Beiträge von Elly

    Unsere Gesellschaft hat wirklich ein Alkoholproblem.

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Nika!

    Leider ist es so, dass viel zu viele Menschen Alkohol missbrauchen bis hin zur Sucht. Immerhin hat sich in den letzten Jahren einiges verändert. Die jungen Menschen z.B. gehen sehr viel bewusster mit dem Alkohol um und trinken teilweise gar keinen.

    Und wenn Du genauer hinschaust, gibt es viele Menschen, die gar keinen Alkohol trinken.

    Bei Euch zu Hause ist das Thema sehr präsent und wird noch abgewiegelt von Deinem Mann.

    Wenn ich ihn lassen würde, würde er jeden Tag 2-3 Flaschen Bier, 1/2 Flasche Wein und 1 Schnaps trinken. Vor ein paar Wochen ist es eskaliert, weil ich gesagt habe, dass er ein massives Problem mit Alkohol hat und er meint, er würde nur ein Feierabendbierchen trinken.

    Du kannst in keiner Weise die Trinkmenge Deines Mannes beeinflussen. Ein nasser Alkoholiker findet immer Möglichkeiten zu konsumieren. Ich habe fast nur allein getrunken. Die Trinkmenge war meinem Mann unbekannt.

    ich würde behaupten, dass er nur psychisch und nicht körperlich abhängig ist.

    Im Grunde ist es egal, ob psychisch oder physisch abhängig. Abhängig ist abhängig. Wobei die seelische Abhängigkeit ein Leben lang bleibt, der körperliche Entzug ist nach 7-14 Tagen durch.

    Ich merke nur, dass mich seine negative Energie immer mehr runterzieht.

    Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele. Mir ging es im Laufe der Zeit immer schlechter. Ich habe schon oft geschrieben, meine nasse Zeit war meine traurigste Zeit!

    Du hast schon viel erkannt, u.a. dass Du Dir das alles nicht mehr lange ansehen willst. Doch solange Dein Mann keine Einsicht hat, wirst Du nicht umhinkommen Deine Konsequenzen zu ziehen. So bitter das auch ist...

    Liebe Iwona,

    wir alle werde im Alter nicht hübscher.:mrgreen:

    Aber uns geht es gut und wir können glücklich und zufrieden sein, keinen Alkohol mehr zu trinken!

    Und ich sage immer scherzhaft: Die Alternative zum Älterwerden wäre auch nicht so hübsch! ;)

    Also machen wir positiv weiter, genauso wie Du auch. Dir einen gemütlichen Sonntag und allen, die hier mitlesen ebenso!

    Hallo Anthurie,

    nach einigen Vorfällen habe ich den Kontakt zu meinem Vater vor über 12 Jahren abgebrochen.

    Vom Gefühl her hat er schon immer zu viel getrunken. Ob er Alkoholiker ist oder war, weiß ich nicht genau. Aber sein Verhalten war immer sehr sprunghaft und er hatte sehr viel an mir zu kritisieren. Ganz im Gegenteil zu meiner Kindheit. Da hat er mich oft bestärkt. Im Laufe der Zeit hat sich das alles gedreht und ich habe es nicht mehr hingenommen so behandelt zu werden.

    Der Anfang war schmerzhaft, aber ich habe begriffen, dass mir der abgebrochene Kontakt guttut.

    Es hat einige Zeit gedauert, bis es nicht mehr weh getan hat. Nach 2-3 Jahren hatte ich es überwunden und akzeptiert, dass es nie wieder so sein wird wie früher.

    Tatsächlich weiß ich gar nicht, ob er noch lebt und ob ich es wirklich erfahren würde, sollte er versterben. Aber eins weiß ich, dass ich nicht in Tränen ausbrechen werde, wenn mich die Nachricht ereilen wird. Und ich glaube auch heute, dass ich kein Bedürfnis verspüre auf seine Beisetzung zu gehen.

    Hart, aber durch meine Abstinenz habe ich mich sehr verändert und bin stärker geworden.

