Beiträge von Hartmut

    Ich habe deinen Beitrag bewusst nicht bis zum Ende gelesen, weil es das übliche Gelabere ist, das ich am Stammtisch gehört habe und das mich immer wieder zum Saufen brachte. Es hat mich nie davon abgehalten und fast in den Tod getrieben.

    Ich mache dir auch keinen Vorwurf, ich hatte selbst so gedacht.

    Es ist ja nichts neues , dass Alkohol allgegenwärtig ist, und deshalb bin ich auch süchtig geworden, weil ich blindlings darauf zugelaufen bin. Doch anstatt groß zu reden, habe ich mich darauf konzentriert warum die Rückfallquote bis zu 98 Prozent beträgt und täglich Menschen daran verrecken .

    Ist es nicht erstaunlich, wie jemand, der jahrelang getrunken hat, kurze Trinkpausen einlegt und dann mit denselben grandiosen Methoden und demselben unerschütterlichen Willen versucht, trocken zu bleiben? Natürlich hat das bisher immer wieder zu Rückfällen geführt, aber dieses Mal wird es bestimmt anders, nicht wahr?

    Statt die Energie darauf zu verwenden, einen langen Beitrag voller Rechtfertigungen zu schreiben, könnte man vielleicht einfach die Wohnung alkoholfrei machen oder ein alkoholfreies Umfeld schaffen.

    Ich habe gelernt oder lerne gerade, mit der Sucht dieser Droge umzugehen.

    Turbo-Trocknung und Spontanheilung sind nur mit einem noch vorhandenen nassen Denken möglich. Verstehe mich nicht falsch, Du kannst tun, was du willst sogar wieder saufen oder ein Bad in Alkohol nehmen.

    Dein nasses Denken kann ich dir nicht abnehmen, ich bin trocken.

    Ich wünsche dir die notwendige Weitsicht für deinen weiteren Weg. Aber erspare uns diese Stammtischrechtfertigungen.

    Hier nochmals wie es funktionieren kann. Von Langzeitrocken zusammengestellt.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hall Kazik,

    Mir ist schon öfter aufgefallen, dass du oft für andere Personen sprichst oder es für sie erklärst. Jeder ist erwachsen und kann seine Anliegen selbst erklären.

    Außerdem werden Moderatorenentscheidungen grundsätzlich nicht diskutiert. Falls du Fragen hast, kannst du sie gerne per PN an uns stellen. Ich schreibe das nur einmal, weil du relativ neu hier bist.

    Alle weiteren Diskussionen darüber werden gelöscht, da es um die Sucht für alle geht und nicht nur um eine einzelne Person, die sich dadurch eventuell angegriffen fühlt. Dass es hier und hier gemacht wird, sind Ausnahmen und keine Regeln. Daran halten und gut ist.


    Und Moderatoren können aus meiner ganz persönlichen Sicht nicht nur bei sich bleiben, weil sie ja irgendwie den Laden am Laufen halten müssen und auch auf die Einhaltung der Regeln achten. Und auch Regeln sind natürlich etwas, was man nicht für jeden anpasst. Ich verstehe es und werde mich dran halten.

    Danke

    Frage einfach Tante Google nach diesem Begriff.
    Er wird auf den Webseiten mehrerer Alkoholiker-Selbsthilfeorganisationen verständlich erläutert.
    Und bis zum Ende lesen, nicht beim ersten "Passt nicht" aufhören.

    Das ist nicht erwünscht, da wir uns hier als Selbsthilfegruppe betrachten und User , die hierher kommen, nicht auf andere Seiten verweisen. Wir schicken auch niemanden in eine Beratungsstelle oder sonst irgendwohin.

    Wir sind hier im Erfahrungsaustausch.

    Dass jemand etwas googeln oder woanders nachschauen kann, ist wohl jedem klar, aber dazu braucht er sich hier nicht anzumelden.

    Zudem sind wir auch kein soziales Netzwerk im üblichen Sinne. Wir bitten auch um einen der Ernsthaftigkeit des Forenthemas angemessenen Austausch. Dieses Forum ist KEIN Chat.

    Das mal kurz zu den Regeln und unssern Anspruch.

    Was beißt sich für dich?

    Sich nicht als Alkoholiker bekennen und eine qualifizierte Entzugs- und anschließende Reha-Maßnahme in Anspruch nehmen.

    Ja ich bin Alkoholikerin und möchte lebenslange Abstinenz.

    Das kam erst danach, zuerst hattest du keine Akzeptanz.

    Nun, wenn du dich weiter austauschen möchtest, dann kannst du dich hier kurz für eine Freischaltung bitten.

