Beiträge von Pantun

    Ein Alkoholiker trinkt ja auch um seine Probleme zu verdrängen. Wenn er jetzt aufhört zu Trinken funktioniert natürlich auch der Verdrängungseffekt nicht mehr und er muss sich dem Problem stellen und hier fällt dann die Entscheidung ob man damit leben kann oder nicht. Wäre so meine Erklärung für eine Trennung nach der Therapie.

    Solange er noch nicht trocken ist und nicht in der Therapie war, würde ich es aber auch erst mal als Drohung , bzw. verdrehte Vorstellung sehen.

    Das Wochenende ist noch nicht ganz vorbei, trotzdem mal.ein Abriss was mich beschäftigt.

    Weiss nicht ob das der Entzug ist. Ich bin übel gelaunt und schlafe sehr schlecht, ich wache mehrfach auf und schlafe seit zwei Tagen unter sechs Stunden. Das Gedankenkarussell dreht sich extrem (komischerweise nicht um Alkohol) im Moment und ich habe tagsüber ständig leichte Kopfschmerzen, fühle mich nicht wohl und Magenprobleme, fühlt sich wie Stress an.

    Suchte die Unterstützung von meiner Frau, die blieb jedoch lieber strickend oder malend am Tisch sitzen, nun ja mit Empathie hatte sie es nie so ist eher pragmatisch veranlagt. Habe ich schon öfters bemerkt wenn ich Mal wirklich krank war, jedoch ist sie ansonsten eine Frau mit der man Pferde stehlen kann.

    Nach einem Gespräch mit ihr meinte sie ich soll mir etwas suchen, dass mich ablenkt, hat sie ja nicht unrecht. Ich habe ich mich dann in meinen TV - Gaming- Raum verzogen und habe das erste Mal wieder WoW gespielt und siehe da der Durst schlug vehement zu, ich habe in 3 Stunden eine Kanne Tee und 2 Flaschen Wasser getrunken, war Dauergast auf der Toilette ^^

    Es fiel mir mehr oder weniger schwer keinen Alkohol zu trinken, der Gedanke und ein komisches Gefühl kam immer wieder mal, ein zuckerfreies Bonbon oder ein großer Schluck Wasser haben ihn dann meist besänftigt.

    Was mich auch noch beschäftigt ist die Planung der ja nun freien Zeit am Wochenende, was mache ich morgens ohne den Kater? Was mache ich abends ohne mein bisheriges Hobby? Hab mich jetzt erst mal für Lesen, Kochen, Training und Gassigehen entschieden, schaue auch Serien und Filme an die ich vorher mit Alkohol angesehen habe, ist schon komisch bei manchen Sachen weiss ich, das ich sie sicher schon gesehen habe, kann mich aber nicht daran erinnern oder nur bruchstückhaft.

    Ist noch nicht die abschließende Planung, muss mehr sinnvollere Sachen integrieren, aber erst mal reicht mir das.

    Das Wochenende startet, habe erst mal sämtliche Kontakt und Gruppen in WA und co ausgeblendet zum Teil auch gelöscht.

    Heute Mittag habe ich den Rest Bier (immerhin noch 12 Flaschen) der noch da war meinem Nachbarn geschenkt, im Moment sitze ich ziemlich planlos da. Habe mir jetzt einen Film ausgesucht den werde ich heute Abend mit meiner Frau schauen und ne Tüte Gummibärchen daneben legen.

    ... und ich bin zum Teetrinker mutiert, eigentlich mag ich ja Tee nicht sonderlich aber es gibt dann doch den ein oder anderen guten / leckeren, was soll ich sagen, neuer Geschmack den man nicht so oft hat funktioniert ganz gut, gibt es jetzt erst mal nur bei Verlangen, damit ich noch was anderes als zuckerfreie Bonbons und Süsses habe.

    Im Keller steht noch Schnaps, das triggert mich aber komischerweise gar nicht, hab ich irgendwie nie gerne getrunken, meistens erst nach dem 8. Bier oder so um mich komplett abzudichten, werde ihn aber trotzdem die nächsten Tage an die Verwandschaft / Bekanntschaft / Nachbarschaft abgeben, bin zu sehr Schwabe ist mir zu schade zum Ausschütten.

