Beiträge von JEB

    Hallo zusammen. Ich hätte 2 Fragen/ Anliegen:

    An die Damen in der Runde: Habt ihr bei PMS mehr Saufdruck als sonst? Mit geht's leider gerade so. Gemäß der HALT Regel treffen Angry und tired momentan auf mich zu 🫩 Wie geht ihr damit um?

    Zweiter Punkt: Die Großeltern freuen sich schon drauf, wenn meine kleine Tochter mal alkoholfreies Bier trinken kann. Ich will aber gar nicht, dass sie an Alkohol herangeführt wird. So hat es bei mir ja auch angefangen. Bierschaum abtrinken mit 2 Jahren 😢

    Und ja, ich kann ihnen das sagen. Aber wenn sie die Kleine sitten, hab ich ja keine Kontrolle... Habt ihr mit so etwas Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße!

    Hera

    Danke für deine Antwort!

    Du sprichst genau mein Problem an... Wie mit Problemen umgehen, die schwieriger sind... Ich denke, ich muss lernen, meine Emotionen zuzulassen. Letztens hab ich einfach mal geheult und es hat echt gut getan. Aber ich komme mir dann immer vor wie ein Weichei... Bin Jahrgang 1990, also noch so erzogen, dass weinen, Depressionen etc. nicht sein dürfen. Immer schön funktionieren, das war die Hauptsache.

    Ich weiß aber, dass ich das nicht an meine Tochter weitergeben werde.

    Und ich habe mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, zu der ich am Montag erstmals gehe. Hab zwar Hemmungen, aber den Zahnarzttermin (siehe oben) hab ich ja auch geschafft...

    Mein Partner ist schon auf meiner Seite, aber eben sehr skeptisch... Ich gebe euch Recht, für Angehörige ist es ja furchtbar schwer, ich wäre an seiner Stelle bestimmt auch skeptisch.

    Grund für den Rückfall war ein akuter Kontrollverlust, eine Sache, mit der ich überhaupt nicht umgehen kann. Es kommt Einiges zusammen: Mein Vater ist schwer erkrankt, der Schwiegervater, der mehr Papa für mich ist, als mein echter Vater, hat Krebs im Endstadium und ich konnte meine kleine Tochter nur 3 Monate lang stillen. Ich war leider zu untergewichtig nach der Geburt, sodass nix mehr kam. Es ist tatsächlich keine Essstörung, ich war schon immer sehr dünn. Und nach dem Abstillen hab ich den Fehler gemacht, zur Feier mal ein Bier zu trinken. Ich fühle mich sowas von schuldig.

    Wie geht es euch denn mit eurem Partner/ engen Umfeld beim trocken bleiben? Mein Partner ist sehr skeptisch, obwohl ich bis März ein Jahr lang trocken war. Meine Eltern (Problembeschreibung siehe oben) verharmlosen alles und reden wie der von Rennschnecke beschriebene Staubsaugervertreter. Wenn sie anerkennen würden, dass ich ein Problem hab, müssten sie sich auch mit ihrem Konsum auseinandersetzen. Also hab ich im ganz engen Umfeld niemanden, der mich wirklich unterstützt.

    Versuche Dich zu beschäftigen, den Kopf woanders hin zu lenken. Der Suchtdruck dürfte normalerweise nicht lange anhalten.

    Vielleicht ist so ein Streit eine Situation, in der Du sonst zur Flasche greifen würdest. Nun will die Sucht vielleicht gerade wieder diesen "bewährten" Weg gehen.

    Da kannst du Recht haben. Als erwachsenes Kind abhängiger Eltern war Alkohol immer verfügbar, um sich zu beruhigen, zu distanzieren und sich dann später wieder zu vertragen... Streits sind generell sehr schlimm für mich, weil ich keinen wirklich gesunden Umgang damit gelernt hab

    Hallo Leute!

    Es ist ein Auf und Ab, besonders bei dieser Hitze in Süddeutschland. Vorhin hatte ich einen total sinnbefreiten Streit mit meinem Partner (wer räumt die Spülmaschine aus). Sonst wär das gar nicht der Rede wert... Aber jetzt bin ich total mies drauf und auf einmal ist der Suchtdruck wieder da 😵‍💫 Damit würde ich mich natürlich nur selbst bestrafen, also warum um alles in der Welt habe ich diesen Impuls?

    Hallo zusammen! Vielen Dank für eure Unterstützung und euren Zuspruch. Ich habe das mit dem Zahnarzt wirklich durchgezogen und es war gar nicht so schlimm. Hatte auch nicht das Bedürfnis, meine Angst mit Alkohol zu betäuben...

    Ich weiß nicht, wie es weiter geht, aber momentan bin ich sehr froh 😊

    Seit Donnerstag abstinent. Nur positive Rückmeldungen:) Gestern allerdings eine schlimme Diagnose erhalten... Hab Probleme mit Zysten in der Nase, und es kommt wahrscheinlich aus der Kieferhöhle. Kann gut sein, dass eine Zahnwurzel vereitert ist. Ich habe aufgrund vergangenen Missbrauchs in diesem Bereich große Angst vor meiner Zahnuntersuchung und evtl. Behandlung am Montag.

    Wie übersteht ihr sowas, also bei mir ruft das Suchtdruck hervor

    Er meint, mit Medikamenten ( edit, bitte keine Medikamentennamen nennen) , die ich wegen einer PTBS nehme, sei ich gut eingestellt. Körperliche Entzugserscheinungen habe ich nicht.

    Hallo zusammen! War beim Erstgespräch beim Psychiater. Die F 10.1 bekomme ich erstmal nicht, weil z.B. die Blutwerte okay sind. Potenziell schädlicher Gebrauch steht aber im Raum. Der nächste Termin ist im August.

    Heute Abend bin ich auf einer Veranstaltung, bei der es keinen Alkohol gibt, ein guter Zeitpunkt also, um mit der Abstinenz anzufangen.

    Liebe Grüße!

    Gibt es auch jemanden bei euch, der eine Psychotherapie gemacht hat? Meine Therapeutin kenne ich z.B. schon länger und es fällt mir leichter, sich ihr anzuvertrauen.

    Zum Psychiater gehe ich natürlich trotzdem

    Danke Nika, das mach ich. Ich bin froh, hier ein Forum zu haben, in dem ich auch Infos und Unterstützung finde.

    Soll ich mich dann am Donnerstag mit meiner Diagnose zurückmelden?

    Hallo Elly, vielen Dank für die Antwort! EKS steht für erwachsenes Kind suchtkranker Eltern. Meine Eltern haben Bier im Haus, seit ich denken kann. Es wird für alles genommen: Abendliche Entspannung, Versöhnung nach einem Streit, Stressbewältigung. So wurde ich sozialisiert.

    Ich wünsche mir, gesunde Copingstrategien zu finden und dauerhaft anzuwenden.

    Am Donnerstag habe ich einen Termin beim Psychiater, wegen der Sucht und evtl. einer ADHS Diagnose. Davor habe ich wirklich Angst. Gibt es hier einen Thread, in dem man sich gegenseitig vorm Arzttermin Mut machen kann?

    Hallo!

    Ich bin Alkoholikerin und will ein für alle Mal mit dem Trinken aufhören.

    Ich bezeichne mich selbst als EKS, auch wenn meine Eltern sich nur als moderate Trinker bezeichnen. Momentan habe ich viel Stress und bin täglich bei ca. 2 Litern Bier. Das muss aufhören.

    Ich will mich hier austauschen, Hoffnung und Halt finden und am Liebsten nie wieder ein Bier anfassen.

    Viele Grüße!