Daher schau ich, dass ich dann Obst esse oder einen (qualitativ hochwertigen) Saft trinke. Hab über die Beziehung auch gelernt, dass wir in unserer Kultur viel "Schrott" essen bzw. hab ich das getan. Wenn man das umstellt und sich da ein wenig zwingt, auch wenn man es anders gewohnt ist, hilft das enorm. Setzt natürlich leider Geld voraus, da gesundes Essen leider teuer ist, aber es hilft dem Körper, stärkt auch das Selbstbewusstsein und ja, ist eigentlich der Sinn unseres Körpers, also ihn damit zu füttern was ihm gut tut und nicht mehr mit dem was ihn zerstört oder von seinen Funktionen abhält. Weiß nicht ob Nüsse die Regeneration des Hirns beschleunigen, aber schaden tut es wohl nicht.

    Und Stress vermeiden. Alte Kontakte, die man meist nur wegen dem Trinken hatte, meiden und seine Gründe erläutern. Kann ja auch sein, dass die Person sich das gleiche denkt und schon hat man einen "Mitstreiter". Wenn nicht, sollte man den Kontakt auf Eis legen bzw. sich nicht treffen. Mach jetzt nichts mehr mit Menschen, denen die Sucht noch nicht bewusst ist und die noch darin stecken. Hatte halt immer Skrupel, weil ich helfen wollte, grad den einsamen, aber im Endeffekt erhält man ja nur die Sucht des anderen. Hab für mich verstanden, dass ich mit einem vernebelten Kopf eh nicht helfen kann, daher fällt der Gedanke jetzt für mich auch weg.

    Ja, also so viel mal. Gibt noch mehr, aber ich denk das wichtigste ist, zu erkennen, dass es nur diese eine Richtung gibt. Hartmut hat das an anderer Stelle ganz gut ausgedrückt: "Entweder man lebt abstinent oder man trinkt wieder." So in etwa. Natürlich ist das mit nicht so einfach, aber es bringt es ganz gut auf den Punkt.

    Wo genau sollst du denn versagt haben? Glaubst du das wirklich, nur weil du süchtig geworden bist? Sucht ist kein persönliches Versagen, sondern eine Krankheit. Sie schleicht sich ein – und irgendwann ist sie da. Oder hattest du das Gefühl, das bewusst unter Kontrolle gehabt zu haben, um rechtzeitig Stopp zu sagen?

    Sucht ist kein moralisches Scheitern.

    Alles andere – Liebeskummer, Beziehungschaos, das ganze private Drama , ist sicher belastend, begleitet einen und tut weh. Aber das ist ein anderes Thema. Und es ist auch keine Kritik an deiner Vorgehensweise, sondern ein Hinweis, aufzupassen, dass nicht das ganze Internet mitbekommt, wer da welche Rolle mitgespielt hat.

    Und ja, wir im Team entscheiden, was grenzwertig ist und was nicht. Deshalb ist auch eine Diskussion darüber unnötig.

    Das denke ich mir. Hast du den noch? Wenn nicht, schau mal in deine PN, die zwei Sprechblasen oben in der Leiste.

    Nein, hatte den nicht mehr. Deswegen war ich auch ein wenig angesäuert. Aber danke, dass du ihn mir geschickt hast :)

    Ja, das Gefühl hab ich. Ich hätte das ernst nehmen müssen was ich ihr versprochen hatte, weil ich wusste, dass es besser für mich ist und der andere Weg mich unnötigerweise von einem normalen Leben abhält. Ich war ja nicht komplett blind, hab mich eher gehen lassen und dann wars zu spät. Bin ja aus edit wieder gekommen mit dem Vorhaben, das jetzt hinter mir zu lassen, bis sie dann nach Dtl. kommt. Wenn ich es ernst genommen hätte, wäre ich jetzt bei 8 Monaten Abstinenz und Nicht Raucher. Da hab ich versagt, weil ich es eigentlich besser wusste. Hab eben nicht Stop gesagt, sondern den Stop vertagt und das werf ich mir vor (mit dem Hintergrund).

    Aber da kann jetzt auch ein Punkt drunter. Wollte das wie gesagt nur besser erläutern mit dem Hintergrund.

    Ja, bin Donnerstag wieder beim Psychologen.