    Meine Frau ist begeistert von mir bisher, jedoch sieht sie nicht ganz ein warum sie nichts trinken soll wenn ich in der Nähe bin und hat erst mal ihren Wein versteckt, damit ich ihn nicht verschenke. Sie sieht mich nicht als Alkoholiker, sondern nur als den der wenn er mal anfängt nicht mehr aufhören kann und sich sinnlos betrinkt. Haben lange darüber gesprochen, habe ihr auch erklärt, das mir das Nichtstrinken einigermaßen einfach fällt, bis auf manche Situationen und ich mich selbst als Alkoholiker sehe, da ich es nicht kontrollieren kann. Sie wird nichts trinken wenn ich mir ihr Filme schaue oder Ausgehe, jedoch wird sie weiter auf Veranstaltungen usw. gehen, wo sie dann eben auch ihr Viertelchen schlozt, klang für mich jetzt erst mal ganz ok, mal sehen wie sich das auswirkt.

    Ich für mich habe jetzt erst mal sämtliche Aktivitäten die in Kneipen Restaurants usw stattfinden komplett abgelehnt oder auch im nach hinein abgesagt. ZumTeil hat der Freundeskreis von mir und meiner Frau etwas verschnupft reagiert aber auch das wird sich legen sobald ich mich soweit eingependelt habe und den Leuten irgendwann erzähle warum, wiso und weshalb..

    Und nun auf in ein weiteres trockenes Wochenende, euch ein schönes und erholsames Wochenende :)

    Bis dann mal.

    Pantun

    Bist du dir sicher, dass du Alkoholiker bist

    Ja, bin ich, da gibt es für mich keinen Zweifel.

    Ich hab derzeit noch Probleme mich damit abzufinden, dass es so ist, es wirklich zu akzeptieren. Andererseits merke ich ja schon einige positive Auswirkungen, ich schlafe besser, ich bin aufgeräumter innerlich, fokussierter und doch überkommt mich immer wieder eine leise Wehmut und ich hinterfrage die Entscheidung immer wieder, so gesehen kämpfe ich wohl zur Zeit mit meinem Suchthirn.

    Ich musste trinken, bis die Lichter aus waren, ob ich wollte oder nicht. Und am nächsten Tag war das Geheule wieder groß und die Psyche komplett am Boden

    Auch das kenne ich, "wehe wenn er losgelassen" haben Saufkumpane immer gesagt. Anfangs, als ich noch jünger war, war ich dummer Junge sogar stolz drauf irgendwann war es dann ein Selbstläufer den ich nicht mehr kontrollieren kann.

    halt dich vom alk fern!

    Geb ich dir voll und ganz Recht, das Problem ist nur auf Arbeit wird man hin und wieder auf ein Feierabendbier angehauen und ich muss da auch mitten durch wenn ich Feierabend habe. Das ich solche Situationen vermeiden soll ist mir schon auch klar, es lässt sich nur manchmal nicht verhindern.

    Einfach auf den Boden schauen und wortlos das Haus verlassen möchte ich auch nicht, habe noch ein paar Jahre Arbeiten vor mir die ich am liebsten auch bei dem Betrieb ableisten möchte. Es sind ja meine Arbeitskollegen, ich muss mal ein offenes Gespräch mit den Kollegen suchen.

    Bei mir selbst war es dann irgendwann auch noch so, dass ich diese angeheiterte (falsche) Art und dieses "alles ist so witzig", nicht mehr ausgehalten habe.

    Das war bei mir eigentlich schon immer so wenn ich darüber nachdenke. Mochte angetrunkene Leute nie wenn ich nüchtern war, wohl aber mehr aus Neid als aus Abneigung, da wenn ich nüchtern war ich das meistens nicht lange war und auch, so gut wie immer, nicht freiwillig war.

    Kann mich da auch schlecht anpassen an die übertrieben gute Laune von Angetrunkenen wenn ich nüchtern bin, muss ich wohl auch noch lernen wie man nüchtern Angetrunkene erträgt und damit umgeht.

    Heute war ein sehr durchwachsener Tag, zum einen kamen unangenehme Überraschungen, sprich Rechnungen die höher ausfielen als geplant und die erste Reaktion was bekannte angeht.

    Durfte mir heute anhören, dass ich mich komisch verhalte und ich das mit dem Nullalkohol sein lassen soll. :rolleyes: Nur weil ich abgelehnt habe nach der Arbeit noch ein Bier zu trinken. Und ja ich wollte auch nicht daneben stehen und zu schauen. Komische Welt kaum trinkt man mal nicht mit ist man komisch....

