Beiträge von Sternie
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… ich habe leider auch erschreckendes und wenig empathisches von manchem Rettungspersonal u anderem med. Fachpersonal gehört, wenn Angehörige mit ihrem Betrunkenen total überfordert und gestresst waren. Das fand ich auch sehr sehr traurig und alles andere als professionell. 🤷🏼♀️😔
Puh da hatte ich ja dann echt Glück... Eine Krankenschwester sagte letztes Jahr zu mir, das ist von meinem Mann selbst gewähltes Elend, in dem er sich befindet und ich soll ja auf mich aufpassen... Glücklicherweise geht es auch anders.
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Hallo Lanananana ,
du hast sicher Recht, dass diese kurze gute Zeit nicht auf Dauer ausreichen wird, um den Rest auszugleichen.
Und ja, ich habe immer mehr im Blick, dass ich auf mich achte und es so mache, wie es mir gut tut...
Aber, und ich weiß sehr gut, dass das für mich nur wieder eine Rechtfertigung ist, momentan geht es ihm gesundheitlich so schlecht, dass ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, ihn vor die Tür zu setzen.
Und ich hoffe - auch wegen dieser gesundheitlichen Auswirkungen - dass er doch noch zur Einsicht kommt, sich Hilfe zu holen.
Vor knapp 3 Jahren war er schon mal soweit und hat dann für knapp 2 Jahre die Kurve gekriegt...
Wir werden sehen...
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Heute melde ich mich mal wieder hier in meinem eigenen Thema. Ich muss mir mal einiges von der Seele schreiben...
Mein Mann ist immer noch hier. Die letzten Wochen waren eine Achterbahn von wenn er nüchtern ist, ist er der liebste Mensch der Welt bis zu ich bin so betrunken, dass ihm alles scheißegal ist, auch ich...
Es war ein emotionaler Wahnsinn. Er spricht jetzt immer wieder davon, dass er hier weg muss und zum Arbeiten woanders hinziehen will. Darf er gerne machen, wenn er meint, dass das die Lösung all seiner Probleme ist.
Aber dann kommt wieder, dass er doch nicht, weil er mich dann so sehr vermisst.
Er weiß nicht mehr, was er will. Und dann kommt noch dazu, dass er völlig austickt und extrem beleidigend wird, wenn der Pegel stimmt.
Ich bin mittlerweile eigentlich ständig unter Strom.
Das letzte Wochenende war sehr schön, da war er richtig gut drauf. Dafür war die Woche die Hölle. Gestern war es wieder gut, heute bis Mittag, seither geht es wieder bergab... Ich sag nicht mehr viel dazu und warte drauf, dass er sich entweder selbst gar kaputt macht oder doch noch wirklich zur Besinnung kommt. Die guten Zeiten genieße ich und bin froh, dass es sie gibt, daraus schöpfe ich dann wieder Kraft für den Wahnsinn der folgt...
Jetzt werde ich nach den schönen 1,5 letzten Tagen wieder ignoriert, weil er nicht weiß, was er will. Wahrscheinlich beschimpft und beleidigt er mich in 1 - 2 Stunden wieder... Wir werden sehen.
Aber aufgrund der immer wieder doch guten Zeiten schaffe ich es einfach nicht, den Schlussstrich zu ziehen, auch weil das bedeuten würde, dass ich wahrscheinlich meine komplette Existenzgrundlage, die wir uns zusammen die letzten Jahre aufgebaut haben, verlieren würde...
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Liebe DTT,
ich fühle gerade so mit dir. Meiner dreht mittlerweile hohl.
Seit Tagen erzählt er mir, er braucht eine Auszeit und will von hier weg. Dann kann er aus zig Gründen doch nicht. Allen voran, er würde mich ja dann so sehr vermissen...
Wir werden sehen.
Dir wünsche ich, dass dein Wahnsinn schnell ein Ende findet und du liebe Menschen an deiner Seite hast, die dich unterstützen.
Alles Liebe
Sternie
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Liebe Mariexy
Du machst mir gerade sehr viel Mut, dass ich irgendwann doch noch die Kurve kriege in ein ruhiges Leben... Noch hab ich zuviel schlechtes Gewissen, ihn und uns ganz aufzugeben.
Wir sind oft soviel stärker als wir glauben 😉
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Hallo ladnax !
Die Abgrenzung im gemeinsamen Haushalt ist unglaublich schwer. Ich versuche mittlerweile nichts mehr zu sagen. Allerdings fängt mein Mann gerade damit an, mich dann trotzdem zu beschimpfen und mich für alles verantwortlich zu machen.