    Genau wegen solchen Fragen, hab ich aufgeschrieben was bei mir passiert ist. Nein, ich bin kein Schläger. Mach mich auch nicht fertig, wegen dem was in der Vergangenheit passiert ist, sondern weil ich eben mit dieser Vergangenheit, diese Chance, da recht einfach oder zumindest einfacher als in der jetzigen Situation rauszukommen, nicht wahrgenommen oder ernst genug genommen hab.

    Die Pause will ich machen, da ich das halt noch aufarbeiten will bzw. ich ja eh nur davon rede im Moment. Das Abstinent bleiben ist bei mir grad nicht der Fokus auch wenn ich es bin.

    Ja, das hab ich ja erkannt. Deshalb will ich das ja hinter mir lassen und mir vergeben, sonst kommt das immer wieder hoch und ich muss mich in Situationen damit auseinandersetzen die schwerer zu überstehen sind als die jetzige.

    Also sorry, aber diese Wartezeiten sind natürlich fatal, grade für Leute die frisch nüchtern sind. Aber da haben wir unterschiedliche Meinungen. Die Wartezeiten gibt es ja nicht, weil es sinnvoll wäre zu warten, sondern weil es zu wenig Therapie Angebote gibt. Ich könnte bspw. hier in meiner Stadt Ende Januar auf Entgiftung. Einen freien Platz zu suchen in einer anderen Stadt, ist nicht möglich, weil es an den Landkreis gebunden ist. Klar, das liegt jetzt auch an der Jahreszeit, aber das sind 6 Wochen Wartezeit. Grad für den Anfang ist das viel zu viel in den meisten Fällen.

    Richtig, aber ich bin überzeugt davon, dass man Selbstmitleid in Selbstmitgefühl transformieren kann und auch "muss", um sich vergeben zu können. Aber will jetzt auch nicht sagen, dass das jeder so machen sollte. Am wichtigsten ist der Entschluss nicht mehr zu trinken und sich nicht mehr weiter von der Sucht kontrollieren zu lassen. Ohne den findet man den Weg in diesen Prozess ja aber auch nicht.

    Ich habe einen eingeklemmten Nerv und kann seit einer Woche keinen Sport machen. Das macht alles ein wenig schwerer, aber ich nutz die Zeit eben für die Aufarbeitung, da ich das ausheilen lassen muss. Werde noch eine Runde laufen, aber das stresst den Nerv leider auch. Faste viel, da das wohl die Entzugserscheinungen abmildert und die Entgiftung unterstützt, also trinke genug und esse Obst bzw. achte auf die Vitamin Zufuhr. Die Kilos verschwinden auch rasant, also hab seit Anfang des Jahres 15 Kilo abgenommen jetzt. Dann hab ich heute noch Nachtdienst auf der Arbeit, also bin ich abends, nachts und morgens eh mit Ablenkung versorgt. Ich denke auch gar nicht ans Trinken, nur bei Stress oder diesen depressiven Verstimmungen hab ich manchmal den Gedanken, das abzumildern, aber weiß ja wohin mich das geführt hat und das es den Prozess nur verlängern würde. Versuche Stress und Situationen die mit dem Trinken verbunden waren zu vermeiden grade. Merke auch wie ich viele Situationen die mir grade gar nichts mehr geben, einfach mit dem Trinken überbrückt habe. Bspw. mit Bier in den Park zu hocken und dann 2 Stunden am Handy zu hängen. Wenn ich das nüchtern mache, bin ich nach 10 Minuten genervt und frag mich was ich hier eigentlich mache. Und das lern ich grad in vielen Situationen und auch Bekanntschaften.

    Was mir geholfen hat, war meine Leber untersuchen zu lassen, die noch nicht irreversibel geschädigt ist. Der Arzt meinte zu mir: "Ihr leuchtender Stern ist jetzt nicht mehr der Alkohol, sondern ihre Leber." Das hat mir schon eingeleuchtet.

    Gedankenblitze, meine Alkoholvergangenheit betreffend, kamen und kommen immer wieder mal auf. Nur dann setz ich mich damit auseinander. Und auch nur kurz. Mich damit systematisch auseinanderzusetzen, wäre bei mir eher kontraproduktiv gewesen und hätte mich runtergezogen. Weil viel mit Scham und Schuldgefühl verbunden ist. Und das sind Gefühle, die ich nicht mehr fühlen will.

