Beiträge von Tabsi

    Moin Anglet,

    wenn ich Dich lese, hängst Du immer noch im ASS, voll in der Opferrolle und im Selbstmitleid. Was brauchst Du damit Du da rauskommst?
    Was hast Du in Deinem Leben verändert, außer nicht zu trinken?
    Du hast immer noch Umgang mit trinkenden „Kumpels“ ?

    Ich distanziere mich von solchen Leuten, gehe wöchentlich in meine reale SHG und mache Therapie.

    Ist es relevant, warum?

    Mich interessiert es, warum es so schwer ist. „Man“ kennt doch den Weg, den man schon einmal gegangen ist.

    Der erste Weg war für mich schlimm, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Ich kannte keine Suchtberatung, keine SHG…

    Ist es die Scham, die dann noch größer ist?
    Ist es die Suchtmechanik, die dahinter steckt, ist es der Körper, der noch extremer auf den Alkohol reagiert?

    Ich lese und höre immer wieder das der nächste Rückfall extremer ist, oft auch sehr schnell tödlich endet.

    Warum fällt es einem schwerer daraus zu kommen?

    Die ersten 10 min Rausch und Ruhe fordern eine lebenslange Strafe. Vergleichbar mit dem Packt mit dem Teufel. Du verkaufst deine Seele.

    Alkohol ist kein Pakt mit dem Teufel. Es ist meine Suchtkrankheit.

    Wenn ich das alkoholische Getränk personifiziere, gebe ich ihm Macht. Es ist nicht mehr als eine Flüssigkeit, welches das Nervengift Ethanol enthält.

    Der nächste Rausch/ Rückfall kann mich zum sabbernden Pflegefall machen oder tödlich enden.

    Und ich da viele nach langer Zeit wiedersehe und keine Lust habe darüber zu sprechen

    Du bist niemanden Rechenschaft schuldig und musst Dich auch nicht jedem erklären.

    Glückwunsch zu Deinen 3 Monaten, das ist doch toll. Im ersten Jahr +/- sollte man eher von großen Feierlichkeiten Abstand nehmen. Nun ist es aber Dein Bruder. Hast Du irgendeine Rückzugsmöglichkeit vor Ort, falls es Dir zu viel wird?

    nicht über die Rentenversicherung läuft und auch die Suchtberatung in meinem Fall keine grossen Erfahrungswerte hat

    Läuft das bei Dir über die Krankenkasse?

    Hallo Mac, erstmal willkommen und schön, dass Du Dich auf den Weg machst, abstinent zu leben. Das Du im KH zur Entgiftung und Überwachung bist, ist ein guter Anfang.

    Ich komm hier gerade von 100 auf 0. Das geht doch nicht.

    Das ist auch so gewollt. Erst der körperliche Entzug, der Deinem Körper alles abverlangt und auf Hochtouren läuft, das Gift muss raus.

    Alles muss ich hier allen aus der Nase ziehen. Ich habe wirklich gehofft, dass sich auch mal jemand für mich Zeit nimmt.

    Die Stationen sind voll, keiner wird Dich mit Watte pudern. Trocken werden heißt nicht nur körperlich trocken sein, sondern auch geistig und seelisch. Ich musste wieder Eigenverantwortung übernehmen, lernen mich um MEINS zu kümmern und nicht um die Welt da draußen . Letztendlich wollen sie auch sehen, wie ernst Du es meinst.
    Die meisten Patienten sind nämlich Drehtürpatienten, kaum sind sie aus dem KH hängen sie wieder an der Flasche.
    Würde mich als Arzt oder Schwester auch nerven, wenn die Sache nicht ernst genommen wird. Das ist jetzt nicht auf Dich bezogen, aber ca.95 % werden wieder rückfällig.
    Vielleicht hast Du die Möglichkeit, im Anschluss noch eine stationäre oder ambulante Langzeittherapie zu machen.
    Komme erstmal hier in Ruhe an.

    Ich finde mich in allem, was Du schreibst Angler wieder. Ich habe das auch aufgearbeitet, nur ich hänge nicht mehr fest an der Vergangenheit. Ich habe damit abgeschlossen. Sie hat mich das gelehrt, was und wer ich heute bin. Ich habe meinen Seelenfrieden geschlossen.
    Das bedeutet aber auch Inventur. Ich kann nur was verändern, wenn ich die Baustellen erkenne. Du bist auf einem guten Weg, denke ich und wünsche Dir auch irgendwann Deinen Seelenfrieden.

    Das was mir nur fehlt ist mein Seelenfrieden. Das die Vergangenheit mich wie ein schwarzer Dämon verfolgt.

    Huhu Sabine,

    Wenn ich meinen Faden suche, dann gehe ich oben rechts auf mein Profilbild ( in deinem Fall: grüner Punkt mit Kürzel SA)

    Dann nochmal auf das Profilbild links, dann bin ich im Kontrollzentrum.
    Da klickst Du „Inhalte ansehen“ an und gehst auf „ Themen“

    Wenn sich Leute hier vorstellen, werden sie ja immer gefragt, ob sie Alkoholiker sind und eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Viele scheinen ja ein Problem mit der Einsicht zu haben und eher kontrolliertes Trinken anzustreben.

    Es macht einen Unterschied, ob ich mich bekenne, Alkoholiker/ in zu sein oder ob ich ein Problem mit Alkohol habe.

    Ich wusste schon lange, dass ich ein Problem mit Alkohol habe, jedoch konnte ich mir nicht vorstellen, bis an mein Lebensende nie wieder Alkohol zu trinken.

    Mir liefen sämtliche Situationen durch den Kopf, wo es doch „ normal“ ist, ein Wein oder einen Aperol zu trinken. Dieses Gefühl, dazuzugehören, denn die anderen Trinken ja schließlich auch und ich war ja nicht die, die auf der Parkbank oder unter def Brücke liegt.

    Das sind oft die Bilder der Leute und damals auch meine im Kopf, die das Wort Alkoholiker ausmachen.
    Der Begriff Alkoholiker hat oft eine stigmatisierende Bedeutung, da es ja eher normal ist in der Gesellschaft zu trinken, als keinen Alkohol zu konsumieren. Dann kam noch die Scham und Angst dazu, insbesondere als Frau. Wenn ich mich dazu innerlich bekenne Alkoholikerin zu sein, muss ich mich auch nach außen outen.

    Da liefen noch etliche Jahre, Jahrzehnte ins Land bis ich mich dazu bekennen konnte, ja- ich bin krank, ich bin Alkoholikerin und ich will und muss was ändern- für mich, sonst fährst Du Dein Leben gegen die Wand.

    Natürlich war ich auch glücklich und hatte viele schöne Momente, doch irgendwann drehte sich alles nur noch um die Beschaffung von Alkohol und er stand an 1.Stelle, nicht aber weil ich es so wollte, sondern es war die Sucht, die mich steuerte.

    Hallo Sabine,

    willkommen hier im Forum. Komm in Ruhe hier an. Es gibt viel zu lesen.
    Du schreibst, dass Du seit 1 Monat nüchtern bist. Das ist doch schon ein Anfang. Wie geht es Dir damit?
    Hast Du Dir noch anderweitig Hilfe geholt?

    Die ersten Wochen waren für mich nicht leicht, immer wieder kreisten die Gedanken um Alkohol.