    Wobei ich schon bissel stolz bin auch wirklich nein gesagt zu haben. :) und es war trotz überlegen und verlangen einfacher als gedacht. Bei der Heimfahrt habe ich mal kurz gedacht wäre schon schön gewesen und war etwas sauer auf mich selbst, hat sich aber schnell wieder gelegt.

    Ansonsten war der Tag ganz OK, viel Arbeit wenig Zeit zum Nachdenken und ca 15 zuckerfreie Bonbons. ;)

    Ich vermisse sowohl die Leute als auch den Alk, sind Leute dabei die ich schon seit Kindergartentagen kenne. Bin jemand der keinen großen Bekanntenkreis pflegt, Freunde habe ich nur einen Hand voll. Die Freunde die ich habe waren bisher immer ausreichend, jedoch sind fast alles Leute die gerne mal einen über den Durst trinken, es jedoch besser im Griff haben als ich. Das Verständnis gegenüber Nichttrinkern hält sich sehr in Grenzen. Muss mich wohl damit abfinden, dass ich meinen bisherigen Bekanntenkreis neu sortieren muss, bzw. neu aufbauen. Mein bester und zuverlässigster Freund trinkt Gott sei Dank selber kaum bis gar keinen Alkohol, somit bleibt mir wenigstens einer sicher erhalten.

    Das eine Party nicht zwangsläufig zum Trinken führt muss ich wohl erst noch lernen, Kraftsport habe ich bisher meistens alleine aber regelmäßig gemacht, hab einen mehr oder weniger gut ausgestatteten Fitnessraum daheim, überlege aber derzeit tatsächlich ins Fitnesscenter zu gehen um ein paar Leute mehr kennen zu lernen.

    Das Spielen mal ne Weile weg zu lassen ist auch kein Fehler, WoW ist ja fast wie ein Nebenjob wenn man auf dem laufenden sein will und wohl auch eine kleine Nebensucht von mir, spiele das schon seit 2005 oder so. Mal sehen wie lange es dauert bis ich mich soweit an die Alkoholabstinenz gewöhnt habe um wieder WoW ohne Probleme zu zocken.

    Der Gedanke Alkohol treibt mich derzeit natürlich um, heute komischerweise ganz besonders obwohl Montag ist und ich die letzten Jahre von Sonntagabend bis Freitagabend Ruhe war, schon komisch, ist aber erträglich und ich kriege mich mit Arbeit und co abgelenkt. Ist ja erst Tag 11, wird schon noch besser werden.

    Danke erstmal fürs Reinlassen und nochmal Hallo an alle.:thumbup:

    Ich werde mich erst mal in Ruhe durch das Forum lesen und mir das ein oder andere herauspicken was für mich wichtig zu sein scheint.

    Grundbausteine habe ich bisher wenig davon befolgt, da ich die letzen Jahre "nur"noch Wochenendtrinker war habe ich Gott sei Dank nicht mit körperlichem Entzug zu kämpfen, SHG habe ich keine aber ein zwei nette Menschen die mich unterstützen. Muss mich da erst mal schlau machen welche Angebote es hier auf dem Land gibt.

    Als Beschäftigung werde ich wohl meinen bisherigen Sport (Kraftsport) weiter betreiben und mich vllt noch bissel mehr mit Ausdauer beschäftigen. Zudem lese ich gerne und hab noch Haus Garten Frau und Hund, also langweilig wird es wohl nicht.

    Mit Suchtdruck habe ich, noch, nicht wirklich Probleme, ich denke immer mal wieder an den Alkohol und fühle so etwas wie Neid auf die anderen Kumpels, da die Party machen und ich zu Hause sitze, selbst am PC bin ich zur Zeit nicht, Spiele eigentlich WoW, aber dabei habe ich am WE immer getrunken um diese Situation erst mal zu vermeiden mache ich wohl Spielpause.

    Zur Zeit denke ich einfach viel über Alkohol nach, bzw. mein Unterbewusstsein erinnert mich oft daran. Wird sich aber hoffentlich/sicherlich in ein paar Tagen oder Wochen geben, wird wohl nie ganz weg sein aber ne Dauerbeschäftigung wird es hoffentlich auch nicht.

