Da guck noch mal genauer hin ...
Ja, denke der Tod meiner Mutter wird ein Thema in der Psychotherapie sein. Oder was meinst du soll ich genauer anschauen?
Da guck noch mal genauer hin ...
Ja, denke der Tod meiner Mutter wird ein Thema in der Psychotherapie sein. Oder was meinst du soll ich genauer anschauen?
Dass Du heute noch denkst, dass Du es ohne Alk nicht "ausgehalten" hättest...
Denk an den Wiedererkennungswert – du bist hier im öffentlichen WWW. Wir behalten uns vor, Texte zu editieren; wenn es zu viel wird, entfernen wir sie.
Du willst doch bestimmt auch nicht, dass eine öffentliche Diskussion über dich geführt wird, die dich bloßstellt.
Wenn es für dich egal ist, ist das deine Sache. Aber zieh andere nicht mit hinein. Bleib neutral. Das hier ist ein Alkoholiker‑Forum und kein Abladeplatz für deine komplette Lebensgeschichte. Das gehört nicht in den öffentlichen Bereich.
Du schreibst viel drum herum, auch über Dinge, die dich vielleicht zur Sucht geführt haben könnten. Alles gut . Aber hier geht es zuerst auch mal darum, die sucht zu stoppen. Ich lese nicht, was du konkret tust, um dich zu schützen. Keine Maßnahmen, keine Schritte, nichts, was dich trocken hält. Nur Analysen – und immer wieder die Bewegung in die Opferrolle, immer wieder dieselben Betrachtungen.
Hallo Theel,
wie schon angekündigt haben wir uns entschieden, den sehr langen Beitrag aus dem Forum zu nehmen.
Ich kann mir schon vorstellen, daß es gut tut, sich alles von der Seele zu schreiben.
Aber hier ist das öffentliche Internet.
Bitte achte in künftigen Beiträgen auf deine Anonymität und die deines Umfeldes.
Fokussiere dich auf die aktuelle Stabilisierung deiner Trockenheit. Die Aufarbeitung deiner Vergangenheit und vor allem deiner Beziehungen gehört in der Ausführlichkeit nicht hier ins Alkoholikerforum.
Viele Grüße, Linde
Dass Du heute noch denkst, dass Du es ohne Alk nicht "ausgehalten" hättest...
Nicht funktioniert, ist wahrscheinlich besser ausgedrückt.
Es geht darum, dass Du dem Alkohol damit noch Bedeutung und dadurch Macht über Dich gibst.
Es ist "nur" das unauslöschliche Suchthirn in unserem Kopf, das uns einredet, dass wir nur mit der "Hilfe" von Alkohol schwierige Situationen "besser" bewältigen (und freudige Situationen "intensiver" erleben) können.
Dabei kannst Du Dich damit immer nur vorübergehend betäuben oder pushen, und danach?!
Wenn Du erst mal länger abstinent bist, wirst Du den klaren Kopf schätzen lernen. Die Probleme werden dadurch nicht kleiner, aber mit klarem Kopf kannst Du sie besser angehen, Schritt für Schritt.
Tipp: Schau mal in den Fäden derjenigen nach, die Dir hier schreiben, wie die angefangen haben.
Dann siehst Du vielleicht, was mit "Fokus auf die Abstinenz" gemeint ist.
Alles Gute!
Mein Fokus ist ja auf der Abstinenz. Ich hatte einfach meine Geschichte mal geschrieben, damit man meine Situation besser versteht. Das ist Vergangenheit für mich, also mein Fokus liegt schon auf dem Hier und Jetzt. Was ich damit ausdrücken wollte, ist dass ich damals halt nicht aufhören konnte, um zu funktionieren, also keinen Entzug zu bekommen. Für mich bedeutet das, dass der Alkohol viel zu viel Macht hatte damals. Ich konnte als Mensch damals nicht funktionieren, wenn ich einfach mal aufgehört hätte.
