Wenn ich uns beide so betrachte, denke ich, dass es wohl unterschiedliche Suchttypen gibt. Ich hatte einfach ein Riesenglück, dass mir der Verzicht auf Alkohol und auf Nikotin so lächerlich leicht fiel. Diese Glück hat meine Frau nicht.
Du warst nach deinen Aussagen kein Alkoholiker und sie ist es wahrscheinlich. . Da liegt eben der Knackpunkt. Das ist keine Naivität, das ist eine schwere Erkrankung. Da du immer wieder mal von Schuld sprichst. Hast du dich schuldig gemacht, jeden Tag dein Bier zu trinken?
Wie ist es dann mit der Schuld, wenn jemand den Absprung nicht schafft und krankhaft weiter trinken muss? Wie ist es, wenn du selbst Krankhaftes nicht erkennst, was offensichtlich für andere ist?
Keine Sorge ich bin hier in keinster Weise Fürsprecher für noch nasse Alkoholiker . Jeder kann aufhören zu saufen und er hat auch für die Auswirkungen seiner Sucht geradezustehen. Aber ich kann es eben nicht rein prügeln, sei es mit sanft oder harte Worte.
Ich kann kein rationales gesundes Denken für ein irrationales Handeln eines Zwangs Erkrankten anwenden.
Ich hatte in meiner nassen Zeit zwar oberflächlich verstanden, was mir an den Kopf geworfen worden ist, aber die Sucht hielt dagegen und behielt die Oberhand. Zu dieser Zeit hätte es keiner, egal wie er es angestellt hätte, mich vom Gegenteil überzeugen können. Mal zwischendurch abgenickt . Ihr habt recht, mehr kam da aber nicht von mir.
Ich musste erst alles verlieren . Ich hatte sogar zwischendurch den Partner gewechselt und mir einen, zwar unterbewusst gesucht, der mit gesoffen hatte. Da ging auch allerlei materielles den Bach runter. Es wurde sich eben schön gesoffen.
Die Zeit des Aufhörens bestimmt der Alkoholiker immer selbst. Derjenige, der unter Druck trocken gehalten wird, bricht irgendwann darunter zusammen.
Ich hoffe, du findest für Euch bedien die richtige Lösung.