Heuel - Bin sehr dankbar...

  • Aber wenn wir uns vorstellen von heute auf morgen gäbe es gar keinen Alkohol mehr auf der Welt- dann wären trockene Alkoholiker kerngesund und hätten keinerlei Einschränkungen.

    In erster Linie wäre Deutschland pleite.
    Und ich wäre nicht kerngesund und ganz ohne Einschränkungen wäre ich auch nicht.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Das freut mich, dass der Groschen gefallen ist.
    Das, was verstanden wird, kann auch eingesehen werden.

    Alleine schon der Begriff ‚kontrolliertes Trinken‘ ist für mich ein Synonym für ‚Ich-kann-mit-Alkohol-nicht-umgehen‘ und sollte stutzig machen.

    Hat mich aber auch nicht stutzig gemacht, obwohl ich sehr wohl bemerkt habe, dass das nicht funktioniert. So oft hatte ich mir vorgenommen: Nur 2 Gläser….nur montags und mittwochs….funktionierte nicht, konnte nicht funktionieren, weil ich schön längst Alkoholiker war. Ich konnte immer erst aufhören als alles alle war, und manchmal bin ich auch noch mal losgegangen, um noch ne Flasche zu holen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hat mich aber auch nicht stutzig gemacht, obwohl ich sehr wohl bemerkt habe, dass das nicht funktioniert. So oft hatte ich mir vorgenommen: Nur 2 Gläser….nur montags und mittwochs….funktionierte nicht, konnte nicht funktionieren, weil ich schön längst Alkoholiker war. Ich konnte immer erst aufhören als alles alle war, und manchmal bin ich auch noch mal losgegangen, um noch ne Flasche zu holen.

    Redest du von mir... 8)

    Was mich stutzig machte war, meine Ärtztin hatte mir empfohlen kontrolliert zu trinken...

  • Mich nicht. Meiner hatte auch keine Ahnung. Das kommt wohl öfters vor.

    Er meinte, er kennt (von seinen hunderten Patienten) nur drei, die „offiziell“ Alkoholiker sind.
    Kein Wunder kennt er sich da nicht aus.
    :/

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • die Psychologen redeten dort von kontrolliertem trinken...

    Die meisten Ärzte haben selbst keine Suchterfahrung. Im Grunde für sie gut so, aber für den Patienten ist im Laufe der Zeit spürbar, dass einiges an Wissen nur angelesen und nicht erlernt ist.

    Und es ist Fakt, dass KT bei einem Alkoholiker nicht funktioniert. Deswegen wollen wir das auch nicht weiter im Forum diskutieren.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • sogar die Psychologen redeten dort von kontrolliertem trinken...

    Ich nenne es kontrolliertes langsames Verrecken. Der Hauptbestandteil des Alkoholismus ist der Kontrollverlust, und von etwas zu sprechen, das ich kontrollieren könnte, zeigt das ganze Ausmaß der Paradoxie.

    Für mich ist das eine Pseudolösung. Diejenigen, die es versucht haben, sind tot, die anderen üben noch. Aufhören, sich damit abfinden, ein trockenes Leben erlernen und fertig. Diese ganze wissenschaftliche neue Erkenntnis spült höchstens auf Kosten des Alkoholikers ihre Kassen voll.

    Meine Erfahrung, meine Meinung.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Alkoholsucht ist wohl nicht so ein großes Thema im Studium eines angehenden Mediziners.
    Mich wundert das schon, denn es ist ja wirklich eine sehr verbreitete Krankheit.


    Ich musste ja mal zur MPU. Ein wirklich ganz dunkles Kapitel in meinem Leben und trotzdem noch lange nicht mein persönlicher Tiefpunkt gewesen.


    Da war ich sehr ehrlich, was meine Trinkmengen angeht. Einfach, weil mir klar war, dass der Gutachter meine Promillezahl vor sich liegen hatte, mit der ich noch ins Auto gekommen bin und über eine Stunde durch die Gegend gefahren bin. Ich hatte Angst, wenn der mich beim Lügen erwischt, bekomme ich meinen Führerschein nie wieder zurück.
    Der Gutachter empfahl mir dann in seinem Schlusssatz ‚kontrolliertes Trinken‘….damit bekomme ich ‚mein Alkoholproblem ‘ in den Griff.
    Ich habe ihm das geglaubt, er hat sein Fachgebiet schließlich studiert, und ich verstand überhaupt nicht, warum das bei mir nicht funktioniert. Ich habe das ja schon zu Genüge erfolglos probiert. Habe mich aber auch nicht getraut zu fragen.
    Ich nickte brav und hoffte auf ein positives Gutachten.

    Das mit dem ‚mein Alkoholproblem mit kontrolliertem Trinken in den Griff bekommen’, habe ich genau so auch schriftlich bekommen.
    Für die Führerscheinstelle, der das Gutachten ja auch vorlag, war das ja dann auch in Ordnung so.

    Es ist gut und richtig, dass kontrolliertes Trinken hier nicht diskutiert wird. Es funktioniert nicht und ist schon in der Wortwahl ein Widerspruch in sich.

    Wer nicht mit Kontrollverlust säuft, muss sich auch keine Gedanken darüber machen, wie er seinen Alkoholkonsum kontrollieren kann.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Es ist gut und richtig, dass kontrolliertes Trinken hier nicht diskutiert wird. Es funktioniert nicht und ist schon in der Wortwahl ein Widerspruch in sich.