    Der Austausch bei uns im offenen Bereich findet erst nach einem Arztbesuch mit begleiteter Entgiftung,oder aber nach 7-10 Tage Abstinenz, statt.

    Überlege Dir das nochmal mit dem Arztbesuch. Ein kalter Entzug kann für Dich sehr gefährlich werden.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Die Artikel kannst Du anklicken und solltest Du lesen. Du kannst auch zu einem anderen Arzt gehen, wenn Du mit Deiner Hausärztin nicht klarkommst.

    Bisher hast Du es auf Deine eigene Weise versucht, und hast immer wieder angefangen zu trinken.

    Da wäre es doch wirklich eine Überlegung wert, diesmal etwas anders zu tun, meinst Du nicht auch?

    Hallo Bienenliesel,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Mir erging es ähnlich und ich setzte jahrelang meine Hoffnung auf dieses Forum hier. Hier las ich so viel von Langzeit Trockenen und wünschte es mir selbst auch so zu sein. Glücklich und zufrieden, ohne Alkohol.

    Es dauerte jedoch viel zu viele Jahre, bis ich endlich den Punkt gefunden hatte. Den Punkt, an dem nichts mehr ging.

    Ich war körperlich und seelisch am Ende und habe mich dann wieder hier in der SHG eingelesen und wieder Mut geschöpft.

    Das, was Du zeitweise tust, nennt man kalten Entzug. Und das kann für Dich gefährlich werden, den Alkohol von heute auf morgen abzusetzen.

    Deswegen raten wir allen Neuankömmlingen, sich Unterstützung von einem Arzt zu suchen.

    Du hast Deine Drogensucht überwunden und weißt im Grunde, wie es funktioniert.

    Arztbesuch, Karten auf den Tisch und durchstarten.

    Siehst Du Dich denn als Alkoholikerin und willst eine lebenslange Abstinenz?

    Liebe Biene,

    trinke jetzt erstmal einen großen Schluck Wasser, Tee, Sprudel und dann noch einen. So kann der Druck erstmal nachlassen.

    Hast Du genügend gegessen?

    Ich kenne das auch noch mit der Uhrzeit. Denn ich habe immer auf ca. 17 Uhr gewartet, damit ich anfangen konnte.

    Aber es wurde mit der Zeit leichter, das kommt bei Dir auch noch. Bleib dran!

    Ich lasse Dir den Notfallkoffer zum Anklicken und Lesen da. Vielleicht findest Du darin noch mehr, was Dich jetzt ablenken kann.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Ob ich zunächst ein persönliches Gespräch mit dem Arzt führe oder der Sprechstundenhilfe mitteile, warum ich etwas benötige, ist letztlich unerheblich: Am Ende wird es in den Akten vermerkt, und jeder Beteiligte kann darauf zugreifen, was für die weitere Behandlung entscheidend ist.

    Das mit der Akte wollte ich auch erwähnen. Da bist Du mir zuvor gekommen, Hartmut.

    Leider ist es so, dass manche Anmeldung u.a. auch im Wartezimmer ist oder es so hellhörig ist, dass jeder der dort ist, alles mitbekommt.

    Aus diesem Grund sage ich immer nur: Ich brauche einen Termin, oder ich muss zur Ärztin rein.

    Die Arzthelferinnen lesen zwar später, was in der Akte steht. Aber sie lesen es und es bekommt kein Außenstehender mit, sie haben Schweigepflicht, und das ist mir wichtig!

    Also wolltest Du mehr als nur eine Blutuntersuchung, sondern auch einen Termin bei der Ärztin?

    Wenn Du das nicht so explizit sagst, kann ich mir schon vorstellen, dass nachgefragt wird.

    Bei mir ist das immer so, erst ein Gespräch mit der Ärztin und dann geht die Behandlung weiter.

    Bei mir wurde eine Impfung direkt abgelehnt, direkt bei der Anmeldung von der Ärztin, die vorbeikam. Ich habe noch nicht das nötige Alter erreicht. Hier z.B. kann man sich erst auf Kassenkosten impfen lassen, wenn man über 60 ist.

