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Ich bin nach 15 Jahren rückfällig geworden ,weil ich mindestens zwei Dinge nicht berücksichtigt habe.
Die ersten Jahre war ich im Thema drin. Habe eine ambulante Suchttherapie gemacht und bin etliche Jahre zur Selbsthilfe gegangen.
Ich habe das irgendwann aus den Augen verloren,denn alles schien so "normal". Trotz schwieriger Situationen immer mal wieder blieb ich abstinent.
Ich denke nicht, dass sich der Rückfall auf einzelne Situationen zurückführen lässt, die als „Grund“ hätten dienen können. Solche Momente gab es doch bestimmt auch schon in den letzten 15 Jahren, als du trocken durchs Leben gegangen bist oder noch aktiv in der SHG warst. Oder?
Für mich sieht es eher so aus. Nicht die Situation selbst ist der Auslöser, sondern die Vernachlässigung der Trockenarbeit. Da wacht das Suchthirn auf , leise, schleichend und irgendwann schlägt es zu.
Das läuft unbewusst ab, das sind Prozesse im Hintergrund. In den letzten zwanzig Jahren habe ich immer wieder erlebt, dass einige Langzeit-Trockene wieder trinken wollten. Warum und wieso spielt keine Rolle, aber sie wollten es.
Jetzt bist du wieder in der Spur, hast dich hier angemeldet also weitermachen.![]()
Denn was bleibt sonst übrig? Saufen oder nicht saufen ist die einzige Frage, die zu beantworten ist. Oder?