Beiträge von Sternie

    Hallo Co-Pilot,

    da solltest du schon präzise sein und unterscheiden zwischen Suchtlügen (Abwehr, Verleugnung, Ausreden) und einer echten Konfabulation.

    Konfabulation ist kein Normalzustand bei einer Alkoholkrankheit, sondern ein spezifisches Symptom einer schweren Folgeerkrankung = Gehirn organisch defekt und halluziniert eine Erinnerung herbei, um Lücken zu schließen.

    Danke Oskar . Ich müsste den Begriff tatsächlich erstmal googeln. Und nein, das trifft hier mit Sicherheit nicht zu. Er füllt keine Lücken mit Fantasieerzählungen, sondern lässt in Erzählungen anderen gegenüber gerne mal weg, was er so treibt, nur damit er weiterhin gut da steht... Und das kann sehr verletzend sein.

    Hallo Sternie,

    versuche mal, das gelassener zu sehen und schau hinter die Fassade. Er manipuliert Dich und Du spielst mit. Aber Dein Selbstwert hängt doch nicht davon ab, wie oft am Tag er Dir sagt, dass er Dich lieb hat. Oder ob er lobt, dass Du ihm das Leben gerettet hast. Das sind doch alles Ablenkungsmanöver, um sich nicht mit den eigentlichen Problemen auseinander setzen zu müssen. Zudem will er Dich strafen, weil Du auf seinen Auszug drängst. Schau dass Du den Blick auf Dich und weg von seinen Aktionen lenkst. Er muss sein eigenes Leben retten - und Du Deines. Könntest Du nicht für eine Zeit woanders hin, um alles zu entzerren?

    Da hast du vollkommen Recht. Ich versuche mein Leben zu leben. Nur manchmal klappt das noch nicht.

    Heute ist wieder einer Tage, wo es gut klappt. Soll er sein Ding machen oder halt auch nichts machen...

    Ich mache, das was mir gut tut bzw. erledige halt meine Aufgaben, ob es ihm jetzt passt oder nicht.

    An anderen Tagen lasse ich mich manchmal noch zu sehr runter ziehen. Und nein, so einfach ist das Gehen nicht. Ich hab mein ganzes Arbeitsmaterial in meinem Arbeitszimmer, was ich täglich benötige. Außerdem haben wir einen Hund, der nicht einfach mal woanders mit hingenommen werden kann. Aber sollte es zu schlimm werden, habe ich ein Backup, wo ich zur Not mal kurzzeitig unterkommen kann, aber nicht als Dauerlösung.

    Hallo EllaDrei ,

    ja genau. Er hat zum 11.06. einen Therapiebeginn in Aussicht und erzählt mir immer wieder, dass er bis dahin in seine Gartenlaube in die Nähe seiner Eltern geht und dann bleibt er aber doch wieder.

    Gestern Abend hatte er mich dann plötzlich wieder lieb, heute Vormittag auch noch. Bis ich nach Hause und nicht Hurra geschrien habe, weil er mir noch mitgeteilt hat, was wir dürs Mittagessen noch bräuchten, ich dafür extra noch kurz nach der Arbeit einkaufen war und er dann einfach schon mal am essen war, bis ich nach Hause kam. Das was er eigentlich wollte, war dann nicht mehr aktuell. Darüber hab ich mich geärgert und er hat mich wieder mal als überempfindlich und doof hingestellt. Und dann kam wieder mal so ein Satz: ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich dich schon nicht mehr liebe. Der hat gesessen... Und jetzt sitze ich wieder mal hier und bin nur noch am Heulen!

    Ich hatte ihn lediglich gebeten, wenn er schon nicht gehen will, mich dann doch wenigstens nicht mehr zu verletzen! Und dann höre ich, wie er zu seiner Cousine am Telefon sagt, sie hat ihm ja das letzte Mal das Leben gerettet und dafür will er ihr noch was schenken. Schön, wie oft hab ich das denn gemacht? Und dann erzählt er ihr auch noch, wie sehr er doch versucht unsere Ehe zu retten... Da bin ich dann geplatzt!

    Das ist doch alles nicht mehr wahr! Er strickt sich seine eigene Wahrheit und spricht die dann auch noch laut aus, nur um mich schlecht zu machen!

    Jetzt sitze ich zitternd draußen und weiß mal wieder nicht mehr, wie es weitergehen soll.

