jetzt aber wieder rückfällig geworden…
und Dein zu Hause ist nicht stabil,
versuche es bei der Suchtberatung
jetzt aber wieder rückfällig geworden…
und Dein zu Hause ist nicht stabil,
versuche es bei der Suchtberatung
Hast Du nicht im Juni 26 noch von Alkoholkonsum geschrieben?
Ich wünschte, mein Mann wäre einfach nur durchgehend mies. Dann wäre das alles so viel leichter...
Ist Dein Leidensdruck noch nicht groß genug?
wegen meiner langen Trockenphase
Was ist denn eine lange Trockenphase?
Bei der Suchtberatung hat man mir geholfen, einen Antrag für eine suchtspezifische Reha zu beantragen.
Der Hausarzt brauchte nur noch unterschreiben.
Deine Wahrnehmungen sind richtig.
Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Vielleicht wäre es aber eine Möglichkeit, alles was Du ihm noch sagen wolltest, in einem Brief zu schreiben und diesen mit ihm auf die letzte Reise „ mitzugeben“.
Mein Beileid und viel Kraft für Dich.
Alles was Du in der Vergangenheit getan hast, hast Du zu Deinem Schutz Deiner kleinen Familie getan und das war richtig. Du hast ihm erklärt, unter welchen Bedingungen er Dich und Enkelkind sehen kann. Der Rest lag nicht in Deiner Macht.
kurz hat sich das Saufhirn wieder gemeldet und gesagt, ich solle den ganzen Ärger einfach wegsaufen.
Ich habe es fast gespürt, dass Du nah dran bist am Alkohol, weil ich diese Situationen und Gefühle kenne.
Danke, dass Du so ehrlich bist.
Jetzt kommt das ABER:
Ich muss niemanden was beweisen!
Ich muss niemanden überzeugen!
Ich muss mich vor anderen nicht rechtfertigen!
Das alles ist Kampf.
Meine Abstinenz steht an 1. Stelle und was mir nicht gut tut, kann weg.
Schau mal ganz tief in Dir, macht Dich so ein Partner glücklich?
In Bezug auf Deine erste Frage, mein jetziger Mann macht mir keine Schuldgefühle, er unterstützt mich, er kommt mit als Angehöriger in die Gruppe, wir können über alles reden. Das alles ist eine Basis für eine gesunde Beziehung und eine stabile Abstinenz.
Danke für Deine Antwort JEB .
Dieses Gefühl kenne ich auch aus meiner Ex-Beziehung, zwar nicht in Bezug auf meinen Alkoholkonsum, denn er hatte ja selbst getrunken, aber verantwortlich wurde ich immer für alles gemacht. So brauchte er nicht, bei sich selbst schauen. Am Ende hatte ich kein Selbstwertgefühl mehr und in Alkohol konnte ich meine negativen Gefühle ertränken.
Vielleicht ist es Zeit, Eure Beziehung auf den Prüfstand zu stellen… meine Abstinenz würde dabei an erster Stelle stehen. Heute lasse ich mich nicht mehr kleinmachen.
Auf einmal ist mein Alkoholismus Schuld an Allem, was ihm nicht gefällt/ bei ihm nicht geklappt hat.
Es ist ja auch viel einfacher die Schuld auf andere zu schieben, … dann brauche ich nicht bei mir selbst gucken.
Was machen denn solche Schuldzuweisungen mit Dir und Deinen Gefühlen?
Ich könnte heulen weil er mir auch so leid tut. Es fällt mir schwer Jemanden so zu behandeln, wo man weiss das er leidet. Und was ist wenn er seine Drohung Tod ernst macht?
Mitleid ist mitleiden. Er erpresst Dich emotional und Du leidest.
Du hängst an dem Alkoholiker, wie er an der Flasche.
Er ist verantwortlich für sein Leben, Du für Deins.
Solche Nachrichten von ihm sind Energierauber und der Versuch, Dich zu manipulieren. Verbindet Euch noch irgendwas, so dass ihr Kontakt halten müsst?
Schau was DIR gut tut, genieße das Leben und schön, dass Dein Sohn wieder Kontakt aufgenommen hat.
Hallo Bianca,
willkommen hier im Forum.
Hätte ich mein Leben anders leben sollen/können? Hätte ich an Punkt XY eine Weiche stellen sollen?
Ich hänge nicht mehr in diesen Gedanken. Die Vergangenheit gehört zu mir, das bin ICH. Was bringt es mir, das zu hinterfragen?
was geschehen ist, ist geschehen. Haken dran. Ich lebe im Heute, denn das Heute ist das Gestern von Morgen.
Ich kann auch nicht sagen, wann Tag X war, wo ich süchtig wurde. Es war ein schleichender Prozess. Die Sucht sucht sich ihren Weg.
