Seestern Vorstellung - Meine erwachsene Tochter trinkt und nimmt Drogen, ich fühle mich so hilflos

  • Hallo in die Runde,

    meine erwachsene Tochter trinkt und nimmt schon seit vielen Jahren Drogen. Vor 6 Wochen hat sie sich um einen Therapieplatz beworben und einen klinischen Entzug gemacht und ist schon nach 2 Wochen aus der Reha rausgeflogen.

    Im vergangenen Jahr wurde es immer schlimmer mit ihr. Sie hat Wahnvorstellungen, fühlt sich sich bedroht und hat schon einige Male einen Filmriss gehabt. Den Kontakt zu mir lehnt sie ab, denn sie macht mich für ihre Sucht verantwortlich. Obwohl sie seit über 20 Jahren Therapie macht, übernimmt sie keinerlei Verantwortung für ihr Leben. Sie beschimpft mich einerseits, andererseits wirft sie mir vor ihr nicht zu helfen.

    Inzwischen lebt sie aus meiner Sicht in einer Parallelwelt, denn sie erfindet Dinge, verdreht Tatsachen, macht Unterstellungen und wird verbal immer aggressiver und beleidigender.

    Ich frage mich wie gehen andere Angehörige damit um. Einserseits weiß ich dass ich ihr nicht helfen kann, wenn sie keine Therapie machen will. Andererseits habe ich große Angst um sie und weiß nicht mehr was ist richtig und was ist falsch. Wie geht ihr damit um?

    Ich bin oft so unendlich traurig und trotz Distanz kann ich oft nicht schlafen, denn in der Nacht kommen die düsteren Gedanken.

  • Herzlich willkommen Seestern,

    wenn ein Kind abhängig ist, ist das um ein Vielfaches schlimmer als wenn es sich um den Partner handelt. Denn die emotionale Bindung, die du als Mutter hast, ist nur sehr schwer zu lösen.

    Helfen geht nicht, das weißt du aber die Ängste und Sorgen sind ja trotzdem da.

    Hier ist der Link für den Austausch: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du draufklickst öffnet sich ein neues Fenster, schreib da einfach kurz nochmal weswegen du hier bist.

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hera 28. Juli 2026 um 17:28

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung Meine erwachsene Tochter trinkt und nimmt Drogen, ich fühle mich so hilflos“ zu „Seestern Vorstellung - Meine erwachsene Tochter trinkt und nimmt Drogen, ich fühle mich so hilflos“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Seestern!

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Liebe Seestern,

    Ich weiß wie du dich fühlst.

    Ich bin fast 70 meine Alkoholabhängige Tochter 45 Jahre alt. Sie lebt 500 km von uns entfernt so dass wir uns nicht oft sehen aber regelmäßig telefonieren oder texten.

    Meine Tochter hat eine lange Alkoholgeschichte. Das führte dazu, dass Partnerschaften nicht lange hielten. Vor 8 Jahren hatte sie einen Entzug erfolgreich abgeschlossen und war 4 Jahre trocken.

    Vor drei Jahren wechselte sie den Ort und zog zu einem Partner.

    Wenn uns meine Tochter besucht hat gab es in unserem Zuhause keinen Alkohol und wir haben auch keinen getrunken. Ich trinke keinen Alkohol.

    Meine Tochter hat mir immer wieder versichert, dass sie trocken ist. Entzugserscheinungen oder Ausfallerscheinungen habe ich nie festgestellt auch im Urlaub nicht. Nach zwei Jahren Partner weg, neuer Partner her. Mutti hat Wohnung eingerichtet, Auto zum größten Teil finanziert und gehofft, dass es meiner Tochter gut geht.

    Nun hat mir ihr Lebensgefährte mitgeteilt, dass meine Tochter schon lange wieder trinkt, den Job verloren hat, keinen neuen findet weil sie sich mit einer Fahne vorgestellt hat. Sie erhält keine Grundsicherung vom Jobcenter weil die Unterlagen nicht vollständig waren und sie den Mimijob nicht angegeben hatte.

    Die Beziehung ist inzwischen beendet und der ehemalige Partner hat den Untermietvertrag gekündigt.

    Meine Tochter ist nicht mehr krankenversichert. Sie hat mir vor zwei Wochen fünf Zahnarztrechnungen gemailt, da ein Inkassobüro bereits beauftragt war. Ich hab natürlich bezahlt.

    Es gab dann noch ein Telefonat in dem ich ihr gesagt habe was sie alles tun muss um Ordnung zu schaffen.

    Zwei Tage später erhielt ich ganz bösartige Anrufe und Textnachrichten aggressiv, beleidigend, ich hätte ihr Leben zerstört. Ganz schlimme Anschuldigungen gegenüber meinem Mann, der sich immer um sie gekümmert hat.

    Das war alles so schlimm, dass ich den Kontakt blockiert habe. Meine Tochter wird am 05.08. Wohnungslos, ohne Krankenversicherung,ohne Einkommen.

    Ich werde ihr nicht mehr helfen. Ich muss es laufen lassen alles Andere macht mich

    krank.

    Der Kontaktabbruch dauert nun schon vier Wochen. Es ist sehr schlimm. Morgen endet der Untermietvetrag meiner Tochter. Ich weiß nicht wo sie dann unterkommen und wovon sie leben will.

    Ich muss tapfer sein und habe nun einen Termin zur Therapie.

    Liebe Seestern such dir Hilfe und Beistand und lies hier im Forum.

    Ich wünsche dir Kraft.

    Liebe Grüße Olli57

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