Versteh jetzt auch nicht ganz, warum die Aufarbeitung der Vergangenheit kein Mittel sein soll, um abstinent zu bleiben. Das sind ja Situationen die ich nicht wieder erleben will und ich wollte mit meiner Suchtbiographie halt klar machen an welchen Punkt ich bin und wie ich da hingekommen bin. Und ich weiß, dass ich hier in einem öffentlichen Forum bin. Aber ich hab ja weder Anhaltspunkte gegeben wer ich bin, noch wo ich genau herkomme, daher versteh ich eure Sorge nicht so ganz, aber versteh den Schutz Gedanken dahinter.
Mein Fokus in diesem Prozess ist halt grade das Aufarbeiten von dem was ich getan hab, weil ich Probleme habe mir zu verzeihen was ich gemacht habe. Als ich das geschrieben hab, hab ich aber auch gemerkt, dass mein Fokus viel zu sehr auf dieser letzten Trennung liegt und sich da eigentlich nur etwas wiederholt hat. Und all diese Dinge sind Gründe für mich dabei zu bleiben, nichts zu trinken. Fühl mich da auch nicht als Opfer, eher als Täter oder Mittäter.
Ich denk ich mach jetzt mal eine Pause hier und arbeite das für mich selbst oder an anderer Stelle auf. Mich beschäftigt das halt im Moment am meisten. Solang ich damit nicht abgeschlossen hab, steck ich darin halt fest und ich will es jetzt auch nicht verdrängen.
Hallo theel
Das kramen in der Vergangenheit, das sog.aufarbeiten halte ich für wenig sinnvoll. Vorerst.
Der Dreh und Angelpunkt war der Alkohol,bzw das Verhalten unter Alkohol. Das ist bei mir genauso gewesen. Aber die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern, auch nicht bei tiefer oder längerem graben.
Aber was macht dieses graben oder die Aufarbeitung mit mir?Es zieht mich runter.
Der Blick gilt dem heute und der Zukunft, wie ich die Abstinenz erhalte und ausbaue.
Dabei sind die Fehler, die ich früher gemacht habe im Weg. Denn heute bin ich nüchtern und klar und das wird mir nicht mehr passieren.
Dann kommt der Alltag und wie es weitergehen soll. Das kostet schon Energie genug.
Lass dir Zeit,denn das meiste, das man abschließen möchte und zwar hurtig wird sich in ein oder zwei Jahren erledigt haben
LG Bolle
Versteh jetzt auch nicht ganz, warum die Aufarbeitung der Vergangenheit kein Mittel sein soll, um abstinent zu bleiben.
Wer behauptet, dass dies kein geeignetes Mittel sei? Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, wobei nicht jeder mit den Erfahrungen anderer übereinstimmen muss. Es ist nicht erforderlich Details so umfassend darzulegen, dass Dritte Rückschlüsse auf die Identität der gemeinten Person ziehen können.
Sucht manifestiert sich irgendwann, wenn der Absprung nicht gelingt. Und ab der sucht werden immer wieder ähnliche Situationen auftreten, die sich nicht alle vermeiden lassen.
Selbstverständlich gab es emotionale Ausnahmesituationen, in denen man zum Alkohol gegriffen hat. Jedoch waren wir in all den Jahren nicht süchtig.
Daher ist es von größerer Bedeutung, zunächst eine stabile Basis zu schaffen, anstatt eine Selbstabrechnung vorzunehmen. Oder nicht?
Für so ein detaillierte Aufarbeitung ist ein Selbsthilfeforum sicherlich auch ungeeignet, eine Therapie wäre in diesem Fall die passendere Option.
Denn nicht alle Aspekte des bisherigen Lebens stehen zwangsläufig im Zusammenhang mit der Sucht.
Gedankenblitze, meine Alkoholvergangenheit betreffend, kamen und kommen immer wieder mal auf. Nur dann setz ich mich damit auseinander. Und auch nur kurz. Mich damit systematisch auseinanderzusetzen, wäre bei mir eher kontraproduktiv gewesen und hätte mich runtergezogen. Weil viel mit Scham und Schuldgefühl verbunden ist. Und das sind Gefühle, die ich nicht mehr fühlen will.