Entscheidend war für mich, den Weg aus der Sucht überhaupt raus zu finden.
ehrlich gesagt formuliere ich im Geiste schon meine Kündigung aus
Super Hannah. Du machst Nägel mit Köpfen.
Ich denke, dass Männer allgemein ein Problem haben, Gefühle zu zeigen oder zu äußern. Der Grundstein wurde ja auch oft in der Kindheit gelegt: „ Ein Indianerjunge kennt keinen Schmerz“, „ sei stark wie ein Mann“, „ nicht weinen“ … Das sind Verhaltensmuster, die prägen.
Es sollte ja nicht Deine Aufgabe sein, Deinen Mann zu ändern, sondern entscheidend ist, wie Du mit Deinen Gefühlen umgehst.
Wie er mit seinen Gefühlen umgeht, ist Seins.
In dem Moment, wo Du Dich veränderst, merkt es auch Dein Umfeld.
Ich hab da immer so ein Mobile im Kopf. Wenn ein Teil anfängt sich zu bewegen, verändern auch die anderen ihre Positionen.
Ich habe meine Gefühle auch immer mit Alk weggedrückt und es war dann ähnlich wie bei Rennschnecke , als ich alkfrei wurde, haben mich die Gefühle übermannt, konnte aber nicht mehr weinen und hätte es gern getan, wusste auch nicht mit der Wut wohin. Habe heute noch Probleme damit und mache vieles mit mir selbst aus.
Je höher meine Erwartungshaltung an jemand anderen ist ( in dem Fall der Partner), umso mehr werde ich enttäuscht.
Jeder Mensch ist unterschiedlich und ich kann den anderen nur so akzeptieren wie er ist oder ich lasse es.
Du wärest nicht die Erste, bei denen sich in der Partnerschaft etwas ändert, wenn man langfristig abstinent lebt. Der Fokus und das eigene Selbstwertgefühl verändert sich und dein Gegenüber spürt diese Veränderung. Wie beide damit langfristig umgehen, bleibt abzuwarten.
Vielleicht hilft es Dir, ein Stück von Deiner Erwartungshaltung gegenüber Deinem Mann zurückzunehmen und ihn so anzunehmen wie er ist ?
Und Du bist Du, wenn Du ein Gefühlsmensch bist, dann ist es doch auch ok. Du darfst so sein.
Ich kann das verstehen, eins nach dem anderen und in kleinen Schritten.
Ich hänge meine Krankheit auch nicht ans „Schwarze Brett“. Es ist meine Krankheit und geht nicht allen was an.
In meinem näheren Umfeld ( Familie, Freundinnen) habe ich mich gleich geoutet. Das schloss Hintertürchen.
Ich arbeite ehrenamtlich in der Kinder- u. Jugendhilfe. Auch meiner Koordinatorin habe ich mich offenbart.
Ich habe im Prinzip nur positives Feedback bekommen und anderen den Spiegel vorgehalten.
Für mich ist es aus heutiger Sicht nicht normal Alkohol zu trinken. Ich schütte mir kein Gift in Form von Ethanol mehr rein. Jemand der kein Fleisch isst, nichts Süßes essen darf wegen Diabetes oder raucht, muss sich auch nicht rechtfertigen.
Du musst nicht jedem ( in dem Fall Deine Nachbarin) erzählen, dass Du ( trockene) Alkoholikerin bist.
„ Ich trinke keinen Alkohol mehr. Punkt.“
Das wieso und warum geht niemanden was an. Ich zermartere mir nicht mehr den Kopf, was andere über mich denken, denn das sind ihre Gedanken und nicht meine.
Mit denen habe ich genug zu tun.
Ich wünsche Dir, dass Du einfach mehr Selbstbewusstsein und Akzeptanz zu Deiner Krankheit entwickelst. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.
Du hast das Wochenende super gemeistert, Du musst Dich nicht verstecken und Dich in irgendwelchen Ausreden verzetteln. Steh zu Dir und Deinem Leben.
Das ist doch ein tolles Gefühl, nicht verkatert morgens aufzuwachen, oder?
Achja Alkohol und Kinder: Ich finde es viel schlimmer und verantwortungsloser Kinder saufenden Eltern bzw Erwachsenen zu überlassen. Vielleicht ist das für Dich auch nochmal ein Denkanstoß zum Schutz Deiner Kinder.
Hallo Hannah,
ich finde gut, wie Du das WE gemeistert hast.
Ich wohne auch seit eh und je in einem Dorf. Solche Kindergeburtstage werden gern als Grund genutzt, damit die Eltern trinkfreudig mitfeiern können. Die Situation hatte ich selbst schon mal bei mir auf dem Hof, als meine Tochter klein war.
