Beiträge von Feuersalamander

    Wieder falsch, er ist Schuld, weil er trinkt!

    Trotzdem würd ich mir überlegen, was dir der Streit bringt. Du wirst ihn eh nicht vom Trinken abhalten können und mit einem Betrunkenen zu diskutieren ist erst recht sinnlos. Spar die Energie lieber und versuch dich auf dich zu konzentrieren. Vielleicht schaffst du es, ihn links liegen zu lassen und dir selbst was gutes zu tun oder was schönes mit den Kindern zu machen. Ohne ihn.

    Ja, ich weiß. Ich konnte mich in den letzten Tagen (auch dank euch ❤️) etwas abgrenzen und es weniger an mich ranlassen. Auch wenns schwer fällt. Geweint hab ich schon länger nicht mehr...

    Danke an alle für euren Antworten. Ich hab jetzt wirklich ein furchtbar schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber und hoffe, dass es ihnen noch nicht zu sehr geschadet hat, was sie mitbekommen haben. "Alles ist gut" sag ich nie (mein Mann allerdings schon). Wenn es Streit wegen dem Trinken gab, hab ich es ihnen versucht kindgerecht zu erklären. Was ich mir dann leider ständig anhören kann, ist, dass ich Schuld bin wenn die Kinder es mitkriegen, weil ich ja den Streit beginne.



    Das ist der Klassiker. Kinder von Alkoholikern werden oft selbst Alkoholiker oder sie werden co-abhängig, suchen sich also später unbewusst einen alkoholkranken Partner. Oder beides.

    Ich hatte 2 Alkoholiker, beide haben Väter die ebenfalls Alkoholiker sind. Und ich bin das Kind einer Alkoholikerin…

    Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?


    Irgendwann werden sie es verstehen. Schau mal hier bei den EKA, was das anrichten kann, wenn man mit einem nassen Alkoholiker aufwächst.


    Lieben und sehen können sie ihn ja trotzdem. Tun meine Kinder auch. Der Vater macht es jetzt sogar besser, weil er muss und bei mir zuhause haben die Kinder Frieden und keine angespannte Atmosphäre mehr.

    Ich hatte damals in meine Faden geschrieben „ich bemühe mich den Kindern eine heile Welt zu spielen“. Daraufhin hat mir jemand geantwortet: „Spielen? Die Kinder haben eine heile Welt verdient.“ ist mir in der akuten Trennungsphase immer wieder durch den Kopf gegangen und hat mich motiviert es durchzuziehen.

    Danke für deine Worte. Ich werde bei den EKA reinschauen, danke für den Tipp.

    (Mein Mann ist selber Kind einer schweren Alkoholikerin und auch der Papa war dem Alkohol nicht abgeneigt. Umso weniger kann ich verstehen, dass er das selbe jetzt seinen Kindern antut.

    Ganz vergleichbar ist es auch nicht...da seine Mutter gewalttätig war und er in seiner Kindheit kaum Liebe gespürt hat.)

    Ich habe mich auch 2024 getrennt mit 2 Kleinkindern nachdem ich gefühlt 1000 Stunden in Gespräche, Paargherapie etc. Investiert hatte, immer wieder gehofft hatte usw.

    Bei uns ist es immer schlimmer geworden. Richtiger Papa oder Partner war er schon lange nicht mehr, ich war quasi schon alleinerziehend.

    Am Ende war ich selbst krank. Habe Anfang 2024 Panikattacken entwickelt und später eine Erschöpfungsdepression.

    deswegen mein Fazit: Nicht zu lange hoffen, früh genug an sich und auch an die Kinder denken (sie bekommen das so oder so mit). Wenn er trocken werden sollte und dann mal theoretisch min 1 Jahr stabil wäre, kann es ja theoretisch später immer mal wieder werden. Chance ist aber gering denke ich und sich selbst oder gar die Kindheit der Kinder dafür zu opfern ist es nicht wert.

    Ich fühle mit dir. Panikattacken und so extra Herzschläge hab ich leider regelmäßig. Wie alt waren deine Kinder? Konntest du ihnen den Trennungsgrund schon gut erklären?

    Mein Mann ist gegenüber den Kindern ein toller Vater, dieser Umstand hemmt mich "leider" sehr.

    Nicht DU nimmst den Kindern etwas, sondern ER nimmt es euch durch sein Verhalten. Er weiß, welche Konsequenzen das hat. DU nimmst deinen Kindern die Chance unbelastet aufzuwachsen, wenn du weiter in dieser Beziehung verharrst. DU kannst ihnen mit so einer Entscheidung nichts schlechtes tun. Sie werden es irgendwann verstehen und dir dankbar dafür sein.

