Danke, Carl, für das Thema.
Auch Immer wieder spannend. Kaum liegt das Thema Sucht auf dem Tisch, sprudeln Lösungsansätze, Kritik, Besserwisserei und die üblichen „man müsste, man sollte“-Sprüche. Aber selbst aktiv werden? Passiert selten. Am Ende wird theoretisiert, analysiert, zerredet und trotzdem ist jeder froh, seine Meinung zu haben.
Dann wieder ab in die Schublade, bis das Thema wieder hochkocht und alle gefragt sind, um zu reden und zu diskutieren. Wer kennt diesen Kreislauf nicht?
Ich kenne ihn, ich beteilige mich ja auch.
Viel warten darauf, dass sich irgendwas „von selbst“ bewegt. Ab und zu klappt das sogar meist nur, weil irgendwann jemand einfach angefangen hat. Dabei wäre es simpel. Wer etwas verändern will, muss handeln. Nicht reden, machen.
Na, wer kennt meinen alten Spruch nicht, den ich seit 19 Jahren runterbete: „Tun muss man tun.“ Der Satz ist so simpel, dass er schon wieder weh tut.
Wie immer fühlt sich der eine oder andere angesprochen, der andere hat mehr Ausreden als Motivation, und der Nächste erklärt sich grundsätzlich für nicht zuständig. Alles gut. Muss nicht jeder. Es reicht völlig, wenn wenigstens die, die am lautesten schreien, irgendwann auch mal etwas machen.
Das Gute hier im offenen Bereich. Jeder Beitrag zieht Kreise. Vielleicht nicht immer mit der Wirkung, die man sich wünscht, aber er wird gelesen. Überall im Netz. Selbst kleine Impulse setzen etwas in Gang, auch wenn sie erstmal unscheinbar wirken.
Während sich die verschiedenen Süchte im Laufe der Jahre sich verschoben haben, gibt es einen Bereich, der besonders stark zugenommen hat. Die digitale Sucht.