Pantun - Hoffentlich nicht nur ein guter Vorsatz.

  • Lass es zu, dein Körper hat gerade andere Probleme zu lösen.
    Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass es zu einer Suchtverlagerung kommen kann.

    Als ich in der Klinik war, stand im Ausgangsbereich des Speisesaals ein riesiger Korb mit Schokoriegeln.
    Man konnte sich dort bedienen, hat auch fast jeder mit Zurückhaltung getan.
    Die Ärzteschaft war in ihrer Haltung dazu ambivalent.
    Am späten Abend war der Saal geschlossen, aber der Korb war zugänglich. Eines abends bin ich nochmal runter, um mir noch Süßes zu holen. Du glaubst nicht, wenn ich da alles getroffen habe.

    Nach 3 Monaten hatte ich den Willen, das Süße wieder loszuwerden. Das war gar nicht so einfach. Ganz bin ich es noch nicht losgeworden.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich musste die ersten drei Monate auswärts immer etwas mit Zucker bei mir tragen. Am besten Traubenzucker. Weil ich recht schnell in den Unterzucker kam.

    Habe vorher auch gar nichts Süßes gegessen. Hatte mir die Kalorien für den Alkohol aufgehoben.

    Dann hat sich das normalisiert und inzwischen mache ich praktisch dauerhaft Intervallfasten. Aus dem Grund, würde ich es (anfangs) auch nicht ganz sein lassen.

    Tafelweise reinschieben ist dagegen halt schon wieder Sucht. Bzw. recht bald. Zu versuchen sich etwas zu mäßigen, ist nicht verkehrt.

  • In der Saufzeit verstoffwechselt der Körper den Alkohol in Zucker

    Damit würdest du deine Note in Biochemie gefährden😉

    Ich würde es so beschreiben Carl Friedrich

    Alkohol wird in der Leber zu Acetaldehyd und dann zu Acetat abgebaut. Dieses Acetat kann zwar zur Energiegewinnung genutzt werden, ist aber kein Zucker.

    Alkohol liefert viele Kalorien. Wenn man ihn absetzt, fehlt plötzlich Energie. Der Körper verlangt dann oft nach schnell verfügbarer Energie – und das ist Zucker. Daher der Hunger auf Süßes.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Danke für den Biounterricht, Mal abgesehen von einem oder zwei Themen habe ich das Fach auch gehasst und Chemie gleich mit.

    Wichtig ist erst mal das es (hoffentlich)bald wieder nachlässt, versaut mir sonst echt noch die Figur.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Es geht noch schlimmer:
    Ethanol überwindet aufgrund seiner kleinen Struktur die Blut-Hirnschranke, das heißt es findet den Weg ins Gehirn auch ohne Leber, gerade bei übermässigem Konsum. im Gehirn gibt es einen anderen Prozess, aus dem Acetaldehyd hervorgeht, direkt im Gehirn, und dort richtet es richtig Schaden an, die Nebenwirkungen sind als Kater bekannt und langfristig entstehen die Veränderungen, die die Sucht darstellen.

    So, jetzt hör ich auf, sonst meldet sich Pantun gleich wieder ab.;)

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Wichtig ist erst mal das es (hoffentlich)bald wieder nachlässt, versaut mir sonst echt noch die Figur.

    Ich habe in den ersten 5 Monaten trotz Süßigkeiten 6 Kilo abgenommen. Wenn du dich bewegst und die Energie verbrauchst, passt das zunächst.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich habe tatsächlich sogar 20 kg abgenommen. Das waren dann sogar 10 zu viel.

    War eine einfache Kalorienrechnung. Mindestens 7 Bier macht alleine schon über 1.400 kcal eingespart.

    jedoch sind fast alles Leute die gerne mal einen über den Durst trinken, es jedoch besser im Griff haben als ich. Das Verständnis gegenüber Nichttrinkern hält sich sehr in Grenzen.

    Hier kann ich Doro nur zustimmen. Wenn sich das Verständnis in Grenzen hält, würde ich auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sie es mehr im Griff haben. Wenn Du vom fehlenden Verständnis und dass deren Prioritäten auf dem Alkohol und nicht bei Dir liegen, enttäuscht bist. Dann liegt das daran, dass "enttäuscht" vom "Ende der Täuschung" kommt. Denn es war vorher auch schon so. Nur da hast Du es nicht gemerkt.

    Bei mir war es so. Ich habe praktisch alle "Freunde" aufgegeben. Nur, dass es gar kein Aufgeben war. Denn als ich sie z. B. nach einem halben Jahr zufällig getroffen habe, hatten wir uns nichts zu erzählen. Bzw. hat es sie null interessiert, wie es mir geht. Von sich wollten sie auch nichts erzählen. Es war in der Sauna und ich glaube, es war ihnen eher unangenehm. Vielleicht, weil ich fit aussah und mein Bauch weg war? Oder weil ich einfach deren schlechtes Gewissen war, ohne es zu wollen.

    Jedenfalls habe ich festgestellt, dass da nichts ist. Außer – wie Du es ausdrückst – zum "Party machen", waren sie zu nichts wirklich zu gebrauchen.

    Echte Freunde müssen in Deiner Gegenwart nicht trinken. Da kommst erst mal Du.