    Ja, das mag für jeden anders sein. Wenn man merkt, dass einen das runterzieht oder nichts produktives dabei rauskommt, sollte man das auch sein lassen, bevor man wieder trinkt. Für mich ist der Umgang mit Scham und Schuldgefühlen halt damit verbunden sich dem zu stellen und es anzunehmen, bis es OK ist. Mir hilft das eher, weil es dann mit der Zeit ganz verschwindet. Wenn es dann mal wieder aufblitzt, kann ich mir dann sagen, dass ich darüber schon mehr als genug nachgedacht habe und es eben kein zurück mehr gibt. Bin halt noch in dem Prozess gerade.

    Ich wollte ja keine Aufarbeitung, sondern nur sagen was bei mir passiert ist, um zu verdeutlichen warum es mir schwer fällt, mir nach all dem was passiert ist, zu verzeihen an diesem Punkt versagt zu haben. Diese stabile Basis ist ja meine Entscheidung das Trinken jetzt endgültig hinter mir zu lassen, selbst wenn ich nicht süchtig wäre, würde das sonst wieder passieren, weil Alkohol das Hirn lahmlegt.

    Ich find es einfacher die Selbstabrechnung vorher zu machen, weil das für mich die stabile Basis erst ermöglicht. Aber der Text war schon recht "heilsam" für mich, weil mir jetzt klar ist, dass die Trennung nur die Spitze des Eisbergs war und mir mit klarem Kopf natürlich viel schlimmer vorkommt, da sie rückblickend der Endpunkt einer Suchtgeschichte war. Wenn ich jetzt mit Selbstvorwürfen in die Welt raus gehe, fällt es mir zumindest viel schwerer offen zu sein. Wie gesagt, ich wollte keine Aufarbeitung, sondern die Situation verständlicher machen. Ich bin ja in Psychotherapie um damit leben zu lernen und die Situation anzunehmen. Da bin ich aber schon weiter als vor 2 Wochen.

    Richtig. Hatte auch geschrieben, dass es zwischen all dem Negativen was passiert ist, auch Positives gab. Glaub dieses Negative zu verstehen und zu akzeptieren, bringt schon viel, damit die Sucht nicht so viele Einfallstore hat. Selbstvorwürfe sind bei mir jedenfalls eins davon. Aber ich wollte hier jetzt auch keine psychologische und seelische Aufarbeitung des ganzen erreichen.

    Mein Fokus ist ja auf der Abstinenz. Ich hatte einfach meine Geschichte mal geschrieben, damit man meine Situation besser versteht. Das ist Vergangenheit für mich, also mein Fokus liegt schon auf dem Hier und Jetzt. Was ich damit ausdrücken wollte, ist dass ich damals halt nicht aufhören konnte, um zu funktionieren, also keinen Entzug zu bekommen. Für mich bedeutet das, dass der Alkohol viel zu viel Macht hatte damals. Ich konnte als Mensch damals nicht funktionieren, wenn ich einfach mal aufgehört hätte.

    Versteh jetzt auch nicht ganz, warum die Aufarbeitung der Vergangenheit kein Mittel sein soll, um abstinent zu bleiben. Das sind ja Situationen die ich nicht wieder erleben will und ich wollte mit meiner Suchtbiographie halt klar machen an welchen Punkt ich bin und wie ich da hingekommen bin. Und ich weiß, dass ich hier in einem öffentlichen Forum bin. Aber ich hab ja weder Anhaltspunkte gegeben wer ich bin, noch wo ich genau herkomme, daher versteh ich eure Sorge nicht so ganz, aber versteh den Schutz Gedanken dahinter.

    Mein Fokus in diesem Prozess ist halt grade das Aufarbeiten von dem was ich getan hab, weil ich Probleme habe mir zu verzeihen was ich gemacht habe. Als ich das geschrieben hab, hab ich aber auch gemerkt, dass mein Fokus viel zu sehr auf dieser letzten Trennung liegt und sich da eigentlich nur etwas wiederholt hat. Und all diese Dinge sind Gründe für mich dabei zu bleiben, nichts zu trinken. Fühl mich da auch nicht als Opfer, eher als Täter oder Mittäter.

    Ich denk ich mach jetzt mal eine Pause hier und arbeite das für mich selbst oder an anderer Stelle auf. Mich beschäftigt das halt im Moment am meisten. Solang ich damit nicht abgeschlossen hab, steck ich darin halt fest und ich will es jetzt auch nicht verdrängen.