Guten Morgen theel,
Ich bin gerade mit dem ersten Drittel deiner Geschichte fertig, ich lese gleich weiter, du musst dir Selbstvertrauen aufbauen, diese Eifersucht zieht sich wie ein roter Faden durch dein Leben.
Für mich hört sich das im Moment so an das ein Psychologe da mal ansetzen sollte aber das hast du glaub ich schon versucht.
Hallo nochmal,
Mein Fokus in diesem Prozess ist halt grade das Aufarbeiten von dem was ich getan hab, weil ich Probleme habe mir zu verzeihen was ich gemacht habe
Ich weiß ja nicht was bei dir vorgefallen ist, für mich hörst du dich aber nicht an wie ein Schläger, du bist doch gerade dabei es zu verändern, mach dich doch bitte nicht selbst fertig das bringt dich nicht weiter. Es ist schon ein Riesenschritt das du dich hier angemeldet hast, deine Sucht angehst und versuchst etwas zu verändern.
Ich denk ich mach jetzt mal eine Pause hier und arbeite das für mich selbst oder an anderer Stelle auf
Das wäre mMn die denkbar schlechteste Entscheidung für dich, hier kannst du dich öffnen und über deine Probleme reden. Warum möchtest du jetzt eine Pause machen? Gerade jetzt solltest du am Ball bleiben, du bist noch ganz am Anfang deiner Abstinenz.
Selbstmitleid bringt uns nicht weiter, es ist doch auch "nur" die Sucht die dich da versucht wieder zurück aufs Spielfeld zu lotsen.
Ohne Abstinenz ist alles nichts.
Bei deren Festigung unterstützt diese Rund-um-Uhr-SELBSThilfegruppe wie kaum eine andere.
Die Suchtberatung kann Dir helfen, in Kenntnis deiner Geschichte, ggf. Passende ergänzende Schritte (ambulante oder stationäre Reha) einzuleiten. Die Zeit bis dahin kann Dein Psychologe Dir helfen zu überbrücken.
Bedenke allerdings, dass Du erst frisch nüchtern bist, ein noch nasses Hirn spricht, verkürzt gesagt, nicht gut auf Therapieversuche, auch medikamentöse, an. Insofern sind die unausweichlichen Wartezeiten gar nicht "unsonst"..
Selbstmitgefühl ist wichtig, Selbstmitleid wird schnell gefährlich, wenn wir darin zu versinken drohen - geradezu eine Einladung für den Alk.
Und jetzt zur Gegenwart: Was machst Du heute, um einen guten nüchternen Tag zu verbringen?
PS: Ich habe auch viele im Nachhinein lehrreiche "Umwege" in meinem Leben gemacht, bis ich meinen bescheidenen Platz im Leben gefunden habe. Das schaffst Du auch, Schritt für Schritt!
Alles anzeigenWer behauptet, dass dies kein geeignetes Mittel sei? Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, wobei nicht jeder mit den Erfahrungen anderer übereinstimmen muss. Es ist nicht erforderlich Details so umfassend darzulegen, dass Dritte Rückschlüsse auf die Identität der gemeinten Person ziehen können.
Sucht manifestiert sich irgendwann, wenn der Absprung nicht gelingt. Und ab der sucht werden immer wieder ähnliche Situationen auftreten, die sich nicht alle vermeiden lassen.
Selbstverständlich gab es emotionale Ausnahmesituationen, in denen man zum Alkohol gegriffen hat. Jedoch waren wir in all den Jahren nicht süchtig.
Daher ist es von größerer Bedeutung, zunächst eine stabile Basis zu schaffen, anstatt eine Selbstabrechnung vorzunehmen. Oder nicht?
Für so ein detaillierte Aufarbeitung ist ein Selbsthilfeforum sicherlich auch ungeeignet, eine Therapie wäre in diesem Fall die passendere Option.
Denn nicht alle Aspekte des bisherigen Lebens stehen zwangsläufig im Zusammenhang mit der Sucht.