    Liebe EllaDrei ,

    ja ich war mittlerweile bei einer Anwältin. Das Haus kann ich finanziell alleine tragen und ihn auch auszahlen normalerweise. Muss die nächsten Tage mal noch einen Termin beim Finanzberater machen, aber das sollte passen.


    Ich zahle die Raten fürs Haus und alles seit Februar sowieso alleine. Das ist kein Problem und ich habe hier ein gutes soziales Umfeld, das mich enorm unterstützt. Deswegen will ich auch nicht weg von hier...

    Er organisiert wohl mittlerweile seinen Auszug zumindest bis zur Langzeit... Wir werden sehen.

    Für mich ist das Schlimmste momentan, wenn er mir im einen Moment sagt, dass er mich doch noch so lieb hat und im nächsten Moment wieder, dass es ihm völlig egal ist, was aus mir wird und er unsere Beziehung zwar weiter führen möchte, aber eben nur, wenn ich mit ihm ans andere Ende des Landes ziehe, weil da ja alles besser ist...

    Das macht mich fertig. Aber ich versuche, diese Momente so gering wie möglich zu halten...

    Nein, nicht abgestumpft...

    Ich habe nur nach vielen Jahren eingesehen, dass ich ihm nicht helfen kann.

    Ich hoffe jetzt nur, dass er endlich geht... Es werden sich Lösungen finden.

    Und ich tue mir Gutes. Gestern war ich nachmittags bei meiner Mama Kaffee trinken. Heute werde ich mich um den Garten kümmern...

    Ich fange gerade wieder an, mein Leben neu zu entdecken.

    Natürlich ist er nicht gegangen. Es ist ja auch sein Haus und wenn dann soll ich bitte gehen, was bei mir vor allem wegen unseres Hundes und meiner Arbeit aber nicht so einfach geht... Und ich sehe es auch nicht ein!

    Gewalttätig wird er nicht, nur verbal beleidigend ... Ich dann jetzt einfach, wenn er wieder damit anfängt und mache mein Ding... Mal sehen wie lange das noch geht 🙈

    Dir geht’s wahrscheinlich schlechter als du denkst. Pass gut auf dich auf, dass du nicht in der völligen Erschöpfung endest….

    Du brauchst dringend Abstand.
    Ich weiß, wie schwierig es ist so einen Typen loszuwerden.

    Willst du dich denn trennen? Falls ja und er trotzdem nicht geht, Polizei einschalten. Manchmal hilft nur das….

    Ich bin mental schon am Trennen...

    Die Polizei tut nur leider nichts solange er schön ruhig bleibt. Das weiß er... Und das Haus gehört uns beiden, mir fehlt die rechtliche Grundlage ihn hier rauszubekommen.

    Aber danke für deine Worte... Ich tue seit 2 Wochen viele Dinge, die mir gut tun und Kraft geben

    Ich finde es schön zu lesen, dass es manchmal auch gut ausgeht.

    Hier ist mittlerweile nicht mehr viel zu retten... Und nicht die Einsicht, dass die Sucht viel zerstört hat...

    Ich ziehe für mich gerade die Notbremse!

    Aber was muss denn außer ein paar Mal fast tot im Krankenhaus, Kinder melden sich nicht mehr und die Frau zieht den Schlussstrich, noch passieren, dass ein Alkoholiker aufhört?

    Hallo ihr Lieben!

    Er war fast eine Woche im Garten, wollte dann allerdings wegen Anwaltstermin und verschiedenen Behördengänge zurück kommen. Da das auf die Entfernung tatsächlich schwierig ist (250 km), hab ich ihm gesagt, wenn er nüchtern ist, wenn er ankommt und hier nicht mehr trinkt, kann er zurück kommen, nachdem er mir mehrmals versichert hatte, dass es klickert.

    Dazu kam es dann aber erstmal nicht, weil ein Geschwür im Darm wieder aufging und er mit lebensgefährlichen Blutungen im Krankenhaus landete ... Ein Familienmitglied hatte ihn dann hin gefahren. Er landete kurzzeitig im künstlichen Koma, bekam Blutkonserven und war erstmal sehr geläutert.

    Am Mittwoch wurde er nun entlassen und kam direkt nach Hause. Bis gestern war alles super.

    Ich war gestern auf einer Familienfeier eingeladen, zu der er nicht wollte und sich auch noch nicht fit genug fühlte. Als ich abends nach Hause kam, hatte ich schon ein ungutes Gefühl, aber er versicherte mir glaubhaft, dass alles in Ordnung sei, ich ihm wieder vertrauen könne und er mich nicht mehr verletzen und belügen würde.