Und ja, irgendwann reagiere ich dann trotzdem darauf und es knallt wieder. Seine neueste Idee ist gerade, dass wir an unserem jetzigen Wohnort alles aufgeben sollen (wir haben hier ein eigenes Haus gekauft und ich habe hier einen sicheren Job und meine Kinder wohnen in erreichbarer Nähe beim Papa) und in seine Wunschheimat ans andere Landesende ziehen sollen. Dann würde alles gut werden... Das glaub ich allerdings schon lange nicht mehr...
Und ich will nicht auch noch mein letztes Sozialgefüge aufgeben, das ich noch habe...
Ich habe jetzt meine Schwiegereltern miteinbezogen, um mit irgendwem wirklich offen reden zu können. Sie sind glücklicherweise auf meiner Seite und versuchen mich zu schützen... Sie wohnen allerdings auch ein gutes Stück weg und sind nicht mehr die Jüngsten.
Einkauf vor meinen Augen ist schon lange kein Thema mehr. Er macht es heimlich und ich merke dann natürlich trotzdem, dass er getrunken hat.
Ich versuche keine Anschuldigungen mehr auszusprechen. Sie führen zu nichts und kosten mich nur unendlich viel Kraft...
Ich schaue jetzt mal, wie er jetzt dann drauf ist, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Heute morgen meinte er wieder, es wäre doch das Beste hier zu bleiben. Vormittags kam eine Nachricht mit der komplett gegenteiligen Aussage. Auf die hab ich nicht mehr reagiert.
Er ändert mittlerweile fast stündlich seine Meinung... Da kann ich ihn dann auch nicht mehr ernst nehmen... In meinem Kopf reagiert seit Monaten das Chaos, wie es weitergehen kann... Aber sie Hoffnung stirbt zuletzt...
Viele Gedanken - ich weiß - und manches auch wirr, aber diese Situation macht mich unendlich fertig und hilft dir wahrscheinlich auch nicht viel weiter... Sorry dafür.
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Liebe Kirara !
Mir fällt das nicht kontrollieren auch nicht immer leicht.
Vor allem weil er die letzten 2 Wochen dazu neigt, mir aus allem, was ich tue oder auch nicht tue, einen Strick zu drehen.
Was ich auch mache (ich rede jetzt von Haushalt und was halt so an alltäglichen Dingen für mich anfällt), es ist grundsätzlich falsch und wird kritisiert. Und danach bin ich die Böse, die ja wieder was völlig falsch verstanden hat. Er greift mich nie körperlich an, aber fährt immer mehr die Psycho-Schiene... Aber so blöd es klingt, ich bin noch nicht bereit ihn ganz aufzugeben. Wir haben ja auch immer wieder schöne und gute Momente und Zeiten zusammen.
Und er beteuert dann auch immer wieder, dass er mich liebt (ich ihn ja fataler Weise auch immer noch). Aber kurze Momente später bin ich dann wieder an allem Schuld.
Es kostet unglaublich viel Kraft... Ich weiß manchmal abends gar nicht mehr, wie ich den Tag mit Job und allem überstanden habe...
Wenn du es schaffst, dann zieh eine Linie für dich und zieh durch... Ich kann es leider (noch) nicht, aber ich wünsche dir ganz viel Mut und Kraft!
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hiiumaa das was du beschreibst kenne ich auch nur zu gut.
Ich bin hier auch mitten im Abgrenzungsprozess, aber ich will ihn nicht aufgeben, weil wir eben auch gute Zeiten haben.
Momentan ist es allerdings wieder sehr schlimm. Er trinkt täglich und gibt mir sehr oft die Schuld an allem. Ich versuche mich dann rauszunehmen, was mir leider nicht immer gelingt.
Liebe Grüße
Sternie
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Liebe Kirara,
das was du beschreibst, kenne ich nur zu gut.
Ich habe vor 2 Wochen für mich beschlossen, nicht mehr zu kontrollieren und auch nichts mehr zu sagen, auch wenn ich mir sicher bin, dass er getrunken hat.
Für meinen inneren Frieden ist das ein wahrer Segen. Hab's ihm auch so kommuniziert, dass ich nichts mehr sagen werde.
Wenn er nüchtern und trocken werden möchte, ist es sein Weg, den er gehen muss. Er hat meinen Rückhalt, wenn er sich langsam zu Tode trinken will - auch seine Entscheidung.
Ich lebe gut damit, auch wenn es manchmal schwer fällt nicht wieder in das typische Co-Verhalten zurückzufallen.
Ich drücke dir die Daumen, dass du da raus kommst.
