Rene72 - Mein Weg in die Freiheit – nüchtern leben, ehrlich bleiben

  • Hallo René, vielleicht kannst du ja eine Auszeit nehmen wenn es möglich wäre?

    Nun ja, es hängt davon ab, was ich nach dieser Auszeit mache. Ich bleibe ja auch danach Alkoholiker. Und wer glaubt, dass sich dadurch viel ändert, nur weil jemand ein paar Monate abstinent bleibt und dann erneut mit Herausforderungen konfrontiert wird, kann dies an der Rückfallquote erkennen, die bei etwa 95 % liegt.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nun ja, es hängt davon ab, was ich nach dieser Auszeit mache. Ich bleibe ja auch danach

    Ja natürlich, ich denke so quält er sich gerade am Anfang nicht so und hat etwas Zeit zum nachdenken, letztendlich muss er wahrscheinlich seinen Aufgabenbereich abgeben und andere Tätigkeiten übernehmen. Ich stelle es mir auch schwierig vor wenn Bekannte/Freunde zum essen kommen, da ist ja immer diese gewisse Erwartungshaltung...

  • Ja natürlich, ich denke so quält er sich gerade am Anfang nicht so und hat etwas Zeit zum nachdenken, letztendlich muss er wahrscheinlich seinen Aufgabenbereich abgeben und andere Tätigkeiten übernehmen.

    Ich denke grundsätzlich nicht für andere, da dies sonst mein eigenes Denken wäre.

    Die einzige Möglichkeit, trocken zu werden und es auch zu bleiben, liegt in der Risikominimierung und darin, inwieweit man bereit ist, diese in seiner Sucht aufzubauen. Letztlich liegt dies in der Verantwortung jedes Einzelnen.

    Nur am Anfang sehe ich diese Risiken nicht, sondern nur alle Felle um mich herum wegschwimmen. Jedoch schwimmen diese wieder schneller, wenn ich wieder saufen würde.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Nun ja, es hängt davon ab, was ich nach dieser Auszeit mache. Ich bleibe ja auch danach Alkoholiker. Und wer glaubt, dass sich dadurch viel ändert, nur weil jemand ein paar Monate abstinent bleibt und dann erneut mit Herausforderungen konfrontiert wird, kann dies an der Rückfallquote erkennen, die bei etwa 95 % liegt.

    Ich mache es mal etwas ausführlicher.

    Da bin ich bei Dir. Die Herausforderung wird stets bleiben. Die Frage ist ja: "Triggert mich diese tägliche Situation?" Ganz klar, Nein! Natürlich wäre es einfach zum Bierhahn zu greifen. Habe ich noch nie getan. Ich habe den Betrieb von meinen Eltern vor über 15 Jahren übernommen. Vor meinem Team oder Gästen war ich niemals alkoholisiert. Das wäre tödlich für mein Restaurant. Wir sind nicht gerade unbekannt als guter Gastronomiebetrieb in unserer Stadt und begrüßen Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung, Tourismus und Familien mit Kindern. Ich beschäftige 10 wirklich nette Leute im Alter von 36 bis 61 Jahren. Ich hatte eher so Momente nach Feierabend, wo ich mir sagte "Jetzt gehst Du ein Bier trinken." Da saß ich am liebsten allein an der Theke eines Freundes und habe Bier getrunken. Vermutlich zur Entspannung. Zu Hause habe ich anschließend nicht weiter getrunken.

    Ich war mit meinem Sohn und einem Freund am Wochenende in München zur Meisterfeier vom FC Bayern. Der Ausschank am Marienplatz hat mich in keinster Weise angemacht. Ebenfalls hatte ich keine "Gelüste" im Schankhaus zum Mittagessen oder am Sonntag Abend in einer Pizzeria. Es ist sehr merkwürdig, mich hat die Fahrt in der U-Bahn zum Hotel ganz kurz getriggert. Gestern hatte ich während eines Spazierganges mit meiner Frau einen kurzen Moment, wo ich für mich den Entzug hinterfragt habe. Das zu ergründen wäre sehr hilfreich. Abends waren wir mit Freunden essen. Es war unser erstes Treffen seit meiner kurzen Zeit (12 Tage) ohne Alkohol. Sie haben meine Entscheidung sofort akzeptiert und auch nicht nachgebohrt. Ich habe auf Alkohol verzichtet und brav meine Cola getrunken. Hat mich auch nicht gestört, dass am Tisch getrunken wurde. Selbstverständlich werde ich die Orte meiden, wo ich bis vor 2 Wochen mein Bier getrunken habe. Das ist sonst ziemlich dämlich von mir. Ich bin mittlerweile 53 Jahre alt und möchte schon noch bissel aktiv und vor allem trocken durchs Leben gehen.