    Heute Vormittag war ich nochmal kurz unterwegs. Bis ich wieder Zuhause war, war er betrunken. Hab ihm dann erklärt, dass er sich nicht an die Spielregeln gehalten hat und deswegen gehen muss... Erst war er sauer, dann das heulende Elend und mittlerweile bin ich wieder mal die Böse, die alles kaputt macht, weil ich zu wenig Kompromisse für unser gemeinsames Leben eingehe. Stimmt, mach ich nicht mehr, seit er mir immer wieder gesagt hat, dass ich ihm egal bin.

    Er wollte das gemeinse Haus, was er gar nicht mehr will, nicht verlassen... Aber er geht jetzt wohl morgen Früh.

    Ich bin gespannt, ob er noch da ist, wenn ich morgen aus der Arbeit nach Hause komme...

    Puh, was für ein Tag...

    Hallo Tischgebet,


    ich wohne auch in Bayern... Entgiftungs- bzw. Rehakliniken mit psychologischer Betreuung, die direkt einen Termin frei haben, wird dein Sohn schwer finden...

    Mein Mann hatte das gleiche Problem. Dann hatte er endlich einen Termin für die Entgiftung, die hat er auch freiwillig für 2 Wochen angetreten, danach dann die Langzeit beantragt, was wider Erwarten sehr schnell ging. 2 Wochen bis der Antrag fertig war und dann nur 2 Wochen bis es genehmigt war. Dann nochmal 5 Wochen bis die Langzeit endlich beginnt. Er hatte jetzt nochmal einen Rückfall. Seit er allerdings weiß, wann die Langzeit los geht, diszipliniert er sich selbst!

    Aber für all das ist die Voraussetzung das Wollen des Süchtigen. Anders hat es überhaupt keinen Sinn!

    Wenn du einen Therapieplatz für deinen Sohn suchst und er das eigentlich gar nicht möchte, dann kannst du es gleich bleiben lassen! Ich weiß, das klingt hart und wenn es um den eigenen Sohn noch viel mehr, als wenn es "nur" der Partner ist, aber das ist leider so...


    Liebe Grüße

    Hallo alle miteinander!


    Ich muss heute mal wieder schreiben. Das hab ich jetzt länger nicht, nur viel mitgelesen, aber auch das gibt mir Kraft aus diesem Wahnsinn raus zu kommen.


    Mein lieber Mann war über Ostern zwei Wochen zur Entgiftung. Die war länger vorher geplant. 2 Wochen vorher hat er es noch geschafft im betrunkenen Zustand Auto zu fahren und einen Unfall zu fabrizieren. Sein Schein, den er erst seit einem knappen Jahr wieder hatte, ist natürlich, glücklicherweise wieder weg.

    Nach der Entgiftung lief es zuerst gut. Er hat sogar die Langzeit beantragt. Nach 10 Tagen ging er allerdings wieder an zu trinken und mit jedem Tag wurden seine Beleidigungen mir gegenüber schlimmer. Er hat jeden Tag angekündigt zu gehen, was er aber nicht umgesetzt hat.

    Muss dazu sagen, er gibt ja der Region u. a. die Schuld, dass er überhaupt das Trinken angefangen hat.

    Die letzte Woche hab ich ihm jetzt deutlichst zu verstehen gegeben, dass er gehen darf. Weil er bleibt ja angeblich nur noch, weil er mich trotz allem so lieb hat.

    Heute Morgen ist er jetzt erstmal in seinen Garten aufgebrochen. Der liegt in einem anderen Bundesland. Angekommen ist er wohl huckevoll, was mich nicht wundert. Ich habe ihm die letzten Tage auch unmissverständlich verklickert, dass es mit mir so keine gemeinsame Zukunft mehr gibt. Und selbst wenn er die Langzeit wirklich macht, ich mir nicht sicher bin, ob ich unsere Beziehung danach nochmal weiterführen kann. Das hat ihm zwar endgültig den Boden unter den Füßen weggezogen, aber ich will und kann so nicht mehr.

    Ich bin in der glücklichen Lage, laut meiner Anwältin, dass ich unser Haus alleine weiter halten kann und ihn auch auszahlen könnte.

    Mal sehen, was die Zukunft bringt.

    Gestern kam außerdem der positive Bescheid für die Reha. Nur der genaue Beginn steht noch nicht fest. Allerdings müsste er nach meinen Kenntnissen nüchtern sein, damit die Reha-Klinik ihn überhaupt aufnimmt. Wenn das nicht klappt, habe ich das Problem, dass er sich hier wie die Made in Speck breit macht und nicht freiwillig auszieht. Und aus dem Haus klagen will ich ihn eigentlich nicht... Aber ich befürchte, mir wird eventuell nichts anderes übrig bleiben...