Liebe Grüße
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Und dass das mit der Hoffnung so eine Sache ist, weiß ich leider auch nur zu gut... Aber irgendwie stirbt die halt zuletzt... Leider 😞
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Natürlich geht es nur freiwillig.
Ich hab das nur betont, weil ich von einigen immer wieder lese, dass sie ihren Partner in dieser Beziehung drängen, was ja rein gar nichts bringt 🙈
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Liebe EllaDrei !
Wie sich unsere Geschichten doch ähneln - nur mit dem Unterschied dass wir hier noch ein Paar sind.
Auch ich habe ihm erst unlängst gesagt, dass ich mir nicht anschauen werde, wie er sich zu Tode trinkt. Und doch bin ich noch hier...
Er ist seit gestern mal wieder zur Entgiftung - freiwillig! Weil er selbst gesagt hat, er will noch nicht sterben... Und da ist dann wieder dieser kleine Hoffnungsschimmer, der mich bleiben lässt... Weil vielleicht wird ja doch noch alles wieder gut. Einmal hat es ja schon geklappt 🙈
Ein Wahnsinn! Ich atme jetzt auf alle Fälle erstmal durch und bin gut zu mir selbst!
Alles Weitere muss die Zukunft zeigen!
Und dein letzter Satz ist so wahr: ja, ich trauere schon lange um meinen Herzensmensch, auch wenn er noch gar nicht gestorben ist 😢
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Liebe EllaDrei !
So wie dir geht es mir schon länger.eib Mann lag vor knapp 4 Jahren schon mal im Koma wegen gesundheitlicher Probleme aufgrund der Trinkerei.
Seither war er mal fast 2 Jahre trocken und hat dann trotzdem wieder angefangen und hat jetzt wieder große gesundheitliche Probleme. Und das ist mit ein ganz großer Grund, warum ich es nicht schaffe ihn im Stich zu lassen.
Auch wenn es mir wahrscheinlich besser gehen würde, wenn ich loslassen würde. Aber ich kann es mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren.
Liebe Grüße
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Johanna89 ich drücke dir die Daumen, dass du stark bleiben kannst.
Mir fehlt noch der Mut, aber ich habe auch kein Kind im Hintergrund und kann mich selbst aus der Situation nehmen, wenn es für den Augenblick zu viel ist.
Ich wünsche dir die Kraft, die du die nächste Zeit brauchen wirst! Wie Frauen sind stärker, als wir selbst oft glauben!!!
Alles Gute 😘
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Er ist immer noch da.
Ich hab für mich beschlossen, seinen Konsum nicht mehr zu kommentieren oder versuchen zu unterbinden. Gibt keinen Streit und schont meine Nerven. Aggressiv ist er ja nicht, auch wenn er zuviel hat...
Nur vorhin hab ich ihm noch mitgeteilt, dass ich mir auch von ihm nicht mehr sagen lasse, was ich tun soll bzw. was richtig oder falsch ist. Er soll erstmal sein eigenes Leben auf die Kette kriegen.
Jetzt schläft er ... Und ich kann wieder zur Ruhe kommen...
Aber ich dachte nicht, dass Ignorieren so anstrengend sein kann 🙈
Und ja, ich weiß, dass das keine Dauerlösung sein kann! Aber ich bringe es nicht übers Herz ihn weg zuschicken, vor allem, weil er momentan nicht fahren darf und auch nur Sommerreifen auf seinem Auto hat 🤦♀️
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Gerade in einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker ist der eigene Selbstwert häufig nicht besonders hoch. Viele Co‑Betroffene übernehmen anfangs die Vorstellung, sie seien schuld daran, dass der Alkoholiker säuft .Wenn einem das immer wieder vermittelt wird, übernimmt man diese Sicht irgendwann möglicherweise und verstärkt die eigenen Bemühungen, ihn trocken zu bekommen. Das habe ich hier im Forum auch schon öfter gelesen.
Das trifft es tatsächlich ganz gut, also bei mir zumindest. Mein Mann gibt mir, wenn er getrunken hat, sehr gerne die Schuld daran, dass er so geworden ist. ( Wenn er nüchtern ist relativiert er das dann wieder!)
Und den Schuh hab ich mir sehr lange angezogen und natürlich nagt das dann am eigenen Selbstbewusstsein.
Der größte Witz war vor einigen Wochen, dass ER mir vorgeworfen hat, ich hätte zu wenig Selbstwertgefühl und deswegen könnte er mir nie etwas Recht machen und deshalb müsste er ja dann auch immer wieder trinken.
Ich bin noch im Loslösungsprozess... Aber was ich hier schon mitgenommen habe, ist, dass ich solche Aussagen nicht mehr an mich ranlasse!