    Ich habe hier bereits ziemlich viel gelesen und bin von einigen Schicksalen oder Lebensgeschichten wirklich sehr ergriffen und erstaunt. Es gibt ja unglaublich viel positive und negative Erfahrungsberichte hier. Hätte ich niemals so gedacht. Das macht mir in gewisser Weise Angst, mahnt mich zur absoluten Wachsamkeit, gibt mir aber auch zugleich Hoffnung und Zuversicht. Ebenfalls bin ich wirklich sehr dankbar über die Hinweise und Ratschläge von Euch, die gelernt haben mit dieser Krankheit zu leben bzw. umzugehen. Genau deshalb habe ich mich hier angemeldet.

    Und, lieber Hartmut, es wäre mir nicht eingefallen hier über andere Themen, als über Alkohol und die damit verbundenen Probleme, zu schreiben.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ich denke grundsätzlich nicht für andere, da dies sonst mein eigenes Denken wäre.

    Hallo Hartmut, ich weiß auch nicht aber irgendwie ist das nicht in Ordnung, du kommst mir gerade vor als suchst du jedes Haar in der Suppe, was ist daran falsch "ich denke " zu schreiben? Mir wurde ja auch geholfen und das versuche ich halt weiter zu geben, außerdem tut es mir ja selber gut mit anderen in Kontakt zu kommen, ich hab nicht viele soziale Kontakte.

  • Ich mache es mal etwas ausführlicher.

    Und ich bringe es auf den Punkt: Sucht ist nicht statusabhängig. Sie betrifft jeden in allen Gesellschaftsschichten.

    Da bin ich bei Dir. Die Herausforderung wird stets bleiben. Die Frage ist ja: "Triggert mich diese tägliche Situation?" Ganz klar, Nein!

    Woher möchtest du das wissen?

    Du hast noch keine Abstinenz erreicht, da erst wenige Tage vergangen sind. Genau an dieser Selbstüberschätzung scheitern viele Alkoholiker. Du hast dir ein Suchthirn antrainiert, das die Kontrolle übernimmt und nicht das rationale Denken. Du hast auch nicht aus Entspannung getrunken, sondern aus Sucht. Anfangs vielleicht, aber sobald die Abhängigkeit beginnt, war der Spaß vorbei.

    Alkoholismus beeinflusst zudem alle Sinne und beginnt lange vor dem ersten Glas. Tagsüber staut sich alles an, wird verdrängt abends bricht es sich dann Bahn. Gefeiert, getrunken, der Kreislauf setzt sich fort.

    Und nun frage ich dich, warum du Alkoholiker geworden bist, wenn du jetzt weißt, wie du trocken werden kannst? Oder warum denkst du, dass es jetzt anders wird, wenn du nichts veränderst? Wenn ich dich lese, scheint es, als hättest du einen vorgefertigten Plan.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich habe hier bereits ziemlich viel gelesen und bin von einigen Schicksalen oder Lebensgeschichten wirklich sehr ergriffen und erstaunt. Es gibt ja unglaublich viel positive und negative Erfahrungsberichte hier. Hätte ich niemals so gedacht. Das macht mir in gewisser Weise Angst, mahnt mich zur absoluten Wachsamkeit, gibt mir aber auch zugleich Hoffnung und Zuversicht.