    Sorry für den langen und zum Teil chaotischen Text, aber ich musste es irgendwo raus lassen...

    Ich habe das Thema schon oft angesprochen bei meinem Mann und er hat auch schon zugegeben, dass er ein Problem hat, aber er meint, er braucht es eben um zu entspannen. Da fällt mir dann kein Gegenargument mehr ein. Ich falle dann selbst in kindliche Muster zurück und buhle förmlich um bessere Stimmung, auch wenn ich es nicht will. Kennt das jemand?

    Oh das kenne ich nur zu gut. Dieses sich immer bemühen um bessere Stimmung.


    Wir sind hier an einem Punkt angekommen, wo ich sage, eine gemeinsame Zukunft gibt es, wenn überhaupt nur noch, wenn er selbst die Einsicht hat, dass er es ist, der ein Problem hat. Diese Einsicht wird allerdings nicht kommen. Da bin ich mir sicher. Alle anderen sind schuld an allem, nur er nicht.


    Ich bin gerade dabei meine Finanzen ins Trockene zu bringen, bevor es zur endgültigen Trennung kommt. Und ich schließe mental mit unserer fast 10jährigen Beziehung ab.

    … ich habe leider auch erschreckendes und wenig empathisches von manchem Rettungspersonal u anderem med. Fachpersonal gehört, wenn Angehörige mit ihrem Betrunkenen total überfordert und gestresst waren. Das fand ich auch sehr sehr traurig und alles andere als professionell. 🤷🏼‍♀️😔

    Puh da hatte ich ja dann echt Glück... Eine Krankenschwester sagte letztes Jahr zu mir, das ist von meinem Mann selbst gewähltes Elend, in dem er sich befindet und ich soll ja auf mich aufpassen... Glücklicherweise geht es auch anders.

    Hallo Lanananana ,

    du hast sicher Recht, dass diese kurze gute Zeit nicht auf Dauer ausreichen wird, um den Rest auszugleichen.

    Und ja, ich habe immer mehr im Blick, dass ich auf mich achte und es so mache, wie es mir gut tut...

    Aber, und ich weiß sehr gut, dass das für mich nur wieder eine Rechtfertigung ist, momentan geht es ihm gesundheitlich so schlecht, dass ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, ihn vor die Tür zu setzen.

    Und ich hoffe - auch wegen dieser gesundheitlichen Auswirkungen - dass er doch noch zur Einsicht kommt, sich Hilfe zu holen.

    Vor knapp 3 Jahren war er schon mal soweit und hat dann für knapp 2 Jahre die Kurve gekriegt...

    Wir werden sehen...

    Heute melde ich mich mal wieder hier in meinem eigenen Thema. Ich muss mir mal einiges von der Seele schreiben...

    Mein Mann ist immer noch hier. Die letzten Wochen waren eine Achterbahn von wenn er nüchtern ist, ist er der liebste Mensch der Welt bis zu ich bin so betrunken, dass ihm alles scheißegal ist, auch ich...

    Es war ein emotionaler Wahnsinn. Er spricht jetzt immer wieder davon, dass er hier weg muss und zum Arbeiten woanders hinziehen will. Darf er gerne machen, wenn er meint, dass das die Lösung all seiner Probleme ist.

    Aber dann kommt wieder, dass er doch nicht, weil er mich dann so sehr vermisst.

    Er weiß nicht mehr, was er will. Und dann kommt noch dazu, dass er völlig austickt und extrem beleidigend wird, wenn der Pegel stimmt.

    Ich bin mittlerweile eigentlich ständig unter Strom.

    Das letzte Wochenende war sehr schön, da war er richtig gut drauf. Dafür war die Woche die Hölle. Gestern war es wieder gut, heute bis Mittag, seither geht es wieder bergab... Ich sag nicht mehr viel dazu und warte drauf, dass er sich entweder selbst gar kaputt macht oder doch noch wirklich zur Besinnung kommt. Die guten Zeiten genieße ich und bin froh, dass es sie gibt, daraus schöpfe ich dann wieder Kraft für den Wahnsinn der folgt...

    Jetzt werde ich nach den schönen 1,5 letzten Tagen wieder ignoriert, weil er nicht weiß, was er will. Wahrscheinlich beschimpft und beleidigt er mich in 1 - 2 Stunden wieder... Wir werden sehen.