    Der nächstmögliche Moderator wird das dann erledigen.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ich schreibe (auch) hier nicht so viel da ich ein introvertierter Mensch bin // aber ich lese mit und nehme immer wieder Gedanken auf.

    Das macht nichts, denn ich bin extrovertiert. Das ergänzt sich dann.;)


    Schauen wir was dabei rauskommt.

    Lass dich nicht entmutigen, wenn die werte mal nicht so rosig aussehen – ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. Aber , wenn’s gut läuft, bloß nicht übermütig werden und denken „Jetzt kann ich wieder saufen!“

    Das habe ich immer in den Trinkpausen gemacht.

    Lasst es nicht soweit kommen.

    Es ist echt hart, jemanden an die Alkoholkrankheit zu verlieren. Diese Sucht ist erbarmungslos und macht uns oft machtlos.

    In den Jahren im Forum habe ich viele Geschichten gehört – einige haben es geschafft, andere leider nicht. Es ist schwer, solche Verluste zu verarbeiten, und Worte können den Schmerz oft nicht lindern. Deine Ehrlichkeit und Offenheit sind wirklich bewundernswert und zeigen, wie wichtig es ist, über solche Erfahrungen zu sprechen.

    Auch wenn es schmerzhaft ist, solche Geschichten zu hören, so helfen sie doch anderen. Es könnte jemandem die Augen öffnen und ihnen helfen, aus der Sucht zu kommen. Danke dafür.

    Wir werden hier im Forum nicht müde werden, Unterstützung zu geben.

    Drei Wochen sind doch schon einmal ein guter Anfang. Bleibe am Ball

    ch warte jetzt bis der rententräger endlich die Reha genehmigt.Heute sind es 2 Wochen seid dem ich den Antrag verschickt habe.

    Danach muss ich noch auf den Platz in der Klinik warten.

    Das ärgert mich etwas und stresst mich leicht.

    Du musst ja jetzt nicht mehr zwanghaft saufen und kannst die neu gewonnene Freiheit nutzen, um dir selbst zu helfen. Mir hat es viel gebracht, mich auszutauschen und mich ins Getümmel des Forums zu stürzen. Da bekommst du alles, was du brauchst, um die Zeit zu überbrücken.

    Und, was erwartest du eigentlich von der Reha?

    Das ist mir zu pauschal.

    Na gut, dann will ich mal nicht so kleinlich sein und der Vollständigkeit halber noch etwas hinzufügen.;)

    Nun war das eine kleine Korrektur, weil *Rina* von zwei Jahren geschrieben hat.

    Wir empfehlen aufgrund jahrelanger Erfahrungen von Langzeitrockenen, im ersten Jahr auf Urlaube, Feste und Aktivitäten, bei denen hauptsächlich und vordergründig Alkohol getrunken wurde , zu verzichten und die Zeit zu nutzen, um ein alkoholfreies Leben aufzubauen.

    Außerdem können nur allgemeine Empfehlungen ausgesprochen werden, da es sich um Richtwerte handelt und die Anzahl der Alkoholiker, die täglich hier aufschlagen , keine individuelle Empfehlung für jede Person ermöglicht.

    Zudem sind diese Empfehlungen als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht, und jeder kann tun, was er möchte, sogar wieder saufen.

    Die Ladies hatten Lust auf einen Sundowner in der Strandbar. Pech gehabt. Ich habe mich dadurch ausgegrenzt gefühlt. Es lässt sich nicht alles planen.

    Danke für diesen Post. Verzicht durch eine gefühlte Ausgrenzung ist eine der häufigsten Suchtdrucksituationen: Der eine oder andere hält dem nicht stand und unterwirft sich dem Gruppenzwang. "Ein Glas kann da ja nicht so schlimm sein" ist dann mit der erste Gedanke, der zum Rückfall führt.

    Aber wenn wir uns vorstellen von heute auf morgen gäbe es gar keinen Alkohol mehr auf der Welt- dann wären trockene Alkoholiker kerngesund und hätten keinerlei Einschränkungen.

    Ich weiß dass es so nicht ist und es sehr viel Alkohol vor unserer Nase gib

    Naja, dann hätte ich wohl einfach weitergekifft oder andere Drogen genommen . Es geht nicht nur um den Alkohol, auch wenn er hier präsent ist. Im Vordergrund steht immer die Sucht an sich.

    Wäre für mich ein vereinfachter Blick auf die Sucht . Es ist wichtig, die tiefer liegenden Ursachen und Mechanismen der Sucht zu verstehen nicht den Sucht Stoff alleine. Oder habe ich den Text falsch verstanden?