Ich wollte ja keine Aufarbeitung, sondern nur sagen was bei mir passiert ist, um zu verdeutlichen warum es mir schwer fällt, mir nach all dem was passiert ist, zu verzeihen an diesem Punkt versagt zu haben. Diese stabile Basis ist ja meine Entscheidung das Trinken jetzt endgültig hinter mir zu lassen, selbst wenn ich nicht süchtig wäre, würde das sonst wieder passieren, weil Alkohol das Hirn lahmlegt.
Ich find es einfacher die Selbstabrechnung vorher zu machen, weil das für mich die stabile Basis erst ermöglicht. Aber der Text war schon recht "heilsam" für mich, weil mir jetzt klar ist, dass die Trennung nur die Spitze des Eisbergs war und mir mit klarem Kopf natürlich viel schlimmer vorkommt, da sie rückblickend der Endpunkt einer Suchtgeschichte war. Wenn ich jetzt mit Selbstvorwürfen in die Welt raus gehe, fällt es mir zumindest viel schwerer offen zu sein. Wie gesagt, ich wollte keine Aufarbeitung, sondern die Situation verständlicher machen. Ich bin ja in Psychotherapie um damit leben zu lernen und die Situation anzunehmen. Da bin ich aber schon weiter als vor 2 Wochen.
Richtig. Hatte auch geschrieben, dass es zwischen all dem Negativen was passiert ist, auch Positives gab. Glaub dieses Negative zu verstehen und zu akzeptieren, bringt schon viel, damit die Sucht nicht so viele Einfallstore hat. Selbstvorwürfe sind bei mir jedenfalls eins davon. Aber ich wollte hier jetzt auch keine psychologische und seelische Aufarbeitung des ganzen erreichen.
Gedankenblitze, meine Alkoholvergangenheit betreffend, kamen und kommen immer wieder mal auf. Nur dann setz ich mich damit auseinander. Und auch nur kurz. Mich damit systematisch auseinanderzusetzen, wäre bei mir eher kontraproduktiv gewesen und hätte mich runtergezogen. Weil viel mit Scham und Schuldgefühl verbunden ist. Und das sind Gefühle, die ich nicht mehr fühlen will.
Ja, das mag für jeden anders sein. Wenn man merkt, dass einen das runterzieht oder nichts produktives dabei rauskommt, sollte man das auch sein lassen, bevor man wieder trinkt. Für mich ist der Umgang mit Scham und Schuldgefühlen halt damit verbunden sich dem zu stellen und es anzunehmen, bis es OK ist. Mir hilft das eher, weil es dann mit der Zeit ganz verschwindet. Wenn es dann mal wieder aufblitzt, kann ich mir dann sagen, dass ich darüber schon mehr als genug nachgedacht habe und es eben kein zurück mehr gibt. Bin halt noch in dem Prozess gerade.
Alles anzeigenOhne Abstinenz ist alles nichts.
Bei deren Festigung unterstützt diese Rund-um-Uhr-SELBSThilfegruppe wie kaum eine andere.
Die Suchtberatung kann Dir helfen, in Kenntnis deiner Geschichte, ggf. Passende ergänzende Schritte (ambulante oder stationäre Reha) einzuleiten. Die Zeit bis dahin kann Dein Psychologe Dir helfen zu überbrücken.
Bedenke allerdings, dass Du erst frisch nüchtern bist, ein noch nasses Hirn spricht, verkürzt gesagt, nicht gut auf Therapieversuche, auch medikamentöse, an. Insofern sind die unausweichlichen Wartezeiten gar nicht "unsonst"..
Selbstmitgefühl ist wichtig, Selbstmitleid wird schnell gefährlich, wenn wir darin zu versinken drohen - geradezu eine Einladung für den Alk.
Und jetzt zur Gegenwart: Was machst Du heute, um einen guten nüchternen Tag zu verbringen?
PS: Ich habe auch viele im Nachhinein lehrreiche "Umwege" in meinem Leben gemacht, bis ich meinen bescheidenen Platz im Leben gefunden habe. Das schaffst Du auch, Schritt für Schritt!
