Beiträge von Olli57

    Liebe Seestern,

    Ich weiß wie du dich fühlst.

    Ich bin fast 70 meine Alkoholabhängige Tochter 45 Jahre alt. Sie lebt 500 km von uns entfernt so dass wir uns nicht oft sehen aber regelmäßig telefonieren oder texten.

    Meine Tochter hat eine lange Alkoholgeschichte. Das führte dazu, dass Partnerschaften nicht lange hielten. Vor 8 Jahren hatte sie einen Entzug erfolgreich abgeschlossen und war 4 Jahre trocken.

    Vor drei Jahren wechselte sie den Ort und zog zu einem Partner.

    Wenn uns meine Tochter besucht hat gab es in unserem Zuhause keinen Alkohol und wir haben auch keinen getrunken. Ich trinke keinen Alkohol.

    Meine Tochter hat mir immer wieder versichert, dass sie trocken ist. Entzugserscheinungen oder Ausfallerscheinungen habe ich nie festgestellt auch im Urlaub nicht. Nach zwei Jahren Partner weg, neuer Partner her. Mutti hat Wohnung eingerichtet, Auto zum größten Teil finanziert und gehofft, dass es meiner Tochter gut geht.

    Nun hat mir ihr Lebensgefährte mitgeteilt, dass meine Tochter schon lange wieder trinkt, den Job verloren hat, keinen neuen findet weil sie sich mit einer Fahne vorgestellt hat. Sie erhält keine Grundsicherung vom Jobcenter weil die Unterlagen nicht vollständig waren und sie den Mimijob nicht angegeben hatte.

    Die Beziehung ist inzwischen beendet und der ehemalige Partner hat den Untermietvertrag gekündigt.

    Meine Tochter ist nicht mehr krankenversichert. Sie hat mir vor zwei Wochen fünf Zahnarztrechnungen gemailt, da ein Inkassobüro bereits beauftragt war. Ich hab natürlich bezahlt.

    Es gab dann noch ein Telefonat in dem ich ihr gesagt habe was sie alles tun muss um Ordnung zu schaffen.

    Zwei Tage später erhielt ich ganz bösartige Anrufe und Textnachrichten aggressiv, beleidigend, ich hätte ihr Leben zerstört. Ganz schlimme Anschuldigungen gegenüber meinem Mann, der sich immer um sie gekümmert hat.

    Das war alles so schlimm, dass ich den Kontakt blockiert habe. Meine Tochter wird am 05.08. Wohnungslos, ohne Krankenversicherung,ohne Einkommen.

    Ich werde ihr nicht mehr helfen. Ich muss es laufen lassen alles Andere macht mich

    krank.

    Der Kontaktabbruch dauert nun schon vier Wochen. Es ist sehr schlimm. Morgen endet der Untermietvetrag meiner Tochter. Ich weiß nicht wo sie dann unterkommen und wovon sie leben will.

    Ich muss tapfer sein und habe nun einen Termin zur Therapie.

    Liebe Seestern such dir Hilfe und Beistand und lies hier im Forum.

    Ich wünsche dir Kraft.

    Liebe Grüße Olli57

    Liebe Vroni,

    auch meine Tochter wohnt 500 km weit weg. Da ist man nicht immer präsent.

    Meine Tochter ist Alkoholigerin. Nach einer abstinenten Phase hat sie vor zwei Jahren wieder angefangen Alkohol zu trinken.

    Das hab ich nicht gemerkt. Wenn sie uns besucht hat, auch länger als eine Woche hat sie nicht getrunken und ich konnte Ausfallerscheinungen nicht feststellen.

    Auch ich habe mit der Polizei meine Tochter von der Straße geholt weil sie betrunken Auto fährt.

    Meine Tochter trinkt inzwischen exzessiv, hat keinen Job, ist nicht mehr krankenversichert und verliert im August ihre Wohnung.

    Rückwirkend betrachtet habe ich 20 Jahre als Co Abhängige meiner Tochter alle Steine aus dem Weg geräumt und hinter ihr Ordnung geschafft.

    Nun habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Tochter. Sie hat keine Einsicht, dass sie Aalkoholigerin ist und ich werde ihr auch finanziell nicht mehr helfen.

    Das tut sehr weh und fällt unheimlich schwer. Aber ich weiß, dass ich nichts tun kann, rein garnichts. Das lässt sich schwer aushalten. Aber ich muss jetzt für mich sorgen.

    Ich wünsche dir viel Kraft.

    Liebe Grüße Olli57

    Da müssen noch andere Dinge vorfallen, Fahren mit Alkohol oder

    Hallo Lebenskünstler,

    selbst Fahren unter Alkohol ist nicht weiter schlimm.

    Unter 1,2 Promille eine Ordnungswidrigkeit. Führerschein befristet weg und danach geht es munter weiter.

