Beiträge von Hartmut

    Seit Freitag geht mir die Situation nicht mehr aus dem Kopf.

    Und was machst du akut dagegen, dass es aus dem Kopf geht?

    Feste, die in Zukunft alkoholhaltig sind, abzusagen, ist sehr gut aber in diesem Moment ja für das Suchthirn auch nur „och, noch einen verzichtet“, verstehst du, was ich meine?

    Also heißt es jetzt nicht nur dagegenzuhalten, sondern es mit etwas Sinnvollem zu ersetzen und sich zu beschäftigen, denn allein darüber nachzudenken hält ja fest. Jedenfalls war das bei mir so.

    Diese aussage finde ich nicht sonderlich motivierend.

    Ich bin nicht hier, um dich oder irgendwen zu motivieren. Wie kommst du darauf?

    Brauchst du Motivation, um nüchtern zu bleiben. Reichen dir die mehreren Entgiftungen und die folgenden Rückfälle nicht als eigene Motivation. Mir hat die Erkenntnis allein gereicht, dass ich nie wieder saufen muss und ab da war der Weg nicht steinig, sondern ein Weg in die Freiheit.

    Nein hätte ich auch nicht, da es 11uhr vormittags war und mein Sohn dabei war.

    Ich habe wirklich sehr selten tagsüber getrunken, was mir ziemlich sicher auch meine Jobs und Führerschein in den 18 Jahren bewahrt hat.

    Und was hat das mit der Sucht zu tun. Ich bin kein „Teilzeitsüchtiger“. Nur weil ich mich tagsüber zusammengerissen habe, ändert das doch nichts daran, dass ich mich abends zuschütten musste.

    Leider kenne ich dieses Teuflische Spiel auch schon fast 20 Jahre.

    Umso mehr zeigt es doch, welche Fallstricke es gab, bei denen ich ein altes, nasses Denken über Bord werfen muss, um Platz für trockenes Denken zu schaffen. Oder?

    Nichts für ungut, ich schreibe hier aus meiner Sicht – meiner Erfahrung nach 18 Jahren ununterbrochen trocken. Wenn deine dazu nicht passt, ist das eben so. Das nenne ich Austausch.

    Gestern waren wir bei bekannten und mir wurde direkt ein Bier angeboten, welches ich aber dankend abgelehnt habe.

    Nun ja , warum gehst du zu Bekannten, wenn du weißt, dass dort Bier angeboten wird?

    Gerade am Anfang sollte man genau solche Situationen vermeiden, aus verschiedenen Gründen. Früher hättest du das Bier einfach genommen. Heute säufst du nicht mehr, und plötzlich plagt einen ein schlechtes Gewissen und der Drang, sich erklären zu müssen, ist am Anfang extrem hoch. Oder ist es anders ?

    Das ist alles Stress für das Suchtgedächtnis und führt da und dort auch schon mal zu Saufdruck. Da kannst du zwar mit Tee gegenhalten, aber es ist doch entspannter, so etwas gar nicht erst aufkommen zu lassen.

    Du säufst jetzt erst mal zehn Tage nichts das waren früher bei mir einfach nur Trinkpausen

    Hast du dir schon mal die Grundbausteine angeschaut?

    Ich hätte nie gedacht, dass ich über den Weihnachtsmarkt laufen kann, glücklich und zufrieden bin der Situation bin.

    Weißt du, dass Suchtdruck oder alte Erlebnisse aus der nassen Zeit nachwirken können? Zum Beispiel auch Besuche bei Veranstaltungen, auf denen man früher getrunken hat? Manchmal taucht das nicht am selben Tag auf, sondern erst später, einfach weil ein altes Muster nicht wie früher abgeschlossen werden konnte.

    Dann meldet sich dieser alte Automatismus. Früher hätte ich getrunken, jetzt verzichte ich. Genau dieser Bruch kann Wirkung zeigen – Saufdruck, Gedanken an Alkohol, die dann nicht sofort einordnen lassen.

    Ich selbst halte gar nichts von Konfrontationstherapie oder davon, mir Strategien auszumalen, wie ich mich in einem „nassen Umfeld“ verhalten könnte. Damit setze ich mir gedanklich wieder etwas in den Kopf, das schon in der nassen Zeit nicht funktioniert hat. Ich kann nie vorher wissen, in welchem emotionalen Zustand ich bin oder wie ich reagiere, wenn etwas Unerwartetes passiert.

