Guten Abend,
ich bin eine Neue und morgen 5 Wochen abstinent.
Guten Abend,
ich bin eine Neue und morgen 5 Wochen abstinent.
Hallo Kathrin,
herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
5 Wochen! Glückwunsch!
Magst du noch ein wenig mehr über dich erzählen, damit wir dich besser kennenlernen können?
In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?
Viele Grüße
Nayouk
Ich werde nächsten Monat 59 Jahre alt, habe Mann und zwei erwachsene Töchter, bin berufstätig.
Ich habe eigentlich seit Jahrzehnten ein Alkoholproblem. Ich habe immer wieder Phasen der Abstinenz, aber meistens hat eben der Wein mein Leben maßgeblich bestimmt. Das will und muss ich unbedingt ändern.
Hallo Nayouk,
ich will dauerhaft abstinent leben. Ja und ich sehe mich als Alkoholikerin.
Eine klare Aussage.
Wenn du eine SHG suchst, um deine Abstinenz zu stabilisieren, dann bist du hier richtig.
Für den weiteren Austausch folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon vorgestellt hast.
Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
Viele Grüße
Nayouk
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Kathrin Antje
Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Nayouk
Kennst du schon unsere "Grundbausteine" und den "Notfallkoffer"?
Artikel
Grundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
Artikel
Der Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
Packe dir deinen eigenen Notfallkoffer mit Dingen, die dir helfen können.
Hallöchen,
ich bin neu bei Euch dabei. Und ich bin sehr froh darüber. Ich bin Alkoholikerin, obwohl ich keine schlimmen körperlichen Entzugserscheinungen durchgemacht habe. Ich habe bis auf wenige Ausnahmen bis vor 5 Wochen täglich 30 Jahre lang mindestens eine Flasche Wein konsumiert. Manchmal bin ich unruhig und nervös. Mein Mann und meine Kinder sind mir zum Glück eine große Stütze. Ich merke jetzt erst mal bewusst, was alkoholtechnisch in meinem entfernteren Umfeld so abgeht. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wird getrunken. Trinkt man nicht mit, wird man gefragt, was los ist. Wenn ich dann sage, dass ich nicht mehr trinke, gucken die Leute mitunter komisch. Und ich sehe jetzt, wie sich Menschen unter Alkoholeinfluss verändern, was ja bei mir auch so war. Wenn ich mir das dann so anschaue, festigt das meinen Willen noch mehr nicht mehr zu trinken. Ich muss mich sicher aus diesem Umfeld zurückziehen, es tut mir nicht gut.
Gesundheitlich geht es mir schon viel besser, was mich auch anspornt. Ich war immer nur müde und erschöpft, sah schlecht aus und war unruhig, wenn kein Wein im Haus war. Das hat sich schon verbessert.
Wie war bzw. ist das bei Euch gewesen?
Kathrin Antje , deinen letzten Beitrag habe zu dir verschoben, da ich denke, dass er hierher gehört.
Dies hier ist dein Thread. Du kannst hier einfach weiterschreiben.
Wenn du den Titel ( Überschrift) ändern möchtest, sag einfach hier Bescheid.
Nayouk24, vielen lieben Dank.
Ich lasse den Titel erst mal so.
Guten Abend,
heute wieder ein kleines Update von mir. Es läuft gut bei mir und ich fühle mich auch gut. Den körperlichen Entzug habe ich ja sicher jetzt hinter mir. Verlangen nach Alkohol habe ich auch fast nie. Ich bin dabei, mein Leben neu zu gestalten. Nach der Arbeit erledige ich erst einmal die ganzen Dinge, die ich vernachlässigt habe. Ich lese auch wieder viel und mache kleine Basteleien. Es beruhigt mich außerdem sehr, dass ich jetzt genau weiß, wohin ich mich wenden kann, wenn es mir einmal schlecht geht. Aus den Beiträgen, die ich immer lese, kann ich entnehmen, dass hier auf die Menschen eingegangen wird und Unterstützung da ist. Das gibt mir Sicherheit.