    Das alles kann ich so auch von mir sagen.
    Ich lerne aus den vielen Berichten hier sehr viel für mich und für meinen Umgang mit meiner Alkoholsucht.
    Mir helfen dabei die mahnenden Beiträge bald noch mehr als die Erfolgsgeschichten. Es ist ja nun mal eine Tatsache, dass es 95 % aller Alkoholiker eben nicht schaffen, dauerhaft nüchtern zu bleiben. Hier schreiben ja nur die, die tatsächlich nüchtern werden konnten. Die wenigsten bleiben nach einem Rückfall hier. Das ist schade, denn hier kann jeder Hilfe zur Selbsthilfe finden.

    Mich und meinen Weg immer wieder kritisch beobachten, kritische Anmerkungen zu meinem Weg nicht als persönlichen Angriff zu sehen, sondern diese zu hinterfragen. lässt mich nun bald 4 Jahre zufrieden nüchtern sein.

    Ich möchte dich sensibilisieren für das, was die Sucht in uns drin macht. Das Suchtgedächtnis bleibt und es ist immer wach. Es arbeitet nicht so wie wir das von unserem logischen Denken her gewohnt sind, es hat praktisch ein ‚Eigenleben‘, welches mit Wissen und Wollen nicht zu steuern ist. Deshalb ist die Risikominimierung keine Floskel, sondern vielmehr eine gute Möglichkeit, sich selbst in seiner Nüchternheit zu festigen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Und ich bringe es auf den Punkt: Sucht ist nicht statusabhängig. Sie betrifft jeden in allen Gesellschaftsschichten.

    Woher möchtest du das wissen?

    Du hast noch keine Abstinenz erreicht, da erst wenige Tage vergangen sind. Genau an dieser Selbstüberschätzung scheitern viele Alkoholiker. Du hast dir ein Suchthirn antrainiert, das die Kontrolle übernimmt und nicht das rationale Denken. Du hast auch nicht aus Entspannung getrunken, sondern aus Sucht. Anfangs vielleicht, aber sobald die Abhängigkeit beginnt, war der Spaß vorbei.

    Alkoholismus beeinflusst zudem alle Sinne und beginnt lange vor dem ersten Glas. Tagsüber staut sich alles an, wird verdrängt abends bricht es sich dann Bahn. Gefeiert, getrunken, der Kreislauf setzt sich fort.

    Und nun frage ich dich, warum du Alkoholiker geworden bist, wenn du jetzt weißt, wie du trocken werden kannst? Oder warum denkst du, dass es jetzt anders wird, wenn du nichts veränderst? Wenn ich dich lese, scheint es, als hättest du einen vorgefertigten Plan.

    Lieber Hartmut, es wäre wirklich sehr angenehm, hilfreich und höflich ein bissel die Schärfe rauszunehmen. Nicht nur mir gegenüber. Ein Moderator sollte moderieren und nicht angreifen. Ich habe mich umfänglich erklärt, zumindest versucht und einen verständlichen höflichen Tonfall gewählt. Von Gesellschaftsschichten habe ich nichts geschrieben.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ablenkungsmanöver? Ratschläge erteilen, den Dialog kritisieren und sich aus der Verantwortung ziehen? ;)Warum wird nicht auf die eigentlichen Punkte eingegangen?

    Lieber Hartmut, es wäre wirklich sehr angenehm, hilfreich und höflich ein bissel die Schärfe rauszunehmen. Nicht nur mir gegenüber. Ein Moderator sollte moderieren und nicht angreifen.

    Nun ist es schön, dass du dir Gedanken über meine Arbeit hier machst. Das musst du aber nicht, denn dafür bist du nicht hier. Ich bin übrigens nicht nur Moderator, sondern auch selbst betroffen und seit 18 Jahren trocken.

    Zudem kann ich keine Schärfe erkennen, noch habe ich einen Angriff gestartet. Es handelt sich schlichtweg um nackte Tatsachen und direkte Fragen. Das liegt daran, dass ich das, was du schreibst, immer wieder lese und sämtliche Erfahrungen dagegen sprechen. Es kommt zu Rückfällen und geht meist nicht gut aus.

    Es mag sein, dass du das nicht lesen möchtest, weil es nicht in deinem Vorstellungsvermögen liegt, so nüchtern zu werden. Wir befinden uns jedoch nicht auf einer "sozialen Plattform". Es geht um die Sucht, und jeden Tag sterben Menschen daran.