    Und ja wenn wir empfehlen dass man ein Jahr lang bewusst auf solche Situationen verzichtet, hat seinen Grund.

    Es macht einen Unterschied, ob ich bewusst auf den Alkohol zugehe oder ob er mir unbemerkt begegnet. Das eine suche ich, das andere geschieht einfach. ;) Genau deshalb habe ich mir in der Anfangszeit alles, was vermeidbar war, vom Leib gehalten.

    Vielleicht noch ergänzend: Dass ein Rückfall nie ausgeschlossen werden kann, steht außer Frage. Ich setzte das eigentlich voraus, dass das jedem klar ist, egal ob jemand ein paar Tage oder Jahrzehnte nüchtern, abstinent oder trocken lebt.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum das hier überhaupt zum Thema wird. Egal wie lange jemand lebt, die Sucht begleitet einen bis zum Lebensende.


    Es ging mir um den Unterschied. Lebe ich abstinent oder lebe ich trocken. Das mit der Tablette war ein Beispiel, um genau das sichtbar eventuell sichtbar zu machen

    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Abstinenz und Trockenheit.

    Beides bedeutet zwar erst einmal. Ich trinke nichts. Aber lebenslange Abstinenz zu wollen, das war erstmal nur ein Wunsch. Trocken zu sein heißt für mich etwas anderes, dass das Thema innerlich abgeschlossen ist und ich diesen Zustand wirklich erreicht habe.

    Abstinenz ist der Weg, Trockenheit ist der Punkt, an dem die Entscheidung in mir fest verankert ist, ohne Hintertür und ohne die leise Hoffnung, irgendwann doch wieder trinken zu können.

    Als ich anfing, trocken zu werden, wusste ich natürlich nicht, ob ich es schaffen würde. Ich wusste nur, dass es Phasen gab, in denen ich abstinent war und am Ende doch wieder gesoffen habe.

    Genau da liegt der Unterschied: Abstinenz kann jeder für kurze Zeit. Trockenheit ist auch nicht garantiert, aber im Prozess gesehen gefestigter.

    Hier ist doch mein Faden. Darf ich nun oder darf ich nicht eine eigene Meinung im eigenen Faden schreiben?

    Gegenfragen zu stellen, um etwas nicht zu beantworten, ist ja ganz nett , aber dieser Versuch, sich herauszuschleichen, funktioniert bei mir nicht.;)

    Einfach etwas raushauen ohne Begründung ist keine Meinung, das ist nur Gerede. Und wenn dieses Gerede öffentlich wird und eine Sichtweise an den Tag legt, die Nachahmer findet und mehr schadet als es bringt, dann frage ich eben nach.

    Das ist die Verantwortung, die ich hier sehe.

    Du kannst aber gern auf die Frage eingehen, denn das hier ist kein Monolog, sondern ein Austausch. Darauf bist du nicht eingegangen.

    Wenn deine Meinung auf Erfahrung basiert, ist sie es wert, beachtet zu werden. Wenn nciht ab in die Tonne

    Also nochmals.

    Und was hat das nun mit dir zu tun? Trinkst du selbst, hast du ein Problem mit Alkohol, bist du Alkoholiker, oder warum ist dir das so wichtig? Sprichst du aus eigener Erfahrung oder im Namen anderer, weil du denkst, dass du weißt, wie es funktioniert?

    Es soll doch jeder, der das braucht, den Begriff benutzen. Alles was hilft hat Recht.

    Und was hat das nun mit dir zu tun? Trinkst du selbst, hast du ein Problem mit Alkohol, bist du Alkoholiker, oder warum ist dir das so wichtig? Sprichst du aus eigener Erfahrung oder im Namen anderer, weil du denkst, dass du weißt, wie es funktioniert?

    Ich mag einfach den Begriff nicht.

    Ich schreibe dir mal auf was ich nicht mag. Ich mag dieses weichgespülte Geschwätz nicht, das am Ende nur dazu führt, Menschen in der Sucht zu lassen, weil plötzlich Begriffe wichtiger sein sollen als der Grund, warum jemand überhaupt hier ist.

