Ja, etwas unglücklich formuliert.![]()
Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.
Damit meine ich nicht die materiellen oder persönlichen Schäden, die Familienzerstörung oder sonstige Folgen, die die Sucht hinterlassen hat. Das ist bei jedem anders. Ich habe auch genug in den Sand gesetzt, und im Rückblick lässt sich oft nicht einmal sauber trennen, ob das schon Sucht war oder einfach nur besoffene Fehlentscheidungen. Für die Frage hier spielt das keine Rolle.
Es geht um etwas anderes: Bin ich wirklich trocken oder nur abstinent? Hänge ich gedanklich noch irgendwo fest, weil ich das Saufen innerlich nicht abgeschlossen habe? Diese Frage richtet sich nicht an die Vergangenheit, sondern an meinen Kopf im Jetzt.
Ein „Ja“ zeigt nicht, wie schlimm es früher war, sondern dass in mir noch etwas offen ist, das an die Sucht gebunden bleibt. Genau darum geht es. Hoffe, es ist nun verständlicher ?