    Du kannst jetzt weiter mit "Willen" allein versuchen, etwas umzusetzen, was bei den meisten zu einem Rückfall führt, oder dich einmal näher damit beschäftigen, warum manches direkter geschrieben wird.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Lieber Stern, für Deine offenen Worte vielen Dank. Ich werde das Risiko auch gründlich minimieren. So wie es eben auch möglich ist. Ich habe heute Abend keinen Bogen um den Ausschank machen können. Klar, ein paar Wochen raus wäre sehr vorteilhaft, nur leider praktisch nicht möglich. Ich bewundere Deine 4 jährige Abstinenz und den Willen dazu. Da wie Du sagst viele Rückfaller aus dem Forum gehen, bleibt mir nur die Möglichkeit standhaft zu bleiben, um mich mit Dir und anderen weiterhin austauschen zu können. Auf die leichte Schulter nehme ich es überhaupt nicht und Mahnungen sind definitiv hilfreich. Dir einen schönen Abend und bis bald. P.S. Tag 13 wäre fast geschafft und Tag 14 folgt:)

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ich bewundere Deine 4 jährige Abstinenz und den Willen dazu

    Zu bewundern gibt es da nicht so viel. Aber ich muss auch sagen, dass ich anfangs auch aufgeschaut habe zu denen, die schon so lange nüchtern waren. Weil das ja auch völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft lag, dieses nicht mehr trinken müssen.

    Mit dem Willen ist das so eine Sache. Wenn das Nüchternsein alleine mit dem Willen funktionieren würde, wäre ich schon viele Jahre eher nüchtern geworden. Glaub mir, ich wollte nichts mehr als nicht mehr saufen zu müssen. Und ich habe wirklich einen sehr starken Willen.
    Dass ich Alkoholiker geworden bin, wusste ich auch schon ganz lange. Ich wollte ja nicht mehr trinke und trotzdem musste ich trinken, ich konnte gar nicht anders.

    Ich lernte hier, dass die Alkoholsucht eine Krankheit ist, die zwar nicht heilbar ist, aber durch absolute Abstinenz zum Stillstand zu bringen geht. Das machte mir Mut. Als ich das akzeptieren konnte, dieses: Ich bin Alkoholiker und das werde ich auch immer bleiben und es gibt eine Möglichkeit, diese Sucht mit absoluter Abstinenz zu stoppen, konnte ich nüchtern werden.

    Da wie Du sagst viele Rückfaller aus dem Forum gehen, bleibt mir nur die Möglichkeit standhaft zu bleiben, um mich mit Dir und anderen weiterhin austauschen zu können.

    Naja, hier tauschen sich ja nur bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben und dabei nüchtern ihren Weg gehen. Von den anderen lesen wir ja nix mehr hier, wenn sie sich nicht trauen, von ihrem Rückfall zu erzählen und verschwinden oder wenn sie den Ausgang aus der Suchtspirale nicht noch einmal finden.
    Ich würde das auch nicht als ‚standhaft bleiben‘ bezeichnen. Vielmehr ist es doch die Einsicht in die Notwendigkeit.
    Leben wollen und das geht für einen Alkoholiker (für jeden Alkoholiker) nun mal nur nüchtern oder trinken und damit ist die Chance auf Leben verbaut. Irgendwas dazwischen gibt es nicht. Das zu akzeptieren macht es mir leicht, meinen nüchternen Weg zu gehen.

    Mir haben anfangs hier diese ‚harten Ansagen‘ auch ziemlich zugesetzt. Ich habe oft gedacht: Ja, sach ma, wie redest du denn mit mir? …. Aber ich konnte das schnell sehr sachlich sehen. Mich kannte ja keiner, warum also sollte mich jemand persönlich angreifen?
    Dann las ich hier einen Satz, der mich noch heute begleitet: Da, wo es piekt, da geht es lang. Darüber nachzudenken lohnt sich wirklich.