Also sorry, aber diese Wartezeiten sind natürlich fatal, grade für Leute die frisch nüchtern sind. Aber da haben wir unterschiedliche Meinungen. Die Wartezeiten gibt es ja nicht, weil es sinnvoll wäre zu warten, sondern weil es zu wenig Therapie Angebote gibt. Ich könnte bspw. hier in meiner Stadt Ende Januar auf Entgiftung. Einen freien Platz zu suchen in einer anderen Stadt, ist nicht möglich, weil es an den Landkreis gebunden ist. Klar, das liegt jetzt auch an der Jahreszeit, aber das sind 6 Wochen Wartezeit. Grad für den Anfang ist das viel zu viel in den meisten Fällen.
Richtig, aber ich bin überzeugt davon, dass man Selbstmitleid in Selbstmitgefühl transformieren kann und auch "muss", um sich vergeben zu können. Aber will jetzt auch nicht sagen, dass das jeder so machen sollte. Am wichtigsten ist der Entschluss nicht mehr zu trinken und sich nicht mehr weiter von der Sucht kontrollieren zu lassen. Ohne den findet man den Weg in diesen Prozess ja aber auch nicht.
Ich habe einen eingeklemmten Nerv und kann seit einer Woche keinen Sport machen. Das macht alles ein wenig schwerer, aber ich nutz die Zeit eben für die Aufarbeitung, da ich das ausheilen lassen muss. Werde noch eine Runde laufen, aber das stresst den Nerv leider auch. Faste viel, da das wohl die Entzugserscheinungen abmildert und die Entgiftung unterstützt, also trinke genug und esse Obst bzw. achte auf die Vitamin Zufuhr. Die Kilos verschwinden auch rasant, also hab seit Anfang des Jahres 15 Kilo abgenommen jetzt. Dann hab ich heute noch Nachtdienst auf der Arbeit, also bin ich abends, nachts und morgens eh mit Ablenkung versorgt. Ich denke auch gar nicht ans Trinken, nur bei Stress oder diesen depressiven Verstimmungen hab ich manchmal den Gedanken, das abzumildern, aber weiß ja wohin mich das geführt hat und das es den Prozess nur verlängern würde. Versuche Stress und Situationen die mit dem Trinken verbunden waren zu vermeiden grade. Merke auch wie ich viele Situationen die mir grade gar nichts mehr geben, einfach mit dem Trinken überbrückt habe. Bspw. mit Bier in den Park zu hocken und dann 2 Stunden am Handy zu hängen. Wenn ich das nüchtern mache, bin ich nach 10 Minuten genervt und frag mich was ich hier eigentlich mache. Und das lern ich grad in vielen Situationen und auch Bekanntschaften.
Was mir geholfen hat, war meine Leber untersuchen zu lassen, die noch nicht irreversibel geschädigt ist. Der Arzt meinte zu mir: "Ihr leuchtender Stern ist jetzt nicht mehr der Alkohol, sondern ihre Leber." Das hat mir schon eingeleuchtet.
ch wollte ja keine Aufarbeitung, sondern nur sagen was bei mir passiert ist, um zu verdeutlichen warum es mir schwer fällt, mir nach all dem was passiert ist, zu verzeihen an diesem Punkt versagt zu haben.
Wo genau sollst du denn versagt haben? Glaubst du das wirklich, nur weil du süchtig geworden bist? Sucht ist kein persönliches Versagen, sondern eine Krankheit. Sie schleicht sich ein – und irgendwann ist sie da. Oder hattest du das Gefühl, das bewusst unter Kontrolle gehabt zu haben, um rechtzeitig Stopp zu sagen?
Sucht ist kein moralisches Scheitern.
Alles andere – Liebeskummer, Beziehungschaos, das ganze private Drama , ist sicher belastend, begleitet einen und tut weh. Aber das ist ein anderes Thema. Und es ist auch keine Kritik an deiner Vorgehensweise, sondern ein Hinweis, aufzupassen, dass nicht das ganze Internet mitbekommt, wer da welche Rolle mitgespielt hat.
Und ja, wir im Team entscheiden, was grenzwertig ist und was nicht. Deshalb ist auch eine Diskussion darüber unnötig.