    Der Unterschied ist, dass dies ein Suchtforum ist und nicht nur ein soziales Medienforum. Deswegen ist es ist immer zweischneidig

    Wenn jemand plötzlich länger nichts mehr schreibt, wurde ich einfach nachfragen ob alles ok ist.

    Einerseits ist es ein " Nachtragen der Selbsthilfe" was nicht zielführend ist. Andererseits geht es auf menschlicher Ebene um die Erwartungen und die Selbstbestätigung eigener Wahrnehmung.

    Hast du einen Grund zu trinken, wenn sich niemand mehr um dich kümmert?

    sogar die Psychologen redeten dort von kontrolliertem trinken...

    Ich nenne es kontrolliertes langsames Verrecken. Der Hauptbestandteil des Alkoholismus ist der Kontrollverlust, und von etwas zu sprechen, das ich kontrollieren könnte, zeigt das ganze Ausmaß der Paradoxie.

    Für mich ist das eine Pseudolösung. Diejenigen, die es versucht haben, sind tot, die anderen üben noch. Aufhören, sich damit abfinden, ein trockenes Leben erlernen und fertig. Diese ganze wissenschaftliche neue Erkenntnis spült höchstens auf Kosten des Alkoholikers ihre Kassen voll.

    Meine Erfahrung, meine Meinung.

    jetzt sind es 16 monate ohne ...... . und es waren gute monate, manchmal anstrengend, oft befriedigend und immer richtig. laut app sind es nun 487 tage,. ich habe (angeblich) 5.357,- € eingespart, 2922 katerstunden vermieden und 487.000 kilokalorien nicht zu mir genommen. ;)

    Als Alkoholiker habe ich nichts gespart, seit ich mit dem Trinken aufgehört habe. Stattdessen habe ich meine Gesundheit und Freiheit gewonnen. Wenn ich es auf das Materielle herunterbreche, könnte ich ja wieder trinken, wenn Alkohol nichts kosten würde. Oder?

    was mir sehr bewusst ist, dass ich trotzdem sehr wachsam sein muss. oder sogar noch mehr, weil es jetzt so eine normalität hat, nicht zu trinken. ich frage mich dann immer, ist das jetzt ein aufweichen der mauern oder ist es die neue trockene realität?

    Als trockener Alkoholiker nimmst du am Leben teil, was ich auch tue. Man kann dem Alkohol nicht immer ausweichen, da er präsent ist. Gefährlich wird es, wenn man bewusst die Konfrontation suchst und in Bereiche geht , in denen vorrangig getrunken wird. Das wäre ein Verhaltensrückfall, der nahe am eigentlichen Rückfall liegt.

    Wir raten von Urlaubsfahrten in den ersten zwei Jahren ab…..‘

    Wir raten im ersten Jahr davon ab. Das ist nur eine Richtzahl und im übertragenen Sinne die Zeit, die man nutzen sollte, um sich ein alkoholfreies Umfeld aufzubauen, das zur eigenen Stabilität beiträgt und den Vorteil hat, dass man sich besser in einem alkoholischen Umfeld zurechtfindet.

    Aber wenn man jahrelang Urlaube mit Trinken verbracht hat, dauert das natürlich. Und wenn dann noch Situationen dazukommen, in denen man sich einen 'Belohnungsschluck' genehmigt hat und das eingeprägt ist, wird es natürlich schwieriger. Alle Sinne, nicht nur das Sehen, reagieren darauf

    Das mache ich häufig gedanklich einen Forumsbeitrag formulieren

    Besser falsch formulieren als gar nicht formulieren. :mrgreen:

    Und danke, dass du uns hier teilhaben lässt. Für dich an uns geschrieben hast.

    Das ist ne interessante These.

    Das ist keine These, sondern meine Erkenntnis aus 18 Jahren im Forum und draußen im Realen.

    Ich vergleiche es mal mit einem Kind und einer heißen Herdplatte. Wenn du einmal auf eine heiße Herdplatte fasst, merkst du es schmerzhaft und wirst in Zukunft vorsichtiger sein.

    Ich möchte das Psychische keinesfalls herunterspielen, bei weitem nicht. Denn das eigene Erleben kann genauso schwer wiegen. Nur habe ich mittlerweile das Gefühl, dass versucht wird, Alkoholismus in immer mehr Abstufungen einzuteilen, was es dann schwieriger macht. Und lasst euch nicht von mir nicht beeinflussen, jeder weiß selbst, dass er für seinen Alkoholismus verantwortlich ist.

    Also muss ich mich besonders schützen um mein höheres Risiko zu kompensieren.

    Jeder muss sich als Alkoholiker besonders schützen. Es ist egal, ob man psychisch oder anderweitig keine Tiefpunkte hatte. Die Rückfallgefahr liegt nun einmal je nach Statistik bei rund 90 % bis 95 %. .Auch für mich, der das Licht am Ende des Tunnels beschreiben kann, bin ich nicht davon gefeit .

