Beiträge von Hartmut

    Ich habe immer ein Plan B, C und D parat.

    Das ist wichtig und ich finde es auch richtig.

    Jedoch habe ich nur einen Plan, den B. selbst heute noch nach über 15 Jahren. Plan B. bedeutet ,sofort ohne Umschweife die Veranstaltung verlassen. Ich musste mich da auch nie erklären.

    Wenn es anderen nicht gut geht, gehen sie ja auch. Bei Suchdruck oder Gedanken jetzt mit zu saufen, dann geht es mir nicht gut.

    Ich bin Alkoholiker, zumindest soff ich eine zeitlang recht viel und völlig unkontrolliert!

    Jetzt trinke ich nicht mehr, mittlerweile recht entspannt und gestatte jedem, dass er frei entscheiden darf, wie er sich nennt

    Wer ist jeder? Und du gestattet? :mrgreen: Es geht nicht um gestatten, es kann sich doch jeder wie er will nennen. Wurde doch schon mehrmals hervorgehoben.


    Alkoholiker bleibt jedoch Alkoholiker, egal wie ich es nenne. Es wird auch nicht besser, wenn ich mich als zurzeit geheilt ansehe, was zudem allem widerspricht, was die Sucht hergibt. Und es wird auch nicht besser, wenn ich auf Meinungsfreiheit oder Demokratie poche.

    Meinungsfreiheit und Demokratie kommt auch immer wieder einmal, wenn Fakten gegen seine eigene Meinung spricht. Ist eine Tendenz schon zu erkennen. Meine Meinung :mrgreen:

    Das nenne ich dann Zivilcourage.

    Sieht bei mir anders aus. Wenn jemand Hilfe benötigt, dann ja. Aber sicherlich nicht bei einem Austausch, wenn der Gegenüber sich selbst helfen kann. Aber es geht wirklich hier zu weit. Dir auch einen schönen Tag noch.

    Nichts für ungut, aber was Deine "spezielle" Neugier mit dem Thema des threads als solchen zu tun hat, bleibt mir schleierhaft.

    Stimmt mit diesem Thema nichts. Hatte was mit der Selbsthilfe an sich zu tun. Ich spreche nicht für andere. Jedoch hatte ich geschrieben das ich es fehlt interpretiert habe. Was anscheint, nicht ausreicht.

    wußest du das psychopathen nicht in der lage sind irgend welche gefühle zu empfinden?

    Wen fragst du da? Ich kenne das auch von Autisten oder andere Formen der Persönlichkeitsstörungen.

    Nun mag das für den einen oder anderen auch anstrengend sein, jedoch hier sind sie erstmal ausschließlich Alkoholiker und haben denselben Anspruch wie jeder andere auch. Was wir hier nicht können, auf jeden Einzelnen mit seinen Zusatzerkrankungen eingehen. Das gehört immer in professionelle Hände.

    Wir hatten hier auch schon mal einen Alkoholiker mit Asperger-Syndrom. Was für den einen oder anderen verwirrend war. Er hatte sich zwar dazu bekannt, was dann vieles erklärte, aber eben nicht von jedem verstanden worden ist.

    Nun sind wir hier „nur“ eine Selbsthilfegruppe und so mancher, der hier aufschlägt oder aufgeschlagen ist, hat Erwartungen, die weit über das Maß der Gruppe hinausgeht.

    Die einzige Erwartung, die ich mir hier setzen kann, ist die Erwartung an mich selbst, das Ziel, was ich mir gesteckt habe, umzusetzen.

    Für mich an euch.

    Ansonsten würde ich mich auch gerne mehr einbringen im Forum. Bei meiner kurzen Abstinenz halte ich das momentan aber für etwas verfrüht bzw. anmaßend. Insofern möchte ich erstmal noch ein wenig abwarten damit.

    Nö, ist es nicht.

