Beiträge von Hartmut

    Mich machen die Aussagen aber wütend, sowas wie, mein Mann soll ich alleine kümmern, es ist sein Ding, nur seins.

    Gibt es bei dir nur Schwarz und Weiß ?

    Nun hast du dich doch hier angemeldet und um Hilfe gebeten. Oder? Dass dann gewisse Hilfe, nicht dem entspricht, was die eigenen Gedanken sind, müsste ja mit ein Grund deines Anmeldens im Suchtforum sein. Jedenfalls war es bei mir so.

    Du hast dich doch um deinen Mann gekümmert. Hast sein Suchtproblem mit zu deinem gemacht und versuchst auch eine gemeinsame Lösung zu finden.

    Du hast dich erkundigt, hast dich sicherlich mit ihm ausgetauscht. Alles Indizien, dass du dich für ihn aufopferst-Ein Indiz für CO-Verhalten


    Hilfe durch Nichthilfe ist der Weg für ihn. Da wo es weh tut, da geht es lang, kann ein Weg für dich sein. Fange am besten mit deiner Wut an.

    Ob meine Liebe zu ihm nach den vielen Kämpfen in den vergangen Jahren schon "verschlissen" ist, versuche ich gerade für mich herauszufinden.

    Ich werde Frauen wohl nie verstehen, :mrgreen: Und das ist auch gut so. Ich weiß, ob ich liebe oder nicht.

    Ich denke (Spekulation an) du weißt jedoch auch schon(Spekulation aus) Wenn ich mir Gedanken darüber mache, wie ich ohne Partner finanziell und wirtschaftlich dastehen werde, dann wäre bei mir die Entscheidung, in Richtung eigenes Leben schon gefallen. Aber ich bin auch ein Pragmatiker.

    Wenn die schlechten Stunden miteinander, die schönen Stunden überwiegen, dann wird es Zeit zu gehen.

    Seit ein paar Tagen fühlt er sich dort unwohl, weil er nie seine Ruhe hat, immer von den anderen belagert wird usw. da wurde er heute von anderen gefragt, ob er vielleicht Suchtdruck verspürt und deswegen so gelaunt ist… das stimmte ihn selber nachdenklich, weil er kein Verlangen hat! Aber eben genervt ist oder ihn manche Sachen stressen…

    Überstülpen von Therapien ist nicht immer die Lösung. Und nicht jede menschliche Reaktion ist mit dem Alkohol in Verbindung zu bringen . Ich hätte auch kein Bock mich ständig beobachtet zu fühlen oder den inneren Drang zu haben, mich zu erklären.


    Suchtdruck ist ein verstärktes Verlangen nach Alkohol. Mehr ist das nicht.

    Hallo Christrose

    nun lese ich nur Erwartungen an deinen Mann, wie er sich aus deiner Sicht entwickeln müsste. Du möchtest ihn im Langzeittherapie sehen, weil es aus deiner Sicht das richtige wäre. Jetzt macht er nicht das, was du denkst, tun zu müssen.

    Er scheint nur getrieben zu sein vom Wunsch, die Ehe/Partnerschaft zu retten, aber nicht wegen seiner Sucht.

    Vielleicht will er weiter saufen, vielleicht will er es auf eine andere Weise versuchen. Er ist doch kein kleines Kind und kann dich selbst entscheiden . Und wenn das schon Jahre dahin geht, weiß er auch Bescheid. Oder hast du seine Vormundschaft übernommen?

    Was mir dann immer wieder im Co Bereich auffällt, dass sich andere CO in Geschichten erkennen und sich wieder alles, um den Alkoholiker dreht. Es wird gelästert, es wird berichtet und Bestätigung für den eigenen Weg, den man gegangen ist, gerechtfertigt.

    Der Plan, jemand trocken zu legen, funktioniert nicht. Fertig!

    Seit längerer Zeit schau ich auch nur noch auf MICH, sorge für MICH, dass es MIR gut geht!

    Davon lese ich ganz wenig. Warum ist das so?

    Sich mit der Sucht eines anderen auseinanderzusetzen hilft mir selbst jedoch nicht, wenn ich mein eigenes Co Verhalten außen vor lasse.

    Hallo Christrose

    mein Mann rief mich heute aus der Klinik an, seine Psychologin möchte ein gemeinsames Paargespräch vorschlagen, weil unsere problematische Partnerschaft auch ein Grund für seine Alkoholsucht sei. Termine wurden mir gleich mitgeteilt...so sein Wortlaut.

    Entschuldige mal meine Wortwahl. Das ist absoluter Bullshit. Ich denke, er ist im "Rückholmodus "und möchte dich wieder an Bord ziehen.

    Die Sucht sei immer ein Teil des Familiensystems, was natürlich stimmt.

    Stimmt. Ein Süchtiger zerstört den Familienfrieden. Die Verantwortung liegt jedoch nicht in der Familie, sondern beim Süchtigen. Ergo. Nur er kann was tun.

    Ja, auch ich habe den Eindruck, daß sich hier viele einfinden, um ihr Leid zu klagen, zwar verstanden haben, daß sie in erster Linie etwas tun müssen, aber außerstande sind etwas zu tun.

    Das sehe ich auch so. Aber das Anmelden und sein Leid zu klagen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Da beginnt der Weg. Was draus gemacht wird, liegt in der Tiefe seines Leidens.

    Die Sucht läuft immer nach ihren Regeln ab. Das ist nun mal Fakt. Wer da nicht rauskommt, kommt in der Sucht um. Bei Alkoholiker wörtlich gemeint, bei CO Abhängigen der psychische Tod.

    Nur verbindet ja zu dem Süchtigen jedoch nicht nur die Sucht. Es verbindet auch vieles, was vorher war. Es verbindet der Mensch, der in der Sucht steckt.

    Ich musste auch einige Hürden nehmen, bis ich aus der Sucht kam, so ist es bei den CO auch. Deswegen ist für mich ein Pauschalieren des Suchtkranken ein Tabu.

    Werden die Verfehlungen entschuldbar, wenn der Mensch berauscht war? … sonst ist er ja so ein ganz lieber …

    Der Alkoholiker trinkt vorsätzlich, nimmt es billigend in Kauf.

    Ob entschuldbar oder nicht. Jedenfalls trinkt ein Alkoholiker nicht vorsätzlich. Er muss trinken.

    Hallo Sunbaer,

    willkommen hier im Forum. Mach es nicht kleiner als es jetzt schon ist. Es sind immerhin schon über 4 Monate. Wie lange warst du nach der ersten Entgiftung trocken? Oder war da der Wunsch abstinent zu leben noch nicht vorhanden?