JEB - Vorstellung

  • Auch ich kenne das mit den trinkenden Eltern. Ach nicht nur die. Oma, Opa, Tanten, Onkel. Jede Feier, jeder Geburtstag (selbst Kindergeburtstag) musste ordentlich begossen werden.

    Einige sind an dem Konsum verstorben, die wollten es so.

    Wir hier sind da anders JEB. Wir wollen Leben!

    Also bleibe dran.

    Ich habe den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen, inzwischen auch die wenigen Telefonate. Es ging für mich nicht mehr. Ich höre ja auch, ob da wer angetüddelt ist und ein vernünftiges Gespräch kommt da leider eh nicht zustande. Da lasse ich es lieber gleich, als mich eventuell dadurch wieder triggern zu lassen.

  • Der Schrank/das Statement piece im Wohnzimmer.

    Werde heute alles Alkohöllische ausräumen.


    Wäre es euer Ansicht nach gut, auch die Gläser zu verbannen?

    Wie habt ihr umdekoriert und aus den Giftschrank einen schönen gemacht?

    4 Mal editiert, zuletzt von Hera (21. Juli 2026 um 07:08) aus folgendem Grund: Bitte keine Bilder von Alkohol posten

  • Guten Morgen!

    Den Alkohol auf keinen Fall selbst wegschütten, weil der Geruch triggern kann. Am Besten jemand anderen bitten, diesen zu entsorgen. Ich persönlich habe meine Gläser weggeworfen, aber das handelt jeder wie er will. Ich wollte nichts mehr haben, dass mich an meine Saufzeit erinnert. Und für Dekorationsideen kannst du dich ja im Internet inspirieren lassen oder vielleicht haben andere hier Ideen.

    Grüße

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Die Gläser habe ich auch entsorgt/gespendet - da ich nicht nur eine Trinkpause einlegen und auch anderen keinen Alk mehr anbieten möchte.

    Wie steht denn Dein Partner dazu? Trinkt und bunkert er den Alk jetzt heimlich? Will er noch Gästen bei Euch Alk anbieten oder sich Dir zuliebe woanders zum Saufen treffen?

    Zum Umdekorieren: Je nach Vorlieben und Sammelleidenschaft: z. B. Geschirr, Bücher, Fotos im Rahmen, Selbstgebasteltes ...

  • Ich habe auch alles weggeworfen was irgendwie mit der Sauferei zusammenhing.

    Die lumpigen Klamotten in denen es sooooooo gemütlich war beim Saufen. Kerzengedöns und Duftstecker. Auch die Musik, die ich gerne volle Pulle besoffen aufdrehte.

  • Entschuldige, JEB, ich glaube, ich war bei meiner letzten Antwort gedanklich im falschen Faden, als ich nach Deinem Partner fragte - weil Dein Haushalt anscheinend noch nicht alkfrei ist.

    Hab jetzt noch mal Deinen Faden überflogen: Zu seinem eigenen Verhältnis zum Alk hattest Du noch gar nichts geschrieben. Ist er denn einverstanden, dass Euer Haushalt komplett alkfrei wird, auch bei Besuch? Und wie hat er reagiert, als Du im Biergarten irgendwann Bier bestellt hast?

    Die Grundbausteine sind Dir wohl noch nicht verlinkt worden. Vielleicht kann das jemand nachholen? Danke!

  • Hier für Dich und auch für andere Teilnehmer nochmal zum Anklicken und Lesen, unsere Grundbausteine.

    Es lohnt sich immer wieder diese durchzulesen:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Gerade wieder einen Dämpfer gekriegt... Meine Mutter, ausgerechnet sie, die ein eigenes Alkoholproblem hat und mir immer vorgelebt hat, Alk etwas generell positiv so... Ist beleidigt, dass ich ihr erst jetzt davon erzähle. Und unmittelbar danach kamen die Vorwürfe. Was ich doch alles verlieren könnte, Arbeit, Familie.... Und ich wolle doch nicht so enden wie Jemand aus unserer Familie, der am Alkoholismus verstorben ist. Und dann das Misstrauen... Ob ich mir auch wirklich Hilfe hole...

