Beiträge von Elly

    Hast Du schon mit Deinem Arzt über die Nebenwirkungen der Medikation gesprochen und auch darüber, dass Du jetzt abstinent lebst?

    Vielleicht gibt es eine andere Lösung, Robyn?

    Ich habe auch Hormone genommen und nehme noch immer ein Hormon, aber das tut mir gut. Die Frage ist, warum es für Dich nicht positiv ist.

    Mit der "Kontrolle" erschwerst Du Dir nur selbst das Leben. Denn wirklich kontrollieren kannst Du gar nichts!

    Ich habe immer Möglichkeiten gefunden, zu konsumieren.

    Und was nützt es Dir, wenn Du weißt, dass er heute schon 4 Einheiten intus hat oder mehr?

    Und noch mehr kannst Du auch nicht verhindern, es findet sich immer eine Möglichkeit für einen nassen Alkoholiker zu trinken.

    Von den meisten Sorgen, die ich mir machte, sind die wenigsten eingetreten.

    Manchmal erschwert man sich selbst das Leben. Das Leben ist unberechenbar. Du denkst und jemand anders lenkt.

    Vieles kann man nicht beeinflussen, es trifft von heute auf morgen z.B. eine Krankheit auf.

    Das ist bei uns z.B. passiert, man kann noch so gesund leben, auf vieles achten und trotzdem kommen irgendwann Überraschungen, positiv oder auch negativ zum Vorschein.

    Du kannst niemanden vorschreiben, wie er sich zu ernähren und zu verhalten hat. Nur weil Du z.B. vegetarisch isst, kannst Du Deinem Mann nicht vorschreiben, dass er ebenso fleischlos essen soll.

    Genauso kannst Du ihm nicht "befehlen", dass er keinen Alkohol mehr zu trinken hat, weil Du Sorge um seine Gesundheit hast.

    Ja, Alkohol ist gesundheitsschädlich und verändert die Psyche im Laufe der Zeit. Da er nichts ändern will, bleibt Dir nur die Entscheidung, wie Du damit umgehen wirst und willst.

    Ja, es gibt sie, diese Tage, wo scheinbar nichts wirklich hilft, Kaettl.

    Aber das liegt daran, dass Du etwas mit Dir herumträgst, dass Du noch nicht verarbeiten kannst. Es schwebt über einem und der Magen ist verkrampft. Ich kenne das zu gut.

    Sobald man es jedoch irgendwie schafft loszulassen, zu akzeptieren, warum alles geschehen ist, platzt der Knoten und man weiß wieder, was man zu tun hat. Also mir ging es auf jeden Fall so.

    Und manchmal hat nur die Zeit geholfen, dass der Schmerz erträglicher wurde. Alles dauert seine Zeit.

    Wenn Du erstmal weißt, was Du nicht mehr willst, dann bist Du ein gutes Stück weiter!

    Wenn man einen Grund zum Saufen sucht, dann findet man ihn. Lass Dich nicht verunsichern, Tiger!

    Auch meine Eltern haben viel Alkohol getrunken, ich fand es immer ganz schrecklich. Und was habe ich getan? Genau das Gleiche und noch schlimmer.

    Das war jedoch meine Entscheidung und meine Verantwortung, da war ich schon erwachsen. Auch Dein Mann ist erwachsen!

    Und ich habe damals die Entscheidung getroffen für mich aufzuhören, aus der Suchtspirale auszusteigen, weil es mir immer schlechter ging. Dein Mann ist scheinbar noch nicht so weit.

    Anstelle sich sofort Hilfe zu suchen und mit Unterstützung von einem Arzt zu entgiften, entscheidet er sich dafür bei anderen die Schuld zu suchen und weiter zu saufen. Weil es für ihn einfacher erscheint. Er ist noch in der, wie wir immer schreiben, in der IaS Phase.

    Sollte er erstmal ausgezogen sein, dann wird es für Euch leichter, dann musst Du ihn nicht mehr jeden Tag sehen. Ich drücke Dir die Daumen, dass es sehr bald so weit ist.

    Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass er erstmal bei Freunden, Familie etc. unterkommt, damit bei Euch Ruhe einkehren kann? Denn es ist von Einsicht, so wie Du schreibst, nichts zu spüren bei Deinem Mann.

    Beim Thema Alkohol können wir nicht miteinander reden. Da schaltet er in den Sturmodus und hört mir nicht zu.

    Auch ich habe damals kaum mit meinem Mann über meinen Alkoholkonsum gesprochen. Ich war süchtig und brauchte den Alkohol, meinte ich.

    Dass der Alkohol alles nur verschlimmert, mich krank macht, mich isoliert, das alles wollte ich nicht sehen. Das konnte ich nicht sehen, weil ich süchtig war und mir nur noch Gedanken um den Nachschub und die Entsorgung des Leergutes machte.