Aber der Text war schon recht "heilsam" für mich,
Das denke ich mir. Hast du den noch? Wenn nicht, schau mal in deine PN, die zwei Sprechblasen oben in der Leiste.
Alles anzeigenGuten Morgen theel,
Ich bin gerade mit dem ersten Drittel deiner Geschichte fertig, ich lese gleich weiter, du musst dir Selbstvertrauen aufbauen, diese Eifersucht zieht sich wie ein roter Faden durch dein Leben.
Für mich hört sich das im Moment so an das ein Psychologe da mal ansetzen sollte aber das hast du glaub ich schon versucht.
Hallo nochmal,
Ich weiß ja nicht was bei dir vorgefallen ist, für mich hörst du dich aber nicht an wie ein Schläger, du bist doch gerade dabei es zu verändern, mach dich doch bitte nicht selbst fertig das bringt dich nicht weiter. Es ist schon ein Riesenschritt das du dich hier angemeldet hast, deine Sucht angehst und versuchst etwas zu verändern.
Das wäre mMn die denkbar schlechteste Entscheidung für dich, hier kannst du dich öffnen und über deine Probleme reden. Warum möchtest du jetzt eine Pause machen? Gerade jetzt solltest du am Ball bleiben, du bist noch ganz am Anfang deiner Abstinenz.
Selbstmitleid bringt uns nicht weiter, es ist doch auch "nur" die Sucht die dich da versucht wieder zurück aufs Spielfeld zu lotsen.
Ja, bin Donnerstag wieder beim Psychologen.
Genau wegen solchen Fragen, hab ich aufgeschrieben was bei mir passiert ist. Nein, ich bin kein Schläger. Mach mich auch nicht fertig, wegen dem was in der Vergangenheit passiert ist, sondern weil ich eben mit dieser Vergangenheit, diese Chance, da recht einfach oder zumindest einfacher als in der jetzigen Situation rauszukommen, nicht wahrgenommen oder ernst genug genommen hab.
Die Pause will ich machen, da ich das halt noch aufarbeiten will bzw. ich ja eh nur davon rede im Moment. Das Abstinent bleiben ist bei mir grad nicht der Fokus auch wenn ich es bin.
Ja, das hab ich ja erkannt. Deshalb will ich das ja hinter mir lassen und mir vergeben, sonst kommt das immer wieder hoch und ich muss mich in Situationen damit auseinandersetzen die schwerer zu überstehen sind als die jetzige.
Wo genau sollst du denn versagt haben? Glaubst du das wirklich, nur weil du süchtig geworden bist? Sucht ist kein persönliches Versagen, sondern eine Krankheit. Sie schleicht sich ein – und irgendwann ist sie da. Oder hattest du das Gefühl, das bewusst unter Kontrolle gehabt zu haben, um rechtzeitig Stopp zu sagen?
Sucht ist kein moralisches Scheitern.
Alles andere – Liebeskummer, Beziehungschaos, das ganze private Drama , ist sicher belastend, begleitet einen und tut weh. Aber das ist ein anderes Thema. Und es ist auch keine Kritik an deiner Vorgehensweise, sondern ein Hinweis, aufzupassen, dass nicht das ganze Internet mitbekommt, wer da welche Rolle mitgespielt hat.
Und ja, wir im Team entscheiden, was grenzwertig ist und was nicht. Deshalb ist auch eine Diskussion darüber unnötig.
Das denke ich mir. Hast du den noch? Wenn nicht, schau mal in deine PN, die zwei Sprechblasen oben in der Leiste.
Nein, hatte den nicht mehr. Deswegen war ich auch ein wenig angesäuert. Aber danke, dass du ihn mir geschickt hast ![]()
Ja, das Gefühl hab ich. Ich hätte das ernst nehmen müssen was ich ihr versprochen hatte, weil ich wusste, dass es besser für mich ist und der andere Weg mich unnötigerweise von einem normalen Leben abhält. Ich war ja nicht komplett blind, hab mich eher gehen lassen und dann wars zu spät. Bin ja aus edit wieder gekommen mit dem Vorhaben, das jetzt hinter mir zu lassen, bis sie dann nach Dtl. kommt. Wenn ich es ernst genommen hätte, wäre ich jetzt bei 8 Monaten Abstinenz und Nicht Raucher. Da hab ich versagt, weil ich es eigentlich besser wusste. Hab eben nicht Stop gesagt, sondern den Stop vertagt und das werf ich mir vor (mit dem Hintergrund).