    Es hängt auch davon ab, wie ich mich damit beschäftige, wie ich mich damit auseinandersetze und ob ich im Laufe der Zeit meine Trockenarbeit vernachlässige.

    Für mich gibt es bei Alkoholikern oft nur ein gefühltes "Ich weiß jetzt alles und brauche mich nicht mehr darüber auszutauschen, und ich habe alles im Griff." Das setze ich mit der nassen Zeit gleich, als ich sagte: "Ich habe alles unter Kontrolle."

    Immer am Ball bleiben.

    Das hast Du vorhin bei Lebenskünstler geschrieben, Hartmut . Heißt das, je mehr ich durch das Saufen schon verloren bzw. kaputt gemacht habe, desto geringer die Rückfallgefahr

    Die Rückfallgefahr besteht bei jedem Alkoholiker.

    Nach meinen Erfahrungen waren jedoch diejenigen, die bereits massive körperliche und materielle Schäden erlitten haben, also einen sichtbaren und spürbaren Tiefpunkt erreicht haben, weniger betroffen als diejenigen, die sich schon nach dem Konsum von zwei Flaschen Wein im Monat sich als Alkoholiker sahen und sonst keine weiteren Auswirkungen bemerken.

    Oder Person die keinen echten Tiefpunkt außer einem 'gefühlten'.Das Letztere ist natürlich etwas überspitzt ausgedrückt

    Es gibt immer wieder Alkoholiker, die betonen, dass sie 'nur psychisch', aber nicht körperlich erkrankt sind. Manchmal wird dies auch als Ausrede genutzt, um nicht zum Arzt gehen zu müssen und die Alkoholkrankheit zu verbergen, während im stillen Kämmerlein ein kalter Entzug versucht wird.

    Aber auch diejenigen, die das Psychische explizit hervorheben, was sie eigentlich nicht benötigen , da Alkoholismus und Suchterkrankungen ohnehin psychisch eingestuft werden .

    Zitat

    Alkoholismus führt unweigerlich zum Tod – dies ist eine harte, aber notwendige Wahrheit, die jeder für sich verinnerlichen sollte.

    aber beim nächsten Rückfall hätte es sehr leicht so etwas werden können.

    Nun kommt es auch darauf an, ob ich den Satz im nassen Zustand lese – da steht der Schalter eh auf ‚off‘ und Abschreckungen funktionieren da nicht.

    Oder ob ich gerade dabei bin, trocken zu werden, wackelig bin und mich in der Selbsthilfegruppe melde, weil etwas nicht stimmt – da steht der Schalter noch auf ‚on‘, und die Chance ist höher, das noch wahrzunehmen.

    Wenn ich mir die Erfahrungen der letzten 18 Jahre hier im Forum anschaue, sind Alkoholiker, die nicht aus einem Tiefpunkt herausgekommen sind und trocken wurden, eher für einen Rückfall anfälliger als diejenigen, die einen Tiefpunkt hatten und wissen, wie es dort unten aussieht.

    Hartmut, gell lass mich nur jetzt nicht hängen

    Mal in meinen Worten.

    Ich mache mich nicht zum Co. Wenn jemand saufen will oder aus irgendeinem Grund denkt, es tun zu müssen, sage ich Prost. Ich halte da niemanden auf. Ich werde auch nicht zum 'Sponsor', wie es in anderen Gruppen üblich ist. Ich nehme auch niemanden an die Hand oder lasse mich auf emotionale Spielchen ein.

    Sucht kennt keine Emotionen, sie nutzt sie nur aus. Im Forum unterweise ich höchstens in technischen Dingen, aber ansonsten ist mein unerschütterlicher Weg: Jeder kann sich nur selbst helfen.

    Unterstützung gebe ich nur in Form meiner Erfahrungen und ich rede nicht um den heißen Brei. Alles, was ich erlebt habe, teile ich direkt und ohne Beschönigung. Jeden Tag verrecken , ja ich schreibe ausdrücklich verrecken Alkoholiker, und das nicht nur weil sie nicht aufhören können, sondern weil sie sich auf andere verlassen.

    Jeder kann es schaffen Auch du.

    Schreib weiter und du wirst Unterstützung bekommen. Übrigens auch zu einer meiner Standpunkte. Es gibt keine unpassenden oder "dumme" Fragen in der Sucht, nur nachlässige oder "dumme" Süchtige, fragen nicht.

    Alkoholismus führt unweigerlich zum Tod – dies ist eine harte, aber notwendige Wahrheit, die jeder für sich verinnerlichen sollte.