    Ich halte auch nichts von denen, die alles vermischen und meinen, wir müssten uns durchs Leben schleppen, um die Welt so zu sehen, wie sie wollen – und glauben, ein Wort sei gefährlicher als das, was dahintersteht.

    Ein Alkoholiker ist ein Alkoholiker, genauso wie ein Diabetiker ein Diabetiker ist oder ein Epileptiker ein Epileptiker. Wer in der Bezeichnung ein Stigma sieht, hat das Problem , nicht die, die das Wort als notwendige Diagnose betrachten.


    Die Krankheit behandelt man, nicht das Vokabular. Wort Akrobatik heilt niemanden. Das ist etwas, das ich nicht mag. Wir sind hier in einem Forum, in dem wir uns nicht unbedingt mögen müssen, aber die Ernsthaftigkeit der Krankheit dürfen wir deshalb auch nicht aus den Augen verlieren.

    Sucht ist eine psychische Krankheit , aber nicht im Sinne von „irre“ oder „geisteskrank“. Sie bedeutet, dass das Gehirn ein erlerntes Programm abgespeichert hat, das sich selbst erhält und irgendwann das Steuer übernimmt, wenn man es lässt.;)

    Am Ende ist es nichts anderes als ein gestörter Regelkreis im Kopf und nur durch Abstinenz wirklich zu stoppen.

    ich möchte hier niemandem zu nahe treten. Vielleicht war es falsch, meine Sichtweise hier im anderen „Forum“ darzustellen.

    Als Erstes kannst du dir das bei mir abschminken. ;) Du trittst mir nicht zu nahe, denn wir sind eine Selbsthilfegruppe, und es scheint dich etwas zu belasten. Also tauschen wir uns eben darüber aus – mit oder ohne Ergebnis.

    Du hast nichts falsch gemacht, im Gegenteil, du suchst Antworten. Wenn wir alle Antworten schon hätten, wären wir ja nicht hier.

    Also einfach weitermachen.

    Mir geht gerade das Thema Krankheit durch den Kopf und wahrscheinlich wird man sagen das wäre Wortkosmetik...

    Ich richte mich nicht nach dem, was andere denken oder wie sie etwas bezeichnen. Entscheidend ist nur, was ich selbst denke – nicht, was andere vielleicht meinen könnten. Ich bin mir selbst näher und muss nicht aus Freundlichkeit ständig prüfen, ob irgendwo ein Fuß steht, auf den ich treten könnte.

    Wenn eine Krankheit in mir gestoppt ist – egal welche – bleibt sie trotzdem eine Krankheit. Das gilt für alle chronische Erkrankungen . Ich habe mir nie den Kopf darüber zerbrochen, ob ich nun „krank “ bin oder nicht.

    Wenn ich mit anderen rede, erzähle ich nicht aus heiterem Himmel, dass ich Alkoholiker bin. Warum sollte ich? Wenn es im Gespräch Sinn ergibt, sage ich es aber ich spiele garantiert nicht danach den Erklärbären für jemanden, der es sowieso nicht checkt.

    Ich muss niemanden überzeugen, warum ich Alkoholiker bin oder wie irgendetwas in mir funktioniert. Ein nasses Umfeld verlasse ich, wenn es triggert, und bei nassen Gedanken suche ich meinen Rückzugsraum , ich erkläre mich nicht dauernd.

    Wenn jemand neben mir unbedingt saufen muss, obwohl ich einmal freundlich sage „bitte nicht direkt neben mir“, dann ist das sein Thema. Dann darf er sich erklären, warum er meinem Wunsch nicht folgt und mich in Gefahr bringt , nicht ich.

    Ich muss mich dafür nicht rechtfertigen. Alles andere ist einfach Leben.

    Aus den vielen Fäden, die ich hier schon gelesen habe, die oft mit dem bitteren Ende ausgehen und eine tiefe Trauer, aber auch Selbstvorwürfe bei den Angehörigen hinterlassen, würde ich mich freuen, wenn ihr nicht nur im Form „Alkoholiker“ lest, sondern auch mal querlest und auch mal die Sicht der Angehörigen seht.

    Fühlst du dich nicht gesehen? Was hat dein Zustand mit den Alkoholikern hier im Forum zu tun? Hier säuft keiner mehr.