Viele Grüße
Guten Abend,
ich wünsche Allen ein schönes Wochenende. Wieder eine Woche ohne Alkohol. Morgen sind es 6 Wochen. Mein Mann ist sehr stolz auf mich. Und ich freue mich auch sehr, dass es so gut klappt. Nur müde bin ich noch manchmal sehr. Aber das wird sicher auch bald besser.
Ich habe die Abstinenz bis jetzt alleine ohne ärztlichen Rat / Beistand geschafft. Ich habe mich geschämt, einen Arzt in mein Problem einzuweihen. Als ich mein Trinkverhalten einmal beim Arzt angesprochen habe, fühlte ich mich nicht ernstgenommen. Die Reaktion war, solange es nur Wein ist und nichts Härteres, ist es nicht so schlimm.
Jetzt wird gemütlich ins Wochenende gestartet.
Viele Grüße
Eine ähnliche Reaktion hatte ich von meinem Arzt ebenfalls bekommen. Er meinte auch ich muss den Wein reduzieren und ein pflanzliches Mittel nehmen .Es wäre eine Phase die vorüber gehen wird . Ich bin dann zu einer ganz anderen Ärztin die mich Gott sei Dank ernst genommen hat und gleich reagiert hat da ich Kreislauf mässig komplett durcheinander war . Ich musste mich jeden Tag melden .Blutdruckwert durchgeben und allgemei befinden. Sie nahm mich sehr ernst . Allein hätte ich dass zuhause nicht gepackt ohne ihre Unterstützung . Schön dass Du es schon 6 Wochen geschafft hast.
Ich hatte schon ein wenig Angst, habe täglich zweimal meinen Blutdruck kontrolliert und meinen Körper genau beobachtet. Aber zum Glück ist es ja gutgegangen.
Seit ich nicht mehr trinke und meine Umwelt wieder mit allen Sinnen wahrnehme, habe ich sowieso das Gefühl, dass die halbe Menschheit trinkt und es nicht mal wahrnimmt, dass das ein Problem ist. Daher sind vielleicht manche Ärzte so nachlässig. Alkoholkonsum wird ja gesellschaftllich toleriert.
Ich komme aus einer Familie, wo Alkohol immer präsent war. Eltern, Großeltern, meine Geschwister und später mein jetziger Exmann waren alle dem Alkohol nicht abgeneigt. Das heißt nicht, dass sie ständig betrunken waren, aber es war halt immer was da und es wurde auch regelmäßig getrunken. Ich bin sozusagen in die Sucht hineingewachsen.
Leider hatte meine gleichaltrige Schwägerin ein ganz gewaltiges Alkoholproblem, was sie letztendlich mit knapp 57 Jahren das Leben gekostet hat. Ihr Tod war wie ein Schlüsselerlebnis für mich. So will ich nicht enden.
Und jetzt trinke ich nicht mehr und das soll auch so bleiben.
Hallo und guten Abend,
ein gutes Wochenende neigt sich dem Ende. Ich weiß, dass ich einen Kampf kämpfe, der sozusagen nie aufhört, aber ich kann Runde um Runde gewinnen.
Viele liebe Grüße und eine gute und erfolgreiche Woche wünsche ich.
Ich weiß, dass ich einen Kampf kämpfe, der sozusagen nie aufhört, aber ich kann Runde um Runde gewinnen.
Hallo Kathrin,
ich konnte aufhören zu kämpfen, als ich vor dem Alkohol kapituliert habe. Gegen den Alkohol kann ich in der Sucht nicht gewinnen.
Ich kämpfe auch nicht gegen Klitschko, weil ich weiss, dass ich die erste Runde nicht überleben würde und stellt man mich mit ihm doch in den Ring würde ich kapitulieren. Der einzige Weg um am Leben zu bleiben.
Auch wenn ich die ersten Runden bestehen würde, der Kampf wäre aussichtslos.
Es ist keine Schwäche beim Alkohol zu kapitulieren, es ist notwendig und einsichtig.
Gegen was kämpfst du? Wie sieht dein Kampf aus, bei dem du denkst, dass du Runde um Runde gewinnst?
Viele Grüsse
Nayouk
Hallo Nayouk,
ich kämpfe gegen die Sucht. Ich trinke nicht mehr. Das tue ich, indem ich mein Leben in großen Teilen neu organisiert habe. Das hat dazu geführt, dass es bisher ein relativ leichter Kampf ist. Ich bin mir vollkommen bewußt, dass ich nicht leichtsinnig werden darf, dass ich immer am Ball bleiben muss. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich krank bin, chronisch krank. Die Krankheit wird mich in meinem Leben immer begleiten. Ich kann sie nicht wirklich besiegen, aber darum kämpfen, dass sie nicht wieder die Oberhand gewinnt. Ich gehe aktiv mit dem Alkoholismus um. Ich rede mit meinem Mann und meinen erwachsenen Kindern, wenn es mir mal nicht so gut geht.
Viele Grüße
Wie war bzw. ist das bei Euch gewesen?
1:1 ist das meine Geschichte.
Erstmal ein herzliches willkommen. Ich sehe das wie Nayouk, kapitulieren ist besser als ankämpfen.
Trinkt Dein Mann Alkohol und ist euer Haus/ Wohnung alkoholfrei?
Hallo Tabsi,
mein Mann trinkt gar keinen Alkohol mehr. Das ist für ihn selbstverständlich geworden. Er hat aber schon früher höchstens mal ein Bier getrunken. Und Alkohol gibt es in unserem Haushalt nicht mehr. Auch Feierlichkeiten sind für uns ersteinmal tabu, wenn wir wissen, dass da getrunken wird.
Meinen Kampf werde ich überdenken. Da ich die Sucht ja schon als zu mir gehörend akzeptiert habe, ist es sicher kein zu großer Schritt für mich, nicht mehr zu kämpfen, sondern zu akzeptieren. Das alkoholfreie Leben ist für mich noch ein Lernprozess.
Liebe Grüße
Hallo Kathrin,
ich sehe es wie Nayouk.
Alkoholiker zu sein ist eine unheilbare Krankheit. Die Sucht wird uns ein Leben lang begleiten. Sie kann durch Abstinenz zum Stillstand gebracht werden.
Ich stelle es mir anstrengend vor, für den Rest meines Lebens mich jeden Morgen auf einen Kampf gegen die Sucht einzustellen in dem Wissen, dass sie jeden neuen Tag wieder unbesiegt, da nicht heilbar, im Ring steht.
Wenn ich wiederum die Sucht akzeptiere als ein lebenslanger Teil von mir, vor ihr kapituliere, dann akzeptiere ich, nie wieder Alkohol zu mir nehmen zu dürfen. Und wenn ich diese Notwendigkeit einsehe, wenn ich weiter leben möchte, dann trinke ich nicht.
Das Einsehen dieser Notwendigkeit ist aber kein kräftezehrender Kampf.
Gleichzeitig lasse ich mich auf keinerlei Diskussion mit der Sucht ein, denn sie ist Argumenten gar nicht zugänglich, sie denkt nur an Alkohol und die Suchtstimme versucht, mit all ihren Möglichkeiten mich zum Trinken zu bringen, zu verführen. Wenn ich diese Suchtstimme immer wieder sofort abwürge, sobald sie sich meldet, gebe ich ihr keinen Raum, sich in mir auszubreiten.
Und ich ändere Gewohnheiten. Habe ich z.B. bisher, wenn ich abends nach Hause kam, mich zuerst auf die Couch gesetzt und ein Bier getrunken, dann trinke ich jetzt einen Tee (oder ein anderes Getränk, das ich mag) auf dem Sessel. Irgendwann hat mein Gehirn die alte Gewohnheit überschrieben und ich werde das Bier nicht vermissen.
Schließlich achte ich darauf, nicht zu vergessen, dass die Krankheit unheilbar ist, dass das Suchthirn zwar leise, aber immer noch vorhanden ist. So helfen mir tägliche Atemübungen, meine reale SHG und auch dieses Forum, mich zu erinnern. Ich werde daher nicht nach 2 oder 3 Jahren Abstinenz damit aufhören und dann Gefahr laufen, irgendwann aus Leichtsinn oder Überheblichkeit das erste Glas Alkohol wieder zu trinken.
Bisher lebe ich gut damit.
Liebe Grüße Kyra
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