In den ersten Monaten blitzten bei mir auch schon mal vermeintlich positiv besetzte Trinkgedanken auf. Da hatte sich die Sucht in mir drin mal wieder bemerkbar gemacht. Die Sucht versuchte stets nur eins, mich mit allen Mitteln wieder an die Flasche zu bringen, mal rabiat, manchmal auch nur zart und leise mit der angeblich schönen Atmosphäre z.B. in einem Biergarten. Das war für mich ein wichtiger Prozess, das alles durchlaufen und Trinkgedanken wieder abzuschütteln. Wie gesagt, das ging nicht in wenigen Wochen. Zumindest bei mir dauerte es deutlich länger.
Ich habe mal von einem Polytox den Rat erhalten, mich dann selbst zur Ordnung zu rufen: "Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, ich will wieder saufen." Mir hat es seinerzeit geholfen, an ich selbst zu appellieren.
Heutzutage geht es mir so wie bereits von anderen geschildert: Eine schöne Umgebung lässt bei mir Gedanken an einen Kaffee, eine Saft-Schorle oder eine ganz ordinäre Cola aufkommen. Mein ehemals so "geliebtes" Weißbier spielt da keine Rolle mehr. Wenn andere so was vor sich stehen haben, nehme ich es allenfalls beiläufig zu Kenntnis, es löst jedoch kein Trinkverlangen aus. Sollte dies mal wieder der Fall sein, weiß ich, was zu tun ist. Denn, ob es so bleiben wird, wie es jetzt ist, das kann ich nicht behaupten.
Vielleicht kannst Du ja damit etwas anfangen.
ja, vielen Dank. Ich freu mich jetzt auch mal tatsächlich auch auf ein kühles Bitter Lemon oder eine dünne Johannisbeersaft-Schorle, obwohl ich vorher nur Wasser (und natürlich Wein oder Sekt) getrunken habe.
Immerhin gibt es schon ganze Tage, an denen ich nicht an Alkohol denke, aber wenn mal ein Suchtgedanke oder die Lust auf Wein kommt, dann fühl ich mich so klein wie am ersten Tag.. wenn dann dieser Moment vorbei ist, bin ich stolz wie Bolle