    Gerade die Anfangszeit sich hier einzubringen ist die wichtigste Zeit für einen, der neu anfängt. Es geht ja nicht um richtig oder falsch. Was ab und zu dazu benötigt wird, ist ein dickeres Fell, mit dem Wissen, dass keiner jemand etwas Böses will, wenn jemand mal anders reagiert(vornehm ausgedrückt) als erwartet.

    Da ich keinen Suchtdruckdruck verspüre oder sonst ein Unwohlsein,

    dann ist doch alles in Ordnung. Ich kann, dir eine Liste von Alkoholikern geben, die es gerne auch so hätten. Deine Probleme sind für sie ein Jammern auf hohen Niveau.

    Wenn du es nicht fühlen oder spüren kannst, wird es auch zu keiner „befriedigenden“ Erkenntnis kommen, was das auch immer für den einzelnen bedeutet. Ich habe nun auch noch keinen getroffen, der Saufdruck hatte und sich dann mit dem Wesen der Sucht auseinandergesetzt hat. Er war froh, standhaft gewesen zu sein. Und vermied in Zukunft diese Gefahrenstellen.

    In den nassen Jahren war es einfacher, da bekam ich trotz besseren Wissens plötzlich die Erkenntnis saufen zu müssen. Da hatte ich das Wesen der Sucht sofort verstanden. War zwar nochmal in der Anfangszeit des trocken Werdens wichtig, darüber nachzudenken und gewisse Dinge zu vermeiden, aber es spielte sich eine Routine ein.

    Ich selbst würde mich bei Suchtfragen auch nicht an einen Therapeuten wenden, die es nicht selbst erlebt haben. Er könnte ja auch „nur“ das Erlernte anwenden, aber Erfahrungen nicht mit mir teilen. Sind sicherlich hilfreich für das Stabilisieren oder gewisse Verhaltensregeln, aber mehr auch nicht.

    Diese 0815-Standartaussagen finde ich sehr unbefriedigend

    Wir im Austausch sind ja nicht da und dich zu befriedigen. Das ist doch deine Aufgabe.

    Wenn ich hier nicht das bekomme, was ich für meine Trockenheit „zusätzlich“ benötige, dann gehe ich dahin, wo ich es eventuell bekomme. Wir sind doch in Deutschland gesegnet mit allerlei Hilfestellen. Ich muss es doch nur tun. Hier ständig seine Unzufriedenheit zeigen, ist sicherlich nicht der Weg zu einer befriedigenden Lösung.

    Ich konnte mich einfach nicht mehr ertragen.

    Ist es besser geworden als trockener Alkoholiker? Oder ist es immer noch für dich abscheulich, Alkoholiker zu sein?

    Ich hatte in den nassen Jahren auch meine Höhen und Tiefen, jedoch mit dem trocken werden abgehakt. Vielleicht empfinde ich deswegen das Wort Alkoholiker nur als Krankheitsbezeichnung und dichte ihm nicht mehr zu als das was es ist.

    In den nassen Jahren hatte ich das Wort auch stigmatisiert. Hatte es auch so weiterverbreitet. Irgendwie auch als Selbstschutz. Ich konnte ja dann selbst keiner sein. Der versoffene Säufer? Ich doch nicht. ;)

    ich würde einen potenziellen neuen Partner jedenfalls in jeder Hinsicht auf mich wirken lassen und dann Bauchgefühl und Erfahrung für mich sprechen lassen.

    Wissen heißt nicht verstehen, verstehen heißt nicht fühlen, fühlen verhindert das Umsetzen, wenn plötzlich der nächste „nasse“ Traumpartner vor der Tür steht und die Liebe mal wieder das Wissen temporär ausschaltet........ Dann kommt es immer wieder zu dem Satz. Ich falle immer auf die gleichen herein.

    Alkoholiker abscheulich heißt das Thema hier und ich würde es begrüßen nach dem Ausflug in den CO Bereich wieder zurückzukommen.

    Danke dafür.

    Und grundsätzlich zufrieden bin ich auch, selbst wenn die Tagesform schon mal schwankt.