    Und jetzt ab ins Bettchen um 0430 klingelt der Wecker, gute Nacht.

    Hab über das Thema ausgiebig nachgedacht und auch mal meine derzeitige Situation bedacht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es mit meinem bisherigen Leben nur weiter gehen kann, wenn ich abstinent bleibe.

    Hatte ein langes Gespräch mit meiner Familie, wo der Punkt "alles wird immer schlimmer" zur Sprache kam,sie haben bemerkt, dass dies schon das zweite Wochenende ohne Alkohol ist und mich darauf angesprochen.

    Hier wurde mir bewusst, dass ich ja nicht nur mir schade sondern alle anderen mit runter ziehe in den Abgrund. Ich war mir nie wirklich bewusst was ich besoffen für ein.selbsrsüchtiger Mensch bin. Ich wurde nie handgreiflich bin aber oft verletzend und beleidigend und weiss alles besser. Ich bin der Chef wenn ich genug getrunken habe 😞 ich liebe mein bisheriges Leben und meine Frau, meine (erwachsenen) Kinder, das muss aufhören.

    Zu der Zeit ohne Alkohol bisher: der Suchtdruck hält sich in Grenzen, natürlich gibt es Situationen an denen ich trinken will, fast nicht änderst kann, aber aus der Situation rausgehen hilft, oder auch einfach nur Gummibärchen 🙄😉

    Hey soapstar.

    Das mit dem "nie wieder Alkohol" hab ich wohl nicht, da ich davor ja sehr regelmäßig getrunken habe und eher froh war / bin "nur noch" Freitag und Samstag zu trinken.

    Was ich bestätigen kann ist das ständige Unerholt sein, die Marschbirne, das unkonzentriert sein, die ständige Unzufriedenheit und auch die Peinlichkeiten und die Scham.

    Habe den Fehler gemacht wie wahrscheinlich viele vor mir und an Sylvester nochmals richtig über die Stränge geschlagen da ich mir dachte nächstes Jahr... Ergebnis: wieder Krach Zorn und Ärger.. wieder Scham und noch mehr Probleme da meine Frau auch, zurecht, gute Vorsätze hat.

    Bin seit Neujahr komplett ohne Alkohol aber das ist ja noch nicht lange.

    Ja, ich sehe mich als Alkoholiker, bin mir jedoch über die Entscheidung ein abstinentes Leben zu führen noch nicht ganz im Klaren, mir ist klar, dass es besser für mich ist nichts zu trinken, jedoch habe ich immer dieses Denken im Hinterkopf es ist noch nicht zu spät. Sprich ich suche noch Ausreden. Ich hoffe hier Erfahrungen austauschen zu können und zu einem Entschluss zu kommen.

    Grüße

    Hallo an alle.

    Bin jetzt 50 und mache mir seit längerer Zeit schon Gedanken über mein Trinkverhalten. War lange Zeit im Schichtdienst und habe eben Alkohol auch zum runterfahren und besser einschlafen benutzt. Nach der Einschätzung die man im Netz findet bin ich wohl ein Quartalstrinker oder Rauschtrinker.

    Bis vor ca 6 Jahren hab ich noch fast täglich Alkohol getrunken 2 Bier oder so aber auch zu viel und mit Kontrollverlust. Dann habe ich angefangen nur noch am Wochenende zu trinken, egal ob Party oder nicht am Freitagabend wird am Rechner gezockt oder TV geguggt und zwischen 6 und 8 Bier getrunken Samstag das selbe, wenn ich ausgehe oder auf Partys eingeladen bin kommt es sehr oft zum Kontrollverlust, meistens nicht auf der Party selber aber dann im Nachgang zu Hause da es wohl nicht genug war. :cry: Habe mir oft vorgenommen das zu ändern, leider erfolglos, zum Leidwesen meiner Familie.

    Auch die Totalausfälle an den Tagen danach sind schwerverständlich für meine Familie und auch unverständlich für mich.

    Ab Sonntag wird wieder nichts getrunken bis Freitag. Weitere Probleme stellen Urlaub und Feiertage bzw freie Tage dar, da endet es fast immer wie an den Wochenenden.

    Weiterhin freue ich mich schon am Montag auf das Wochenende, nicht weil ich frei habe sondern auf meine Gewohnheit.

    Freue mich auf Austausch und etwas Seelenentlastung und vielleicht Unterstützung bei der Problemlösung.