    Da bin ich ganz bei dir

    Einmal editiert, zuletzt von Stern (22. Januar 2025 um 11:13) aus folgendem Grund: Text aus dem Zitat herausgenommen. Bitte unter einem Zitat schreiben.

  • wenn wir uns vorstellen von heute auf morgen gäbe es gar keinen Alkohol mehr auf der Welt- dann wären trockene Alkoholiker kerngesund und hätten keinerlei Einschränkungen.

    Sehr gut geschrieben. Bei manchen lese ich hier oft ,Verzicht, einschränken der Lebensqualität. Das kann ich für mich auf keinen Fall so sagen.Elly hat da einen guten Spruch, was Alkohol löst oder auslöst!

  • Hat mich aber auch nicht stutzig gemacht, obwohl ich sehr wohl bemerkt habe, dass das nicht funktioniert. So oft hatte ich mir vorgenommen: Nur 2 Gläser….nur montags und mittwochs….funktionierte nicht, konnte nicht funktionieren, weil ich schön längst Alkoholiker war. Ich konnte immer erst aufhören als alles alle war, und manchmal bin ich auch noch mal losgegangen, um noch ne Flasche zu holen.

    War bei mir genauso

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Was mich stutzig machte war, meine Ärtztin hatte mir empfohlen kontrolliert zu trinken...

    Wahnsinn. Weiß denn diese Ärztin überhaupt was sie da von sich gibt?

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  • Aber wenn wir uns vorstellen von heute auf morgen gäbe es gar keinen Alkohol mehr auf der Welt- dann wären trockene Alkoholiker kerngesund und hätten keinerlei Einschränkungen.

    Ich weiß dass es so nicht ist und es sehr viel Alkohol vor unserer Nase gib

    Naja, dann hätte ich wohl einfach weitergekifft oder andere Drogen genommen . Es geht nicht nur um den Alkohol, auch wenn er hier präsent ist. Im Vordergrund steht immer die Sucht an sich.

    Wäre für mich ein vereinfachter Blick auf die Sucht . Es ist wichtig, die tiefer liegenden Ursachen und Mechanismen der Sucht zu verstehen nicht den Sucht Stoff alleine. Oder habe ich den Text falsch verstanden?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ich bin durch und durch ein Suchtmensch. Außer beim Kiffen. Komischerweise bin ich da gar nicht so. Aber Rauchen war schlimm und bin froh, dass ich das schon vor vielen Jahren aufgehört habe. Aber auch normale Sachen. Ein Mittelmaß kann ich nicht gut. Hatte mal Kaufrausch und habe mega viel Geld ausgegeben. Oder Suchtverlagerung wenn ich mal versucht habe vom Alk wegzukommen. Aber eins habe ich immer hinbekommen. Wenn ich es geschafft habe mit etwas wirklich aufzuhören z.B. Rauchen, dann habe ich es nie wieder angefangen. Immer mit dem Gedanken, dass ich es ein zweites Mal nicht mehr schaffen würde. Weil das Aufhören mich beim ersten Mal maximal gefordert hat und Nerven und Stärke von mir abverlangt hat. Deshalb werde ich auch bei meinem ersten Versuch nüchtern bleiben. Weil ich mich keinem zweiten Versuch aussetzen will und kann. Entweder oder, ganz oder gar nicht, schwarz oder weiß. Ich werde noch viel an mir arbeiten um da Entspannung rein zu bekommen. Manchmal ist mir das zu anstrengend und geht über meine Kräfte hinaus. Trotzdem traue ich mir es zu und halte an meinem ersten Mal fest. Ein Rückfall würde mich so stark aus der Bahn werfen, dass ich damit untergehen würde. Deshalb darf es einfach keinen geben. Dazu sind dann Ruhe, Geduld und Zeit gefragt. Entspannung und Gelassenheit. Auch Austausch und die Erfahrung von anderen. Bin gerade dabei die Anspannung durch Freude zu ersetzen. Ich spüre wie sich Freude einschleicht. Meinen Weg mit anderen Augen zu sehen und neugierig zu sein was sich wie entwickelt. Motivation ist ebenfalls für mich sehr wichtig. Gestern war sie mal eine Weile kurz fast ganz weg. Konnte sie aber wieder zurückholen.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

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    Hallo Stern, was dein Gutachter da von sich gegeben hat,ist ja ein Witz! Das ist sicher lange her oder der Gutachter war selber besoffen oder beides!!^^ Das erinnert mich an meine Dorfjugendzeit, 70'er Jahre. Unser Dorfsheriff hat selber getrunken, wenn er uns nach der Disco mit unseren Moped's angehalten hat,dann hat er gesagt,oh,oh Freunde, das richt hier nach Alkohol! LANGSAM nach Hause fahren! Ich glaube er war selber besoffen! 8|^^

  • Heute auf der Arbeit posaunte ein Arbeitskollege mit lauter Stimme * Zwei Gläser Wein am Tag ist gesund*

    Hatte keine Energie auf Diskussionen und dachte mir nur, wer Schweigt, stimmt nicht zu.

    Und ich weiss nicht warum, aber diese Aussage von ihm hat mich gärgert.

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