Heute sehe ich das ein wenig anders. Das ist ein Kindergeburtstag, da hat Alkohol meiner Meinung nach nichts zu suchen und ich muss nicht ein Dorffest daraus machen.
Am WE war ich bei einem Seminar.
„ Ja sagen zu mir und meiner Krankheit- ohne Hintertürchen“.
Das hat sich für mich nochmal bestätigt,
Wenn ich etwas annehme und akzeptiere, dann wandelt es sich meist von ganz allein.
Das muss sich nicht nur auf die Alkoholkrankheit beziehen. Auch bei der Krebserkrankung meiner Tochter habe ich diese Erfahrung gemacht.
Ich sehe Dich da noch sehr wankelmütig, Scham - u. Angstbehaftet.
Ich wünsche Dir, dass Du auch da einen Weg findest, denn dann wird es leichter.
Das Du mit der PDL reden möchtest, finde ich vernünftig. Das bedeutet, gut für mich zu sorgen, Grenzen zu setzen. Auch hier wünsche ich Dir ein gutes Gespräch.
Hallo JEB,
erstmal danke für Deinen Mut, hier weiter im Forum zu bleiben und den Rückfall aufzuarbeiten.
So weiterleben wie bisher, aber trocken? - ein klares NEIN- das funktioniert nicht.
Trocken werden bedeutet, nicht nur nicht zu trinken, sondern die Verantwortung für Dein eigenes Leben und Wohlsein zu übernehmen.
Erinnere Dich an die Situation, als die „Familienseite“ ungehemmt menschenfeindliche Witze erzählte, wahrscheinlich schon unter einem gewissen Pegel?
Welches Gefühl hat das in Dir ausgelöst?
Scham, Ekel, Peinlichkeit?
Sind das nicht auch die Gefühle, die Du als EKA in Deiner Kindheit erlebt hattest?
Ich muss nichts aushalten, nur für andere, denn es ist MEIN Leben.
Du bist heute nicht mehr das Kind, das keine andere Wahl hat und bleiben muss. Heute als Erwachsener, hast Du eine Wahl Dich zu distanzieren.
Da würde ich auch mit Deinem Mann nochmal darüber reden.
Vielleicht ergibt sich für Dich das nächste Mal eine andere Form der Begegnung mit Deiner Patentante.
Alles Gute weiterhin. Bleib am Ball…
Oh Gott, was für ein Horror. Pass gut auf Dich auf.
Geh die Baustelle an, um diesen riesigen Trigger Schichtdienst loszuwerden. Die neuen Herausforderungen in der Praxis könnten mir auch eine richtig tolle, positive Ablenkung und eine neue Struktur geben.
Hallo Hannah, Du beschreibst ja Dein derzeitiges Arbeitsumfeld selbst als riesigen Trigger, deshalb würde ich dieses Problem auf Sicht eines Jahres angehen.
Neue Strukturen in der Abstinenz sind wichtig. Das erste Jahr ist meist das Schwierigste mit Höhen und Tiefen, Achterbahnfahrt der Gefühle. Deshalb finde ich ein stabiles Außen sehr wichtig.
Vielleicht hilft es Dir eine Liste mit Pro und Kontras zu machen.
Die Schichtdienste, das ständige Angerufe im Frei, 3 Kinder ( alleinerziehend?) ist schon eine enorme Belastung und trägt nicht gerade zur Risikominimierung bei.
Warum also nicht etwas Neues ausprobieren, wenn es Dir eine bessere Struktur im Alltag gibt?
Ist ja nicht so, dass sie Dich nicht wieder mit Kusshand in der Pflege nehmen würden…
Manchmal hilft es auch, seinem Bauchgefühl zu vertrauen…vielleicht liegt ja die Antwort schon in Dir…
Guten Morgen TB,
ich habe in letzter Zeit viel im „ blauen Forum“ gelesen und auch kommentiert.
In einigen Beiträgen ging es dann auch um die minderjährigen Kinder von Alkoholikern und Co‘s,
welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und oft in der ganzen Abhängigkeitsgeschichte „ übersehen“ werden.
Alles dreht sich um den Alkoholiker oder Co.
Die Kids leiden stillschweigend am meisten darunter, denn sie haben keine andere Wahl.
Ich wollte das mal hier lassen, weil es mich traurig und nachdenklich macht.
Hallo Hannah,
gut, dass Du das Forum gefunden hast.
Die Einsicht, Alkoholikerin zu sein und mir Hilfe zu suchen und anzunehmen, waren für mich die ersten Schritte zur Abstinenz.
Es wird sich bald jemand vom Moderatoren- Team bei Dir „ melden“.