Aber da kann jetzt auch ein Punkt drunter. Wollte das wie gesagt nur besser erläutern mit dem Hintergrund.
Also noch zu Strategien wie ich Abstinent bleibe:
Mach viel mit meiner Familie wieder und hab das Glück 2 Nichten zu haben, die mich mögen. Ich merke das die ältere merkt, dass es mir schlecht geht und versucht mich aufzuheitern, weil es sie traurig macht, dass ich traurig bin. Sie versteht die Hintergründe nicht, aber was mir hilft, ist dass sie keine Notwendigkeit darin sieht traurig zu bleiben. Und die gibt es auch nicht. Ebenso wie es keinen Grund gibt, sich sein Hirn zu vernebeln. Das aus Sicht eines Kindes zu sehen hilft mir. Was da noch hilft, ist dass ich ihnen nie betrunken gegenübergetreten bin und mich das sehr oft davon abgehalten hat sie zu sehen. Hab dann erkannt, dass das auf alle Menschen zutrifft. Und das will ich nicht mehr in meinem Leben. Der Alkohol hat mich zu lang davon abgehalten für andere (wirklich komplett) da zu sein. Der Gedanke hilft mir.
Da ich vor allem wegen Schlafproblemen angefangen habe zu trinken (die haben bei mir schon im Kindesalter angefangen), ich aber schon weiß, dass ich ohne Alkohol besser und erholsamer schlafe und auch wieder träume, ist das kein Grund mehr zu trinken, sondern eben nicht mehr zu trinken. Sport hilft da auch, also wenn man danach dieses Gefühl hat zufrieden müde zu sein. Geht halt nur, wenn der Körper ausreichend belastbar ist. Bei Übergewicht und allgemein schlechtem Zustand, sollte man Schwimmen gehen. Mindestens 30 Minuten, möglichst am Stück und ohne Pause. Für den Anfang reichen aber auch schon weniger. Geht darum, dass das man das regelmäßig macht. Bei Männern hilft das Fitnessstudio bzw. Muskelaufbau auch mit dem Selbstwert. Also man muss kein Arnold Schwarzenegger werden. Geht da mehr darum, dass sich die Haltung verbessert, man wieder mehr Körpergefühl entwickelt und das Testosteron Level steigt. Hab mich dem früher immer verweigert, weil ich diesen "Körperfetisch" nicht mochte, aber muss sagen, dass ich mich da getäuscht habe. Das hilft wirklich. Und wenns dann mal mit dem Schlafen nicht klappt, klappts am nächsten Tag bestimmt, weil der Körper irgendwann den Schlaf einfordert.
Und unterwegs sein. Also schöne Sachen machen, an andere Orte fahren, sich nicht von sich selbst aufhalten lassen und einfach machen. Das muss man üben, grade mit niedrigem Selbstwert, aber meist kommen dann schöne Erfahrungen dabei raus, die einen dann ein Stück weit befreien von dieser Überzeugung, dass man sich dann eh nur allein und einsam vorkommt, wenn man jetzt einen Ausflug allein macht. Kann natürlich auch passieren, aber dann sollte man das nicht überbewerten. Sag nicht, dass das einfach ist, aber anders geht es nicht, denke ich.