    Am besten ist es, wenn Du einfach startest, Sundancer!

    Meine Angst besteht darin, wenn alles schief läuft das ich als Vater/Mann nicht das Sorgerecht bekomme, sondern das Jugendamt die Hand drauf halten möchte.

    Es ist doch belegbar, dass Deine Frau Alkoholikerin ist:

    Vor 3 Jahren hat sie wegen einer Alkoholfahrt ihren Führerschein für 12 Monate verloren. Auch ihren Job hat sie deswegen verloren, sie hatte 2 Aufenthalte in der Klinik und an einem Programm teilgenommen.

    Das kannst Du für Dich einsetzen und die Karten auf den Tisch legen.

    Ich wünsche Dir die nötige Kraft und den Mut für Veränderung!

    ich muss auch mit dem rauchen aufhören...tut mir auch nicht gut....fühle mich dünnhäutig und verletzlich...

    Hallo Biene,

    erstmal eins nach dem anderen. Die Abstinenz ist erstmal das Wichtigste.

    Das Nicht-Rauchen kannst Du auch noch viel später angehen. Das wäre zu viel auf einmal.

    Die erste Zeit ist sehr schwierig und aufwühlend für fast jeden Alkoholiker, der am Anfang seiner Abstinenz steht.

    Es verändert sich sehr viel auf einmal und die Psyche braucht eine ganze Weile, um wieder auf ein normales Level zu kommen. Sei verständnisvoll und rücksichtsvoll zu Dir selbst.

    Du heilst von einer schweren Krankheit!

    Und für den Austausch hast Du Dich hier angemeldet, hier kannst Du über alles schreiben, was Dich bedrückt. Hier findest Du immer einen Ansprechpartner, der Dir zeitnah antwortet.

    Wir haben das selbst durch und ich kann mich noch gut an meine Anfangszeit erinnern. Das Forum war und ist mir immer eine grosse Stütze. So kann es auch für Dich sein, wenn Du Dich darauf einlässt.

    Mir macht das echt sorgen, ich hatte noch kein Erlebnis dieser Art und hab jetzt ein bisschen Bammel das es bei mir vielleicht massiv bzw. gebündelt auftritt, wenn es mal kommt

    Jeder Mensch verarbeitet seine Vergangenheit anders!

    Und vielleicht kannst Du Dich an Deine Träume gar nicht erinnern. An die meisten Träume erinnere ich mich auf jeden Fall kaum.

    Bisher hatte ich nur 2 oder 3 Alkoholträume, die waren zwar intensiv, aber schnell ad acta gelegt.

    Träume sind nur Träume. Die Realität ist wichtig.

    Nicht jeder träumt so lebhaft.

    Und Dir ist Deine Abstinenz wichtig, wie Du gerade geschrieben hast.

    Vergleiche Dich nicht, wer vergleicht, verliert!

    Hallo Evylinn,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Gleichzeitig habe ich den Gedanken , vielleicht sollte er das alles erst Mal durchziehen und die Zeit danach auch weiterhin Clean bleiben , sein Leben aufräumen und vielleicht kann man dann auch wieder zusammen finden.

    Genauso sehe ich das als trockene Alkoholikerin auch.

    Bald wird sich die entsprechende Moderatorin bei Dir melden und alles Weitere mit Dir klären.

    Ich wollte Dich schon mal begrüßen und willkommen heißen.

    Trotz allem bist Du viel zu nah am Alkohol, Rene.

    Das ist eine grosse Gefahr an sich. Auch wenn Du beteuerst, dass Du an der Arbeit nie getrunken hast, so bist Du doch dem Dunstkreis des Alkohols ausgesetzt.

    Ich persönlich würde so nicht leben und arbeiten wollen. Noch heute, nach über 12 Jahren Abstinenz, halte ich großen Abstand zum Alkohol.

    Du bist wortwörtlich immer eine Armlänge am Alkohol. Sehr gefährlich für Deine Abstinenz!