    Ein nasser Alkoholiker steckt in einem Sucht-Tunnel. Alles andere wird unwichtig. Nur der Rausch, der benötigt wird, um nicht in den Entzug zukommen, ist wichtig. Ein gewisser Level muss erreicht werden. Es ist eine Spirale, die immer weiter nach unten führt. Der Körper braucht im Laufe der Zeit immer mehr Alkohol und zerstört sich damit selbst.

    Es ist ein tödlicher Kreislauf, den nur wenige unterbrechen können. Die Zahlen der an der Alkoholsucht verstorbenen Menschen spricht für sich.

    Schau mal bei Kaettl , da habe ich auch zwei Beiträge geschrieben, die für Dich interessant sein könnten.

    Erste Schritte für Angehörige und Co Abhängige - Alkoholiker Forum

    Es hilft den Angehörigen auch, wenn sie sich durch Lebensgeschichten lesen, die schon länger zurückliegen. Z.B. die Geschichte von Aurora haben schon viele hier im Forum von Anfang an gelesen, habe ich mitbekommen. Und sie konnten für sich viel mitnehmen, haben vieles gelernt und verstanden.

    Und so gibt es unzählige Lebensgeschichten von Angehörigen, die viele Jahre zurückreichen. Ein wahrer Schatz an Wissen ist in unserem Forum seit 20 Jahren festgehalten.

    Ich selbst kenne einige Alkoholiker die seit Jahren trocken sind, das vermisse ich hier etwas.

    Selbst bin ich seit 12 Jahren abstinent, das habe ich Dir auch schon geschrieben, Kaettl.

    Und wenn Du wirklich Interesse an der anderen Seite hast, dann lies bei den Alkoholikern hier:

    Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum

    Wir Alkoholiker halten uns meist bei den Angehörigen heraus, weil wir wissen, wie wenig ein Partner bewirken kann.

    Es gibt hier auch einige Alkoholiker/innen die seit Jahren trocken sind. Viele von ihnen sind mit Hilfe dieses Forums trocken geworden.

    Genau, ich gehöre z.B. dazu. Und mein Mann hat damals selten etwas zu meinem Konsum gesagt. Er hat mich auch nicht kontrolliert und trotzdem habe ich versucht die Trinkmenge vor ihm zu verbergen. Die Sucht hatte mich voll im Griff.

    Bei mir kam dann der Zeitpunkt, an dem ich etwas ändern musste und auch wollte. Ganz ohne Druck von meinem Partner. Und ja, wir sind noch zusammen und haben die schwierige Anfangszeit der Abstinenz zusammen überstanden. Es hat sich einiges bei uns verändert, weil ich das wollte und mir meine Abstinenz sehr wichtig wurde, bzw. ist mir meine Abstinenz sehr wichtig.

    Solange der Alkoholiker keine Einsicht hat und sich nicht verändern will, ist der Lebenspartner völlig auf verlorenem Posten. Da helfen weder böse Worte noch gute Taten, um den Partner aus der Sucht zu holen. Das kann nur der Süchtige allein schaffen. Es ist kein leichter Weg, aber es ist zu schaffen, wenn man das wirklich will.

    Das sind auch meine Gedanken und trotzdem habe ich das Gefühl ihn zu hintergehen.

    Weil Du Dir Hilfe suchst, meinst Du ihn zu hintergehen? Im Gegenteil, Du tust etwas für Dich und er hintergeht Dich mit dem Alkoholkonsum.

    Besinne Dich auf Dich selbst und Deine Wünsche, dieses ganze Kontrollieren bringt gar nichts, eher bringst Du Deinen Partner gegen Dich auf. Und wie aus Trotz wird dann weitergesoffen. Es werden Gründe gesucht und überall gefunden, um zu saufen. - Auch mir ging das so.

    Der Sohn wohnt die Woche über nicht bei Euch?

    Hallo Kaettl,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    gäbe es keine Chance warum gibt es dann diese Hilfegruppen wenn man nichts machen kann

    Es gibt eine minimale Chance, dass der Alkoholiker aufhört zu saufen. Ich schreibe saufen, weil es mit normalen Trinken nichts mehr zu tun hat.

    Ich bin trockene Alkoholikerin seit 12 Jahren, die Entscheidung kam aus mir selbst. Weil ich einfach nicht mehr konnte. Seelisch und auch körperlich war ich am Ende.

    Die Rückfallquote ist bei Alkoholikern sehr hoch und die Angehörigen können bedauerlicherweise nichts tun. Der Alkoholiker setzt sich selbst das Glas an den Mund, niemand sonst.

    Jährlich sterben ca. 15.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Alkoholismus.