    Oder soll das eine innere Abrechnung sein, weil das Saufen Negatives verursacht? Das ist bekannt. Und zwar auf beiden Seiten: Der eine lässt es laufen und versucht, den Säufer trocken zu legen, der Säufer hört zu und säuft weiter, weil er es anders sieht.

    Der Alkoholiker trägt seinen Teil. Der Co-Abhängige trägt seinen Teil. Das sind zwei völlig verschiedene Verantwortungsbereiche, die sich nicht vermischen lassen. Es gibt kein „Zusammen“ im Sinne einer gemeinsamen Diagnose oder einer geteilten Schuld.

    Am Ende bleibt es immer ein „Ich“. Und jeder muss seinen eigenen Anteil sehen und damit klarkommen.Forum 

    Ja, etwas unglücklich formuliert.:saint:

    Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.

    Damit meine ich nicht die materiellen oder persönlichen Schäden, die Familienzerstörung oder sonstige Folgen, die die Sucht hinterlassen hat. Das ist bei jedem anders. Ich habe auch genug in den Sand gesetzt, und im Rückblick lässt sich oft nicht einmal sauber trennen, ob das schon Sucht war oder einfach nur besoffene Fehlentscheidungen. Für die Frage hier spielt das keine Rolle.

    Es geht um etwas anderes: Bin ich wirklich trocken oder nur abstinent? Hänge ich gedanklich noch irgendwo fest, weil ich das Saufen innerlich nicht abgeschlossen habe? Diese Frage richtet sich nicht an die Vergangenheit, sondern an meinen Kopf im Jetzt.

    Ein „Ja“ zeigt nicht, wie schlimm es früher war, sondern dass in mir noch etwas offen ist, das an die Sucht gebunden bleibt. Genau darum geht es. Hoffe, es ist nun verständlicher ?

    Dann kann ich auch zum Bäcker gehen und mit ihm über Wurstherstellung diskutieren und mich wundern, warum er kein Fleisch verkauft – oder ich gehe gleich zum Metzger. Genau so läuft es hier auch. Wer sich an die Eingangsschilder hält, kommt rein. Wer nicht, geht ein Haus weiter. Hier gibt es keine Betreuungspflicht und kein „Wir biegen das schon irgendwie passend“.

    Es ist aber eine Herabwürdigung und Reduzierung auf die Krankheit.

    Echt jetzt? Selbst hier, in einer Selbsthilfegruppe, in der es genau um diese Krankheit geht, wird das Stigma im eigenen Kopf festgehalten? „Alkoholiker“ ist keine Herabwürdigung und keine Stigmatisierung. Es ist die Bezeichnung einer Krankheit , nicht des Menschen dahinter.

    Und ja: Eine klare Benennung muss es geben. Ohne eindeutige Einordnung gibt es keine passende Hilfe.

    Wenn man damit Leute, die guten Willens sind abschreckt, hilft das niemandem.

    Guter Wille reicht nicht. Den haben alle Alkoholiker –,die am Stammtisch, die morgen „ganz sicher“ aufhören wollen, und die, die ihren Familien etwas vormachen, alles versprechen und trotzdem weitersaufen, bis alles kaputtgeht. Das ist Fakt. Wer glaubt, dass guter Wille eine Sucht stoppt, ist hier falsch. Sonst sitzen wir wie auf einem Säufer‑Stammtisch und drehen uns im Kreis.

    Das hier ist eine Selbsthilfegruppe, kein Ort für Wunschdenken. Guter Wille hilft niemandem.

    Was hilft, ist die klare Benennung der Krankheit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Hier wird niemand trocken gestreichelt, niemand mit falschem Helferverständnis an der Hand geführt und schon gar nicht bemuttert.

    Ich weiß nicht, wie du zu so einer Erkenntnis kommst. Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Ich habe deinen Thread nicht gelesen, da ich Alkoholiker bin, aber mit gutem Willen versuche dich zu verstehen

    Ich weiß jetzt nicht, wer es gelöscht hat, aber das ist vollkommen berechtigt, denn ich habe den Text auch gelesen.

    So, öfter mal was neues. Wer eine andere Meinung hat zur Wortklauberei, wird gelöscht.

    Weil es nicht Meinungen geht, sondern um Erfahrungen. Wir sind hier kein Auffangbecken für alle, die sich nicht sicher sind, nur herumdrucksen oder denken, sie könnten uns mit ihrem nassen Stammtischgeschwätz beeindrucken.