    Ich hab solche Angst, dass unsere Mädels es nicht so sehen und mir die Schuld geben, weil sie ihren Papa eben so sehr lieben. Angst, dass sie von der Thematik Sucht einfach noch viel zu wenig verstehen. Was wenn die Kinder denken "Na hätte Mama darüber hinweg gesehen, wären wir noch eine Familien, hätten noch unser Zimmer, unsere Tiere, unsere Freunde...". Denken sie dann, dass ich mein Wohlbefinden über ihres gestellt habe? Diese Gedanken machen mich traurig 😢

    Das ist die Frage und das ist die Stelle, an der du ansetzen kannst. Wie lange hältst du das noch aus. Und: musst du das aushalten? Wer zwingt dich dazu?

    Du hast natürlich recht. Mich zwingt keiner. Wie vielen anderen geht es mir vorrangig um die Kinder, die ihren Papa über alles lieben (er ist ein großartiger Vater, nimmt sich Zeit, macht viel mit ihnen). Und um unseren Lebensort- und standard. Ich müsste in ein anderes Bundesland zurück zu meiner Familie ziehen und meine Kinder würde neben dem Vater auch ihre Freunde, Schule, Tiere und den Ort an dem sie aufgewachsen sind, verlieren. Der Gedanke daran, wie es ihnen damit geht, bricht mir das Herz.

    Hallo!

    Ich melde mich nach 2 Wochen wieder. Mein Mann ist nach wie vor überzeugt, dass er es schafft ein kontrolliert Gelegenheitstrinker zu werden weil er es so sehr möchte. Aber er zeigt fast täglich, dass er einfach nur scheitert. Er trinkt heimlich, alleine und - was ich hasse - beim Autofahren. Wenn wir wo eingeladen sind und er dort getrunken hat, trinkt er danach zu Hause alleine weiter. Bier ist ständig seine "Belohnung" für alltägliche Dinge.

    Ich verstehe absolut nicht, wie ein für mich eigentlich intelligenter Mann das nicht sehen kann und will. Wieso er sich so dran klammert und sich damit nur das Leben schwer macht. Die Frage ist nur, WANN er es sieht und ob ich dann noch da bin.

    Wann habt ihr die Reißleine endgültig gezogen?

    Hallo!

    Die Tage werden immer schlimmer und sein Trinkverhalten immer rückfälliger (gibt es das Wort?). Letzte Woche gab es nur einen Tag an dem er nicht getrunken hat. Auch ist er wieder betrunken Auto gefahren (ich hasse es so sehr!).

    Am Mittwoch hatte er Bluttest (Kontrolle wegen Führerscheinverlust), deswegen hat er am Montag und Dienstag nicht getrunken. Wir hatten zwei wundervolle Tage. Natürlich hat er heute wieder getrunken. Die Ergebnis des Bluttests sind heute auch schon da und sie sind (erstaunlicherweise) in Ordnung. Das gibt ihm natürlich Bestätigung. Er glaubt noch immer daran ein kontrollierter Gesellschaftstrinker zu werden bzw zu sein, obwohl er ständig alleine, vormittags und grundlos trinkt.

    Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. An jeden schönen Tag klammere ich mich so sehr, doch die kann man im Monat an einer Hand abzählen. Ich wär so gerne wieder sorgloser, gelassener und einfach ich selbst. Das Leben genießen und mich über Kleidung aufregen, wie früher. Alles hat an Bedeutung verloren, es dreht sich alles nur um seine Krankheit....

    Hallo,

    Ein nasser Alkoholiker findet immer einen Grund zu trinken, weil er den Alkohol braucht. Die Anlässe werden zusammen konstruiert. Da braucht es z. Bsp. nur ein banales Fußballspiel. Hat die Lieblingsmannschaft verloren, braucht es den Alkohol für den Frust, beim Gewinn ist es die Freude.
    Du hast als Angehörige keine Chance ihn zu überzeugen. Du kannst nur etwas für dich und deine Kinder tun.