  • ein habich noch. das hirn arbeitet ausschließlich mit zucker, daher ist auch unterzuckerung lebensgefährlich. deines hat eben jede menge zu tun weil ja gerade alles auf den prüfstand kommt, dazu noch der kampf verstand gegen suchtdruck. da geht jede menge zucker bei drauf. also verkneif dir da echt nix, ich hab auch erst zugelegt seit ich die 60 überschritten hab. nach der entgiftung hab ich schoki tafelweise verdrückt, trotzdem hab ich in ne 36 gepasst. es ist eine phase die man allerdings dann doch im auge behalten sollte wie eben auch kaffee oder anderes was am anfang wirkungsvoll gegen den saufdruck ist. aber der körper braucht es jetzt und da kann man dem auch nachgeben. ist alles schwer genug.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Heute war ein sehr durchwachsener Tag, zum einen kamen unangenehme Überraschungen, sprich Rechnungen die höher ausfielen als geplant und die erste Reaktion was bekannte angeht.

    Durfte mir heute anhören, dass ich mich komisch verhalte und ich das mit dem Nullalkohol sein lassen soll. :rolleyes: Nur weil ich abgelehnt habe nach der Arbeit noch ein Bier zu trinken. Und ja ich wollte auch nicht daneben stehen und zu schauen. Komische Welt kaum trinkt man mal nicht mit ist man komisch....

    Wobei ich schon bissel stolz bin auch wirklich nein gesagt zu haben. :) und es war trotz überlegen und verlangen einfacher als gedacht. Bei der Heimfahrt habe ich mal kurz gedacht wäre schon schön gewesen und war etwas sauer auf mich selbst, hat sich aber schnell wieder gelegt.

    Ansonsten war der Tag ganz OK, viel Arbeit wenig Zeit zum Nachdenken und ca 15 zuckerfreie Bonbons. ;)

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Komische Welt kaum trinkt man mal nicht mit ist man komisch....

    Den trinkenden Kollegen ist es unangenehm. Jeder weiß, dass Alkohol nicht gut ist. Da wollen sie lieber, dass Du mittrinkst.

    Und ja ich wollte auch nicht daneben stehen und zu schauen.

    Das wäre auch sehr schlecht gewesen. Denn das nimmst Du auch mit heim. Kann Dich tagelang noch triggern. Also alles richtig gemacht. :thumbup:

    Bei mir selbst war es dann irgendwann auch noch so, dass ich diese angeheiterte (falsche) Art und dieses "alles ist so witzig", nicht mehr ausgehalten habe.

  • Bei mir selbst war es dann irgendwann auch noch so, dass ich diese angeheiterte (falsche) Art und dieses "alles ist so witzig", nicht mehr ausgehalten habe.

    Das war bei mir eigentlich schon immer so wenn ich darüber nachdenke. Mochte angetrunkene Leute nie wenn ich nüchtern war, wohl aber mehr aus Neid als aus Abneigung, da wenn ich nüchtern war ich das meistens nicht lange war und auch, so gut wie immer, nicht freiwillig war.

    Kann mich da auch schlecht anpassen an die übertrieben gute Laune von Angetrunkenen wenn ich nüchtern bin, muss ich wohl auch noch lernen wie man nüchtern Angetrunkene erträgt und damit umgeht.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Auch die Totalausfälle an den Tagen danach sind schwerverständlich für meine Familie und auch unverständlich für mich.

    Da man den Alkohol braucht, verdrängt man oder scheißt auf die Tage danach weil nur zählt hauptsache Saufen. Danach habe ich mich immer geärgert scheiße das hat sich null gelohnt

    Abstinent seit 10.11.2025

  • halt dich vom alk fern! nicht nur von den flaschen sondern auch von menschen die ihn übermäßig konsumieren. das sind keine freunde, es sind saufkumpane. und sie ertragen nicht wenn ihnen wer den spiegel vor hält. wer tut das schon. sie werden dich mit sprüchen malträtieren bis du entweder einknickst und wieder mitsäufst oder wegbleibst- wozu willst du dir das geben?

    es ist ein völlig unnötiges risiko. zumal es so oder so saufdruck erzeugen kann. und bewiesen hast du damit höchstens das du leichtsinnig bist und den kern der sucht noch nicht wirklich verstanden hast.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • halt dich vom alk fern!

    Geb ich dir voll und ganz Recht, das Problem ist nur auf Arbeit wird man hin und wieder auf ein Feierabendbier angehauen und ich muss da auch mitten durch wenn ich Feierabend habe. Das ich solche Situationen vermeiden soll ist mir schon auch klar, es lässt sich nur manchmal nicht verhindern.

    Einfach auf den Boden schauen und wortlos das Haus verlassen möchte ich auch nicht, habe noch ein paar Jahre Arbeiten vor mir die ich am liebsten auch bei dem Betrieb ableisten möchte. Es sind ja meine Arbeitskollegen, ich muss mal ein offenes Gespräch mit den Kollegen suchen.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Wochen.

    Nach der Einschätzung die man im Netz findet bin ich wohl ein Quartalstrinker oder Rauschtrinker.

    Ist es nicht völlig Wurscht, was für ein Trinker du warst?
    Du bist Alkoholiker geworden und wie jeder andere Alkoholiker wirst du das nun auch für den Rest deines Lebens bleiben.

    Das zu akzeptieren hat mir meinen Weg in ein zufriedenes nüchternes Leben geebnet.

    Ich vermisse sowohl die Leute als auch den Alk,

    Was genau vermisst du am Alkohol?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Was genau vermisst du am Alkohol?

    Wenn ich darüber nachdenke kann ich das nicht mal wirklich beantworten, das meiste an was ich mich erinnere davon war/ ist negativ behaftet und hat nur Probleme verursacht. Probleme die man dann am Wochenende wieder trinkend vergessen konnte um noch mehr davon zu bekommen. Ehrlich? Ich weiß es nicht trotzdem fehlt was.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

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