Beiträge von Hartmut

    Deswegen helfen Du (darf ich Dich eigentlich duzen?

    . Es kristallisiert sich dann ja auch heraus, was fuer eine zufriedene Abstinenz funktioniert und was eben nicht.

    Ja.

    So kann ich sehen, welche Antworten es auf welche Fragen gibt, und die Leute koennen sich die besten Antworten fuer sich raussuchen.

    Die Antworten, was nichts mit der Sucht zu tun haben, ändern sich eh ständig. Selbst die Antworten, was die Sucht betrifft, werden mit dem Status der Trockenheit immer wieder angepasst.

    Deswegen bezweifle ich das Folgende.

    . Es kristallisiert sich dann ja auch heraus, was fuer eine zufriedene Abstinenz funktioniert und was eben nicht.

    Zufriedenheit in der Abstinenz heißt aber noch lange nicht ein zufriedenes Leben.

    Natürlich gibt es sie, wenn ich bereit soweit bin, den Fokus weg von der Flasche zu nehmen, sehe ich sie deutlicher.

    Vielleicht hätte ich besser soweit als bereit schreiben sollen. Bereit bist du ja, aber eben noch nicht ganz soweit. Ist nichts Negatives, es ist ein Entwicklungsprozess. Deswegen ist es auch so wichtig, sich auszutauschen.

    Was mich momentan am meisten beschäftigt ist das Thema Schlaf.

    Aus meiner Sicht ist das nicht überbewertet.

    Nun habe ich nach 16 Jahren trocken sein, immer noch Schlafprobleme.

    Hatte also nichts mit der Sucht zu tun. In der nassen Zeit war übrigens, alles willkommen um einen zu trinken. Solange ich noch etwas "Gutes"dem Alkohol zugeschrieben hatte, so lange befand ich mich in akuter Gefahr wieder zu saufen.

    Es muss andere Lösungen geben.

    Natürlich gibt es sie, wenn ich bereit bin, den Fokus weg von der Flasche zu nehmen, sehe ich sie deutlicher.

    Servus Peter.

    Es tut mir wirklich leid und ich versuche, mich den Regeln und Normen in diesem Forum anzupassen.

    Du hast nichts verkehrt gemacht. Alles gut. Im Gegenteil, deine offene Art dich mitteilen schätze ich sehr. Nur wer viel schreibt, sein Ich hier öffnet, bekommt Antworten. Die sind nicht immer toll oder schmecken einem, aber es ist ja seins, wie er diese für sich einordnet.

    . Vielleicht koenntest Du mir sagen, wie es optimal waere, hier im Forum zu schreiben. Also gibt es eine Anzahl von Woertern und Fragen, die Sinn machen?

    Soviel es dir selbst hilft. Es gibt da keine Grenzen. Was bei mir geholfen hat, muss ja nicht bei dir helfen. Ich schreibe ja aus meinen Anfängen und Erfahrungen heraus. Meist etwas sehr direkt, aber nicht weniger herzlich. Mache einfach weiter so.

    Ich kenne das übermotiviert sein auch oder die Euphorie am Anfang. Ich hatte ja, was erreicht, was jahrelang nicht geklappt hatte. Den Schlussstrich zu ziehen, um wieder ein Leben zu haben. Da haben mich auch so mancher Langzeittrockner darauf hingewiesen, dass alles seine Zeit braucht.

    Also Peter mal ohne Lustig,

    was willst du mit den ganzen Fragen erreichen? Einen Schnelldurchlauf ins trockene Land? Mach doch mal langsam ;) Mit der Zeit erübrigen sich viele Fragen. Außerdem rennen die nicht weg. Viele lösen sich auch in Luft auf. Hat doch nicht alles mit Saufen zu tun.

    Gerade am Anfang ist das System Alkoholiker noch sehr aktiv und bietet auf Fragen, die eventuell "tiefer" gehen, nur die Lösung Saufen an. In dieser Unsicherheit greifen viel zur Flasche. Deswegen meine Warnung.

    Am Anfang war es mir sehr wichtig, eine gewisse Stabilität zu erreichen. Hieß durch Umsetzen von Aktivitäten. Alles andere hatte für mich Zeit.

    Habe meine Gefühle beobachtet, Situationen wo Gedanken ans Saufen aufkamen, hatte ich mit anderen Denkweise oder Aktivitäten ersetzt.

    Heißt das Belohnungssystem, was im Hirn nur durch das Saufen die Antwort gab, mit anderen positiven Sachen besetzt.

    Gerade am Anfang auf dem Weg in die Trockenheit ist das System Alkoholiker noch sehr aktiv und bietet auf unbeantwortete Fragen die Lösung Saufen an. Etwas mehr Geduld ist da sehr wichtig.