    lg Morgenrot

    Das stimmt leider

    Liebe Feuersalamander.. Dein Text könnte von mir sein! Ich habe den gleichen Kampf gekämpft wie du - 3 Jahre lang, bis ich endlich den Mut gefunden habe, für meine Kinder und mich diesen Wahnsinn zu durchbrechen! Ich konnte es nicht mehr mitansehen, wenn er wieder betrunken neben mir war und auf heile Welt machte! Unsere Familie lief wie auf Eierschalen, da sich alles um ihn drehte und ja niemand was falsch machen wollte.. Ich bin so alt wie du, 20 Jahre mit meinem Mann zusammen, wir haben 2 kleine Kinder, ein wirklich sehr großes und schönes neues Haus zusammen gebaut, ich bin zudem selbstständig und habe meine Geschäftsräume im Haus und mein Mann hat einen Job in der Öffentlichkeit. Wir leben auch wie du mitten am Land- wo es ja "normal" ist zu trinken, weil das ja "jeder" macht. Ich habe es vor 5 Monatem geschafft aus dem Wahnsinn auszubrechen. Ich kämpfe bis heute mit der Trennung und ich verstehe deine Sorgen und Ängste zu 100%. Es ist ein gewaltiger Schritt! Aber ich kann dir nur von mir sagen- ich wollte nicht mehr, dass meine Kinder in einer suchtbelasteten Familie groß werden. Und wir sind noch so jung - ich will nicht an der Seite eines Alkoholikers enden und die Sucht bleibt nicht stehen. Es wird immer schlimmer.. Ich bin auch mit ihm durch mehrere Entzüge gegangen- er wollte aber nie wirklich aufhören, kontrolliert Trinken ist auch sein Ziel! Und irgendwann hab ich mich so selbst verloren, dass ich nicht mehr konnte, weil ich irgendwann sonst nicht mehr für meine Kinder da sein hätte können.

    Mir hat es geholfen, dass ich mir überlegt habe, was ich für meine Kinder möchte - nämlich auch in Hinblick auf die Zukunft.

    Und ja, es ist verdammt hart, ich zweifle jetzt noch oft, ob es richtig war und muss immer noch lernen, dass ich ihnen nichts genommen habe, sondern wenn dann ER und seine SUCHT und ich bin noch immer traurig, dass Liebe und Famlie die Sucht nicht stoppen könnten! Aber den Kindern geht es so gut jetzt! Ich meinte immer, das sie von alldem nicht so viel merken, aber so war es nicht! Mein Großer blüht gerade so auf und ich lerne wieder zu leben!

    Nimm dir Zeit! Schau auf dich und du kannst es genauso schaffen - wenn du dann soweit bist!!

    Ich drücke dich und schicke dir ganz viel Kraft!!

    Danke für deine Worte und lieben Wünsche. Auch wenns mir für jeden leid tut, tut es gut zu lesen, dass man nicht alleine damit ist.

    Es ist auch schön zu lesen, dass es deinen Kindern gut geht. Darf ich fragen, wie sie es anfangs aufgenommen haben und wie ihr Verhältnis jetzt zum Papa ist? Habt ihr sie offen und ehrlich über den Grund der Trennung aufgeklärt?

    Von daher kommen wir da leider gerade nicht auf einen Nenner. Ich bin auch traurig darüber, dass ihm der Alkohol anscheinend wichtiger ist. Und ja, andere trinken mehr. Aber ich verstehe nicht, warum es so wichtig ist, wenn die Ehe so deutlich darunter leidet.

    Genauso geht es mir auch. Ich verstehe es auch nicht. Er sagte letztens, dass er auch trinkt, weil es zwischen uns nicht gut läuft...aber es läuft ja noch gut, eben weil er trinkt.

    Wir wollen das zusammenwohnen noch eine Zeit lang probieren und auch schauen, ob wir wieder zusammen finden.

    Respekt, dass du das schaffst.

    Wie einsichtig ist dein Partner über sein Trinkverhalten?

    Mittlerweile sehr einsichtig. Vor Jahren war es auch noch anders. Also ihm ist bewusst, dass er ein Alkoholproblem hat. Aber eben trotzdem der Meinung, dass er wieder kontrolliert trinken kann. Die letzten Tage zeigen deutlich was anderes. Die Mengen wurden wieder mehr, er trinkt alleine, heimlich und wieder beim Autofahren (das hasse ich so dermaßen! Da kann so viel passieren und letztes Jahr die 6 Monate ohne Führerschein waren eine Katastrophe hier bei uns am Land).

    Danke für deine berührenden Worte.


    Mittlerweile leben wir seit einigen Monaten getrennt zu Hause, die Kinder wissen noch nichts, weil wir einfach selbst noch nicht wissen, wohin die Reise geht. Eine „richtige“ Trennung mit Auszug usw. ist bei uns aus ähnlichen Gründen schwierig. Zudem haben wir hier einen Betrieb zusammen und viele Tiere und Freunde, das möchte ich den Kindern nicht nehmen.

    Was ich dir raten kann und was ich erstmal für mich gemacht habe, bis es eventuell mal zu dem Schritt richtige Trennung kommen sollte… ziehe Grenzen für dich.


