Gut, dass du dich gemeldet hast. Nicht als Absolution, sondern eventuell als neuer Startpunkt.
Dieses 3 Monatsjubiläum hat auch etwas mit meinem Saufhirn gemacht- so lange reicht doch, andere trinken öfter, passt schon, 1 Mal ist nicht schlimm.
Für mich klingt das Monatsjubiläum genauso wenig nach Ursache wie „Hexenschuss“, „Dampfen“ oder irgendein was anderes das man davor schiebt. Das Suchthirn macht, was ein Suchthirn macht. Es bietet Saufen an , egal, was außen passiert.
Wenn du kurz nach deinem Post hier getrunken hast, dann war im Kopf vorher schon Bewegung. Ein Rückfall fällt ja selten vom Himmel. Der beginnt früher. Und irgendwie musst du ja auch an den Alkohol gekommen sein , in der Zeit des Besorgens und Saufens wäre die Möglichkeit gewesen, hier zu schreiben und dagegen zusteuern, das ist keine Kritik, das ist schlicht der Ablauf. Ein Vorgang.
Ob Scham eine Rolle spielt oder nicht, ist erstmal nebensächlich hift ja nicht. Hat das keinen Einfluss solange sie nicht als Dämpfer oder Ausrede benutzt wird. Rückfälle passieren . Entscheidend ist nicht mehr das „Warum“ oder „Wieso“, sondern was mach ich jetzt .
Wenn ich zurückblättere: Am Anfang hast du gekämpft. Hast geglaubt, es sei ein Kampf gegen Alkohol. Dabei geht’s um Muster, nicht um Flaschen. Und dann kommen die Stimmen von außen – „du saufst eh wieder“. Das kann antreiben, aber meistens macht es etwas anderes. Es ballt die Faust in der Tasche. Ab da geht’s nicht mehr um Trockenheit, sondern ums Beweisen. Und Beweisen trägt nicht. Das hält nicht.
Verstehst du, was ich meine?
Wann hast du das letzte Mal getrunken und was hast du jetzt vor. Weitersaufen oder neu beginnen?