    OFF Topic

    Ich gehe zu den AA´s - ein Leitspruch ist dort: Nur heute trinke ich nicht, ich lasse das erste Glas stehen. Es wird nicht gesagt: "ich trinke nie wieder". Sondern immer nur für heute.

    Da braucht es keine AA oder andere Gruppen dazu. Ich würde mich eher mal fragen, warum du bemüht bis, fast jeden User, der hier aufschlägt, in die AA oder anderen Gruppen zu schicken? Ist schon auffällig, wie oft du die AA erwähnst. Dass es auch andere Gruppen gibt, ist eigentlich jedem bekannt und sich auch hier mit einer Adressleiste aufgeführt.

    Zudem hat nicht jeder, gute Erfahrungen mit den AA.s oder andere Gruppen gemacht. Du hast dein Heil dort gefunden. Ist auch schön. Es hat aber auch Gründe, warum User hier aufgeschlagen und da finde ich es nicht gut, ihnen das Gefühl zu geben, weggeschickt zu werden

    Warum bist du jetzt ohne Alkohol gluecklich?

    Oder bist du eher zufrieden?es

    Gibt es da einen Unterschied fuer Dich?

    Nun hat Alkohol nichts mit Glücklich und Zufriedenheit im Leben zu tun. Sonst wären ja alle Nichtsüchtigen oder die keinen Alkohol trinken unzufrieden und unglücklich. Sind sie das? Er war in der nassen Zeit nur der bestimmende Teil im Leben, das gezwungene Mittel zum Zweck. Deswegen verbinde ich das auch nicht mit dem normalen Leben.

    Zufrieden bin ich jedoch, dass ich nicht mehr trinken muss. Wäre ich nicht zufrieden, dann würde es Verzicht bedeuten und gefährlich werden. Etwas nachtrauern, was Saufdruck fördern kann und einen Rückfall auslösen könnte.

    Nun hatte das Saufen sehr viel Zeit gekostet, jedes Glas, jede Flasche und der besoffene Zustand danach hatte mich ja wesentlich eingegrenzt und von vielen anderen abgegrenzt. Ich musste mich als gezwungenermaßen in einem nassen Umfeld aufhalten. Übrigens mag auch kein Nüchterner ständig Besoffene um sich herum.

    Das andere Leben um den Alkohol herum kannte ich ja nicht mehr wirklich und musst es wieder neu entdecken. Schritt für Schritt hab ich etwas unternommen und die Zeiten, an denen ich gesoffen habe, wurden damit überschrieben.

    Zu den Fragen zurück. Es ist auch normal, mal unglücklich und unzufrieden zu sein.

    ! Ich kann sie abhalten vom Alkohol, ich müsste nur da sein können…. ich stand schon mehrfach vor der Entscheidung das zu tun, alles hinschmeissen und ihr helfen.

    Mal Klartext.

    Nö, kannst du nicht. Hat ja auch nicht in der Vergangenheit geklappt. Sonst wärst ja nicht hier.

    Eventuell klappt es mal temporär. Aber bei jeder Gelegenheit wird sie wieder saufen. Das ist nun mal so, wenn es nicht von ihr kommt.

    Selbst wenn sie sich tot saufen würde, ist es ihres. Du bist und bleibst dabei immer der Leidtragende. Was willst du für dich tun? Glaubst du wirklich, dass du sie trocken legen kannst? Schon mal eine Ecke weiter gedacht? Würde sie sich darauf einlassen, was wäre dann? Da würdest du weiterhin ständig in Angst leben, dass sie wieder säuft. Oder?

    Also wenn ich schon einem anderen nicht weiter helfen kann, muss ich mich doch selbst mal retten. Oder nicht?

    Hallo Peter,

    ich breche es mal auf mich runter wie ich es geschafft habe nun 16 Jahre zufrieden trocken zu leben .

    1. Warum trinke ich Alkohol?

    2. Wann greife ich wieder zur Flasche, obwohl ich eigentlich nicht trinken moechte?

    3. Warum moechte ich keinen Alkohol mehr trinken?

    Zu 1, 2 und 3 meine Antwort. Sucht.

    4. Was müsste passieren, damit ich nicht mehr zur Flasche greife?

    Die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, Kapitulation gegenüber dem Alkohol. Kampf aufgeben, dass ich es je wieder normal trinken kann. Größtmöglicher Eigenschutz durch alkoholfreies Umfeld. Ich habe nicht mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt, ich habe es nur der Sucht angepasst.

    Zur Suchtberatung regelmäßig gegangen.

    Versucht, im Selbststudium - Verhaltenstherapie - mangels Therapeuten und Terminen - mich auf einen

    zufriedeneren Weg zu bringen.