    Das erste was ich vor ca. einem Jahr gemacht hatte war, dass ich gesagt hab, dass wir nicht in einem Zimmer schlafen, sobald er was getrunken hat. Nicht aus Bosheit ihm gegenüber, sondern als Selbstschutz.

    Habt ihr über Trennung schon konkret gesprochen?

    Das heißt ihr lebt "nebeneinander" her und seid offiziell noch ein Paar?

    Ich weiß nicht, welche Grenzen ich für mich ziehen könnte. Wir schlafen schon seit Monaten getrennt von einander (hauptsächlich weil er schnarcht und dann noch mehr wenn er getrunken hat). Zudem habe ich mir immer wieder vorgenommen zb mit meinen Freundinnen etwas zu unternehmen und bereue ich es wieder, weil ich absolut nicht abschalten kann, weil ich dann genau weiß, dass er trinkt. Außerdem flüchte ich mich in Ausdauersport und ich gefalle mir schon lange nicht mehr (zu dünn)...


    Wir sprechen ständig über Trennung. Ich hab es auch schon oft konkretisiert, aber darauf ist er nicht wirklich eingegangen. Wahrscheinlich nimmt er mich nicht ernst, weil ich schon zu oft damit gedroht habe zu gehen und dann nicht gegangen bin.

    Danke erstmals an alle für ihre Worte. Mir laufen gerade die Tränen runter.

    Nicht DU nimmst den Kindern etwas, sondern ER nimmt es euch durch sein Verhalten. Er weiß, welche Konsequenzen das hat. DU nimmst deinen Kindern die Chance unbelastet aufzuwachsen, wenn du weiter in dieser Beziehung verharrst. DU kannst ihnen mit so einer Entscheidung nichts schlechtes tun. Sie werden es irgendwann verstehen und dir dankbar dafür sein.

    Meinst du? Die beiden Mädels vergöttern ihn, sie lieben ihn unbeschreiblich viel.

    Hallo!

    Ich versuch mich kurz zu halten. Ich habe einen alkoholabhängigen Mann, dessen Krankheit wir seit Jahren stark bekämpfen (seit 1,5 Jahren gezielt). Er stammt aus einer Alkoholikerfamilie und hat auch Depressionen. Er hat letztes Jahr seinen Führerschein verloren. Den körperlich Entzug haben wir letztes Jahr geschafft (Trinkmenge: 10-12 Bier pro Tag), immer mit dem Ziel abstinent zu werden. Die letzten Jahre waren der Horror. Ständiges Lügen, Hoffnung, Versprechen brechen, heimlich trinken - das volle "klassische" Programm. Vor gut 2 Wochen meinte er, dass er das nicht kann und ohne Alkohol keinen Spaß in Gesellschaft hat. Wir leben hier am Land, haben viele Veranstaltungen und es wird oft/viel getrunken. Er meinte dann, dass er es schaffen will, ein so genannter Gelegenheitstrinker oder kontrollierter Trinker zu werden. Für mich brach eine Welt zusammen, wir haben so viel gekämpft. In den 2 Wochen hat er fast jeden Tag getrunken, weil halt die Gelegenheit da war - Geburtstag, Baustelle, Freundebesuch, etc. Zwei mal hat er außerdem aus Traurigkeit oder Stress getrunken und wir haben mächtig gestritten. Für mich waren die zwei Wochen schon der Beweis, dass das einfach nicht funktionieren kann. Ich hab mich außerdem so stark mit dem Thema Alkoholismus beschäftigt, so viele Studien gelesen, dass ich absolut nicht daran glauben kann, dass er das schaffen wird. Wir haben nun zwei völlig unterschiedliche Lebensvorstellungen - er kann sich ein Leben ohne Bier nicht vorstellen und ich mir nicht an der Seite eines Alkoholikers. Wir sind 37 und 39 Jahre alt und seit 22 Jahren ein Paar. Eine Trennung würde bedeuten, dass ich den Kindern (10 und 12 Jahre) alles nehme - Papa, Haus, Tiere, Freunde, weil ich zu meiner Familie in ein anderes Bundesland zurück ziehen würde. Der Gedanke bricht mir das Herz. Aber so kann es doch auch nicht weitergehen, wir sind beide unglücklich und kommen nicht auf einen Nenner. Ich fühle mich weniger Wert als Alkohol.

    Ich würde hier gerne Menschen kennenlernen, denen es ähnlich ging - vielleicht hat es hier wirklich ein Alkoholiker dauerhaft geschafft zum kontrollierten Trinker zu werden?

    Ich bin am Ende meiner Kräfte...