    . Schwanken kann es, wenn es nicht vom Saufen kommt. Ist die Tagesform von der Sucht abhängig oder meinst du eine allgemeine Tagesform?

    auch wenn es noch nicht so lange andauert wie bei Doro oder Hartmut, um nur mal 2 zu nennen.

    Ist ja auch kein Wettbewerb.

    Den Eindruck habe ich nicht gewonnen. 9Leben gebraucht ihren Kopf zum Denken und stellt interessante Fragen, auch wenn ihre Ausführungen nicht unbedingt dem hiesigen Mainstream entsprechen.

    Nimmst anderen schon die Selbsthilfe ab oder ist das schon ein CO Verhalten? Überspitzt wie immer! :mrgreen:

    Mir ist das öfter aufgefallen, dass du Partei für den einen oder anderen ergreifst. Ohne Wertung, nur ein auffallen.

    Ich bin da sehr vorsichtig, was das Internet angeht und ich die Person nur von Wort und Schrift, aber nicht persönlich kenne. Hier geht es schon mal heiß her und es entsteht dann ein Bild, was nicht ganz stimmig ist. Da ich mich schon mit anderen Forenteilnehmer getroffen hatte oder hin und wieder auch, telefoniere kann ich aus Erfahrung sprechen.

    Kann aber auch daran liegen, dass ich auch anderes wirke als im Forum.

    Ich möchte mir nicht vorwerfen kampflos aufzugeben. Für mich ist die Ehe ein Versprechen. In Guten wie in schlechten Zeiten.

    Wenn ich deinen Thread lese, hast du doch schon innerlich damit abgeschlossen und lässt nur ein schlechtes Geissen noch an dieser Ehe festhalten. Das Außenbild von dir soll keine Risse erleiden. Mal aus meinem Nähkissen ;) . Es gibt keine Trennung, die nicht von außen anders interpretiert wird.

    Vorausgesetzt, ich interpretiere das richtig. Ich bin ja kein Beziehungscoach . :saint:

    Aber zum Alkoholismus kann ich dir paar Erfahrungen geben . Sie sind ganz einfach

    Er säuft, ist seins. Wenn er nicht aufhören kann, muss er das selbst für sich feststellen. Und alle weitere Wege muss er auch einleiten. Du hast ihm darauf hingewiesen, dass es dich und die Beziehung und Familie belastet. Ultimatum setzen, konsequent umsetzen. Mehr ist das nicht.

    Dienstag war das Gespräch wo ich ihm gesagt habe, dass ich keinen Schritt weitergehe ohne Therapie

    War er da dabei? Woher willst du wissen, dass die Therapie hilft? Wenn jemand zu etwas gedrängt wird, wofür er nicht bereit ist, dann wird das nichts. Schon gar nichts in den Suchtfragen.

    aber was muss ich mir unter Hilfe vorstellen, die dazu dient, mir oder anderen etwas vorzumachen? 🤔

    Wenn es mir von außen herangetragen wird, aufzuhören und dazu gedrängt werde, dass ich mir gefälligst Hilfe holen soll. (Familie/Partner/ Freunde / Ärzte , Arbeitgeber und viele mehr.)

    Diese Hilfe für mich im Vorfeld ablehne, trotzdem, hingehe, aber noch der festen Überzeugung bin, es alleine im Biergarten bei alten Sauf-Freunden auch hinbekomme. Hilfe nur als Alibi nehme.

    ? Wenn der Alkoholiker eine unbehandelte Haupterkrankung hat, die ihn obendrauf zusätzlich zum Alkoholiker werden ließ,

    Wenn, aber wenn nicht? Es kann ja nicht festgestellt werden. Es könnte eventuell mit ein Auslöser sein. Mehr als „es könnte“ kommt ja nicht raus. Bleibt zuvor wie danach hypothetisch.

    dann haben seine Rückfälle vielleicht andere Ursachen als Selbstüberschätzung/Leichtsinn/Unbedachtheit im falschen Augenblick?