    Hatte meine Tochter mit Hilfe der Polizei von der Straße geholt. Was hats gebracht, nichts.

    VG Olli57

    Ich weiß noch, wie sich das angefühlt hat und wie ich auch schon dachte: "Lasst mich in Ruhe und hört auf, euch in mein Leben einzumischen, ihr versteht sowieso nicht, wie es mir geht."

    Liebe Hera,

    es,hat mir sehr geholfen zu lesen wie es dir ging und was du gefühlt hast.

    Es war für mich eine Bestätigung meiner Wahrnehmung über meine Tochter und es hilft mir konsequent zu bleiben. Danke dir

    Liebe Grüße Olli57

    Vielleicht ist es leichter für Dich, das im Fall des Falles auch durchzuhalten, wenn Du etwas vorbereitest, was Du Ihr dann in die Hand drücken könntest?

    Liebe Rennschnecke,

    habe mir jetzt mal die Anschriften und Informationen zu Obdachlosenunterkünften in unserer Stadt besorgt, auch mit Beratungs- und Hilfsangeboten, damit ich im Ernstfall vorbereitet bin. Mit einem Brief muss ich mir das noch überlegen.

    Im Moment fehlen mir die Worte.

    Danke für deinen Zuspruch und die Vorschläge. Das hilft mir sehr.

    Liebe Grüße Olli57

    Ich kann das Verhalten deiner Tochter leider nachvollziehen, weil es mich an mich erinnert.

    Liebe Hera,

    danke für deine Offenheit. Ich hab schon manchmal das Gefühl gehabt, dass meine Tochter sich wie verrückt gegen die Vorwürfe des Expartners, Nachbarn und gegen meine Vorschläge gewehrt hat.

    Deshalb hatte ich mich schon ein wenig zurückgezogen.

    Nun halte ich Abstand. Ich kann nicht verhindern dass sie trinkt, betrunken Auto fährt und einfach nur noch dahin vegitiert.

    Ihr Körper wird das auch nicht mehr lange aushalten. Sie hat schon lange Magen und Darmprobleme, isst nicht, trinkt lieber, geht nicht zum Arzt da sie nicht mehr krankenversichert ist.

    Mit einer Größe von 178 cm wiegt sie gerade mal 45 kg. Aber ich kann nichts tun.

    Das muss in meinen Kopf. All meine Bemühungen sind gescheitert. Ich musd loslassen.

    Liebe Grüße Olli57

    Danke Schleifchen, euer Zuspruch gibt mit Kraft und zeigt mir, dass ich nicht falsch liege.

    Es wird eine harte Zeit. Trotzdem werden wir bald für zwei Wochen an den See fahren. Andere Bilder, spazieren gehen, lesen und einfach entspannen.

    Liebe Grüße Olli57

    Liebe Rennscnecke,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich hole mir keine Informationen mehr.

    Ich rufe auch den Expartner nicht mehr an habe ihm aber erlaubt mich anzurufen fallls er nicht mehr weiter weiß. Schließlich wohnt sie noch bei ihm und lebt auf seine Kosten.

    Er hat den Untermietvertrag fristgerecht zum 5.8. gekündigt. Ich hab ihm vorige Woche noch gesagt, dass er die Kündigung zum Jobcenter schickt. Die wollen das haben und ich hab ihn an seinen Anwalt verwiesen, falls meine Tochter nicht auszieht.

    Einfach Schlösser austauschen ist rechtlich nicht zuläsdig. Nicht das der Exfreund noch Probleme bekommt.

    Liebe Grüße Olli57

    Hallo ihr Lieben,

    nun ist es eine Woche her, dass zwischen meiner Tochter und mir Funkstille herrscht.

    Ich hab unendlich Angst, dass sie wieder betrunken Auto fährt. Ich weiß auch nicht, ob das Auto noch versichert ist.

    Ich hatte vor zwei Monaten erfahren(vom ehemaligen Partner), dass meine Tochter täglich betrunken mit dem Auto nach hause kommt.

    An einem Abend hab ich gehört, dass sie wieder im Bistro sitzt und trinkt und mit dem Auto unterwegs ist.

    Ich hatte Angst, dass sie oder Andere zu schaden kommen.

    Da ich 500 km entfernt wohne und den Autoschlüssel nicht an mich nehmen kann hab ich die örtliche Polizei angerufen und mitgeteilt, dass eine allgemeine Verkehrskontrolle zwische Bistro und Wohnung sinnvoll wäre.

    So war es dann.1,2 Promille Blutalkohol, Führerschen weg.

    Zwei Wochen später Führerschein zurück, die Blutentnahme ergab 1,0 Promille. Damit war es lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Irgendwann muss sie den Führerschein befristet abgeben.

    Meine Tochter hat es mitbekommen, dass ich die Polizei informiert hatte.