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Wenn jemand keine Kinder will, gehe ich davon aus, das er dies dann bereits im Vorfeld sagt und dann kann man für sich entscheiden ob man überhaupt eine Beziehung mit dieser Person eingehen will.
Ein Alkoholiker sagt aber bestimmt nicht im Vorfeld, das er süchtig ist und nicht aufhören will. Oder gibt es hier jemanden der tatsächlich, bevor er die Beziehung einging, dem Partner klar gesagt hat: ich bin Alkoholiker und werde es definitiv nicht ändern?
Hätte mein Ex damals zu mir gesagt, als ich ihn kennen lernte, er ist Alkoholiker und möchte das definitiv auch bleiben, wäre ich definitiv nicht mit ihm zusammen gekommen, weil ich es als Kind schon mit meinem Papa selbst erlebt hatte. Dann hätte ich im Vorfeld gewusst was auf mich zu kommt wird und ich hätte mich zwar auf eine Freundschaft eingelassen aber nicht auf eine Beziehung.
Bei uns kam die Sucht aber schleichend in unser Leben, da waren wir schon ein paar Jahre zusammen. Wir hatten eine Beziehung auf Augenhöhe und ich habe meinen Partner ja ohne Sucht kennen gelernt. Es gab gemeinsame Interesse und Werte. Das man mal zusammen trinkt oder mit Freunden trinkt, war für mich normal. Da hab ich keine Sucht drin gesehen und es war ja auch eine funktionierende Beziehung.
Als mir sein Trinkverhalten dann tatsächlich aufgefallen ist, weil es immer mehr wurde, habe ich versucht ihn darauf aufmerksam zu machen und ihm versucht erstmal zu erklären, wie ich mich damit fühle. Ich hab ihm nicht direkt gesagt, er muss sofort damit aufhören, sondern ich wollte das er versteht, was dies bei mir auslöst. Also hat er versucht zu reduzieren. Hätte er kontrolliert trinken können, wäre das für mich kein Thema gewesen. Das er das nicht mehr konnte und ein ernsteres Problem damit hat, hab ich erstmal selbst nicht wahr haben wollen und er ja auch nicht. Er war ja überzeugt das er kein Problem hat. Warum legt ein Alkoholiker Trinkpausen ein? Doch um sich selbst und vielleicht auch der Familie zu beweisen, das er es noch kontrollieren kann und kein Problem mit dem Trinken hat. Oder liege ich da falsch?
Was mich so lange in der Co Abhängigkeit gehalten hat? Die Liebe zu meinem Partner. Das Wissen, das er auch anders sein kann und ich ihn anders kennen gelernt habe. Die Hoffnung das er es doch noch erkennt, Das Wissen, das es eine Krankheit ist und das Gefühl ihn im Stich zu lassen, wenn ich ihm nicht helfe . Ich wollte nicht aufgeben.
In guten wie in schlechten Zeiten!
Zum Thema Sucht nach dem Partner: Ich war ganz klar süchtig, nach jeder noch so kleinen Aufmerksamkeit, nach jeder noch so kleinen Zuneigung, nach jeder noch so kleinen Liebesbekundung, weil auch das durch die Sucht immer weniger wurde. Ich habe ihn geliebt. Er war für mich ein Geschenk und ich wollte den Mann wieder zurück, den ich kennen gelernt hatte. Ich hab alles versucht um es ihm recht zu machen, ihm zu beweisen, das ich liebenswert bin und mich selbst dabei aufgegeben. Die Erkenntnis keine Chance mehr zu haben und ihn an den Alkohol verloren zu haben, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Und ja ich hatte Entzugserscheinungen.
Alles, was du hier beschreibst, kann ich eins zu eins bei mir bestätigen... Nur, dass ich es noch nicht geschafft habe, den Schlussstrich zu ziehen, weil ich noch in dieser Hoffnungsschleifer hänge 😔
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Ich hab ihn weitest gehend ignoriert... Es ist nichts passiert.
Die Nacht ist auch überstanden...
Ich geh jetzt erstmal arbeiten... Dann seh ich schon, wie es weitergeht 🙈
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Ich bin gerade dabei, dieses "Ich-kümmere-mich-schon-um-alles" hinter mir zu lassen...
Ich fühle mich zuständig für Haus und Garten und mein Zeug, weil mir das wichtig ist!
Den Rest muss er selbst geregelt kriegen...
Aber es ist unfassbar schwer zuschauen zu müssen, wie ein geliebter Mensch direkt ins eigene Unglück bzw. bei meinem sogar ins eigene Grab rennt!