    Seit letzter Woche gehe ich in 2 Selbsthilfegruppen.

    Zu viel auf einmal? Die Hilfe von außen machte mich nicht trocken, sie war nur ein Baustein, ich machte mich trocken.

    Wenn ich unter Druck stehe, weil ich trocken werden will, ist zusätzlicher Druck nicht gerade förderlich. Auf alle Situationen, darunter auch Druck, habe ich jahrelang mit dem Lösungsmittel Alkohol reagiert. War ja nicht weg, nur weil ich mir dachte jetzt nicht mehr zu saufen.

    Ich hatte dafür gesorgt, eben diesen Druck mit etwas positiven zu besetzen/ersetzen . Das war nicht lesen, das war nicht das Hinterherrennen von Hilfsmaßnahmen. Es war einfach das Tun. Ich habe mich darauf konzentriert, was erstmal zu meinem Schutz dient. Angefangen mit dem alkoholfreien Umfeld und annähernd an unseren Grundbausteinen.

    Ich habe die knapp 14 Jahre ohne stationären Aufenthalt geschafft, diese SHG hat mir geholfen.

    Genau eben nicht. Vielleicht hat da gerade dieser Baustein gefehlt. Was ich hier erlernt habe, ist nichts auszuschließen, was dem Trocken "Halten" dient.

    Entschuldigung, du bist hier sehr wichtig für mich. Langzeittrockene, die rückfällig werden, da frage ich schon mal direkter nach. Es geht ja da auch um mich. Ich habe nun keinen Bedenken meinetwegen. Aber ich bin auch allein mit dem Forum trocken geworden.

    Mit dem Unterschied, dass ich mich fast tagtäglich damit auseinandergesetzt habe. Ich habe ja die Funktion als Moderator nicht übernommen, um den Zampano zu spielen, sondern es diente mir auch als "Druckmittel" mich damit beschäftigen zu müssen. Heute ist es ein Selbstläufer geworden.

    Ich hatte vor ein paar Monaten 2 große OPs an der Wirbelsäule mit Komplikationen, was mir Sport momentan noch nicht möglich macht. D.h. ich muss diese große Lücke füllen.

    Dann tu es :mrgreen:

    Ich komme mal zu dir und habe deinen Thread Titel verändert. Wolltest doch, oder?

    Ich habe mich in den letzten 6 Monaten ständig mit meiner Alkoholsucht beschäftigt,

    habe an mir gearbeitet …..und hatte trotzdem vor ner Woche einen Rückfall… :oops:

    ich kann mich den ganzen Tag mit etwas beschäftigen. Solange ich nichts davon umsetze, habe ich am Ende nichts getan.

    Ein Rückfall hat ja gewisse Stationen und fangt mit dem ersten Gedanken daran an. Spätestens dann sollte man, wenn man nicht bewusst saufen will, sich in seiner SHG melden oder anderweitig Hilfe holen. War es dir nicht möglich vorher Hilfe zu holen oder wolltest du es einfach nochmal probieren?

    Es geht nicht, darum, dass wieder gesoffen wird, das ist ja nicht unüblich unter Alkoholikern.

    Mir ging es zuletzt darum, ob ich überhaupt schon so weit war, trocken leben zu wollen. Ob mein Tiefpunkt ausreichte, diesen Schritt zu gehen. Ob nicht noch im Hinterkopf herumspukt doch irgendwie noch kein Alkoholiker zu sein.

    Es heißt ja immer ehrlich sein. Das ging bei mir aber nur, weil ich ungeschönt ehrlich zu mir war.

    Du bist aufgestanden und möchtest wieder den Schritt ins Trockene wagen. Hut ab. Das schafft auch nicht jeder.

    Muss ich Alkoholiker als Problem (von oder für was?) sehen, um meine Alkoholsucht als Problem zu sehen?

    ? Keine Ahnung, was du damit meinst.

    Ich versuche es mal anders.

    Ich glaube, wenn ich meine Trockenarbeit als Problem ansehe, dann ist das für mich ein gedanklicher Rückfall. Da ging es erstmal nur, um sich damit zu beschäftigen. Es nicht zu vernachlässigen, es als alltägliches Brot anzusehen. Ein Ritual zu schaffen wie das Zähneputzen.

    Wenn ich es jedoch vernachlässige, ist es für mich ein Verhaltensrückfall, wo der eigentliche Rückfall beginnt. Erst vernachlässige ich die Trockenarbeit, dann kommt weiteres dazu. Es werden immer größere Risiken eingegangen usw.

    Im trockenen Zustand ist für mich, wenn ich meine Hausaufgabe mache, Alkoholiker zu sein, kein Problem, erst im nassen Zustand wird es wieder zu einem.