    Aber aufgrund der immer wieder doch guten Zeiten schaffe ich es einfach nicht, den Schlussstrich zu ziehen, auch weil das bedeuten würde, dass ich wahrscheinlich meine komplette Existenzgrundlage, die wir uns zusammen die letzten Jahre aufgebaut haben, verlieren würde...

    Liebe DTT,

    ich fühle gerade so mit dir. Meiner dreht mittlerweile hohl.

    Seit Tagen erzählt er mir, er braucht eine Auszeit und will von hier weg. Dann kann er aus zig Gründen doch nicht. Allen voran, er würde mich ja dann so sehr vermissen...

    Wir werden sehen.

    Dir wünsche ich, dass dein Wahnsinn schnell ein Ende findet und du liebe Menschen an deiner Seite hast, die dich unterstützen.

    Alles Liebe

    Sternie

    Hallo ladnax !

    Die Abgrenzung im gemeinsamen Haushalt ist unglaublich schwer. Ich versuche mittlerweile nichts mehr zu sagen. Allerdings fängt mein Mann gerade damit an, mich dann trotzdem zu beschimpfen und mich für alles verantwortlich zu machen.

    Und ja, irgendwann reagiere ich dann trotzdem darauf und es knallt wieder. Seine neueste Idee ist gerade, dass wir an unserem jetzigen Wohnort alles aufgeben sollen (wir haben hier ein eigenes Haus gekauft und ich habe hier einen sicheren Job und meine Kinder wohnen in erreichbarer Nähe beim Papa) und in seine Wunschheimat ans andere Landesende ziehen sollen. Dann würde alles gut werden... Das glaub ich allerdings schon lange nicht mehr...

    Und ich will nicht auch noch mein letztes Sozialgefüge aufgeben, das ich noch habe...

    Ich habe jetzt meine Schwiegereltern miteinbezogen, um mit irgendwem wirklich offen reden zu können. Sie sind glücklicherweise auf meiner Seite und versuchen mich zu schützen... Sie wohnen allerdings auch ein gutes Stück weg und sind nicht mehr die Jüngsten.

    Einkauf vor meinen Augen ist schon lange kein Thema mehr. Er macht es heimlich und ich merke dann natürlich trotzdem, dass er getrunken hat.

    Ich versuche keine Anschuldigungen mehr auszusprechen. Sie führen zu nichts und kosten mich nur unendlich viel Kraft...

    Ich schaue jetzt mal, wie er jetzt dann drauf ist, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Heute morgen meinte er wieder, es wäre doch das Beste hier zu bleiben. Vormittags kam eine Nachricht mit der komplett gegenteiligen Aussage. Auf die hab ich nicht mehr reagiert.

    Er ändert mittlerweile fast stündlich seine Meinung... Da kann ich ihn dann auch nicht mehr ernst nehmen... In meinem Kopf reagiert seit Monaten das Chaos, wie es weitergehen kann... Aber sie Hoffnung stirbt zuletzt...

    Viele Gedanken - ich weiß - und manches auch wirr, aber diese Situation macht mich unendlich fertig und hilft dir wahrscheinlich auch nicht viel weiter... Sorry dafür.

    Liebe Kirara !

    Mir fällt das nicht kontrollieren auch nicht immer leicht.

    Vor allem weil er die letzten 2 Wochen dazu neigt, mir aus allem, was ich tue oder auch nicht tue, einen Strick zu drehen.

    Was ich auch mache (ich rede jetzt von Haushalt und was halt so an alltäglichen Dingen für mich anfällt), es ist grundsätzlich falsch und wird kritisiert. Und danach bin ich die Böse, die ja wieder was völlig falsch verstanden hat. Er greift mich nie körperlich an, aber fährt immer mehr die Psycho-Schiene... Aber so blöd es klingt, ich bin noch nicht bereit ihn ganz aufzugeben. Wir haben ja auch immer wieder schöne und gute Momente und Zeiten zusammen.

    Und er beteuert dann auch immer wieder, dass er mich liebt (ich ihn ja fataler Weise auch immer noch). Aber kurze Momente später bin ich dann wieder an allem Schuld.

    Es kostet unglaublich viel Kraft... Ich weiß manchmal abends gar nicht mehr, wie ich den Tag mit Job und allem überstanden habe...

    Wenn du es schaffst, dann zieh eine Linie für dich und zieh durch... Ich kann es leider (noch) nicht, aber ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft!