Danke Tabsi und Stern für eure geschriebene Unterstützung! Das bedeutet mir viel.
Ich vermute,dass meine jetzige Hemmschwelle einfach dadurch begründet ist,dass ich in der Vergangenheit gute Unterstützung und ambulante Therapie über die "Suchtberatung für Frauen" in der Großstadt bekommen habe.......und irgendwann "doch" wieder getrunken habe. Auch wenn Jahre dazwischen lagen. So als hätte ich den Posten "Unterstützung" verbraucht(und die Kosten,die damit einher gehen).
Ich weiß,dass Rückfälle im Leben von Suchtkranken "passieren". Das ist SUCHT.
Aber tue mich schwer ,es für mich zu akzeptieren,dass ich da wieder eingestiegen bin. Auch wenn ich die Stolpersteine entdeckt habe und es heute anders angehen möchte.
Sei Dir selbst der wichtigste Mensch, Du hast nur dieses eine Leben. Du bist es Dir wert.
Wir haben nur das eine Leben und ich möchte lernen,dass ich es mir wert bin.....
weil ‚Hilfe von Außen‘ oft die einzige Möglichkeit ist, Bewegung in eine Situation zu bringen.
Stimmt auf jeden Fall für mich. Auch,weil ich hier vor Ort nicht die Möglichkeit des realen Austausches habe. Und ich finde gut,wenn jemand mit geschultem Blick mich begleitet.
Ich weiß für mich, dass es mir wirklich Leid tut, dass ich mich nicht eher getraut habe, mir Hilfe zu suchen. Weil ich heute weiß, dass es nun mal Dinge gibt, die ich nicht alleine ‚hinkriege‘ und vor allem auch, weil ich gelernt habe, dass um Hilfe gar nicht als die große Schwäche zu sehen ist, die ich für mich in meinem Gedanken da draus gemacht habe. Ganz im Gegenteil. Heute sage ich voller Überzeugung: Es ist eine Stärke von mir geworden, um Hilfe zu bitten. Ich muss gar nix alleine schaffen. Du auch nicht.
Mir sind beim Lesen die Tränen gekommen,weil es meine Gedanken genau trifft. Sicher ein großer Punkt auf meiner "emotionalen to-do-Liste"......
Aber,ich kann ja nicht erwarten,dass sich die Situation ändert,wenn ich es genauso handhabe wie immer.
In meinen schlimmsten Vorstellungen würde alles für immer so bleiben wie es ist. Die Realität war aber, dass es immer schlimmer wurde. Meine Situation, in der ich mich selbst gefangen hielt und auch das innere Sterben, was nicht aufzuhalten war.
Das ist tatsächlich ein ganz großer Punkt,den ich getade versuche anzugehen und in den ich Realität reinbringen möchte.
In meiner letzten Trockenphase (ca 3,5 Jahre) waren die Depris schlimm und nichts wurde besser in der Zeit (trotz Behandlungsversuchen). Irgendwann war ich so müde und ich griff sehr bewusst wieder zum Alkohol.
Jetzt ist meine Ausgangssituation ähnlich.
Aber......ich rufe mich da zum Realitätscheck. Ich kann garnicht wissen,wo ich in einem Jahr oder länger emotional stehe. Alles andere ist selbstfabrizierter Gedanken-bullshit!
Ich versuche gerade,dass "innere Sterben" aktiv aufzuhalten.