    Unser Forum wurde damals hauptsächlich für die trockenen Alkoholiker gegründet. Unsere Selbsthilfegruppe in der Abteilung Angehörige ist stark angewachsen, weil das Leid der Angehörigen fast unbeschreiblich ist.

    Mittlerweile gibt es auch viel Unterstützung außerhalb des Internets. U.a. bei der Caritas, etc. Auch da kannst Du Dich erkundigen und Dir Unterstützung suchen.

    Diese Unterstützung ist Hilfe zur Selbsthilfe. D.h. Du lernst, wie Du Dir selbst helfen kannst.

    Lies Dich mal quer durch alle Geschichten der Angehörigen. Es läuft fast immer auf die Trennung hinaus, weil der Alkoholiker nicht den Ausstieg aus der Sucht findet und im schlimmsten Fall nach ein paar Jahren an der Sucht verstirbt.

    aber es geht halt nicht mehr so und das will er nicht einsehen und dann trinkt er.

    Wenn man einen Grund sucht, dann findet man ihn, um zu trinken, livia.

    Älter werden ist im nüchternen Zustand schon nicht einfach, aber im alkoholisierten Zustand geht dann gar nichts mehr.

    Es mag einiges am Altern liegen, aber am meisten doch am Alkoholkonsum. Denn Alkohol wirkt auf Körper und Seele.

    Ist es denn möglich, bei Euch in der Wohnung einen Bereich nur für Dich einzurichten? Ein kleines Zimmer, worin Du Dich zurückziehen kannst oder eventuell ein Zimmer mit Leichtbauwänden abzutrennen?

    Ich möchte, dass er aus der gemeinsamen Wohnung auszieht,

    Ich glaube immer mehr, dass eine Trennung notwendig ist.

    Ich bin vorbereitet, wenn es zum großen Bruch zwischen meinem Mann und mir kommt.

    Was meinst Du, wann kommt es zum großen Bruch?

    Scheinbar hat sich Dein Mann arrangiert und nutzt die Wohnung nur noch als Unterkunft und lässt sich versorgen?

    Meinst Du, dass sich wirklich etwas ändert, wenn Du es nicht anstößt und durchziehst?

    Kann mir bitte jemand in den Hintern treten?

    Ist somit erledigt, Sonnenschein. Aber ist es wirklich das, was Du lesen wolltest?

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

    Kannst Du abends, bevor Du ins Bett gehst, Deine Wohnungstür abschließen und den Schlüssel irgendwo deponieren, Zoe?

    Solche Aktionen kenne ich von mir aus nassen Zeiten. Ich fand das sehr erschreckend. Ein Puzzleteil unter vielen, warum ich mit dem Saufen aufgehört habe.

    Ich bin froh, dass Du den Ausstieg aus dieser Beziehung geschafft hast und es jetzt alles klar und deutlich siehst. Ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar. Gut, dass Du Dich in Sicherheit gebracht hast!!!

    Versuche so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen zu machen und bei der Abholung vom Schrank, etc. auch gleich den Herd, die Spülmaschine und Kühlschrank mit einladen zu lassen! So bist Du ganz schnell aus der Nummer mit dem Kontakt zu ihm heraus.

    Ich werde mir jetzt eine Liste von Ärzten und Therapeuten machen und die dann abarbeiten....Erst die im engeren Umkreis und dann die im weiteren.

    Meine Hausärztin hat mir damals Adressen gegeben, von denen sie wusste, dass ich dort eine Chance habe. Und auch einen neu zugelassenen Arzt, der mich aufgenommen hat.

    Da würde ich an Deiner Stelle auch erstmal nachfragen, ob in der Hausarztpraxis etwas bekannt ist. Damit erspart Dir u.U. einige Anrufe oder E-Mails, Murmel.

    Zur Corona Zeit kann ich sagen, dass ich eine unglaubliche Empörung verspürt habe, ich habe es so empfunden, dass wir alle entmündigt worden sind.

    Oft dachte ich, dass ich im falschen Film gelandet bin. Und es wurde immer mehr ausgereizt mit den Einschränkungen und ging dann über in die verpflichteten Impfungen, damit man ein einigermaßen normales Leben zurückbekam.

    Meine 2 Bekannten, die sich gg. die Impfung sperrten, verstand ich gut, aber sie hatten es ungleich schwerer diese Zeit zu überstehen.

    Nach diesen Erfahrungen glaube ich nicht, dass wir uns diese Ausnahmesituation so nochmal gefallen lassen würden. Es sind doch mittlerweile viele sensibilisiert und sehen auch in der damaligen Vorgehensweise viele Fehler.

    Für die OP und die Narkose drücke ich Dir fest die Daumen!

    Gute Besserung, Topfmann! 🍀

    Ich musste mir ein paar Tage auch selbst Spritzen geben, das fand ich auch nicht so toll. Bei Dir sind es 9 Tage und Du schaffst das auch!