    Es war furchtbar

  • Ich finde diese Reaktion gar nicht soo seltsam, sie spricht vielleicht eigentlich von sich oder? Das, was nie jemand zu ihr gesagt hat, sagt sie jetzt zu dir.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Ich finde diese Reaktion gar nicht soo seltsam, sie spricht vielleicht eigentlich von sich oder? Das, was nie jemand zu ihr gesagt hat, sagt sie jetzt zu dir.

    Ach du Schande... Das könnte ja sogar sein. Und gesagt bekommen hat sie es nur nicht, weil sie seit 4 Jahrzehnten mit meinem Vater in Co-Abhängigkeit trinkt. Die "Stützen" sich gegenseitig

  • Dann wird sie es ja sicher begrüßen, dass sie bei Dir keinen Alk mehr bekommt. 😉

    Respekt, dass Du es aussprechen komntest. Wie kam es dazu?

    Kann sein, dass ihr mit der Zeit noch einige Lichter in Bezug auf sich selbst aufgehen, kann aber auch sein, dass sie dir trotzdem irgendwann wieder was anbietet, weil sie es nicht gänzlich versteht oder verstehen will.

    Egal - hier geht es mal nur um Dich!

  • Wie steht denn Dein Partner dazu? Trinkt und bunkert er den Alk jetzt heimlich? Will er noch Gästen bei Euch Alk anbieten oder sich Dir zuliebe woanders zum Saufen treffen?

    Mein Partner kann tatsächlich ohne Probleme aufhören, hat das auch schon über längere Zeiträume gemacht und mein Rückfall hat ihn sehr getroffen. Er will mich emotional unterstützen, aber aktuell ist seine Wut größer. Kann man auch verstehen...

  • Wie geschrieben, der von Dir zitierten Passage lag eine Verwechslung meinerseits vor.

    Dein Partner muss ja wegen Dir nicht auch abstinent werden - nur einen ausnahmslos alkfreien Haushalt mittragen, dich nicht in eine alklastige Umgebung "mitschleppen" und zumindest im ersten Jahr auch im Restaurant möglichst nicht neben Dir trinken.

    Vor allen Dingen aber - gerade vor dem Hintergrund deiner PTBS - sollte er Dich in der Wahrnehmung und Einhaltung Deiner Grenzen bestärken, statt Dich zu überreden, sie "mal" zu ignorieren.

    Mehr braucht er gar nicht zu tun, der Rest liegt in Deiner Verantwortung.

    Worauf genau ist er jetzt wütend? Und wie äußert sich das? Du warst ja auch wütend auf ihn. Habt Ihr darüber mal offen gesprochen? Und versteht er, dass Deine Sucht und Deine PTBS schwere psychische Erkrankungen sind, keine persönliche Schwäche?

  • Er ist wütend darüber, dass ich rückfällig geworden. Und er sagt, dass er selbst weiß, dass es eine Erkrankung ist, aber die Wut kommt von der Enttäuschung über den Rückfall.

    Die PTBS hat er allerdings nie "akzeptiert". Da behauptet er immer noch, ich hätte mich in was hineingesteigert

  • Mein Vater weiß jetzt auch bescheid. Seine Reaktion: Du bist keine Alkoholikerin, das passt nicht. Da gibt's ganz andere Extreme... Und der Klassiker: Trink einfach weniger.

    Hallo, Verleugnung 🤐

  • Aber man erfährt so Einiges... Z.B. dass meine Oma meinen Vater als kleinen Jungen immer in der "Wirtschaft" hat Bier kaufen lassen. Jeden Tag. Und es wäre ihm so peinlich gewesen.

    Und dann macht er es genauso. Und dann gibt er es an mich, seine Tochter, weiter.

    Und jetzt steh ich hier und hab selbst ein Kind...

    Bin gerade entsetzt und hab große Angst, die Muster weiter zu tragen

  • Im Moment sieht es jedenfalls nicht danach aus. :thumbup:
    Es ist nicht so wichtig, ob dich andere als Alkoholiker sehen wollen.
    Es ist nur wichtig, dass du das für dich selbst weißt. Du kannst ja auch nur für dich selbst trocken sein.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Mir stellt sich die Frage aber tatsächlich auch, wieso kann sich ein alkohomiker mit problembewusstsein nicht als nächsten Schritt drauf einstellen weniger zu trinken, wieso funktioniert das nicht dauerhaft?

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