    Die Betroffenen wissen sehr genau, was ihr Problem ist, egal wie sie sich nennen. Das muss ich sagen dürfen, sonst bin ich hier falsch.

    Ich weiß nicht, woher du das nimmst oder welche Erfahrungen du selbst damit gemacht hast, aber das stimmt so nicht. Die meisten wissen es eben nicht – sonst würden sie sich nicht nach Hilfe umschauen.

    Und nur zur Einordnung: Das hier ist ein Forum für Alkoholiker. Steht oben drüber und wer lesen kann, sieht das auch. Und es ist nicht für „ich hätte gerne“ oder „ich wünsche mir eine andere Bezeichnung“.

    Und natürlich kannst du auch deine Meinung sagen, auch wenn sie nicht stimmt, aber bitte dann in einem Thread und nicht im Vorstellungsbereich, vor allem nicht bei Alkoholikern, die am Anfang stehen. Du bist ja keiner.

    Aber wenn du denkst, dass du jetzt immer noch hier falsch bist, sag einfach Bescheid, dann deaktivieren wir deinen Account.

    Hallo zusammen,

    ab wann gilt man eigentlich als trocken? Ab wann als abstinent? Ab wann ist man gefährdet? Und woran erkennt man das?


    Diese Frage habe ich mir oft gestellt, und nach vielen Jahren Hin-und-Her bin ich für mich zu einem klaren Schluss gekommen.

    Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.

    Dann würde irgendwo in mir noch der Wunsch leben, mein altes Leben zurückzuholen. Für mich ist das keine Akzeptanz, das wäre nasses Denken im Tarnmodus. Solange dieser Gedanke im Kopf sitzt, bin ich nicht wirklich im Prozess. Dann kämpfe ich noch dagegen an, statt es anzunehmen. Und ohne echte Akzeptanz wäre ich vielleicht abstinent, aber nicht trocken.

    Es kommt ja immer wieder zu Zweifeln und dem Gedanken, der eingeflüstert wird: „Eventuell kann ich dich noch …“. Diese Suchtgedanken scheinen öfter bei denen aufzutauchen, als bei denen, die sich damit abgefunden haben.

    Wie seht ihr das für Euch ?

    Willkommen bei uns

    Ich habe das Verlangen früher immer über einen Trigger erhalten.

    Ich habe hier auch meinen Trigger, weil immer wieder User auftauchen, die das Rad neu erfinden wollen. Keine Abstinenzerfahrung, aber im Kopf schon das komplette Programm, wie es angeblich laufen müsste: „Wie nenne ich mich, damit ich nicht das sein muss, was ich bin – ein Alkoholiker?“;)

    Da wird Energie darauf verwendet, etwas umzubiegen, abzuschwächen oder schönzureden. Das ist nasses Denken – genau das, was einen überhaupt erst in die Sucht getrieben hat. Statt sich dem Problem zu stellen und es nüchtern zu betrachten, wird Wortkosmetik betrieben. Das ist nichts Neues und nicht einmal böse gemeint – wir lesen das hier ständig.

    Genauso wie wir sehen, dass viele Alkoholiker das Ausmaß nicht begreifen oder einfach nur reden, um ihre Maske zu halten.

    Damit keine Missverständnisse entstehen: Das hier ist keine Social‑Media‑Spielwiese, auf der man seine Krankheitsgeschichte nach Tageslaune anpasst. Das hier ist eine Selbsthilfegruppe – ein Ort für existenzielle Entscheidungen, mit schweren Konsequenzen und manchmal sogar mit Todesfolge.

    Da reicht ein philosophierendes „Blabla“ nicht. Trocken werden heißt, sich den Regeln der Sucht zu stellen, statt weiter den eigenen zu folgen , denn genau nach den eigenen Regeln ist man ja erst in die Sucht gerutscht.;) Oder nicht ?

    Ich schließe mich dem Hinweis von Nayouk24 . Schau mal, ob das hier wirklich zu dir passt. Wenn ja, bist du hier willkommen. Es sollte aber jedem klar sein, wo er steht und was er wirklich will. Für Smalltalk‑Geplänkel ist dieses Forum der falsche Ort.

    Alles andere ist ja schon mitgeteilt worden.