Ich plane keinen rückfall ein, und ich finde es langsam echt anstrengend, das mir das hier immerwieder vorgehalten wird.
Wie du es siehst oder fühlst, ist zunächst zweitrangig. Es geht um eine Sucht, die tödlich endet, wenn sie nicht gestoppt wird – sie kennt keine Gefühle.
Wenn mir etwas mehrmals vorgehalten wird, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Deshalb sind wir alle hier im Austausch.
Unser Weg hier ist es, zu vermitteln, wie man Risiken vermeidet und Stabilität erreicht, anstatt Strategien für ein nasses Umfeld zu entwickeln. Wir empfehlen, wie bereits erwähnt, im ersten Jahr ein alkoholfreies Umfeld zu schaffen, sowohl zu Hause als auch außerhalb.
Es ist ratsam, Feste, Feiern und Veranstaltungen mit hohem Alkoholkonsum zu meiden, sich von trinkfreudigen Freunden zu distanzieren und die Zeit sinnvoll zu nutzen.
Was ich bei dir sehe, sind bewusste Auseinandersetzungen mit Alkohol, Besuche von alkohlastigen Treffen/ Geburtstag und der Glaube, immer wieder standhalten zu können.
Natürlich kannst du aufschreiben, was dich beschäftigt, aber entscheidend ist, was du daraus machst. Es geht hier nicht um uns, sondern um dich. Aber e Etwas nur gedanklich umzusetzen, reicht nicht aus.
Gerne hätte ich auch Sachen erzählt, die mich triggern, wo ich aber stark war, weil ich da stolz drauf bin.
Sucht hat nichts mit Stärke zu tun, denn das würde einen Kampf bedeuten. Sucht heißt vielmehr zu erkennen, dass ich es selbst nie vollständig unter Kontrolle habe.
Wenn es tatsächlich um Stärke oder Widerstand ginge, wäre doch niemand zum Alkoholiker geworden, oder?