    Nun hab ich ihr Leben zerstört.

    Aus meiner Sicht hat sie kein Leben mehr.

    Sie arbeitet stundenweise in dem Bistro, ist nicht sozialversichert, erhält keine Grundsicherung und wird bald Wohnungslos.

    Das ist alles sehr schwer für mich und ich bin am verzweifeln.

    Liebe Grüße Olli57

    Liebe Rennschnecke,

    Danke für deine guten Ratschläge. Ich leide wie ein Hund, sie ist doch meine Tochter.

    Aber ich werde mich für den Fall der Fälle vorbereiten und werde mich auch mal mit unserer Suchberatunghier vor Ort in Verbindung setzen.

    Liebe Grüße Olli57

    Danke Linde für deine Antwort.

    Ich fürchte es wird dann aber noch schlimmer. Irgendwann wird meine Tochter vor der Tür stehen und um Einlass bitten. Das haben wir schon als sie noch jünger war zweimal erlebt. Wir haben sie aufgenommen und ihr geholfen ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.

    Ich kann das nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr. Ich bin so enttäuscht und verärgert dass ich sie wieder wegschicken möchte.

    Zu Ihrem Vater kann ich sie nicht schicken. Es ist ein episodischer Trinker, war er als ich ihn verlassen habe. Die Episoden wurden immer kürzer und ich wollte mich und meine Töchter schützen.

    Liebe Grüße Olli57

    Hallo,

    Nachdem ich mich vor Tagen angemeldet habe möchte ich nun mein Problem schildern. Ich bin fast 70 meine Alkoholabhängige Tochter 45 Jahre alt. Sie lebt 500 km von uns entfernt so dass wir uns nicht oft sehen aber regelmäßig telefonieren oder texten.

    Meine Tochter hat eine lange Alkoholgeschichte. Das führte dazu, dass Partnerschaften nicht lange hielten. Vor 8 Jahren hatte sie einen Entzug erfolgreich abgeschlossen und war 4 Jahre trocken.

    Vor drei Jahren wechselte sie den Ort und zog zu einem Partner.

    Wenn uns meine Tochter besucht hat gab es in unserem Zuhause keinen Alkohol und wir haben auch keinen getrunken. Ich trinke keinen Alkohol.

    Meine Tochter hat mir immer wieder versichert, dass sie trocken ist. Entzugserscheinungen oder Ausfallerscheinungen habe ich nie festgestellt auch im Urlaub nicht. Nach zwei Jahren Partner weg, neuer Partner her. Mutti hat Wohnung eingerichtet, Auto zum größten Teil finanziert und gehofft, dass es meiner Tochter gut geht.

    Nun hat mir ihr Lebensgefährte mitgeteilt, dass meine Tochter schon lange wieder trinkt, den Job verloren hat, keinen neuen findet weil sie sich mit einer Fahne vorgestellt hat. Sie erhält keine Grundsicherung vom Jobcenter weil die Unterlagen nicht vollständig waren und sie den Mimijob nicht angegeben hatte.

    Die Beziehung ist inzwischen beendet und der ehemalige Partner hat den Untermietvertrag gekündigt.

    Meine Tochter ist nicht mehr krankenversichert. Sie hat mir vor zwei Wochen fünf Zahnarztrechnungen gemailt, da ein Inkassobüro bereits beauftragt war. Ich hab natürlich bezahlt.

    Es gab dann noch ein Telefonat in dem ich ihr gesagt habe was sie alles tun muss um Ordnung zu schaffen.

    Zwei Tage später erhielt ich ganz bösartige Anrufe und Textnachrichten aggressiv, beleidigend, ich hätte ihr Leben zerstört. Ganz schlimme Anschuldigungen gegenüber meinem Mann, der sich immer um sie gekümmert hat.

    Das war alles so schlimm, dass ich den Kontakt blockiert habe. Meine Tochter wird am 05.08. Wohnungswesen, ohne Krankenversicherung,ohne Einkommen.

    Ich werde ihr nicht mehr helfen. Ich muss es laufen lassen alles Andere macht mich krank.

    Wie würdet ihr euch verhalten?

    Vielen Dank fürs Lesen.

    Olli 57

    Hallo an Alle hier,

    ich bin 69 Jahre alt und meine Tochter ist 45 und lebt 500 km entfernt.

    So hab ich erst sehr spät erfahren, dass sie seit über zwei Jahren nach langer Trockenheit ( 3 Jahre) wieder rückfällig geworden ist.

    Wenn sie uns besucht hat gab es keinen Alkohol und sie hatte aus meiner Sicht keine Entzugserscheinungen.

    Nun hab ich von ihrem ehemaligen Lebensgefährten erfahren, dass sich meine Tochter fast täglich betrinkt. Euer Rat wäre hilfreich.

    Danke Olli