    Aber genau das hatte ich mit vorheriger Post gemeint. Ich kann mich immer wieder auf eine eventuelle Haupterkrankung zurückberufen. . Schließe ich jedoch alles aus, dann muss ich mich nur um die Risikominderung kümmern. Das Erlernen eines trockenen Lebens. Das schließt die Selbstüberschätzung, Unbedarftheit oder falsche Augenblicke komplett mit ein.

    Vorherige Post.

    Würde ich mich als Alkoholiker dazu entscheiden, dann hätte ich ja eine Entschuldigung, eine Rechtfertigung für meinen Alkoholismus. Ich hätte ja mich willentlich zum Alkoholiker gemacht. Ich würde rückwirkend ausblenden, einfach zu viel gesoffen zu haben. Ich hätte jetzt schon einen Grund, irgendwann wieder saufen zu „müssen“. Kann mich ja auf andere Defizite berufen.

    Rückfälle haben die Ursache, dass ich unheilbar suchtkrank bin und wenn sie passieren, alles als Grund dient, wenn ich wieder saufen will oder in diesem Moment muss.

    Spielt das im Rahmen einer (erneuten) Entwöhnungstherapie keine Rolle?

    Ich habe keine Entwöhnungstherapie gemacht. Habe die Verantwortung für mich allein übernommen.

    Ich mache es mal an mir fest.

    Kommt es vielleicht darauf an, ob man es für sich "nur" als Alkoholkrankheit sieht

    Sah ich für mich. Also schnellstmöglich stoppen, mit einer Hilfe, die prompt Wirkung zeigt. Da fand ich die maximale Risikominimierung am besten. Am einfachsten und am leichtesten umzusetzen.

    hat oder ob sie in Zusammenhang mit anderen Defiziten/Belastungen steht, die man an sich erkennt und im Verbund beheben will?

    Ob nun da ein Verbund notwendig ist, weiß ich nicht. Ich hatte wegen „angeblichen“ anderen Defizite Einzeltherapie. Aber das hatte ich nie mit dem Alkoholismus in Verbindung gebracht.

    Gegenfrage. Wer entscheidet denn, dass andere Defizite/Belastungen mich zum Alkoholiker gemacht hatten?

    Würde ich mich als Alkoholiker dazu entscheiden, dann hätte ich ja eine Entschuldigung, eine Rechtfertigung für meinen Alkoholismus. Ich hätte ja mich willentlich zum Alkoholiker gemacht. Ich würde rückwirkend ausblenden, einfach zu viel gesoffen zu haben. Ich hätte jetzt schon einen Grund, irgendwann wieder saufen zu „müssen“. Kann mich ja auf andere Defizite berufen.

    Dass alles, was auf mich und auf meine arme Seele einprasselt, ein Alkoholismus begünstigen kann, steht außer Frage. Jedoch außer Frage steht auch für mich, dass ich es einzeln betrachten muss und keinen Zusammenhang suche.

    Ich stehe jeden Tag im Leben, habe mit sehr vielen Menschen zu tun, einen riesigen Freundeskreis und leide nicht gerade an einer Sozialphobie. Ich unterhalte mich mit Freunden, Bekannte auch schon mal über das, was mich belastet. Vielleicht ist es deswegen ein Verbund, für mich nur zweite Wahl.

    Geht ja schon damit los, dass die einen es lieber anonymisierter im Internet und die anderen es lieber analog im Rahmen irgendeines Gesprächstreffens mögen und wieder andere beides und noch mehr dazu möchten.

    Soweit in Ordnung, mit dem Unterschied, zumindest bei mir.

    Nicht möchten, sondern brauchen. Ich mag auch keine Medizin, aber wenn ich sie brauche und sie mir hilft, kann sie noch so bitter schmecken.

    Mir stellt sich da die Frage, wie viel Hilfe brauche ich eigentlich als Alkoholiker? Ist die Hilfe dienlich für meine Sucht oder dient sie nur mir oder anderen etwas vorzumachen?