    Wir sind hier eine Selbsthilfegruppe, ich verstehe das so: Hilf dir selbst.
    Es wird hier niemand sagen können: So und geht das nüchterne Leben. Was es hier aber gibt, sind Unmengen Erfahrungsberichte von Leuten, die ihren nüchternen Weg schon viele Jahre gehen. Mir daraus mitzunehmen, was für mich passt, hilft mir, meinen nüchternen Weg zufrieden gehen zu können.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Lieber Hartmut, es wäre wirklich

    Hallo René, ich hab mich gestern auch gefühlt als wäre mir Hartmut wieder auf den Schlips getreten aber letztendlich lag es nur an mir, ich habe etwas falsch interpretiert. Ja mir schmeckt auch nicht alles, seine direkte ehrliche Meinung ist mir aber lieber als irgendwelche Streicheleinheiten, schließlich will ich trocken bleiben. Mein Anfang hier war ein einziges Chaos aber gerade auch seine Worte haben mir sehr geholfen, lass dich nicht verunsichern, das pendelt sich alles langsam ein.

  • Hallo René, ich hab mich gestern auch gefühlt als wäre mir Hartmut wieder auf den Schlips getreten aber letztendlich lag es nur an mir, ich habe etwas falsch interpretiert. Ja mir schmeckt auch nicht alles, seine direkte ehrliche Meinung ist mir aber lieber als irgendwelche Streicheleinheiten, schließlich will ich trocken bleiben. Mein Anfang hier war ein einziges Chaos aber gerade auch seine Worte haben mir sehr geholfen, lass dich nicht verunsichern, das pendelt sich alles langsam ein.

    Moinsen, heute ist ein neuer Tag. Ich hatte mit so einer verbalen Keule nicht gerechnet. Da beginnt man an sich selbst zu zweifeln. Aber abgehakt. Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen Tag ohne Versuchung und voll Stärke. Ich denke das können wir beide brauchen. Ich habe donnerstags immer Kegelabend. Den habe ich mal vorsorglich abgesagt. So, jetzt geht es ans Tagwerk. Liebe Grüße

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Moinsen, heute ist ein neuer Tag.

    Was nicht tötet härtet ab😬 bleib stark und melde dich falls es Schwierigkeiten gibt, aber wer 15 Jahre sein eigener Chef in der Gastronomie ist ist auf jedenfall aus einem anderen Holz geschnitzt und genauso ist mein Bild von dir, unbekannterweise. Du hast ganz sicher eine extreme Lebenserfahrung und Menschenkenntnis denke ich

    Einmal editiert, zuletzt von R/no (22. Mai 2025 um 10:23)

  • Habe heute einen Labortermin für Ende Juni bei der Hausärztin machen wollen für die gängigen Blutwerte. Da fragt die Schwester: "warum?" Da habe ich das erste Mal im Leben in der Arztpraxis dagestanden und wusste keine sinnige Antwort, wäre am liebsten im Boden versunken. Habe dann erklärt, dass es doch sehr privat sei. Ende vom Lied, kein Labortermin ohne Rücksprache mit der Ärztin. Alles gut, aber es fühlte sich etwas komisch an.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Kein Vordringen zur Ärztin möglich. Sie schickt mir eine Email mit einem Labortermin, falls dieser von ihr als notwendig erachtet wird. Oder einem Termin Besprechung eines Labortermines. Alles bissel umständlich. Mich würde ja interessieren, ob Ihr Euch auch etwas komisch dabei gefühlt habt? Also beim Versuch einer Terminvereinbarung zum Thema Alkoholsucht.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Also wolltest Du mehr als nur eine Blutuntersuchung, sondern auch einen Termin bei der Ärztin?

    Wenn Du das nicht so explizit sagst, kann ich mir schon vorstellen, dass nachgefragt wird.

    Bei mir ist das immer so, erst ein Gespräch mit der Ärztin und dann geht die Behandlung weiter.

    Bei mir wurde eine Impfung direkt abgelehnt, direkt bei der Anmeldung von der Ärztin, die vorbeikam. Ich habe noch nicht das nötige Alter erreicht. Hier z.B. kann man sich erst auf Kassenkosten impfen lassen, wenn man über 60 ist.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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