Ernährung ist auch wichtig. Also ich find Fasten ganz gut, aber man sollte schauen, dass man keinen Vitaminmangel hat oder andere Ernährungsmängel. Die reichen bei mir schon um psychische Effekte auszulösen. Unterzucker ist auch fatal. Daher schau ich, dass ich dann Obst esse oder einen (qualitativ hochwertigen) Saft trinke. Hab über die Beziehung auch gelernt, dass wir in unserer Kultur viel "Schrott" essen bzw. hab ich das getan. Wenn man das umstellt und sich da ein wenig zwingt, auch wenn man es anders gewohnt ist, hilft das enorm. Setzt natürlich leider Geld voraus, da gesundes Essen leider teuer ist, aber es hilft dem Körper, stärkt auch das Selbstbewusstsein und ja, ist eigentlich der Sinn unseres Körpers, also ihn damit zu füttern was ihm gut tut und nicht mehr mit dem was ihn zerstört oder von seinen Funktionen abhält. Weiß nicht ob Nüsse die Regeneration des Hirns beschleunigen, aber schaden tut es wohl nicht.
Und Stress vermeiden. Alte Kontakte, die man meist nur wegen dem Trinken hatte, meiden und seine Gründe erläutern. Kann ja auch sein, dass die Person sich das gleiche denkt und schon hat man einen "Mitstreiter". Wenn nicht, sollte man den Kontakt auf Eis legen bzw. sich nicht treffen. Mach jetzt nichts mehr mit Menschen, denen die Sucht noch nicht bewusst ist und die noch darin stecken. Hatte halt immer Skrupel, weil ich helfen wollte, grad den einsamen, aber im Endeffekt erhält man ja nur die Sucht des anderen. Hab für mich verstanden, dass ich mit einem vernebelten Kopf eh nicht helfen kann, daher fällt der Gedanke jetzt für mich auch weg.
Ja, also so viel mal. Gibt noch mehr, aber ich denk das wichtigste ist, zu erkennen, dass es nur diese eine Richtung gibt. Hartmut hat das an anderer Stelle ganz gut ausgedrückt: "Entweder man lebt abstinent oder man trinkt wieder." So in etwa. Natürlich ist das mit nicht so einfach, aber es bringt es ganz gut auf den Punkt.
Lieber theel !
Also, ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht mehr so ganz...
Ich wollte auf Deinen langen (inzwischen entfernten) Post antworten, aber den gibt es ja nun nicht mehr.
Was ich mich allerdings frage, wenn ich Deine Beiträge lese: Geht es hier bei Dir aus Deiner Sicht nun um die Frage Deiner Abstinenz, oder eher um die Frage der Partnerschaft (Trennungsschmerz), geht es um Lebensweisheiten? Worum eigentlich? Das, was Du hier schreibst, ist ein Konvolut / ein Potpourri von allem, sozusagen...
Vermutlich geht es um vieles. Wie meistens. Das aber macht den Austausch etwas schwierig.
Wie auch immer und gleichzeitig aber auch meine Frage: Bei all den Schwierigkeiten: Sollte nicht doch in erster Linie Deine Abstinenz im Vordergrund stehen? Weil dann, wenn diese erreicht (bzw. dauerhaft sichergestellt) würde, dann könnte man doch vermutlich auch so manch anderes regeln (können)... Alles zugleich wird hingegen nicht gehen und was vorbei ist, ja, das ist meistens in der Tat vorbei.
Lebensweisheiten schließlich sind gut und schön, doch bringt das wirklich was? Du schreibst, was gut ist (und ich nehme auch an, Du machst dies auch alles, was freilich absolut positiv ist); gleichzeitig trauerst Du (D-)einer verflossenen Liebe nach, schickst Dich selbst in die emotionale Hölle und lässt Deine bislang erzielten Erfolge - so scheint's mir - liegen. Aber das bringt doch nichts, oder?
Und letztlich: Aus Deiner Lebensgeschichte nehme ich mit, dass es oft nicht einfach bei Dir war (etwas in der Art hatte ich übrigens auch), aber darf ich Dich dennoch fragen: Was nimmst Du aus dem Ganzen für Dich mit?
Weil: Es sollte doch nach den Niederlagen letztlich hoffentlich besser, angenehmer und bereichernder werden... Dafür muss man aber auch aktiv werden: Und, wie sagte hier schon so oft jemand harten Muts: Tun muss man tun. Das stimmt wirklich.
LG, Stef.
PS: Ich hoffe, ich habe mir nicht gerade den nächsten Minuspunkt eingefahren...
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