Beiträge von Sternie

    Er ist immer noch da.

    Ich hab für mich beschlossen, seinen Konsum nicht mehr zu kommentieren oder versuchen zu unterbinden. Gibt keinen Streit und schont meine Nerven. Aggressiv ist er ja nicht, auch wenn er zuviel hat...

    Nur vorhin hab ich ihm noch mitgeteilt, dass ich mir auch von ihm nicht mehr sagen lasse, was ich tun soll bzw. was richtig oder falsch ist. Er soll erstmal sein eigenes Leben auf die Kette kriegen.

    Jetzt schläft er ... Und ich kann wieder zur Ruhe kommen...

    Aber ich dachte nicht, dass Ignorieren so anstrengend sein kann 🙈

    Und ja, ich weiß, dass das keine Dauerlösung sein kann! Aber ich bringe es nicht übers Herz ihn weg zuschicken, vor allem, weil er momentan nicht fahren darf und auch nur Sommerreifen auf seinem Auto hat 🤦‍♀️

    Gerade in einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker ist der eigene Selbstwert häufig nicht besonders hoch. Viele Co‑Betroffene übernehmen anfangs die Vorstellung, sie seien schuld daran, dass der Alkoholiker säuft .Wenn einem das immer wieder vermittelt wird, übernimmt man diese Sicht irgendwann möglicherweise und verstärkt die eigenen Bemühungen, ihn trocken zu bekommen. Das habe ich hier im Forum auch schon öfter gelesen.

    Das trifft es tatsächlich ganz gut, also bei mir zumindest. Mein Mann gibt mir, wenn er getrunken hat, sehr gerne die Schuld daran, dass er so geworden ist. ( Wenn er nüchtern ist relativiert er das dann wieder!)

    Und den Schuh hab ich mir sehr lange angezogen und natürlich nagt das dann am eigenen Selbstbewusstsein.

    Der größte Witz war vor einigen Wochen, dass ER mir vorgeworfen hat, ich hätte zu wenig Selbstwertgefühl und deswegen könnte er mir nie etwas Recht machen und deshalb müsste er ja dann auch immer wieder trinken.

    Ich bin noch im Loslösungsprozess... Aber was ich hier schon mitgenommen habe, ist, dass ich solche Aussagen nicht mehr an mich ranlasse!

    Alles, was du hier beschreibst, kann ich eins zu eins bei mir bestätigen... Nur, dass ich es noch nicht geschafft habe, den Schlussstrich zu ziehen, weil ich noch in dieser Hoffnungsschleifer hänge 😔

    Arbeit lenkt ab und gibt Struktur. Das wird Dir gut tun. 👍

    Das tut es. Ich hab erst im September eine neue Stelle angefangen... War heute erstmal bei meiner Chefin und hab ihr erklärt, was Zuhause los ist. Großes Verständnis und wenn es mal nicht geht, dann soll ich ihr Bescheid sagen. Das nimmt mir eine große Last ab gerade.

    Beziehungspause ... Er geht jetzt und ich bin nur am Heulen... Es fühlt sich so beschissen an, denn eigentlich liebe ich diesen Menschen so sehr!

    Aber auf der anderen Seite hat er mich dahin getrieben, wo ich jetzt bin, dass ich mir manchmal gewünscht habe (und leider auch laut ausgesprochen habe), dass er erstmal gehen soll, wenn er nicht mit mir spricht...

    Auf der anderen Seite will ich nicht, dass er jetzt geht und mich mit allem Mist hier alleine lässt...

    Er ist noch nicht mal ganz weg und fehlt mir jetzt schon... Mein Herz zerbricht gerade in unendlich viele Teile!

    Ja, dieses Schweigen finde ich noch verletzender als wenn er mich beschimpfen würde. Und wie hopeless schreibt... Diese Monologe in der Hoffnung, das irgendwann mal irgendetwas ankommt.

    Ich hoffe, dass ich es dieses Jahr schaffe mich nach und nach aus der Situation rauszunehmen. Und dass ich dann wieder Freude an meinem Leben finden kann... Das ist momentan ein sehr großer Traum.

    Ich glaube, den Schritt zum Anwalt kriege ich erst hin, wenn er erstmal weg ist.

    Aber ja, auch das muss ich dann in Angriff nehmen. Ich hoffe, sehr, dass ich nicht auch noch meine Homebase verliere...

    Momentan kämpfe ich schon, das normale Leben, also Arbeit, Haushalt usw. auf die Reihe zu kriegen.

    Ich kämpfe gerade wieder so sehr...

    Gestern hab ich zum ersten Mal ausgesprochen, dass ich eine Beziehungspause möchte (das hatte er vor ein paar Wochen im Rausch schon mal selbst rausgehauen). Kam sofort, wenn er jetzt geht, dann ist es für immer... Das will ich aber (noch) nicht.


    An sich würde es mir schon reichen, wenn er endlich mal kapieren würde, wie sehr er mich verletzt, wenn er trinkt, mich zum Teil auch beschimpft, mich anlügt oder auch einfach nicht mit mir spricht, weil ihm das blöd ist und ich ihn nerve... (Je länger er schweigt, umso mehr rede ich, weil ich hoffe, ihn irgendwie doch zu erreichen)...

    Morgen geht bei mir die Arbeit wieder los und ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll. Die letzten zwei Wochen waren geprägt von viel Streit und natürlich auch wieder viel Misstrauen. Morgen weiß ich dann wieder nicht, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme. Das ist extrem zermürbend...

    Danke fürs Freischalten.

    Ich bin so unsicher, wie meine nächsten Schritte aussehen sollen... Ich bin hin und her gerissen zwischen, ich glaube ihm wieder oder das wars jetzt endgültig oder geb ich ihm noch eine Chance, wenn... 🤷‍♀️

    Hallo an alle da draußen!


    Ich bin mittlerweile seit über 9 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit gut 3 Jahren verheiratet und weiß seit 5 Jahren, dass er Alkoholiker ist.


    Bis Mitte letzten Jahres war er fast 2 Jahre nach Entzug und Reha trocken. Dann ging er wieder an zu trinken. Mittlerweile hat er seinen Job gekündigt und ist arbeitssuchend, was sich aber aufgrund der Abhängigkeit schwierig gestaltet.

    Außerdem belügt er mich ständig,was seinen Konsum anbelangt. Wenn er getrunken, gibt er mir grundsätzlich die Schuld an allem und ich bin dann das Allerletzte. Wenn er wieder nüchtern ist, tut es ihm leid...


    Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich ihn gerne vor die Tür setzen würde... ABER zum einen hab ich Angst dann auch mein Zuhause zu verlieren (keine Ahnung, ob die Bank bei einer Trennung mit der Finanzierung weiter mitspielt) und außerdem habe ich Angst, dass er sich dann gar zu Tode trinkt (viel fehlt momentan mit Leberzirrhose nicht mehr!)


    Ich hoffe, hier auf Austausch und neue Denkansätze für die festgefahrene Situation.


    Liebe Grüße